Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
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Tears of Destiny » Zwischen den Plots » Nebenrollenspiele » Abgeschlossene Gespräche » Aus Fleisch und Stein gemacht
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Das Loch war nicht tief, aber es reichte, um die Reste ihrer Beute zu verstecken. Leikuna deponierte die Kadaverreste hinein und schob mit der Nase die zuvor aufgewühlte Erde wieder zurück und über ihren kleinen Vorrat. Sie ließ sich Zeit dabei und arbeitete sorgfältig, prüfte immer wieder, ob die Fleischreste noch zu riechen waren. Ganz verbergen ließ sich die Witterung eigentlich nie, aber irgednwann war der Geruch soweit abgemildert, dass sie zufrieden war. Wer nicht danach suchte oder zufällig direkt darüber stolperte, würde es vermutlich nicht finden.
Leikuna schnaubte, weil hängengebliebene Erde ihre Nase kitzelte, und schüttelte sich kurz, ehe sie in Richtung Fluss lief. Sie wollte etwas trinken, und dann mal sehen, wohin es sie verschlug. Vielleicht mal in einiger Entfernung bei den Welpenbaus vorbeischauen, ob dort schon Kleinwölfe ihre Nase aus dem Schutz der Höhlen streckten. Lange konnte es eigentlich nicht mehr dauern, bis die Kleinen endlich rausdurften, und Leikuna war zwar nicht euphorisch mit Vorfreude, aber doch ziemlich neugierig auf die Welpen.

I close my eyes

I lock you up inside
You can't escape, you can't break free
You can't escape 'cause you belong to me

I hear you in my tears, I'll keep your memory
You've been my guide and now you shall be me
06.11.2015 14:18
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Aiyán streunte ziel- und planlos durch den Wald, wie er das in letzter Zeit öfter allein tat. Nicht weil er unbedingt Beschäftigung für seine Läufe suchte oder das Bedürfnis hatte, allein zu sein und nachzudenken, sondern weil es sich einfach so ergeben hatte. Saiyán tat das selbe ab und an. Und hin und wieder zogen sie auch noch gemeinschaftlich grundlos durchs Revier, aber nicht mehr so selbstverständlich wie früher. Die Unruhe im Rudel war längst der Vorfreude auf das Auftauchen der Welpen gewichen und so lange er nicht gezielt seinen oder den Hunger der frisch gebackenen Familien stillen musste, wanderte er viel. Man konnte nie wissen, ob sich im Tal nicht wieder still und heimlich Veränderungen anbahnten, von denen sie letztendlich überrascht wurden, weil keiner das Revier systematisch durchstreift hatte. Bisher war ihm allerdings nie etwas seltsames aufgefallen.
Als er auf Leikunas frische Fährte stieß, hatte er bereits mehrere Stunden eines ereignislosen Streifzuges hinter sich und ließ sich wohl nur aufgrund der aufkommenden Langeweile darauf ein, ihr zu folgen. Sie hatte aufgehört, geheimnis- und wichtigtuerisch um den Kristall herumzuschleichen, aber Aiyán war nach wie vor eine Spur zu misstrauisch. Vielleicht trieb sie ja irgendetwas seltsames, wobei er sie erwischen konnte. Auf einem kleineren Stück meinte er, an ihrer Fährte auch Beutegeruch wahrzunehmen, der letztlich jedoch wieder verflog – und schließlich hörte und entdeckte er sie nicht allzu weit entfernt, leuchtend wie Schnee im Frühling zwischen den Bäumen.

06.11.2015 14:35
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Ihre Ohren drehten sich etwas zurück, als sie Schritte hinter sich vernahm. Erst dachte sie sich nichts dabei - wenn jemand nach ihr suchte, würde er gleich ihren Namen rufen oder schneller zu ihr aufschließend, ansonsten kreuzte da sicherlich nur jemand zufällig ihren Pfad. Aber weder versuchte jemand ihre Aufmerksamkeit zu erregen, noch entfernten sich die Schritte wieder, sondern schienen eher im relativ gleichen Abstand und ohne größere Eile ihrer Spur zu folgen. Leikuna wurde langsamer, dann hielt sie inne und wandte den Kopf herum um nachzusehen, wer ihr da folgte. Beinahe hätte sie Aiyans dunkle Gestalt im Unterholz nicht bemerkt, allein seine Bewegung verriet ihn als erstes, bevor er näher kam und besser zu sehen war. Einen Moment lang sah sie ihn nur an, warf dann einen kurzen Blick in die Richtung, in der sie eben noch unterwegs gewesen war, und drehte sich dann halb zu ihm um.

