Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
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Tears of Destiny » Zwischen den Plots » Nebenrollenspiele » Abgeschlossene Gespräche » Weißt du noch, wie glücklich wir waren?
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THEY SAY WE ARE WHAT WE ARE, BUT WE DON'T HAVE TO BE
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Weißt du noch, wie glücklich wir waren?
Aiyán Tendes & Saiyán Tendes
29. April 1926, früher Morgen, Sonnenschein


Es war die Sonne die ihn weckte. Mit all ihrer zarten, frühlingshaften Kraft. Und auch wenn Saiyán immer noch von so vielen Gedanken rund um Kiba, die neue Rudelleitung und die Welpen – verborgen in ihren Schutzbunkern – getrieben wurde, war es ein angenehmes Gefühl, dass die Zeit nicht still stand, sondern sich weiter drehte. Langsam, als würden seine Glieder sonst zerreißen, streckte der dunkle Körper sich aus, bevor er nach dem gewiss neben ihm liegenden Ebenbild tastete und versuchte es mit den Tatzen zu erreichen. Hm, das funktionierte nicht! In frühmorgendlicher Manier drehte sich der Rüde sogar auf den Rücken, streckte die Wirbelsäule durch und reckte die langen Läufe in die andere Richtung, in der Aiyán gewiss liegen musste, wenn er sich nicht Mitten in der Nacht von ihm entfernt hatte.

Als seine Pfoten endlich etwas pelzig-warmes erreichten, jaulte er laut gähnend auf und verklang in einer motivierend-beschwerlichen Aufforderung, dass Aiyán ebenfalls wach werden musste. Erst dann – nach dem ganzen 'scheinheiligen' Lärm – rappelte er sich auf alle Viere und gewann an Höhe und Körpergröße, nur um sich wieder auf den schwarzen Rüden neben sich fallen zu lassen, als wären sie noch Welpen, die weder Feuer noch Kristalle erlebt hatten. Es war zu früh, um der grausamen Welt 'Guten Tag' zu sagen. Zu schön, um alle dunklen Gedanken erwachen zu lassen. Es war alles, aber ganz sicher nicht nach all den schrecklichen Ereignissen.



NIEMALS WOLLTE ICH DICH BETRÜGEN.
DOCH MEINE GESCHICHTEN VOM GLÜCK;
sie waren meine größten Lügen.




03.02.2016 18:20
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Während Saiýan von der Sonne geweckt wurde, weckte Saiyán ihn – was sehr viel weniger angenehm war, er hätte ruhig noch ein bisschen die Klappe halten können. Bei dem gähnenden Jaulen neben sich zuckten Aiyáns Ohren missbilligend und er drehte den Kopf auf die andere Seite, in der zwecklosen Hoffnung, noch ein wenig Ruhe genießen zu dürfen. Eigentlich wusste er es besser, wenn sein Bruder einmal so munter war, dass er schon solche Geräusche von sich gab, blieb er nicht mehr lange verschont. Auch die Pfoten an seinem Rücken ignorierte er erstmal, er war noch viel zu verschlafen, um nach denen zu schnappen.

Fast hätte er es geschafft und wäre wieder eingedöst, denn dann folgte erstmal ein Moment der Ruhe. Bis auf das leise Rascheln von Fell war da nichts mehr von Sai zu vernehmen, bis … sich plötzlich ein unsagbar schweres Gewicht auf ihn hinabsenkte. Mit einem überraschten Hufffff entwich die Luft aus Aiyáns Lungen und seine Augen weiteten sich. Ehe sein schlaftrunkenes Hirn feststellte, dass er nicht gerade von einem Felsen zerquetscht wurde, sondern sich nur sein Bruder entschlossen hatte, ihn zum neuen Schlafplatz zu machen, zappelte er sogar ein wenig hilflos mit den Hinterbeinen. Erst als er Sai endlich erkannte, ließen seine Abwehrbewegungen nach und er hapste etwas kraftlos nach irgendwas, das er gerade erreichen konnte.

„Boar, hast du Toboe gegessen? Geh mal runter du Fettsack, ich krieg keine Luuuft“, presste er ein wenig erstickt hervor, auch weil er dabei zu allem Überfluss lachen musste. Als wenn er gerade Luft zu verschenken hätte!

06.02.2016 16:56
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Ha! Als Aiyán endlich damit begann die Hinterläufe strampeln zu lassen, wusste Sai, dass er sein Ziel erreicht hatte. Die halbherzigen Anstrengungen seines Bruders wirkten allerdings eher wie eine willkommene Massage, als dass sie ihn störten. Beinahe liebevoll reckte sich der dunkle Hüne also auf seine volle Länge, machte sich richtig schwer, in dem er jede Anspannung fallen ließ. Das war doch wirklich einmal richtig bequem! Beinahe schon wie ein pelziges Kissen, das nur für ihn angefertigt worden war!

„Toboe gegessen?“, gähnte er zum zweiten Mal laut und ohne sich zurück zu halten. „Liebling, von dem könnten wir Wochen lang überleben!“, quatschte er fröhlich weiter, als ob Aiyáns Frage wirklich ernst gemeint wäre und dieses Thema dringenden Redebedarf erforderte.

Den schnappenden Fang versuchte er mit halbherzigen Tatzenschwüngen abzuwehren und seinen eigenen Pelz vor der fast fremden Sabber zu schützen. Dabei nahm er selbstverständlich keine Rücksicht wie er lag... Im Gegenteil! Scheinbar unabsichtlich drehte sich der Dunkle auf den Rücken und rollte somit einmal über sein neustes Opfer drüber! Nunja, um ehrlich zu sein gefiel Sai die Nähe zu Ai einfach zu gut, um sie jetzt einfach wieder aufzugeben.


