Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
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Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


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Der Alpha gähnte zufrieden und bettete den Kopf auf die Vorderpfoten. Das Wetter war heute besonders mild und die zaghaften Sonnenstrahlen, die den Schnee zum Glitzern brachten, ließen eine erste Ahnung des hoffentlich bald einkehrenden Frühlings aufkommen. Hier, am Fuß einer Fichte, hatte er sich ausgestreckt und ließ den Blick über das Rudel schweifen. Vorübergehend wirkte alles ruhig, beinahe friedlich, aber insgeheim fragte er sich, wie lange dieser Schein wohl anhalten mochte. Nicht nur er war in letzter Zeit besonders energiegeladen und aufgekratzt.

29.03.2015 20:25
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Akira musste einfach mit jemandem reden. Und nachdem Mhairi nun das Rudel verlassen hatte, hatte sie keine Freundin mehr, mit der sie über ihre Gedanken hätte sprechen können. Daher beschloss sie, sich einem der Alphas anzuvertrauen. Immerhin schienen die beiden ihr zu vertrauen, da sie ihr gestattet hatten, im Rudel zu bleiben, und somit nahm sie an, dass sie ihnen auch vertrauen konnte.
Daher kam es ihr ganz gelegen, dass sie, als sie nachdenklich duch den Schnee wanderte, zufällig Akando entdeckte, der sich unter einem Baum hingelegt hatte und anscheinend die Wölfe des Rudels betrachtete. Andraki wäre ihr zwar lieber gewesen, da sie annahm, dass eine Fähe mehr Verständnis für ihre Situation haben würde. Aber sie hoffte, auch bei Akando auf Verständnis zu stoßen.
Sie näherte sich dem Rüden vorsichtig in sehr unterwürfiger Haltung. Als sie neben ihm stand, sprach sie ihn an:

"Hallo Akando. Darf ich mich zu dir legen? Ich würde gerne kurz mit dir reden. Natürlich nur, wenn es dir nichts ausmacht."

Iche Stimme klang ruhig, aber wieder irgednwie kalt und gefühllos. Doch unter der Oberfläche wechselten sich Traurigkeit und Selbstzweifel miteinander ab.

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01.04.2015 22:21
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Yacáru hatte Akando eben erst hinter der Fichte erkannt und sich in Lauerposition begeben. Dass ihr grauer Freund da so faul herum lag, war wie ein gefundenes Fressen für die weiße Wölfin, der eh gerade langweilig war. Sie pirschte sich fast auf dem Bauch liegend von hinten an ihn heran und freute sich spitz…fähisch? darüber, dass im Prinzip kein Wind da war, der sie hätte verraten können. Sie platzierte ihren kleinen Körper gerade hinter der Fichte, damit er sie nicht sehen würde, wenn er sich umdrehte, da stapfte Akira heran und bat um ein kurzes Gespräch mit Akando. Och menno, oder ohje? Yacáru drückte sich platt in den Schnee und diese war eine der seltenen Situationen, in denen sie gerne ganz weiß gewesen wäre, ohne schwarze Abzeichen auf dem Rücken. Dann wäre die Tarnung perfekt gewesen … Aber sonst war es ihr eigentlich ganz recht nicht langweilig nur-weiß zu sein. Vielleicht genügte aber auch die Fichte als Sichtschutz und sie konnte wenigstens ein kurzes bisschen Spaß haben. Oder Akando gegeben falls retten. Vorsichtig schob Yacáru nur den rechten Vorderlauf etwas hinter der Fichte hervor und pfotete ganz leicht nach seiner Rute.


And in my mind, in the faraway here and now, I've become in control somehow and I never lose my temper, because I will be the picture of of discipline, never messing up anything and I'll be a good respectable member. And it's funny how I imagined that I would be that person now, but it does not seem to have happened, maybe I've just forgotten  how  to  see that I am  not exactly the  person that I thought I'd be
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01.04.2015 23:55
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Neugierig hob er den Kopf und konnte nur mühsam ein Seufzen unterdrücken, als Akira ihn in ihrer seltsam monotonen, aber dafür übertrieben höflichen Art ansprach. Was sollte es ihm schon ausmachen? War ja nicht so, als ob er gerade etwas besonders Wichtiges täte. Oder überhaupt irgendetwas. Zwar empfand er ihre respektvolle Haltung durchaus als angenehm, aber manchmal fragte er sich schon, was sie so vorsichtig hatte werden ließ.