"Gibt es einen bestimmten Grund, warum du mir folgst?",

fragte sie in neutralem Tonfall. Ihre Ohren waren aufgestellt, aber ihre Rute hing locker herunter.

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06.11.2015 14:49
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Er hatte es nicht darauf angelegt, unbemerkt zu bleiben, sondern beobachtete gespannt ihre Körperhaltung, um zu erkennen, wann sie ihn bemerkte. Wittern konnte sie ihn nicht, dafür stand der Wind für sie nicht günstig. Es dauerte trotzdem nicht allzu lange, bis ein Blatt unter seinen Pfoten ein wenig zu laut raschelte, ein Zweig knackte und ihre Ohren sich nach hinten drehten. Als sie stehen blieb, ging er noch ein paar Schritte weiter, um nicht so auszusehen, als hätte sie ihn ertappt, hielt dann aber auch an.

„Langeweile“, antwortete er beiläufig und durchaus wahrheitsgemäß. Vielleicht verbunden mit dem Wunsch, sie ein wenig aus der Ruhe zu bringen, sie zu nerven, ihr das Gefühl zu geben, dass sie noch nicht so vollkommen akzeptiert war im Rudel, wie sie das gern gehabt hätte.

06.11.2015 15:09
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Langeweile, hu? Na wenigstens dachte er sich nicht irgendein Märchen aus, wie er nur ganz rein zufällig ausgerechnet ihrem Pfad durch den Wald folgte und nicht irgendwoanders entlang lief. Das wäre noch kindischer gewesen als diese Aktion ohnehin schon war. Leikuna musterte Aiyán für einen Moment, was ihre ausdruckslose Miene nur minimal veränderte, bevor sie sich wortlos wieder umwandte um ihren Weg fortzusetzen. Sie schlug einen leichten Trab an wie zuvor auch, damit Aiyán nicht das Gefühl bekam, dass sie sich irgendetwas aus seiner Verfolgung machte. Im Grunde war es ihr nämlich egal, aber weil es nunmal Aiyán und nicht irgendwer anders war, nahm sie an, dass er beabsichtigte sie sie zu provozieren. Und diese Neigung von ihm musste man ja nicht unbedingt unterstützen.

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06.11.2015 15:20
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09.07.2006

Gut, er hatte sich geirrt. Das hier war nicht viel spannender, als sein gesamter Spaziergang zuvor, denn Leikuna versuchte es mal wieder damit, ihn einfach zu ignorieren. Hatte er etwas anderes erwartet? Eigentlich nicht. Aber vielleicht auf ein bisschen mehr … Konfliktbereitschaft gehofft. Die Anzahl der Wölfe, die er ohne Bedenken ärgern und triezen konnte, war bedenklich stark zusammengeschrumpft. Toboe hatte sich erledigt, gegen Andraki konnte er auch nicht mehr wettern, selbst Teyrm gab keine vernünftige Projektionsfläche für sein Bedürfnis nach ein wenig Ärger mehr ab. Er war langweilig geworden! Aber das bedeutete nicht, dass dieses Bedürfnis nicht immer noch in ihm existierte und von Zeit zu Zeit Beachtung verlangte. Er hatte Akira und eben Leikuna. Allerdings ließen sich nicht beide über einen Kamm scheren, Leikunas gutes Verhältnis zu Andraki konnte er nicht komplett ignorieren, wenn er nicht auf ernsthaften Ärger aus war. Und das lag dann doch nicht in seiner Absicht. Also machte er einfach erstmal weiter wie bisher, setzte sich wieder in Bewegung und folgte Leikuna stoisch. Diesmal veränderte er jedoch den Abstand und näherte sich ihr so weit, dass nur noch ein relativ kurzer Wolf zwischen ihnen hätte laufen können.