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09.02.2016 18:45
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Auch wenn das eigentlich unmöglich erschien, wurde Saiyán plötzlich noch schwerer. Aiyán war hilflos begraben – nicht nur sein Körper, sondern auch sein Stolz. Würde er so also sterben? Vom eigenen Zwillingsbruder zerquetscht, erstickt unter massenhaft schwarzem Fell, die Organe zerdrückt und von Knochen aufgespießt. Oh, war das etwa ein Büschel weißes Fell an Sais schwarzem Hintern? Auch wenn er ja eigentlich in seinen letzten Atemzügen lag, das musste er dann doch noch genauer begutachten und ein bisschen anpusten. Die hellen Haare bewegten sich ebenso leicht wie die schwarzen ringsrum, also mussten sie wohl echt sein.

„Hey Opa, hör mal auf so schnell weiß zu werden, sonst kann man uns bald auseinander halten“, riet er ihm gepresst, aber grinsend.

Als ob das nicht längst die meisten hier konnten und als ob Sai etwas dagegen tun konnte. Aiyán starb hier zwar gerade unehrenhaft, aber noch in seiner ganzen schwarzen Pracht. Seine silbrigen Fellspitzen waren im Vergleich zu Saiyáns Staubmäulchen noch wirklich hübsch. Andererseits wurden sie gerade ebenfalls so sehr in den Staub des Bodens eingearbeitet, dass er sich nicht sicher war, ob er hier im Fall der Fälle so hübsch heraus kam, wie er hinein geraten war.
Jedem anderen Wolf hätte Aiyán für so viel Körperkontakt das Fell über die Ohren gezogen, doch bei Sai war es etwas anderes. Ihre Welpenkuschelei war irgendwann abgelöst worden von dieser raueren Form und auch diese hatte sich irgendwann mehr oder weniger im Sande verlaufen. Dieses müßige Gerangel hier war mittlerweile etwas besonderes für ihn und es gefiel ihm viel zu gut, als dass er sich energisch daraus befreit hätte. Auch wenn seine Lunge langsam wirklich um Hilfe rief, vor allem als sein Bruder sich erneut schwungvoll über ihn rollte. Aiyán ächzte und sog im kurzen Moment der Freiheit danach erstmal so viel Luft ein, wie in seinen Brustkorb passte.

10.02.2016 12:24
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06.12.2006

Opa? Weiß?
Für einen Moment erstarrte Saiyán in seinen ungestümen und vollkommen unabsichtlichen Bewegung, blieb still auf seinem 'fast-noch' Ebenbild liegen und spitzte die Lauscher. Er war doch kein Opa! Auch wenn der Dunkle sofort verstand, was Aiyán mit dem 'weiß' meinte. Voller Sorge versuchte er sich zu verrenken um einen Blick auf die neuen Stellen zu werfen, bevor er sich mit einigen halben Drehungen von seinem Bruder herunter rollte und neben ihm zum sitzen kam. Demonstrativ schüttelte er seinen Pelz.

„Du bist doch genau so weiß!“, konterte er wenig schlagfertig.

Die Schnauze kräuselte er sichtlich frustriert, auch wenn er sich Mühe gab den beleidigten Blick zu verbergen. Er wusste ja selbst wie viele helle Stellen er bekommen hatte und wie wenig sich wieder auflösen würden, wenn der Winterpelz bald endgültig verschwand. In dem Versuch seine Reaktion zu überspielen pfotete Sai nach Ais Schulter, legte den Kopf schief.

„Da ist gar nichts Neues dazu gekommen.“, protestierte er trotzig und nickte mit dem Kopf.


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11.02.2016 17:24
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09.07.2006

Endlich ließ der Druck auf seine Lunge nach, das Gezappel seines Bruders fand ein Ende und Luft kehrte in Aiyáns Brustkorb zurück, wohltuend und kühl. Wie ein Ertrinkender sog er sie ein und stieß sie wieder aus, so lange bis das Verlangen nachließ, alle Luft dieser Welt in sich aufzunehmen und nie wieder gehen zu lasse. Nach vier Atmenzügen war alles wieder halbwegs beim alten. Da saß Sai auch schon neben ihm und verrenkte sich, offenbar auf der Suche nach dem weißen Fellbüschel. Aiyán grinste erst, während er sich aufrappelte, dann entlockte ihm Sais schwacher Konter sogar ein richtiges Lachen.

„Und die Schlagfertigkeit schwindet auch mit dem schwarzen Fell.“

Er klang schon fast ein bisschen so, als wollte er Sai damit trösten. War aber auch irgendwie putzig, wie sehr ihn das offenbar störte. Natürlich wusste Aiyán, dass er selbst auch langsam heller wurde, aber ihn störte das nicht ernsthaft. Und dennoch war er überzeugt, dass sein Zwillingsbruder ein bisschen flotter dabei war.

„Vielleicht kommt jetzt unserer innerer Requist nach außen“, überlegte er laut und ließ sich nicht von der Pfote beirren, die da gerade nach seiner Schulter patschte.

01.03.2016 11:14
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Während Aiyán nach Luft schnappte, suchte Saiyán tatsächlich weiter seinen Pelz ab, als würde allein der Versuch den Bruder der Lüge beschuldigen. Leider war dem nicht so und der Dunkle konnte seinen Bruder im Endeffekt nur böse anfunkeln. Er wollte nicht grau werden. Er mochte schließlich seinen schwarzen Pelz, auch wenn er es zu Anfang verabscheut hatte wie Aiyán auszusehen! Als dieser ihn auch noch weiter mit Worten piesakte, verengten sich die Kobaltspiele, bevor Sai sich ein kleines Stück duckte, das Grinsen nicht verbergen konnte und einen Sprung auf den Schwarzen vorzutäuschen versuchte. Ha!