„Ich werd‘ dich schon nicht fressen“, erwiderte er lediglich munter.

Mit einer eher kantigen als geschmeidigen Bewegung richtete er sich halb in eine sitzende Position auf und klopfte dann ein, zwei Mal einladend mit der Rute auf den Boden. Apropos Rute. Die Berührung an derselben war so leicht, dass er sie nur unbewusst wahrnahm. Automatisch zuckte die buschige Rute leicht beiseite, ehe sie ein paar Zentimeter daneben wieder gen Boden sank. Es fühlte sich schließlich nicht viel anders an als ein lästiges Insekt oder ein nerviger Halm, zumal er gerade von Akira abgelenkt war.

03.04.2015 18:29
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Akira entschied, die Antwort des Alphas als Ja zu verstehen, und ließ sich erleichtert dicht neben ihm nieder, bevor sie weitersprach.

"Meinst du, es war richtig, Chi mit Mhairi gehen zu lassen? Sie ist doch noch so klein. Aber sie wollte so gerne, vermutlich hätte ich sie gar nicht daran hindern können. Aber ich hätte sie begleiten können. Denkst du, ich hätte das tun sollen?"

Ihre Stimme klang nicht mher ganz so kalt, und obwohl sie versuchte, es zu unterdrücken, merkte man ihr doch eine gewisse Unsicherheit an.

Vielleicht hätte Akira Yacáru trotz der Windstille gewittert, nachdem sie nun so nahe war, wenn sie sich darauf konzentriert hätte. Aber sie rechnete nicht damit, dass sich jemand anschlich, und war zudem durch das Gespräch mit Akando abgelenkt.

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04.04.2015 00:25
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Yacáru musste sich stark zusammenreißen, um nicht zu niesen, als ihr Akandos Rute kurz ins Gesicht flog. Uwah! Direkt in die empfindliche Nase. Allerdings schien er sie trotzdem noch nicht bemerkt zu haben, oder er tat einfach nur so. Die Weiße rollte mit den Augen, als sie Akiras Worte hörte und fragte sich, wie sie auf die Idee kam, dass Akando ihr diese Fragen beantworten könnte. Allerdings war sie sich nun nicht mehr ganz sicher, ob sie ihr Versteckspiel weiter aufrecht erhalten sollte, es schien ihr ja schon ein ernstes Anliegen zu sein. Wie auch immer. Sie lugte leicht um den Baumstamm und spürte einen Anflug von Missbilligung, als sie sah, wie dicht Akira neben Akando lag. Sie zog den Kopf wieder zurück und versuchte das Gefühl zu verscheuchen, indem sie schnell überlegte, wie sie als nächstes vorging. Sie legte den Kopf in den Nacken und beäugte die tiefhängenden Zweige der Fichte über sich. Die Idee! Yacáru erhob sich gaaaanz laaaangsam und machte Zeitlupenschritte rückwärts. Als sie der Meinung war, genug Anlauf zu haben, sprintete die junge Wölfin los und sprang gegen den Stamm der Fichte – zuerst mit den Vorderläufen und sich dann mit den Hinterläufen wieder abstoßend. Ein Zittern ging durch den Baum und der ganze Schnee auf seinen Zweigen entlud sich über den Wölfen. Über ihr auch, aber das … war natürlich mit einkalkuliert gewesen. So wurde sie immerhin gut versteckt!


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05.04.2015 15:14
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09.07.2006

Aiyán war schlecht gelaunt. Die Unterhaltung mit Farai hatte viel zu sehr an seinen emotionalen Reserven gekratzt und ihn ruhelos zurückgelassen. Erst in der Morgendämmerung hatte er seine rastlose Wanderung enden lassen und lag seitdem wie ein großer, schwarzer Stein am Rand der Bäume im Schnee. Farai sollte bloß nicht auf die Idee kommen, ihn nochmal nach Träumen oder ähnlichem zu fragen. Und andere Gespräche brauchte er im Moment auch nicht. Leider entstand nun nicht gerade außerhalb seiner Hörweite eine Unterhaltung, jedenfalls klang es ganz danach. Soweit er das mitbekommen hatte, war Smalltalk mit Akira ganz schnell kein Smalltalk mehr. Er kannte die Narbenwölfin zwar nicht näher, aber gerade nervte sie ihn, einfach nur weil sie palaverte und für ihn vollkommen überflüssiges Zeug fragte.