06.11.2015 15:32
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Ihre Bemühungen ihm keine Angriffsfläche zu bieten erwiesen als vergebens. Kaum hatte sie sich in Bewegung gesetzt, hörte sie gleich darauf auch schon Bewegung hinter sich. Nur ging er diesmal buchstäblich noch einen Schritt weiter. Er kam näher. Er rannte nicht, sondern beschleunigte nur geringfügig sein Tempo, um z ihr aufzuschließen. Leikuna zweifelte jedoch daran, dass er sich plötzlich dazu entschlossen hatte ein Gespräch mit ihr beginnen zu wollen. Nein, ihm ging es offenbar darum, sie zu verunsichern. Es ging ihm um Dominanz. So gerne sie ihn einfach ignoriert hätte, war das nun nicht mehr möglich, ohne ihm dabei die Selbstbestätigung zu gewähren, die er suchte. Und Aiyán respektierte sie leider nicht so sehr, dass sie das ohne Bedenken zulassen konnte.
Leikuna blieb also erneut stehen und wandte sich wiederum halb zu ihm um, nur hob sich diesmal ihre Rute leicht dabei. Nicht so hoch, dass sie mit ihrem Rücken eine Linie gebildet hätte, aber genügend um ihre Nicht-Duldung anzuzeigen.

"Lass das",

sagte sie, und ihr Blick und ihr Tonfall waren diesmal eindringlicher, auch wenn sie noch nicht die Zähne dabei bleckte.

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06.11.2015 15:47
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09.07.2006

Aiyán hätte wahrscheinlich auch damit irgendwann aufgehört und wäre abgedreht, wenn sie weiterhin ignoriert hätte, was er tat. Tat sie aber entsprechend seiner Erwartungen auch nicht. Während sie liefen, behielt er sie ganz genau im Auge, um sich nicht von einem abrupten Stopp überraschen zu lassen – folgen war in Ordnung, Auflaufen dagegen war nicht sehr würdevoll. Und das war eigentlich sein einziges richtiges Ziel: ihr zu demonstrieren, dass er in der Situation überlegen war.
Als sie schließlich abbremste, tat er es ihr rechtzeitig gleich, denn sie fuhr nicht plötzlich zu ihm herum, sondern behielt bedauerlicherweise die Ruhe. Diese Ruhe war es schon beim letzten Mal auf dem Berg gewesen, die ihn gereizt hatte, wie eine Herausforderung, die angenommen werden wollte.
Seine Rute hatte sich ebenso wie ihre deutlich gehoben, doch auch er blieb vorerst ruhig. Wenn sie genau hinsah, konnte sie einen Funken Neugier in seiner ansonsten gelassenen Miene erkennen.

„Überzeug mich“, erwiderte er knapp, die Spur eines Grinsens auf den Lefzen.

06.11.2015 16:03
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24.04.2008

Ihre Augen verengten sich kaum merklich. Aiyán wollte es offenbar wieder auf eine direktere Konfrontation ankommen lassen, aber daran hatte sie kein Interesse. Es gab keinen Rang mehr zu durchzusetzen, keine Meinung oder Vorgehensweise zu verteidigen. Was sie anging, provozierte Aiyán sie aus keinem anderen Grund, als dass er sie nicht mochte, aber sie hatte nicht vor ihm zu geben, was er wollte.

"Es gibt nichts, was ich dir beweisen müsste. Geh' zu deinen Brüdern, wenn du Streit suchst oder im Rang aufsteigen willst."

An ihrer Rutenhaltung oder ihrer Mimik änderte sich nichts. Sie drehte sich ihm nur langsam frontaler zu, damit sie ihm keinen Zugang dazu bot den Kopf oder die Vorderpfoten auf ihren Rücken zu legen.[COLOR]






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06.11.2015 16:22
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09.07.2006

Sein Kopf ruckte ein wenig nach oben und seine Rutenspitze wedelte unwillkürlich, doch sein gesamter Körper stand währenddessen unter Spannung. Streit bei seinen Brüdern zu suchen war nun wirklich ein langweiliger Vorschlag, immerhin war das nie echt. Was den Rang anging, hatte sie allerdings deprimierenderweise recht, in der Hinsicht gab es von ihr nichts zu holen. Er hatte ihre Ambitionen mit Argusaugen verfolgt und sich zufrieden gegeben, als sie nicht weiter gefruchtet hatten und sie sich offenbar von ihren Plänen verabschiedet hatte.

„Du bist immer noch so unaufregend wie ein Stein“, stellte er vermeintlich enttäuscht fest.