„Natürlich, gib uns drei Monate, dann kann man uns kaum mehr von Toboe und Tearl unterscheiden.“, schnaubte er lachend bei dieser Vorstellung.

Nunja, zumindest würde er sich dann zumindest nicht mehr über die grauen Stellen ärgern! Er mochte den gescheckten Pelz und die Musterungen der beiden Requisten. Vielleicht weil sie ihn an Kiba erinnerten, oder durch sie erst vertraut geworden waren.

„Meinst du, dass er noch andere von ihnen gibt?“, wurde er auf einmal einen Ticken ernster und legte das Köpfchen fragend schief. „Wir wussten schließlich auch nichts von Tearl.


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01.03.2016 13:13
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Oh er hatte doch gerade erst wieder seine Atmung normalisiert, da drohte schon die nächste Attacke auf seine malträtierte Lunge. Vorsichtshalber schnappte er nochmal kräftig nach Luft, als Sai einen Angriff andeutete, aber dann doch nicht ausführte. Aiyáns geduckte Haltung blieb noch einen kurzen Augenblick länger bestehen, um nicht noch auf eine verzögerte Finte hereinzufallen, löste sich dann aber schließlich doch noch. Letztendlich saßen sie dann auch wie zwei halbwegs normale, erwachsene Rüden beisammen und hatten nichts besseres zu tun, als ihre Pelze nach grauen Haaren abzusuchen. Beinahe liebevoll begann Ai dann auch damit, mit der Nase auf einzelne, herausstechend helle Partien im Fell seines Bruders zu deuten.

„Da bist du besonders requistisch, da auch, mhhh da hinten auch, hier, dort, und – meine Güte – du siehst Toboe echt schon ähnlicher als mir.“

Auf seinen Lefzen lag bei diesen Worten ein diebisches Grinsen und die blauen Augen funkelten. Es gab kaum etwas schöneres, als sich gegenseitig ein bisschen zu ärgern. Allerdings schwächte sich dieses Grinsen dann gleich wieder ein bisschen ab, als sein Zwilling eine ernste Frage stellte, eine echte Frage. Daraufhin legte auch Ai den Kopf leicht schief.

„Keine Ahnung. Aber dann können sie mal alle herkommen, vielleicht möchte das Tal dann ja seine Energiequelle tauschen.“

Es ging nicht. Es ging einfach nicht ohne Bitterkeit, egal was er auch tat und so gern er auch die Belanglosigkeit beibehalten hätte. Mürrisch brummelte er und wandte den Blick zum Berg hinüber.

06.03.2016 02:01
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Brummelnd hob er die Pfote halbherzig um Aiyáns Hinweise zu unterbinden und nach ihm zu tatschen, als könnte er somit jegliche graue Stelle verschwinden lassen, nur weil er sie nicht ansah. Kurz jaulte er als Zeichen der Beschwerde leise auf, bevor ein tieferes Brummeln folgte. Gespielt beleidigt – nagut, er war schon ein wenig eingeschnappt – legten sich die Lauscher an.

„Na hör schon auf, du siehst auch nicht besser aus!“, beschwerte er sich und konnte das Grinsen nicht verbergen, während er noch über Aiyáns schutzsuchende Haltung sinnierte.

Um seine amüsierten Gesichtszüge wieder unter Kontrolle zu bekommen, bepfotete er noch einmal selbst seine Schnauze und schloss kurz die Kobaltspiele. Requistisch, hihi. Ja, endlich sahen sie ihrer Mutter mal ein bisschen ähnlich und wirkten nicht mehr wie zwei adoptierte Nachbarskinder! Zumindest für die Wölfe, sie Silence nicht kannten – was der Mehrheit des Rudels entsprach. Gerade als er diesen Gedanken mit Aiyán teilen wollte, reagierte dieser jedoch auf seine Frage und brachte Sai damit kurz aus dem Konzept. Oh. Ruckartig zog er den Kopf zurück und straffte unbewusst die Schultern. Darauf hatte er nicht hinaus gewollt... Zerknirscht rümpfte er den Nasenrücken und überlegte länger als nötig, was er darauf erwidern könnte, um die zuvor ausgelassene Stimmung wiederherzustellen. Aber er fand nichts.

„Eigentlich bräuchten wir überhaupt keine Energiequelle, wenn das Tal nicht von so vielen Nicht-Requisten geflutet worden wäre.“, grollte er jedoch hervor und zuckte kurz zusammen, als ihm bewusst wurde, dass er seine geheimsten Gedankengänge nun in seiner Themen-Suche-Not ausgesprochen hatte. „Also... du weißt was ich meine.“, versuchte er halbherzig die Schärfe aus seinen Worten zu nehmen.

Natürlich hatte er darüber nachgedacht, dass all die Nicht-Requisten die Ursache für eine benötigte Energiequelle waren. Er hatte über jede verdammte andere Lösung nachgedacht. Doch der Gedanke sich von Wölfen wie Ashlynn oder Yacáru zu verabschieden war so grausam gewesen, dass er besonders diese Lösung direkt ausgeschlossen hatte, auch wenn sie ihm noch manchmal in den Kopf kam.


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06.03.2016 22:47
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Aiyán hatte nicht beabsichtigt, die ausgelassene Stimmung kaputt zu machen, aber er sah sich auch nicht als alleinigen Auslöser. Sie hatten da ja offenbar beide ein wenig Gesprächsbedarf. War aber auch kein ganz einfaches Thema. Im Rudel war es eher ein Tabu, wurde nicht thematisiert und wenn dann überhaupt nur, weil die Zwillinge es kritisch ansprachen. Akando und Aiyán hatten sich darüber bereits hitzig unterhalten und waren sich uneinig gewesen, jetzt war es ein wenig anders. Saiyán sprach sogar noch einen weiteren Aspekt an, über den sein Zwilling noch gar nicht nachgedacht hatte. Auch er rümpfte die Nase.

