Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
Caspar seit: 43 Tagen
Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


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I'LL TRY TO PICTURE ME WITHOUT YOU BUT I CAN'T
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zugvögel
27.01.1926, nach Aiyans Zusammentreffen mit Teyrm | Saiyán, Aiyán & Tyára



Noch ziemlich mit den gestrigen Ereignissen beschäftigt, wandte sich Aiyán nun doch langsam der unausweichlichen ersten Begegnung mit seiner Schwester zu. Kiba hatte ihm gesagt, wen er hier vorfinden würde, aber so richtig vorstellen konnte er sich das immer noch nicht. Die Erinnerungen an seinen wuseligen Haufen Schwestern waren bestenfalls dürftig und längst eingestaubt und er konnte selbst kaum sagen, wie er sich im Augenblick fühlte. Skeptische Erwartung war vielleicht noch die treffendste Beschreibung seiner Einstellung im Moment.
Es war wahrscheinlich ziemliches Glück, dass sein Zwillingsbruder der erste Wolf war, über den er stolperte, als er auf die silbergraue Fähe zusteuerte. Die Neuankömmlinge befanden sich ein Stück weit entfernt. Aber erstmal musste er sich Saiyán schnappen. Er knuffte den Schwarzen in die Seite.

„Hey, hast du die schon begrüßt?“, fragte er mit einem Nicken Richtung des Weißen und der Silbergrauen. „Komm.“

Er wollte nicht erklären, dass er wusste, wer das da war und weshalb er das wusste. Dafür war bei einer anderen Gelegenheit bestimmt nochmal Zeit und vielleicht hatte Kiba bis dahin auch seinen Zwilling einmal besucht. Wenn er jetzt direkt erklärte, dass er von seiner Mutter im Traum erzählt bekommen hatte, dass Tyára da vorne bei Andraki stand und bitte mit Freundlichkeit empfangen werden sollte, konnte er sich Sais Reaktion ganz gut vorstellen..

03.10.2015 12:35
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Noch war die graue Fähe völlig benommen von den Ereignissen. Während Nathanael und Dastan noch mit den Alphas beschäftigt waren und Toboe den neu hinzukommenden entgegentrat, schlich sie sich daher ein Stückchen zur Seite, um die Freude über Toboes Auftauchen und die Aufregung und Angst ein wenig sacken zu lassen, bevor sie ihrem Bruder folgte. Ihre Augen strichen unstet über den Waldrand und blieben an einem schwarzen Pelz hängen, der ein Stück weit entfernt saß. Die Wolfgestalt saß von ihr abgewandt und auch der Wind stand ungünstig, jedoch... könnte es sein? Wenn Toboe noch hier lebte... es war durchaus denkbar, dass dort Saiyán oder Aiyán saß. Und als kurz darauf ein weiterer schwarzer Schatten neben eben jenen trat und die strahlend blauen Augen einen Augenblick herüberblitzten, war sie sich sogar ziemlich sicher, dass das nur die Zwillinge sein konnten. Ihr Herz begann erneut mit seiner wilden Raserei, halb vor Freude, halb vor Nervosität. Wie würden die beiden auf sie reagieren? Würden sie sich freuen, so wie Toboe? Oder würden sie sie überhaupt erkennen? Immerhin waren sie damals noch Jungwölfe, Welpen gewesen. Aber Toboe hatte sie sofort erkannt. Tyára hoffte nur, dass sie ihr nicht mit Ablehnung gegenübertreten würden. Schließlich waren sie immer noch Rüden und sie war mit ihnen nie so stark verbunden gewesen wie mit Tobi... nervös erhob die Graue sich und überlegte kurz, ob sie sich ihnen nähern sollte, entschloss sich dann aber dazu, lieber abzuwarten. Ihr Blick huschte kurz zu Andraki und ihren Weggefährten. Die Alphas wären vermutlich auch nicht begeistert, wenn sie sich einfach allein aufmachte.