„Hindert dich jedenfalls keiner dran“, klinkte er sich ein, ohne einen Muskel zu bewegen. Er lag immer noch auf der Seite im Schnee, die Augen geschlossen als würde er versuchen, eigentlich zu schlafen.

Plötzlich raschelte es über ihm und ehe er überhaupt darüber nachdenken konnte, ob das jetzt einen prüfenden Blick wert war, krachte eine Ladung Schnee auf ihn herunter. Er gab ein überrascht-aufgebrachtes Geräusch von sich, hob den Kopf – mehr nicht, zu faul – und starrte den Baum anklagend an. Vielleicht sollte er sich zukünftig nicht mehr unter Bäume legen, wenn er eine Alternative hatte. Erst als er den Blick weiterwandern ließ, registrierte er, dass es auch Akando und Akira erwischt hatte und grinste bei deren Anblick. Schneebedeckte Alphawölfe waren ein Schlechte-Laune-Killer. Der Schwarze stand behäbig auf, streckte sich und schüttelte den Rest Schnee aus seinem Pelz.

05.04.2015 18:23
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25.06.2010

Geistesabwesend streifte er die Akira mit einem ziemlich ratlosen Blick. Ohne es zu wissen, hatte sie sich diesbezüglich vermutlich einen der schlechtesten Ansprechpartner überhaupt herausgesucht. Immerhin hatte er selbst keine ganz normale Welpenzeit verbracht – vielleicht sah er das alles auch deshalb deutlich weniger dramatisch. Aiyáns genervten Kommentar ignorierte er. Auch wenn der Schwarze nicht ganz Unrecht hatte, schien die Sache der vernarbten Fähe doch ziemlich wichtig zu sein. Er unterdrückte ein Seufzen.

„Ich hab‘ nicht besonders viel Ahnung von Welpen“, bekannte er achselzuckend. „Aber mir hat es jedenfalls nicht geschadet. Und Mhairi schien zu wissen, was sie tut.“

Zumindest glaubte er nicht, dass es für Chi einen sonderlich großen Unterschied gemacht hätte. Akira allein hätte ihr schließlich kein Rudel ersetzen können. Trotzdem konnte er ihr die Zweifel wohl kaum nehmen – lediglich ein bisschen Optimismus ausstrahlen, das konnte er, und Optimist war er ja bekanntlich. Meistens zumindest. Wie zum Hohn musste natürlich genau in dem Moment eine ordentliche Portion Schnee auf sie herabstürzen. Der junge Alpha erhob sich ruckartig, schüttelte sich und bedachte die Fichte mit einem finsteren Blick, ehe derselbe an dem pulverigen Schneehaufen am Fuß des Baumes hängenblieb. Und an den zwei weißen Ohren, die daraus hervorschauten.

08.04.2015 20:46
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Bis Aiyan sich ins Gespräch einmischte, hatte Akira gar nicht gemerkt, dass der schwarze Rüde sich in der Nähe befand. Auf seine Bemerkung reagierte sie lediglich, indem sie ihm kurz die Zähne zeigte und lesie knurrte. Doch auch wenn sie sich nichts anmerken ließ, hatten sie Aiyans Worte doch ziemlich getroffen. Was sollte sie hier, wo sie anscheinend unerwünscht war, während sich Mhairi und Chi sicherlich über ihre Begleitung gefreut hätten?
Doch AKandos Antwort rissen sie glücklicherweise aus diesen Gedanken.