„Dann wär's hier aber auch verdammt öde“, erwiderte er mit der Andeutung eines Grinsens. Für ihn war das weniger ernst als für Saiyán, weil er nicht daran dachte, dass sein Bruder mit diesem Gedanken durchaus auch Aktionen verband. Ai wäre nie auf die Idee gekommen, zugunsten von Kiba die anderen Wölfe aus dem Tal zu jagen. Selbst wenn das die einzige Möglichkeit auf Rettung gewesen wäre, er hätte das Tal mit allen verlassen.

„Welches Tal braucht überhaupt eine Energiequelle, um sich nicht selbst zu zerstören? Wir haben uns echt ein bescheuertes Zuhause ausgesucht.“

Schnaubend schüttelte er den Kopf über diese ganze Absurdität. Aber was hieß hier schon 'ausgesucht', sie waren ja hier geboren. Und irgendwie zog es doch alle Wölfe hierher zurück.

14.03.2016 11:20
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'Öde'? Ein wenig verletzt legte Sai die Lauscher an den Kopf, auch wenn er Ai keinen Vorwurf machen wollte. Hätten sie dieses Thema vor einem Jahr diskutieren müssen, so wäre er bei Aiyáns Beschreibung im Dreieck gesprungen: Wie konnte etwas 'öde' sein, wenn sie zusammen waren? Doch so sehr es den Dunklen auch widerstrebte zuzugeben, die Dinge hatten sich verändert. Sie hatten sich verändert. Es gab trauriger weise kein 'Du und ich gegen den Rest der Welt' mehr.

„Es wäre genau so öde wie damals mit Mitsah und Pyry.“, erklärte er sachlich und hob die Augenbrauen. Nein, diesen Hieb konnte er sich nicht verkneifen, auch wenn er keinerlei böse Absichten hatte.

Bei Aiyáns Kopf schütteln wurde sein Blick jedoch wieder weicher. Nein, sie hatten sichtlich kein Glück bei der Wahl ihres Zuhauses gehabt. Auch wenn er noch nicht viel von der Welt gesehen hatte, konnte er es sich nicht vorstellen, dass noch mehr solcher Täler gab, die Wölfe versteinerten oder kristallisierten. Wenn auch aus ganz anderen Gründen, stimmte er in das Kopf schütteln mit ein.

„Wenn Tyara gewusst hätte, dass so ein Zuhause auf sie warten würde, meinst du, sie wäre zurück gekehrt?“

Er selbst wüsste nicht, ob er sich für Diemnar entschieden hätte, wenn an einer anderen Stelle Freunde auf ihn warteten. Er wäre wahrscheinlich in der Fremde genau so ein Wolf wie all die Fremden hier. Vielleicht wäre er dort sogar willkommener.


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16.03.2016 21:10
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Ai bemerkte die Wandlung in der Mimik seines Bruders – so abgestumpft war er dann doch noch nicht. Und er ahnte, wie sie einzuordnen war, aber Leid tat ihm seine Aussage wirklich nicht. Trotzdem war er versöhnlich gestimmt heute, was vielleicht an Sais kuscheliger Begrüßung lag, vielleicht aber auch einfach daran, dass er nicht wollte, dass sich sein Bruder schlecht fühlte. Grinsend hob er den Kopf an, streckte die Schnauze nach seinem Ebenbild aus und knabberte tröstend an einem der zurückgelegten Ohren.

„Dann gäbe es halt niemanden, dem wir gemeinsam auf die Nerven gehen könnten“, revidierte er seine Worte und ließ ein verschmitztes Lächeln folgen. „Pyry ist ein Arschloch und Mitsah war ein ganz passabler Lehrer, aber öde … öde war es bei ihnen nie.“

Ihm war nicht nach Streit und Korinthenkackerei, dafür fühlte sich diese fremd gewordene, trotz allem vertraute Nähe doch einfach zu schön an. Sie waren hier, immer noch die Zwillinge, die man im Auge behalten sollte, weil sie jeden Augenblick Dummheiten begehen konnten, sie hatten ihren Spaß. Mal allein, mal zu zweit. Er wollte, dass Saiyán das genauso genießen konnte, wie er es mittlerweile konnte. Seine Eifersucht auf Ashlynn hätte er als tröstliches Beispiel erstmals wirklich erklären können, aber dieser Schatten war noch zu groß für ihn. Er machte ihm Saiyáns Wehmut verständlich. Gleichzeitig wollte er die Leichtigkeit der Situation nicht durch dieses Thema einbüßen, das durchaus auch noch Zeit hatte. Es lief ja nicht weg, aber der Schatten schrumpfte mit der Zeit ein wenig.

„Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung. Würde ich hier niemanden kennen und wüsste, dass nur Toboe hier seinen Hintern in der Sonne wendet … ich glaube mir wär mein eigenes Schicksal wichtiger gewesen.“

Er schnaufte nachdenklich. Machte sie das zu schlechten Wölfen? Zu schlechten Brüdern? Sai hätte er eigenpfotig aus dem Revier geholt, Toboe hätte er … naja, von der Grenze aus gerufen. Und er fühlte sich schlecht bei dem Gedanken, aber es änderte nichts daran, dass es so war. Mit den Schultern zuckend sah er schließlich wieder Sai an, ein bisschen ratlos und auch ein wenig verwundert.

