Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
Caspar seit: 43 Tagen
Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


Tears of Destiny » Zwischen den Plots » Nebenrollenspiele » Abgeschlossene Gespräche » Vom Äußeren auf das Innere schließen?

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Nathanael

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So langsam arbeitete er sich an das Rudel heran. Versuchte sich zu ändern. Doch leider funktionierte der gewünschte Wandel nicht so augenblicklich und schnell, wie der Weiße es nur zu gerne gehabt hätte. Nachdenklich beobachtete er wie die Regentropfen vor seiner Nase herunter fielen. Das Blatt, welches diesen steten Rhythmus ermöglichte, hatte er bereits ausgemacht. Hin und wieder überlegte er, ob er einmal die Zunge herausstrecken sollte, um einen dieser winzigen Welten auf zu fangen. Doch letztendlich erschien ihm das zu welpisch, zumal er keines dieser Miniaturschauspiele verpassen wollte. Der Regen hatte bereits wieder aufgehört und mit ihm waren wohl auch die meisten Wolken verschwunden, denn hin und wieder tauchte ein Sonnenstrahl auf. Jener Sonnenstrahl, zusammen mit den Wassertropfen, die sich nun verspätet den Weg von den Bäumen zum Boden suchten, hatten ihn aus seinem Unterschlupf hier hervor gelockt, nachdem er durch eine Elster darauf aufmerksam gemacht worden war, als sie versucht hatte den fallenden Regenbogenschimmer zu fangen.
Leider wurden die Abstände zwischen den Tropfen zunehmend länger. Immerhin bekam er damit auch seltener einen Platscher auf den Rücken, der dann gemächlich in sein Fell sickerte, wenn er eine günstige Stelle erwischt hatte.
~Wenn es aufhört, gehe ich wieder zurück zum Rudel und versuche wieder mein Glück.~, dachte Nathanael bei sich und wartete weiterhin geduldig darauf, dass sich über ihm genug Wasser sammelte, damit die Schwerkraft es überreden konnte, zu Boden zu springen.

06.02.2016 17:23
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Kati H. - dawnthieves.de

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09.07.2006

Aiyán folgte der Spur eines Rehs, die durch den anhaltenden Regen stellenweise wirklich schwer in der Nase zu behalten war, aber er versuchte es. Denn ausnahmsweise hatte er wirklich mal so richtigen Hunger, der letztendlich die Müßigkeit doch noch besiegt hatte. Vorgestern früh hatte er nur ein kleines Eichhörnchen gefressen, war gestern zu faul für eine Jagd gewesen und kam nun nicht darum, sich einen etwas größeren Happen zu suchen. Da war ihm die Fährte hier gerade recht gekommen.

Allerdings machte der Regen nicht nur die Verfolgung des Beutetieres schwieriger, er ließ Aiyán auch erst unglaublich spät bemerken, dass er im Begriff war, über einen anderen Wolf zu stolpern. Der Weißpelz war bereits in Sichtweite, als er ihn witterte, doch da er sich hauptsächlich auf Nase und Ohren verlassen hatte, bemerkte er ihn erst auf einige Meter Entfernung. Verdutzt hielt er inne, blinzelte einen Regentropfen weg, der durch sein Fell gekrochen und in seinem Auge gelandet war und sortierte gedanklich, seit wann der Kerl nun schon bei ihnen war. Bisschen länger schon, der war doch mit seiner Schwester hier aufgetaucht. Na dann hatte er jetzt die Mindestanwesenheitszeit überschritten und Aiyán hielt es nicht mehr für ganz so verschwendet, ein paar Worte mit ihm zu wechseln.

„Ey, Nathanael. Hast du ein Reh an dir vorbeilatschen lassen oder hast du dich einfach auf die Fährte drauf gelegt?“, fragte er gerade heraus. Konnte ja nicht sein, dass der Weißpelz das nicht auch roch.