"Natürlich weiß Mhairi das, daran habe ich keine Zweifel. Und vermutlich könnte ich Chi keine bessere Ersatzmutter sein, als es Mhairi ist. Aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass es vielleicht richtiger gewesen wäre, sie zu begleiten. Ich hatte es eigentlich auch vorgehabt. Aber im Traum ist mir meine Mutter erschienen und hat mir gesagt, dass ich ier bleiben muss, um meine Aufgabe zu erfüllen. Und sie hat mir versprochen, das Chi auch ohne mich zurecht kommt. Vermutlich hältst du mich jetzt für verrückt, weil ich von meiner toten Mutter träume, und tue, was sie mir sagt. Aber ich denke, dass Wölfe auf diese Weise nach dem Tod mit den Lebenden sprechen können. Und ich denke, meine Mutter weiß, was sie tut."

Plötzlich stüzte Schnee von dem Baum, unter dem sie lagen, auf sie herab. Als der Schnee sie bedekte, fühlte Akira sich auf einmal sehr seltsam. Einen Moment stellte sie sich vor, einfach liegen zu bleiben. Vielleicht würde sie im bald kommenden Frühling ja zusammen mit dem Schnee schmelzen. Es wäre bestimmt schön, einfach nicht mehr zu existieren ...
Akira riss sich aus ihren Gedanken, sprang auf und schüttelte sich kräftig. Sie musste weiterleben und ihre Aufgabe erfüllen. Dann würde hoffentlich sie in Ruhe sterben können und ihre Familie wieder sehen. Aber nicht vorher.
Sie folgte Akandos Blick und sah einen Schneehaufen, aus dem zwei weiße Ohren ragten. Offensichtlich war noch ein Wolf in der Nähe gewesen und unter dem Schnee begraben worden. Ihre Nase verriet ihr, dass es Yacáru war. Akira nahm eine unterwürfige Haltung an, bevor sie sie begrüßte:

"Hallo Yacáru!"

Ihre stimme war kalt, aber nicht unfreundlich. Akira war nicht nachtragend, und ein Rangordnungskampf war ihrer Ansicht nach kein Grund für eine Feindschaft.

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09.04.2015 00:39
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Yacáru hatte Schnee in den Ohren und hörte deshalb Akiras Monolog zum Glück nicht. Sie konnte das monotone Auf und Ab einer Stimme hören, die lange redete und wusste sie mit ziemlicher Sicherheit der vernarbten Fähe zuordnen. Sie öffnete ganz vorsichtig ein Auge. Okay, Akando stand nun, Akira auch. Oh! Und noch eine Bewegung aus den Augenwinkeln? Da war Aiyán! Alles, was sich an dem Yacáru-Schneehaufen im nächsten Moment bewegte, waren die Ohren. Mit einem Schnippen befreite sie ihren Gehörgang mit dem Schnee, dann sah sie mit nicht geringer Zufriedenheit, wie sich Akira bei ihrem Anblick – trotz dass er gerade wohl wenig respekteinflößend war … – unterwürfig zusammenkauerte. Und verriet sie, natürlich. Aber das hatte sie einkalkuliert. Showtime! Mit Schwung und wedelnder, erhobener Rute schoss sie aus dem Schneehaufen heraus, stürmte auf Akando zu und steuerte haarscharf an ihm vorbei, sprang auf seiner Höhe kurz an seinem Kopf hoch, um ihm herzhaft über die Wange zu schlecken. Ohne anzuhalten wetzte sie weiter und nutzte den Anlauf, um auf Aiyáns Rücken und über ihn drüber zu springen. Nun ging sie in die Kurve und lief im gestreckten Galopp auf Akira zu, wie ein Jäger auf seine Beute.


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09.04.2015 01:19
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Whui, wurde da etwa jemand frech? Akiras Gesichtsausdruck bei seiner trockenen Antwort war alles andere als freundlich und er beschloss, sich das zu merken. Die schien man leicht ärgern zu können und das war für ihn ein gefundenes Fressen. Akando bekam von ihm einen vielsagenden Blick zugeworfen, als sie ihm die dramatische Geschichte von toten Mütter und Träumen erzählte und es juckte ihn in den Pfoten, etwas dazu zu sagen. Drehten jetzt alle Wölfe hier durch? Erst Farai, jetzt diese narbenübersäte Braune … hätte Farai ihn zuvor nicht so bedrängt mit ihrer Traumgeschichte von Kiba, hätte er Akiras Worte vielleicht mit einem Augenrollen ignoriert.