02.04.2016 21:26
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06.12.2006

Auf die Gefahr hin, dass er sich wie ein trotziger Welpe benahm, schnickte Saiyán wenige Sekunden zu früh den Kopf zurück um sein Ohr aus Aiyáns Fang zu befreien. Wenige Sekunden die den schmalen Grad zwischen einem brüderlichem 'Hey, lass das!' und einem ausweichendem 'Ich bin nicht in der Stimmung' entschieden. Zwar konnte er seinem Ebenbild insgeheim zustimmen, dass Pyry und Mitsah nicht die lustigsten Weggefährten gewesen waren, allerdings wusste Sai nicht recht einzuordnen, ob Aiyán im Endeffekt – jetzt – die Zeit mit den beiden wirklich bereute und gerne ausradieren würde, oder ob seine harten Worte nur eine ihrer harten Liebesbekundungen waren. Leise schnaubte der Dunkle, einem Seufzen gleich. Machte er sich vielleicht einfach nur zu viele Gedanken über die Worte des Bruders? Und wenn ja, woher kam dieser düstere Blick auf dessen Gesinnung?
Um seinem eigenem Erscheinungsbild die Schärfe zu nehmen versuchte er sich an einem paar aufmerksam gespitzten Ohren, als Ai auf seine zweite Frage einging. Bestätigend nickte er.

„Jap. Ich hätte wahrscheinlich auch keine Pfote auf diesen verfluchten Boden gesetzt.“, stimmte er zu und verkniff die Farbenspiele. „Sobald ich erfahren hätte, dass Mama von einem scheinbar sadistischen Kristall gefressen wurde, wäre ich auf der Stelle umgedreht und hätte Diemnar wieder verlassen.“

Kaum waren die Worte aus seinem Fang, biss er sich auf die Zunge und hätte sie gerne zurück genommen. Aber daran ließ sich leider nichts ändern: sie waren ebenso ausgesprochen wie Sais hörbares Unverständnis über Tyaras freiwillige Rückkehr und ihr Bedürfnis zu bleiben. Hm, doof. Es fuchste ihn ziemlich, dass alles so kompliziert geworden war. Auch wenn er sich damals über viele Dinge aufgeregt hatte, so wünschte er sich gerne zu der Zeit zurück, als weder das Rudel im Umbruch, noch das Tal im Einklang mit sich selbst war. Zum zweiten Mal: Hm, doof.


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05.04.2016 16:49
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09.07.2006

Aiyán war nicht verletzt von der abwehrenden Reaktion seines Bruders, heute nicht. Er schmunzelte verwegen, als wäre ihm ein seltener Coup geglückt. Ein Coup, über dessen Gewinn sich Saiyán im Grunde seines Herzens auch freute, aber das durfte er natürlich nicht zugeben. Ai tickte in dieser Hinsicht exakt wie sein Zwilling, deshalb war ihm seine Reaktion so vertraut, dass er sich über eine andere, kuschelige auch eher gewundert hätte. Wären ihre Rollen vertauscht, hätte er ebenso gehandelt und Sai hätte das genau so einzuordnen gewusst. Dabei dachte er jedoch keine Sekunde daran, dass sein Ebenbild in Gedanken noch immer bei seiner Einstellung zu Mitsah und Pyry hing. Die Frage nach den beiden hatte er nicht als bedeutsam eingeschätzt, entsprechend wenig dachte er nun noch darüber nach. Und als Sai das Thema ebenfalls fallen ließ, löste das bei Ai keinerlei Verwunderung aus.

„Und da sind wir.“ Er legte den Kopf schief und betrachtete Saiyán eingehend. „Trotz allem.“

Er hatte einen etwas egoistischen Verdacht, warum Sai trotz allem hier war. Warum er nicht einfach das Weite suchte. Aber dieser Verdacht … war eigentlich nicht echt, sondern bezog sich auf das, was Sai sagen würde. Dass er nur wegen ihm hier wäre. Und dass das nicht der Wahrheit entsprach, davon war Aiyán fest überzeugt.

„Möchtest du mir jetzt erzählen, dass du nur hier bist, weil ich es bin? Dass ich dich hier festhalte?“

Er sah ihn mir schräg gelegtem Kopf an, der Ausdruck in den Augen streng, aber nicht scharf. Ein unausgesprochenes Überleg dir genau, ob du das jetzt behaupten willst schwang in seinem Tonfall mit.

08.04.2016 19:36
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06.12.2006

Ja, da waren sie. Warum auch immer. Hätte Sai eine Ahnung von sinkenden Schiffen gehabt, wäre ihm wohl dieser Vergleich am ehesten in den Sinn gekommen. Sie beide – oder sollte Sai jetzt lieber nur noch von sich in der Einzahl sprechen? - waren wohl einfach die Letzten, die vor solchen Urgewalten flüchten würden. Oder die Ersten. Je nach Laune. Als Aiyán dann auch noch wirklich die lieber tot geschwiegene Frage stellte, verzog sein Ebenbild ausweichend die Lefzen und verengte die Kobaltspiele. Ja, verdammt. Genau das war sein großes, unumstrittenes und bestes Argument! Wenn er gefragt werden sollte, würde er genau das antworten: Weil Ai hier bleiben wollte, warum auch immer. Auch wenn er dem Schwarzen nicht in den Rücken fallen wollte, würde er wohl verständnislos den Kopf schütteln, als hätte er keine Ahnung warum sein Bruder so dachte.
Doch ehrlich gesagt wusste Saiyán gar nicht, ob er wirklich nur wegen dem Zwilling hier blieb. Deswegen drehte er den Fang ausweichend zur Seite, als würden ihn die einzelnen Rudelmitglieder in einiger Entfernung wirklich interessieren. Ha, natürlich nicht. Er wollte nur ausweichen und nachdenken.

„Was sollte mich sonst hier halten?“, fragte er mürrisch und wagte sich dabei immer noch nicht Aiyán wieder anzusehen.