03.10.2015 16:47
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„Ich lass dir den Vortritt“, brummte Sai und entlockte seinem Bruder damit ein entgeistertes Schnauben. Was war das, mangelndes Interesse oder Angst? Entnervt hapste er seinem Zwilling ins Ohr und zog einmal grob daran, was dieser mit einem Grollen erwiderte.

„Du feiger Sack“, zischte er, jedoch nicht ohne ein herausforderndes Grinsen. Aber nicht einmal das und der Vorwurf der Feigheit schienen Saiyán zu interessieren, der nun den Kopf schüttelte um sein geknicktes Ohr wieder zu richten. Aiyán verdrehte die Augen. „Wie du willst“, brummte er und wandte sich schließlich von ihm ab. ER brauchte jedenfalls keine brüderliche Unterstützung bei dieser Begegnung. War ja schließlich nur eine seiner gefühlt zwanzig Schwestern. Und trotzdem konnte ihn auch all das gedankliche Gerede nicht so sehr überzeugen, dass sein Herz weniger heftig gepocht hätte. Langsam tappte er in ihre Richtung – er konnte genau sehen, dass sie ihn bemerkt hatte und darauf wartete, dass er näher kam. Bei allen Wolfsgöttern, er hatte keine Ahnung, was er denken und fühlen sollte. Kiba hatte gesagt … also … er hatte geträumt, dass das in Ordnung so war. Und dass er sich darum kümmern sollte, dass sie sich hier wieder zurecht fand, nach all der Zeit. Bekam er im nächsten Traum eins auf den Deckel, wenn er jetzt nicht freundlich war? Er schnaufte in dem Versuch, seine Aufregung loszuwerden. Das war alles so unglaublich verrückt, dass er eigentlich überhaupt nicht mehr wusste, was er tun und denken sollte. Am besten gar nichts. Also denken. Dann funktionierte er regulär eigentlich am besten.

Ehe er es sich versah, war die Distanz überbrückt, Sai war ihm nicht doch noch nachgelaufen und da stand er nun, da stand sie nun. Seine blauen Augen lagen still auf ihr, musterten sie eingehend und fanden fast ebenso viel Fremdes wie Vertrautes in ihrem Aussehen. Fast schon vorsichtig pendelte seine Rute hin und her. Es war mehr als nur eine neutrale Kontaktaufnahme, aber es war auch keine überwältigend begeisterte. Es war mittlerweile so viel Zeit vergangen und seine Erinnerungen waren längst ausgeblichen, wenn auch nicht komplett verblasst.

„Willkommen zurück“, begrüßte er sie schließlich gedämpft und trat noch einen Schritt näher, um die Schnauze nach ihr auszustrecken und sie flüchtig am Fang zu berühren. Er nahm ihren Geruch auf, der – anders als ihr Aussehen – ausschließlich fremd war, mit winzigen Nuancen Vertrautheit. Doch die kam vor allem durch Toboes und Andrakis Geruch, die bereits flüchtig an ihrem hafteten.

30.01.2016 14:00
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(Ich ignoriere dein "Sai war ihm nicht doch noch nachgelaufen" mal, Elli. :> )

Warum sollte er sich denn bitte die Mühe machen die Neuen zu begrüßen? Bei dem Verschleiß im Rudel würden sowohl die Graue, als auch der Weiße entweder in den nächsten drei Tagen versteinern, oder sich in einem Gefängnis aus Kristall wieder finden. Hatte er etwas vergessen? Ja, sie könnten natürlich auch freiwillig wieder verschwinden. Das wäre ebenfalls nicht das erste Mal gewesen. Unwillig murrte er Aiyán in sein Ohr, als dieser ihn ruppig zum Mitkommen animieren wollte, als würde er sich nach der geistigen Klarheit seines Spiegelbild erkundigen wollen! Doch als sein Ebenbild drauf und dran war bereits bei der grauen Fähe anzukommen, schloss sich auch Saiyán sichtlich widerwillig an. Er hatte genug Probleme mit den Wölfen des Rudels.