09.02.2016 21:57
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Noch bevor er sich genügend motivieren konnte, endlich los zu gehen, näherten sich schwere Schritte. Interessiert beobachtete er, wie sich ein großer schwarzer Wolf durch das Unterholz auf ihn zu arbeitete. Dieser bemerkte ihn allerdings erst etwas später. Wenn Nathanael es richtig interpretierte, hatte der Rüde wohl grade eine Fährte verfolgt. Eine, die ziemlich dicht an ihm vorbei lief. Ja, als der Schwarze ihn darauf ansprach, konnte Nathanael nicht umhin, den sanften Rehgeruch im Regengemisch zu erkennen. Nur war ihm zuvor nicht aufgefallen. Er war nicht sonderlich hungrig und hatte grade einfach völlig anderen Gedanken nachgehangen. Weiterhin liegend und mit ernst-müder Miene aufschauend, hörte er sich die frechen Worte des Wolfes an, von dem er nicht sicher war, ob es Aiyan oder Saiyan war. Es gab zwei Wolfspaare im Rudel, deren Namen er nur mit Geruch würde zuordnen können, daher konnte er ihre Namen nicht so einfach von weitem lernen. Und ein richtiges Gespräch hatte er noch mit keinem der zwei Schwarzen gehabt.
So wie diese Unterhaltung anfing, war er sich allerdings nicht sicher, ob dies ein langer Wortwechsel werden würde. Die lockere Art des Schwarzen erheiterte ihn zwar, es war eine subtile Art zu testen, wie der Andere drauf war, wenn man sich selbstbewusst mit frechen Äußerungen schmückte. Doch Nathanael wusste dass er derzeit ohnehin hin keinem Machtspiel gewinnen konnte. Seine Position als Neuling und die Tatsache, dass er zu dumm war, ein Gespräch anständig zu führen waren nichts, womit er sich in den Kampf stürzen wollte. Vorerst musste er leider einfach nur geduldig sein. Immerhin brachte ihm diese Übung in Zurückhaltung schneller eine Antwort in den Kopf.

"Ich schätze ich liege hier noch nicht lange genug, um deinem Reh begegnet zu sein. Aber ich kann dich beruhigen, ich bin nicht viel herumgelaufen. Somit musst du keine Angst vor einem erhöhten Schwierigkeitsgrad im Spurenlesen haben, weil ich auf der Fährte liege.

Im Notfall kann ich dir auch helfen deine Beute zu finden. Nicht, dass du wegen mir einen leeren Magen ertragen musst."


Verflixt, jetzt hatte er doch gestichelt. Wollte er das nicht eigentlich sein lassen? Unfreundlich sein war offensichtlich wesentlich einfacher als positive Absichten aus zu drücken. Hätte er gewusst, dass es nicht in einer Grimasse enden würde, hätte er nun wohl eine unschuldige Miene aufgesetzt. So jedoch musste er an seinem ernsten Blick festhalten, da er dummerweise nichts besseres zu bieten hatte. Er konnte nur hoffen, dass er sich nach diesem kurzen Austausch nicht schon einen Feind, oder zumindest den Anfang davon, erarbeitet hatte.

11.02.2016 22:34
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Aiyán betrachtete den Weißpelz aus leicht verengten Augen, eines hatte er sogar fast ganz zusammengekniffen. Was war das hier, übertriebene Höflichkeit inklusive Fehleinschätzung oder drei Seitenhiebe, verpackt in braver Zurückhaltung? Weder musste er beruhigt werden, noch hatte er Angst, noch brauchte er Hilfe. Der Typ verstand sich bestimmt blendend mit Teyrm, aber bei Aiyán kratzte er fast augenblicklich am Stolz. Die blauen Augen wurden noch ein wenig schmaler.

„Was bist du, ein höflicher Trottel ohne Verstand oder ein unhöflicher Trottel, der sich für wichtiger hält als er ist?“, fragte er grimmig.

Wenn er eins nicht leiden konnte, dann war es Gönnerhaftigkeit von Seiten anderer, auch dann nicht wenn sie humorvoll gemeint war. Doch statt sich wie bei Teyrm darüber aufzuregen und klarzustellen, dass er gut allein zurecht kam, verzichtete er hier ganz darauf. Er brummte kopfschüttelnd und stakste ärgerlich direkt an Nathanaels Nase vorbei, um der Fährte weiter zu folgen.

28.02.2016 19:09
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Er hatte es verpatzt. Definitiv. Mit unruhig zuckendem rechten Ohr, schaute er dem Schwarzen hinterher. Offensichtlich hatte sich dieser geärgert und Nathanael hatte sich auf die Zunge gebissen nicht noch einen Gedanken zu äußern. Er hatte sich vor diesem Tal lange nicht bemühen müssen, Bande zu knüpfen, dementsprechend hatte er sich immer problemlos seiner Unfähigkeit Freundschaften auf zu bauen und seiner Neigung dumme Gedanken und Aktionen zu kommentieren hingeben können. Nun hatte er also die Belohnung für diese Faulenzerzeit: ein überdimensionaler, welpenäugiger Nachtschatten war mit ziemlicher sicherheit nicht mehr ganz so gut auf ihn zu sprechen. Der erste Eindruck würde lange an ihm kleben bleiben und leider würde er vermutlich auch in Zukunft Schwierigkeiten haben, solche frechen Bemerkungen einfach weg zu lächeln. Er schaffte es ja nicht mal krampffrei zu lächeln wenn er sich wirklich freute.
~Nathanael, da liegt eine schwere Zeit vor dir.~, dachte er und stand seufzend auf. Die Regentropfen waren vermutlich ohnehin mittlerweile versiegt und er wollte nicht riskieren dem schwarzen Zwilling all zu früh wieder zu begegnen.

08.03.2016 18:04
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