Der mahnende Unterton war ihm leider nicht entgangen. Aber was sollte er schon sagen? Er würde Ashlynn vermissen? Ja, er würde sie noch mehr vermissen als jetzt schon, wo sie ihm auf engstem Raum aus dem Weg ging. Sollte er antworten, dass er einfach nur schaulustig war und Toboes Rangambitionen weiter verfolgen wollte? Ja, es war vorauszusehen, dass er nicht umsonst aufmerksam die Aktionen um die Rangwölfe beobachtete. Und – zu allerletzt – könnte er auch noch antworten, dass es ihm seltsamer weise gefiel mit so vielen unterschiedlichen Wölfen zusammen zu leben. Es war so... bunt. So abwechslungsreich und so verdammt einfach. Von dem vielem Nachdenken einmal abgesehen.

Mit einem entnervten Schnauben, auch wenn wahrscheinlich deutlich zu hören war, dass es eher ein ergebenes Seufzen darstellte, wandte Saiyán den Fang wieder zu seinem Ebenbild. Ein beinahe zynischen Schmunzeln auf den Lefzen.

„Was möchtest du denn hören? Dass ich Tobs endlich vergöttere und seine Mühen huldigen möchte? Dass ich mir mit Ashlynn – die mich nicht einmal mehr ansieht – genau so kleine Welpen wie Yacáru vorstellen kann? Dass ich mir mit eben dieser Yacáru über unser Familienglück austauschen will?“ Ein verneinendes Kopfschütteln folgte. „Oder soll ich dir lieber sagen, dass mich Teyrm und Kaei nicht mehr Tag täglich nerven, weil ich nun mein Leben mit ihnen fristen will?“

Einmal in Fahrt geredet, konnte er so schnell nicht mehr stoppen. Ja, er wusste ja selbst nicht, warum er noch hier war, wenn es kein Ai und Sai mehr gab. Es waren einfach... So viele kleine Dinge die er hier nicht mehr aufgeben wollte.


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08.04.2016 20:54
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Ai merkte es schon an der Miene seines Zwillings – jetzt war noch nicht der richtige Moment, um ihm bewusst zu machen, dass er das Rudel ins Herz geschlossen hatte. Vielleicht hatte er es schon geschafft, ihn ganz sachte darauf hinzuweisen, aber Sai war definitiv noch nicht bereit, sich das einzugestehen, geschweige denn ihm. Und das musste er akzeptieren, auch wenn es ihm nicht gerade leicht fiel. Aber er wusste zu gut, wie sich sein Ebenbild fühlte und wollte ihn gerade deshalb nicht weiter in die Enge treiben. Doch ehe er die Sache entschärfen konnte, war es schon soweit, dass Saiyán sich zu einer Antwort genötigt fühlte. Bei seinen Worten straffte sich Aiyáns Haltung, er richtete sich im Sitzen noch etwas weiter auf, schmiegte aber dabei die Ohren an den Hinterkopf. Was wollte er hören? Das wusste er und Sai wusste es auch. Aber warum wollte er hören, dass Sai auch in den anderen Rudelwölfen Freunde gefunden hatte? Er schluckte und hörte schweigend zu, den Blick unerschütterlich fest auf seinen Bruder gerichtet. Und dann reagierte er einfach, ohne noch großartig darüber nachzudenken, als Saiyán verstummte.

„Ich wollte hören, dass du hier mit mir glücklich bist, nicht wegen mir.“

Die Zeit, in der er nur wegen Sai glücklich gewesen war, lag noch gar nicht allzu weit entfernt in der Vergangenheit, doch sie kam ihm wie ein schmerzhaftes Lehrstück vor, ein Beispiel, wie es nicht funktionierte. Und nun war es Saiyáns Glück, das an ihm hing wie ein Gewicht, das er nicht tragen konnte.

„Ich kann nicht für dein Glück verantwortlich sein, ich … ich möchte nicht dafür verantwortlich sein. Dafür bedeutet es mir viel zu viel und das vergrößert die Gefahr, dass ich es kaputt mache.“

Er sah ihn weiterhin fest an, war sich seiner Sache plötzlich verblüffend sicher. Endlich greifen zu können, was ihn schon seit einer Weile unterbewusst beschäftigte, tat gut.

20.04.2016 18:46
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Mit Aiyán? Er war immer mit Aiyán glücklich. War es zumindest immer gewesen. Darum ging es doch in dem Plan Zwillinge zu sein, oder nicht? So ganz verstand Saiýan die Antwort seines Bruders nicht: Besser gesagt wollte er nicht zu viel über sie nachdenken. Es war gut so, wie es war. Das ganze Geschwafel von 'glücklich sein' und dem großen 'Glück' ging ihm so langsam auf die Nerven. Kaum hatte Ashlynn damit aufgehört, fing nun Aiyán damit an. Was faszinierte die beiden nur so daran? Entweder er fühlte sich wohl, oder eben nicht. Im Moment konnte Sai das nicht sagen. Er war glücklich gewesen, bis sie zu solch ernsten Themen gewechselt hatten. Dabei wollte er doch gar nicht über sich selbst sprechen! Beinahe schon abweisend rümpfte er den Nasenrücken und versuchte den stechenden Blick des Ebenbildes so grimmig wie möglich zu erwidern um ihn zum schweigen zu bringen.

„Was soll denn der ganze Mist vom 'glücklich sein'?“, schnaubte er verständnislos. „Machst du jetzt einen auf Ash, die das ewige Glück sucht und daran scheitert?“, blaffte er Aiyán bissig an.

Ai wollte nicht für sein Glück verantwortlich sein? Bitte. Nur leider konnte Saiyán trotz jeglichen fehlenden Tiefsinn nicht vorstellen, wie sich der Schwarze aus dieser Nummer heraus halten wollte.

„Ich war glücklich, als ich heute morgen neben dir aufwachte. Jetzt bin ich wegen dir unglücklich, weil du mir mit deinen komischen Fragen Kopfschmerzen bereitest.“, knurrte er, bevor der ergraute Fang sich verneinend neigte.