Mit einem begrüßenden Nicken kam er daraufhin bei dem schwarzen Pelz an, blieb neben ihm stehen, wenn auch einen Schritt weiter hinten. Das Nicken galt der grauen Fähe, die ungefähr in ihrem Alter sein musste. Saiyán hatte keine Lust die Lauscher freundlich aufzustellen, oder die Rute pendeln zu lassen. Es reichte schließlich, wenn einer von ihnen diese Aufgabe übernahm. Zudem war er ja schon mitgekommen... Hallo? Das war mehr als jedes freundliche 'Hallo'! Damit blieb er also kommentarlos, warf seinem Bruder nur kurz irritiert einen Blick zu, als dieser sie als Wiederkehrerin outete. Hä? Fragend neigte sich ein Lauscher nach vorne, die Kobaltspiele auf die Fähe gerichtet, beinahe schon penetrant musternd, als versuche er sich wirklich - wirklich - an ihr Gesicht zu erinnern. Nein. Die kannte er definitiv nicht.


NIEMALS WOLLTE ICH DICH BETRÜGEN.
DOCH MEINE GESCHICHTEN VOM GLÜCK;
sie waren meine größten Lügen.




03.02.2016 17:49
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Es dauerte wirklich nicht lang und die beiden schwarzen Rüden kamen zusammen auf sie zu. Sie waren kaum voneinander zu unterscheiden... genau wie damals. Lediglich der Geruch unterschied sie. Und die Stimme war auch ein wenig anders. Aber rein vom Sehen her hätte sie wohl nicht sagen können, wer Saiyán und wer Aiyán war. Nur dass es schön war, sie zu sehen. Sie war nicht ganz so unvorbereitet und überwältigt wie noch eben bei Toboe, doch dass sie vor Aufregung halb gelähmt war, sah man ihr wohl deutlich an. Aiyán war es, der sie begrüßte und sie willkommen hieß... 'Willkommen zurück'... war sie wirklich wieder hier? Der Geruch der Zwillinge war vertraut und gleichzeitig fremd. Die graue Fähe erwiderte die kurze Berührung am Fang, ganz leicht, nur eine Spur von Zärtlichkeit und doch drückte sie damit alles aus, was sie vielleicht sagen hätte können. Es war zuviel Zeit vergangen, man musste sich neu kennen lernen. Doch sie waren noch immer ihre Brüder... als ihre Augen sich auf Saiyán richteten, spiegelten diese im Gegensatz zu denen von Ai kein Erkennen wider. Er erkannte sie nicht... es schmerzte ein wenig, doch konnte sie ihm keinen Vorwurf machen. Es war lange her und auch wenn Ai und Tobi sich an sie erinnerten... sie konnte es nicht von jedem erwarten. "Ich... habe euch vermisst war alles, was sie nach dem Ringen um Worte hervorbrachte. Und das war nicht einmal gelogen. Sie hatte ihre warme, liebevolle Familie so sehr vermisst. Auch wenn sie zwischenzeitlich kaum noch daran geglaubt hatte, sie jemals wiederzusehen. Sie waren immer in ihrem Herzen gewesen. Selbst als sie es nicht mehr spüren konnte.

19.02.2016 03:58
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Aiyán wäre genau wie Sai nicht freiwillig schon jetzt bei einem völlig fremden Wolf aufgeschlagen und er war sich sicher, dass sein Ebenbild das wusste. Sie waren beide nie begeistert von der Offenheit des Rudels gewesen und daran hatte sich nichts geändert, auch wenn es jetzt unter neuer Führung war und Aiyán sich dem Ganzen mehr zugewandt hatte. Und wenn er sich auch nur ein Protestverhalten bewahrte, war es das gegenüber Neulingen. Doch das hier war anders. Wäre es wahrscheinlich auch gewesen, wenn Kiba ihn nicht gebeten hätte, Tyára herzlicher aufzunehmen als jeden anderen, aber so war es das noch viel mehr.