Wo war er, wo war ihr weicher Punkt? Er wollte ihn finden, ihn einmal anpieksen und sich merken, wo er war. Und je nachdem was sie tat, immer mal wieder darauf zurückkommen oder den weichen Punkt in Ruhe lassen. Hauptsache er kannte ihn. Aufmerksam starrte er zurück, machte einen halben Schritt auf sie zu, die Vorderpfote verweilte ein Stück weit über dem Boden. Noch immer wedelte die Spitze seiner Rute.

06.11.2015 16:39
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24.04.2008

Ihre Ohren dreten sich für einen kleinen Moment ein wenig zur Seite, kehrten aber sogleich wieder in ihre ursprüngliche aufmerksam aufgestellte Stellung zurück. Der Vergleich mit einem Stein war immernoch ab und an ein Stich in ihrer Brust, weil es sie daran erinnerte, was ihr genommen worden war. Mittlerweile war es ihr gelungen aus dieser Erfahrung auch eine gewisse Stärke zu ziehen, die ihr half die Dinge distanzierter und unpersönlicher zu betrachten. Es von Aiyán in dieser Situation zu hören blieb jedoch trotzdem nicht ohne Wirkung auf sie, auch wenn sie sich sehr darum bemühte es nicht nach außen dringen zu lassen.

"Offenbar, deswegen spionierst du mir auch nach, ja?",

hielt sie ironisch dagegen und zog eine Augenbraue hoch. Ihr entging nicht, dass sich seine Aufregung inzwischen steigerte - vermutlich dachte er darüber nach, wie er sie am besten attackierte, um sie sofort umzuwerfen oder dergleichen. Leikuna wappnete sich innerlich und festigte ihren Stand.

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06.11.2015 17:05
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09.07.2006

Hatte er ihn getroffen? Er konnte es nicht sagen, aber wenn ja dann war sie trotzdem noch viel zu gefasst für sein Empfinden. Auch seine Augen verengten sich ein wenig; er beobachtete sie wie ein kleines Experiment, das nicht so ausgegangen war, wie er das erwartet hatte. Aber hörte er da ein wenig Gereiztheit aus ihrer Stimme heraus?

„Du könntest mir jetzt erzählen, für wen du dich geopfert hast, als das Tal dich versteinert hat. Oder … war es am Ende gar kein Opfer? War es vielleicht eine Strafe?“

Er sah ganz fasziniert aus von seiner eigenen Idee, die ihm natürlich nicht gerade eben erst gekommen war, aber er ließ es ein wenig so klingen. So verband er seine tatsächlich vorhandene Neugier (die er ihr niemals zugestehen wollte) mit seinem Versuch, sie zu provozieren.

06.11.2015 17:23
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24.04.2008

Aiyáns Worte stachen diesmal nicht einfach nur, nein, sie drnagen tief in ihr Innerstes, fuhren Widerhaken aus und drehten sich dann. Direkt durch den Steinpanzer, den sie um ihre Gefühle sonst hochgezogen hielt, so als wäre er so dünn wie ein vertrocknetes Blatt im Herbst. Leikunas Augen weiteten sich und ihre Ohren drehten sich zurück, blieben dort. Da wäre es ihr doch lieber gewesen, er hätte sie körperlich unterwerfen wollen.

"Ich hoffe, deine Mutter muss nie erfahren wie grausam du sein kannst, Aiyán",

erwiderte sie nur und zog ein bisschen Kraft daraus, dass ihre Stimme wider erwarten nicht zitterte. Dann wandte sich ruckartig von ihm ab und schritt davon.

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06.11.2015 17:38
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09.07.2006

In dem Moment, in dem sich ihre Augen weiteten, wusste er ganz genau, dass er ihn gefunden hatte. Er spürte nur kurz den Triumph darüber, einen flüchtigen Augenblick lang war er noch überlegen. Dann folgte ihre Antwort. Hätte sie ihn körperlich attackiert, hätte er sich diesen wunden Punkt ganz genau gemerkt und hätte ihn immer wieder gereizt, wie ein nervtötender kleiner Fuchs, der immer wieder nach der gleichen Wunde schnappte. Doch ihre Antwort erstickte den Triumph sofort. Auch seine Ohren drehten sich nach hinten, die Rute sank und er blieb verdattert stehen, selbst als sie sich umdrehte und ging. Mit seinem Wissen darum, dass Kiba sie alle im Tal beobachten und besuchen konnte, waren Leikunas Worte eine Art Drohung, aber sie hätten keine sein müssen, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

„Warte!“

Er setzte sich wieder in Bewegung und folgte ihr, aber auf eine ganz andere Art als gerade eben noch. Eine schuldbewusste Ich-bin-zu-weit-gegangen-Art.