So einfach war das. Genau so einfach wie die Frage, warum er noch hier blieb, wenn nicht wegen Aiyán. Es konnte alles so einfach sein, wenn nicht irgendwelche Wölfe es kompliziert machen würden. Und zu seinem Unglück – haha, was für ein Wortspiel! - schien Ai nun unter die Poeten gehen zu wollen. Noch einmal versuchte er seinem Blick Nachdruck zu verleihen, bevor er es aufgab und den Kopf schüttelte. Nein, das hatte keinen Sinn. Demonstrativ begann er die Vorderläufe nach vorne zu strecken und sich zu dehnen. Er wollte nicht der Einfachheit wegen davon stolzieren. Auf keinen Fall. Das wäre unfaire gewesen. Aber er wolle sich auch nicht weiter mit Themen beschäftigen, die ihm den Kopf zerbrachen. Davon gab es es momentan einfach zu viele.
Wolf, kaum gestand er sich ein, dass das Leben hier im Rudel gar nicht so schlimm war, riefen ihm Kleinigkeiten wieder auf den Schirm, dass er sich damals nur mit drei Wölfen hatte auseinander setzen müssen.


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21.04.2016 18:12
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Die Sicherheit schwand nicht, aber sie wich ein wenig zur Seite und lockte die Enttäuschung mit dazu, als er Saiyáns Miene beobachtete. Und Wut, als er ihn ausgerechnet mit Ashlynn verglich. Konnte das sein? Hatte er diese Gedanken von ihr und wusste das inzwischen schon gar nicht mehr? Er wollte nicht, dass es so war, es waren seine Gedanken. Verärgert kräuselte sich sein Nasenrücken, aber er gab kein Geräusch von sich und hörte erstmal zu, auch wenn es ihm merklich schwer fiel. Sein Bruder verstand nicht, was er meinte, oder wollte es nicht verstehen.

„Es sind immer alle außer dir an allem Schuld“, warf er ihm vor, die Stimme leise vor unterdrücktem Ärger.

Beschwerte sich Saiyán gerade allen Ernstes darüber, dass er ihm Kopfschmerzen machte, weil er ihn etwas fragte? Wütend erhob nun auch er sich auf die Läufe und starrte seinen Zwilling nieder, auch wenn den das wenig zu stören schien. Der streckte sich gerade, so als hätte er jetzt gleich etwas besseres zu tun, als sich mit ihm auseinander zu setzen.

„Ich hab das ewige Glück nie gesucht und bin auch nie daran gescheitert. Und weißt du warum? Weil ich glücklich bin, ob es dir nun passt oder nicht.“

Die coelinblauen Augen schienen zu blitzen, als er das sagte, definitiv eher wütend als glücklich. Aber der Kern seiner Aussage entsprach der Wahrheit – er war unabhängig glücklich, in diesem Rudel, auf seiner seltsamen Hofnarrenposition, die ihm viele Freiheiten gewährte und doch da Grenzen setze, wo sie ihn längst nicht mehr störten. Dass Saiyáns Glück ihn darin nicht kalt ließ, war ihm klar, aber er wollte seinem Zwilling jetzt, in seiner ganzen Wut, demonstrieren dass er ohne ihn auch gut leben konnte.

23.04.2016 15:29
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Er machte alle anderen für seine Schuld verantwortlich?! Der Versuch sich heimlich aus dem ganzen Gespräch heraus zu ziehen verlor sich bei Aiyáns Worten, indem Sai seine Läufe wieder – sichtlich erschrocken über das Zischen seines Bruders – zu sich zog. Wen machte er denn dafür verantwortlich? Gerade er, der sich im Moment versuchte von allen fern zu halten? Zumindest baute er eine Konfrontationsferne zu ihnen auf, das war das Höchste der Gefühle! Als wolle er diesen Gedanken als nichtig abtun, hob er den Fang abwehrend als vertreibe er ein lästiges Insekt. Verdammt, Sai wollte sich heute morgen nicht streiten. Der Tag hatte so gut angefangen. Aber... Ais Worte verletzten ihn. Nicht, weil sie besonders stark verletzend gewählt waren, sondern weil sie von Ai kamen. Einem der einzigen Wölfe von denen es Sai wichtig war, wie sie von ihm dachten.

Dementsprechend gereizt reagierte er auch.

„Schön.“, schnaubte er, als wäre es eine Beleidigung. „Du sollst glücklich sein und ich werde dir dabei nicht im Weg stehen.“, zwang er sich knurrend über die Lefzen und bemerkte selbst, wie sich seine Farbenspiele verengten.

Er sollte jetzt gehen. Er sollte wirklich einfach nur gehen und Ais Worte im Raum stehen lassen. Das wäre das Beste für sie beide. Allerdings... Frustrierte es ihn zusehends, dass sein Bruder eine riesige Distanz zwischen ihnen schaffte. Ai sprach genau das aus, dass sie beide aus ihrer Abhängigkeit getrieben hatte. Und auch wenn sein schwarzes Ebenbild damit mehr als nur zufrieden zu sein schien, verletzte es Sai, die Fakten nun schwarz auf weiß vorgelegt zu bekommen. Dabei war er selbst doch immer der Vorreiter gewesen. Seit wann übernahm Ai diese Rolle?!
Er konnte es zwar nicht glauben, aber sein bester Freund ließ ihn im Regen stehen. So fühlte es sich zumindest an: kalt und nass. Bis auf die Knochen. Um ihm nicht unzählige unüberlegte Vorwürfe an den Kopf zu werfen, schnalzte Sai mit der Zunge, bevor er sich abwandte und begann vor Aiyán seine Linien zuziehen. Er musste sich einfach bewegen.