Als er Saiyán doch noch folgen hörte, drehten sich seine Ohren kurz zurück, um sich des leisen Pfotentappens zu versichern, dann zuckte ein kaum sichtbares Lächeln über seine Lefzen. Ging doch. Trotzdem blieb es erstmal seine Aufgabe, die Verbindung zu seiner Schwester behutsam wieder aufzugreifen, sein Zwillingsbruder hielt sich erwartungsgemäß noch zurück. Tyára aber schien der Begrüßung nicht komplett abgeneigt zu sein und wich nicht zurück, als er flüchtig ihren Fang mit der Nase berührte. Es war ein seltsames Gefühl, zu wissen dass man sich kannte, aber sich doch kaum noch an einander erinnerte. Als müsste man sich eigentlich ganz anders begrüßen, viel überschwänglicher und glücklicher, und vielleicht erwartete seine Schwester das von ihm, aber das konnte Aiyán beim besten Willen nicht leisten. Bei ihrem leisen Geständnis musste er erstmal die Worte herunterschlucken, die ihm als Erwiderung schon auf der Zunge lagen. Wirklich? So, nun. Er war kein Lügner aus lauter Höflichkeit und die Behauptung aufzustellen, er hätte sie auch vermisst, hätte ihn zu einem gemacht. Also versuchte er es anders.

„Tjaa … hier hat sich ja einiges verändert.“

Familiär, hauptsächlich. Etwas unbehaglich ließ er den Blick über die Umgebung wandern, wie als würde er etwas suchen, das er anstelle von Tyáras Gesicht betrachten konnte.

01.03.2016 10:38
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Vermisst? Irritiert rümpfte Saiyán den Nasenrücken und beobachtete ungläubig, wie Aiyán die graue Fähe zur Begrüßung sogar berührte und damit den ausschlaggebenden Satz aus ihr heraus lockte: 'Ich habe euch vermisst'. Beinahe schon abwertend schnaubte der dunkle Rüde, als wolle er sich über diese Behauptung amüsieren. Er verstand immer noch nicht, wie völlig fremde Wölfe – auch wenn er sich eingestehen musste, dass der Geruch der Fähe kleine Erinnerungsfetzen in ihm wach rief – sich immer wieder ihr Rudel aussuchten. Er selbst hätte sich niemals gewagt, das Idyll eines unbekannten Reviers zu stören, nur um die dortigen Anwohner zu belästigen!

Als Aiyán, anders als er selbst, auf die Behauptung der Fähe erst mit Schweigen erwiderte, schnellten die Kobaltspiele kurz zu ihm hinüber, als müsste er sich absichern, ob der Bruder die gleichen widerstrebenden Gefühle wie er selbst hegte. Doch Ais nächster Satz schallte ihn Unrecht: weder verbesserte er die Graue, noch verbot er ihr solche Worte.

„Ja, ich vermisse auch ständig wildfremde Wölfe.“, übernahm Saiyán daraufhin den Teil der 'ehrlichen' Begrüßung. Bissig, sarkastisch. Die Lauscher neigten sich zur Seite, während er einmal verneinend den Kopf schüttelte, als wüsste er nicht, ob die Fremde wirklich einordnen konnte wo und mit wem sie sich hier befand. „Besonders wenn sie sich ohne schlechtes Gewissen in das gemachte Nest setzen wollen.“

Damit auch niemandem unklar blieb, auf wen sich dieser Satzteil bezog, verengten sich seine Farbenspiele, fixierten die Graue. Er hatte nicht vorgehabt, Fremde zu begrüßen. Bis zu einem gewissen Grad war er dazu gezwungen worden. Das durfte sowohl die Fähe, als auch Aiyán gerne wissen.


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01.03.2016 13:02
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Auch wenn sie kaum auf eine freudige Begrüßung gehofft hatte, taten ihr die Reaktionen ihrer Brüder ein klein wenig weh. Aber gut, sie hatte zu den schwarzen Zwillingen auch nie das gleiche, innige Verhältnis gehabt, wie zu Toboe. So schenkte sie ihnen nur ein wehmütiges Lächeln und nickte auf Aiyáns Worte. Saiyáns sarkastische Erwiderung entlockte ihr dagegen ein leises Lachen. Auch wenn er ihr gegenüber keinen Zweifel ließ, was er davon hielt, dass sie hier als "Fremde" ins Tal kamen.