„Ich wollte dich testen“, gab er zu – vermutlich keine neue Information für sie. „Tut mir Leid.“

Diesmal bewegte er sich neben sie, mit ausreichendem Abstand und nach wie vor zurückgedrehten Ohren.

06.11.2015 18:31
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24.04.2008

Sie hatte gehofft, dass er jetzt von ihr abließ, zufrieden mit sich selbst und ihrer Flucht. Sie hatte befürchtet, dass ihm das noch nciht genug war und er ihr folgte um weiter auf sie einzuhacken, und hatte sich innerlich zu wappnen versucht um es stoisch zu ertragen. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er ihr nachsetzte um sich zu entschuldigen. Im ersten moment hielt sie nicht an, sondern warf ihm nur einen Seitenblick zu, darauf vorbereitet einen Gesichtsausdruck zu sehen, der ihr verriet, dass er es nicht ernst meinte. Aber er meinte es ernst. Oder er schauspielerte ausgezeichnet. Leikuna wurde langsamer und hielt binnen weniger Schritte wieder an. Ihre Ohren waren noch immer zurück gelegt und ihre Rute hing schlaff herab, aber in ihrem Blick lag noch etwas, dass Schmerz oder Trotz sein mochte.

"Warum, Aiyán? Warum hasst du mich immernoch so sehr? Ist dir denn immernoch nicht klar, dass ich so wenig Kibas Feindin war wie Andraki? Oder deine?"

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06.11.2015 18:42
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09.07.2006

Er hatte schon fast befürchtet, dass das nun folgen würde. Dass er sich erklären musste, obwohl er selbst nicht so recht wusste, was ihn quer schießen ließ. Er hätte es gern anders erklärt als mit seiner puren Streitlust oder schlichter Langeweile, weil er ganz genau wusste, dass das keine akzeptablen Gründe waren. Aber war es wirklich etwas anderes? Auch seine Ohren blieben an den Hinterkopf geschmiegt als sie wieder anhielten. Bei ihren Worten verzog er das Gesicht, so als fände er es absolut unangemessen, dass sie ihm Hass unterstellte.

„Der Zeitpunkt deiner Rückkehr war kein guter“, erwiderte er erstmals mit Ernsthaftigkeit. „Aber es ist kein Hass.“

Sondern? Er schloss den Fang wieder, bevor er den Satz so klingen lassen konnte, als ginge er noch weiter. Dass sie nichts für den Moment ihrer Rückkehr konnte, wusste er auf rationaler Ebene natürlich. Aber er kam nicht über seinen Schatten, ihr das zuzugestehen; sie von jeglicher Schuld loszusprechen, die er ihr in den letzten Monaten angehängt hatte. Nur für sich, nie öffentlich, eben weil er ganz genau wusste, dass er im Unrecht war. Es beruhigte ihn nicht gerade, dass sein rationales Denken inzwischen so oft konträr zu dem stand, was er fühlte.

06.11.2015 19:01
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"Ach, erzähl mir was Neues, Aiyan!",

erwiderte sie nun offen trotzig und zog die Lefzen vorne hoch, sodass ihre Schneide- und Fangzähne für einen Moment zu sehen waren.

"Meinst du ich wüsste nicht, was hinter meinem Rücken über mich geflüstert wurde? Meinst du, ich hätte mir die gleichen Fragen nicht immer und immer wieder selbst gestellt?"

Sie schloss die Augen, wandte den Kopf zur Seite. Ihre Emotionen, die sie so sicher zu verschließen versuchte, wollten sich mehr und mehr Bahn brechen und hochkochen, und sie musste sie wieder unter Kontrolle kriegen. Sie atmete ein paar Mal tief ein und aus, bevor sie die Augen wieder öffnete und Aiyán von unten herauf ansah.