„Was ist daran so schwer zu verstehen?!“, blaffte Sai und biss sich im selben Moment auf die Zunge, um sich zu zügeln. „Du – bist – nicht – für – mich – ver-ant-wort-lich.“, betonte er jede einzelne Silbe. „Aber in dem du mir immer wieder auf die Nase bindest, wie toll es hier ist und wie schön doch das Rudel sei – das ich mich dort auch einbringen soll! - machst du dich selbst verantwortlich.“

Und als würde Aiyán ihm damit etwas stehlen, warf er ihm nun wieder einen unzufriedenen Blick zu, auch wenn dieser zumindest nicht mehr ganz so mürrisch war, jetzt wo er die Worte fand.

„Verdammt, wir sind nun mal Brüder. Wenn Tobs sich morgen blamiert, schämen wir uns mit, oder nicht? Wenn du 'glücklich' bist“ - und diese Bezeichnung spuckte er höhnisch - „freue ich mich für dich.“

Kurz legte Sai eine Pause ein, zog weitere Bahnen vor seinem Bruder, bevor er seufzte und in einem Anflug an Ärger die Rute hob, gleichzeitig allerdings den Kopf verneinend schüttelte.

„Aber du kannst nicht erwarten, dass ich nun genau wie du handeln oder deine Ansichten teilen werde, weil es bei dir geklappt hat. So läuft das nicht... nicht mehr. Du möchtest 'nicht für mein Glück verantwortlich sein'. Dann schreib mir – verdammt noch mal - auch nicht vor wie ichs zu finden habe.“

Bei allen Kristallen dieser Welt, das war schwer gewesen. Aber irgendwie auch befreiend. Wenn Aiyán kein 'Ai und Sai' mehr wollte, durfte er auch nicht erwarten, dass ihr neues 'Ai' und 'Sai' die gleichen Wege einschlug. Das engte nur ein.


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24.04.2016 11:21
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Er hatte es so gewollt und sich gleichzeitig davor gefürchtet. Und als Sai nun antwortete, haschte die Angst schneller nach Aiyáns Herz, als er schlucken konnte. Dahin war die Sicherheit; nun doch. Er wollte ihm widersprechen, ihn mit einem „Du stehst nicht im Weg“ versöhnlich stimmen und ihm sagen, dass er das so nicht gemeint hatte. Denn natürlich wollte er nicht, dass sein Zwilling ihn mied oder das Gefühl hatte, ihn in seinem Glück zu stören. Sai gehörte für Ai noch immer zu einem perfekten Leben dazu, ohne Wenn und Aber. Und diese Selbstverständlichkeit war es vielleicht, die ihn manchmal denken ließ, dass er ihn gar nicht unbedingt brauchte. Weil er einfach doch irgendwie immer da war.
Aiyáns Ohren hatten sich bereits nach Sais ersten Worten an den Hinterkopf gelegt. Eigentlich hatte er damit gerechnet, dass er gehen würde, aber als er blieb und nur vor ihm hin und her tigerte, war er beinahe erleichtert.

„Ich will einfach nicht, dass du dich darauf ausruhst, mich zu haben“, brummte er verteidigend und drehte den Kopf weg.

Ach er wusste es doch selbst nicht. Saiyáns Worte taten weh und er fürchtete, dass sie das vor allem taten, weil sie den Kern der Wahrheit trafen. Hatte Ai zu lange nicht richtig hingesehen und sich auf sein trügerisches Gefühl verlassen? Hatte umgekehrt er sich darauf ausgeruht, dass sein Bruder wieder abhängiger von ihm war, nachdem Kiba im Kristall gelandet war? Seine nach hinten gedrehten Ohren zuckten schwach, der Gedanke behagte ihm überhaupt nicht. Er hasste es, sich mit negativen Hypothesen über sich selbst auseinander zu setzen. Auf einmal klang sein Zwilling sehr viel sicherer als er eben noch und als er schließlich endete, entwich Aiyán ein hörbares Seufzen. Den Kopf hatte er immer noch zur Seite gedreht, als würde er den kleinen Busch neben sich eingehend betrachten. Und er schwieg einfach weiter, weil er nichts schlagfertiges erwidern konnte und zu stolz war, um einfach „Du hast Recht, tut mir Leid“ zu sagen, auch wenn das vielleicht das simpelste gewesen wäre. Das was Sai gesagt hatte, war das, was er sich gewünscht hatte – dass sie beide ihre eigenen Wege gehen konnten, auf denen sie immer mal große Stücke gemeinsam gingen, aber doch immer mal wieder auch auf Distanz gehen konnten, ohne dass es störte. Er hatte es nur noch nicht aus Saiyáns Sicht betrachtet und geglaubt, dass das was er selbst gerade tat, das beste war. Für sich selbst und für Sai. Er seufzte nochmal, auch wenn es diesmal eher ein Schnaufen war, dann hob er den Kopf wieder, streifte seinen Zwilling mit einem Blick und drehte auch eins seiner Ohren wieder nach vorn.

„Aber das Thema kam von dir, als du vom Tal angefangen hast“, murmelte er, während er Saiyáns Pfoten betrachtete.

Sein Bruder hätte mehr Antworten auf das, was er gesagt hatte, verdient, aber Ai konnte nicht. Er versuchte es so, auf träge, mürrisch-scherzhafte Weise und in Gedanken geisterte ein „Sorry dass das so gelaufen ist“ herum, aber aussprechen konnte er es nicht. Sai konnte es in seiner Mimik finden, wenn er wollte, und in seinem Versuch, das Gespräch nicht ganz so offen stehen zu lassen. Aber hören würde er es vermutlich vorerst nicht, dafür war Aiyán einfach zu sehr Aiyán.

25.04.2016 00:08
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