"Es mag dir, lieber Aiyán, ein wenig seltsam vorkommen... aber ja, ich habe euch vermisst... und wäre es mir möglich gewesen, eher zurückzukehren, dann glaube mir bitte, ich hätte es getan. Wir waren damals ja noch jung... deswegen kann ich dir, Saiyán, kaum einen Vorwurf machen, wenn du dich nicht an mich erinnerst" ihre Stimme immer noch leise, beinahe flüsternd, um den rauhen, unangenehmen Tonfall so gering wie möglich zu halten. "Aber vielleicht sagt mein Name dir ja mehr, als meine Gestalt oder mein Geruch? Ich heiße Tyára. Tyára Telay, um genau zu sein"

Soviel zur Vorstellung. Diese Information sollte der ungehobelte Rüde erst einmal sacken lassen. Zumal sie seine unterschwellige Agression nicht ganz nachvollziehen konnte. Es war ja nicht so, als wenn sie hier als Bittsteller ankamen, die durchgefüttert werden wollten. Auch Nathanael suchte nach jemandem, soweit sie wusste. Und Dastan... tja, wer wusste das schon? Vielleicht würde er hier bleiben, ihr zu liebe, vielleicht hatte er auch die Nase voll und verschwand bald wieder? Auch wenn sie das nicht hoffte, war er doch einer der wenigen Rüden, denen sie wirklich Vertrauen entgegen brachte. Ihre Brüder... nun man würde sehen, wie es sich entwickelte. Es war zu lange her, man würde sich neu kennenlernen müssen und sie vertraute ihnen zumindest in diesem Moment kaum mehr als einem x-beliebigen Fremdling. Abgesehen von Toboe... als sie ihm gegenüberstand, war es, als wäre sie nie fort gewesen.

01.03.2016 22:07
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Wups, da hatte er wohl vergessen zu erwähnen, wen er hier eigentlich begrüßen wollte. Etwas verdutzt starrte er seinen Bruder an, als der sich doch noch zu Wort meldete und so klang, als hätte Andraki persönlich ihn gezwungen, Tyára zu begrüßen. Okay, wenn das so weiterging wurde sein nächster Traum mit Kiba vermutlich ein Albtraum, weil sie ihm den Hintern versohlte. Mit zu den Seiten gedrehten Ohren und unbehaglichem Blick stand er nun neben Sai und war doch zu irritiert über seine Formulierung, das „gemachte Nest“, als dass er gleich hätte einschreiten können. Also wenn einer von ihnen ein Nest gemacht hatte, dann war das ja wohl er, Aiyán, gewesen, indem er sich mit Andraki und Akando gut gestellt und ihre Situation ein wenig gesichert hatte. Er hielt das hier zusammen!

„Welches Nest hast DU denn gemacht?“, musste er dann doch ungläubig fragen, ganz egal dass da ihre Schwester vor ihnen stand und sie normalerweise nie vor anderen unterschiedlicher Meinung waren.

Aber gut, Tyára war auch noch da und die meinte gleich, seine Nicht-Äußerung zum Vermissen als Verneinung interpretieren zu müssen. Seufz. Kiba hatte ihm da wirklich keine einfache Aufgabe übertragen. Wer würde ihm denn glauben, wenn er jetzt mit einem kitschigen „Ich habe dich auch vermisst!“ geantwortet hätte?