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06.11.2015 19:41
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09.07.2006

Seine schuldbewusste Miene verhärtete sich bei ihren wütenden Worten wieder, aber zumindest erwiderte er ihr kurzes Zähneblecken nicht. Dass sie sich mit dem gleichen Gedanken beschäftigt haben könnte, wie Ai auch, verwirrte ihn. Und auch dass sie glaubte, das Rudel würde etwas ähnliches denken wie er. Er war nicht das Rudel. Er war nicht wie das Rudel und mit solchen Gefühlen kam er sich grundsätzlich einsam vor, seit es mit Sai so anders war. Er behielt sie für sich. Der Gedanke, das Rudel könnte einer Meinung mit ihm sein, kam ihm deshalb absurd vor.

„Niemand flüstert, alle freuen sich doch!“, widersprach er wütend.

Auch das war es, was ihn störte. Leikuna hatte den anderen einen Grund gegeben, sich zu freuen, als sie die Zeit zu trauern gebraucht hätten. Eine Zeit, die vor allem Kiba verdient hatte.

„Du und ich sind die einzigen, die sich Fragen stellen.“

Vielleicht auch sein Bruder, aber der war hauptsächlich mit anderen Dingen beschäftigt, was Ai ihm nicht verdenken konnte. Er starrte Leikuna aufgewühlt an, auch dann noch als sie den Blick abwandte. Die merkwürdige Gemeinsamkeit, die sich nun auf einmal zwischen der Weißen und ihm auftat, bemerkte er gar nicht richtig, aber er gestand ihr in diesem Moment erstmals die Zweifel zu, von denen sie ihm schon bei ihrem ersten Zusammenstoß erzählt hatte.

06.11.2015 21:03
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"Andraki ist die Einzige, die sich wirklich gefreut hat",

erwiderte sie nur und schüttelte matt den Kopf. es wunderte sie nicht, dass Aiyán sich für besonders in dieser Angelegenheit hielt. Das einzige, was an seiner Meinung besonders war, war die Vehemenz, mit der er sie immernoch zur Schau stellte. Alle anderen schienen inzwischen einfach hingenommen zu haben, dass sie wieder da war.

"Wir gehören höchstens zu den Wenigen, die sich diese Fragen immernoch stellen. Und wenn du damals kein Flüstern gehört hast, dann hast du nicht richtig hingehört. Frag die anderen. Frag Ashlynn."

Nicht alles Geflüster hatte sie selbst gehört, von Ashlynn wusste sie durch Andraki. Aber sie hatte die Blicke gesehen, und andere kleine Zeichen. Es hatte sie nicht überrascht, aber trotzdem geschmerzt.

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Kati H. - dawnthieves.de

Rang

Mitglied

Alter

2 Jahre

Geschlecht

Rüde

Größe

93 cm

Beiträge

158

Beitritt

09.07.2006

Mit nun gerunzelter Stirn erwiderte er ihren Blick. Er war ehrlich zu sich selbst, ob sich die anderen wirklich gefreut hatten oder nicht, wusste er schlicht und ergreifend nicht. Er hatte sich allein gefühlt mit seiner Ablehnung ihr gegenüber, vollkommen allein.

„Und wie lebst du mit diesen Fragen?“, fragte er schließlich, weder mitfühlend noch gehässig. Seine Miene war finster.

Er überging den Hinweis, die anderen und insbesondere Ashlynn zu fragen. Ausgerechnet Ash. Was diese Aussage in ihm auslöste, konnte er nicht so recht sagen, aber sie brachte ihn weiter durcheinander. Es war als würden sich unpassende Gefühle zwischen das schieben, worauf er sich gerade eigentlich konzentrieren wollte. Also schob er Ashlynn wieder aus seinem Kopf. Was Leikuna anging, kam ihm zum ersten Mal der Gedanke, dass ihm möglicherweise das genügen konnte, was sie sich selbst aufbürdete. Er hatte bis zu diesem Punkt nie für voll genommen, was sie am Kristall getrieben hatte. Aber hier und jetzt hatte sie durchscheinen lassen, dass sie mitgenommen war, dass sie mehr war als Beherrschung und Umtriebigkeit. Er war noch nicht so weit, dass er sich in ihre Situation hineinversetzen wollte, aber er begann zu ahnen, dass ihre Zweifel nicht nur ihre Erfindung waren, um ihn von ihr zu überzeugen.

06.11.2015 22:10
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