„Mir kommt's nicht seltsam vor“, widersprach er deshalb brummelig. Träumer, allesamt. Das machte dieses graue Fell, das machte anschmiegsam, emotional und verträumt. Besser sie wechselten irgendwie das Thema. „Wo hast du dich denn so rumgetrieben?“

06.03.2016 01:50
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Selbst wenn Saiyán sich mehr angestrengt hätte, so wäre ihm nicht in den Kopf gekommen, warum Aiyán ihn plötzlich so anstarrte. Grimmig verengte er die Augen, erwiderte den Blick, als wolle er ihn tonlos auffordern seinen Kommentar dazu abzugeben, warum er plötzlich einen auf Geleitschutz der Neuen machte. Es war ja nicht so, dass Saiyán alleine immer über die vielen willkommenen Neulinge geschimpft hätte! Als sein Ebenbild sich allerdings dazu entschloss, ihm wirklich eine Antwort – falsch! - einen Konter abzuliefern, fiel dem Halbblut jedoch alles aus dem Gesicht: jeglicher Groll, jedes Grummeln. Wie bitte? Anstatt sich wie gewohnt zu verhalten, fiel ihm der Schwarze jetzt auch noch in den Rücken?! Es dauerte nur einen Moment, bis Saiyán sich wieder fassen und die Schultern straffen konnte. Doch in diesem Moment war deutlich ein verletzter Funke in seinen Zügen zu erkennen, zumindest so deutlich, dass ihn der eine der der zwei Wölfe der ihn kannte, diesen nicht übersehen konnte, auch wenn Sai alles dafür tat ihn schnell bei Seite zu schieben.

„Das Nest in dem du dich zwei Jahreswechsel an meiner Seite drin ausgeruht hast, 'Bruder'.“, schnaubte er dunkel und ließ keinen Zweifel an dem Vorwurf, der in seiner Stimme mitschwang.

Ja, wo war denn der 'neue' Ai in der Zeit gewesen, als Old Sai & Ai ihr Unwesen getrieben hatten? Zu einer Zeit, als sie sich nicht gegenseitig vor anderen in den Rücken fielen, sondern blind darauf vertrauen konnten, dass der jeweils andere sie deckte. Als wolle er sich von dem Schwarzen distanzieren, hob der Schwarze den Kopf und richtete den Blick wieder auf die Graue, die sich nun zu der 'Begrüßung' äußerte: vermissen? Demonstrativ schnaubte er in ihren Dialog hinein: es blieb kein Zweifel, dass er ihren Worten nicht sonderlich viel Wert schenkte. Wenn sie damals wirklich gegangen war, so durfte sie nicht erwarten, dass in diesem Tal sehnsüchtig alle auf sie warteten. Selbst schuld. Dennoch kam er nicht umhin, die Lauscher überrascht schnippen zu lassen, als sie endlich ihren Namen offenbarte. Tyara? Ja, eine Tyara kannte er sehr wohl, auch wenn Sai niemals damit gerechnet hätte, diesen Namen noch einmal von seiner Besitzerin ausgesprochen zu hören. Skeptisch ließ er die Kobaltspiele über sie wandern, nahm ihren Grauen Pelz war, die blauen Augen. Meinte er dort sogar Musterungen zu erkennen, wie sie bisher nur an Tobs und Kiba zu sehen waren? Auch wenn Tyaras weniger markant oder auffällig, als Ton in Ton waren.
Im Zeichen des Erkennens schnippte er auffordernd mit dem Fang nach vorne, wies auf die graue Fähe. Ja, sie roch komplett anders, war erwachsen geworden. Doch wenn Aiyán sie erkannte – wäre er nicht enttäuscht von diesem gewesen, hätte er gerne gewusst woher dieser den Einfall hatte – würde er ihm trotz momentaner Differenzen glauben. Jetzt verstand er das ganze emotionale Geschwafel zum Thema 'vermissen' auch endlich.
Kurz ging der Dunkle in sich: Hatte er sie vermisst? Am Anfang, ja. Da hatte er sie und Yumé selbstverständlich vermisst. Aber später... jetzt? Nä. Warum auch?

„Und was hat dich aufgehalten eher zurück zu kommen, nachdem in diesem Rudel so viel passiert ist?“

Auch hier klang ein weiterer Vorwurf mit, während er noch in Aiyáns letzte Frage mit seiner eigenen einfiel. Nur weil die Feindlichkeit gegenüber neuen Fremden ihn sichtlich verlassen hatte, musste dies nicht heißen, dass er so lange verschollene Wölfe mit offenen Läufen empfangen würde.


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06.03.2016 21:55
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