Immerhin lenkte ihn der Schneefall und Yacárus Entdeckung erstmal ab. Interessant war Akiras Reaktion auf die kleine Weiße, sie brachte ihn zum Schmunzeln. Da schien ein kleiner Wolf ordentlich Eindruck hinterlassen zu haben. Obwohl … einen Größenunterschied zwischen den Fähen konnte er eigentlich kaum ausmachen, sie waren beide winzig. Aber definitiv einen im Talent, für Stimmung zu sorgen, denn genau in dem Moment schoss Yacáru los. Ai duckte sich instinktiv ein wenig, machte sich ebenfalls sprungbereit und sah sie auf sich zusausen. Eigentlich wollte er stehenbleiben wie ein schwarzer Felsen, damit sie an ihm abprallte, aber sie sprang einfach ab und kam irgendwie über ihn hinweg. Als sie seinen Rücken berührte, legte er die Ohren an und fuhr herum, um spielerisch nach ihr zu schnappen, da war sie aber schon längst wieder am Boden und jagte auf Akira zu. Etwas beleidigt sah er ihr nach – er musste definitiv wieder schneller werden wenn sie ihn so ausspielen konnte.

„Was soll dieses dumme Gefasel von bedeutsamen Träumen? Sind hier jetzt alle verrückt geworden oder was?“, brummte er, schüttelte sich nochmal und folgte Yacáru die paar Meter zu Akando und Akira, aber in wesentlich gemächlicherem Tempo.

„Und der Giftzwerg hat die Tollwut?“, ergänzte er und klang dabei schon wieder ein bisschen belustigter.

11.04.2015 17:01
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Skeptisch schnippten die Ohren des Alphas zur Seite, während er die braune Fähe mit einem verständnislosen Blick bedachte.

„Was für eine Aufgabe?“, wollte er wissen.

Hätte sie ihm jetzt eröffnet, dass sie ebenfalls einen Rang anstrebte – er hätte wohl kaum befremdeter reagieren können. Allerdings klang das Ganze auch so schon reichlich ominös. Innerlich wappnete er sich bereits für eine haarsträubende Geschichte à la Kaei, der sich ja ebenfalls vom Schicksal dazu berufen fühlte, im Tal zu bleiben und ihnen auf den Geist zu gehen. Jedenfalls hatte er auch so schon genug Mühe, Akiras Gedankengängen zu folgen. Ihre tote Mutter wollte, dass sie beim Rudel blieb?

„Hör zu, du musst selbst wissen, was du tust. Niemand sonst. Triff deine Entscheidungen und dann steh zu ihnen. Wozu brauchst du die Absolution eines Geistes?“

Er konnte nicht verhindern, dass eine gewisse Missbilligung in seiner Stimme mitschwang. Wie konnte sie in ihrem Alter und nach allem, was sie scheinbar durchgemacht hatte, noch so schrecklich unselbstständig sein? Auch wenn er es ihr nun nicht unbedingt auf die Nase binden würde – vielleicht war es für Chi tatsächlich das Beste, wenn sie von Akiras seltsamen Ansichten vorerst verschont blieb.
Als Yacáru plötzlich aus dem Schneehaufen schoss, konnte er sich trotz der eher ernsten Thematik nur mühsam ein Schmunzeln verkneifen. Scheinbar enthusiastisch steuerte sie ihn an und der Graue hob bereits eine Pfote, um sie ihr auf den Rücken zu patschen, doch da sauste der Zwerg schon weiter. Verdattert schaute er ihr nach und ließ die Pfote wieder sinken, während er noch immer ihre feuchte Zunge an seiner Wange zu spüren glaubte.

„Der ‚Giftzwerg‘ wird dir gleich die Ohren langziehen“, kommentierte er trocken.

15.04.2015 21:20
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20.10.2013


Akandos Blick erweckte in Akira Zweifel, ob der Alpha das nötige Verständnis für ihre Situation aufbringen würde. Dennoch erklärte sie geduldig:

"Meine Aufgabe ist es, etwas zu finden, was ich verloren habe. Ich weiß nicht, was es ist, aber meine Mutter meinte, es wäre ganz in der Nähe."

Als Akando weitersprach und ihre Mutter in einem abfälligen Tonfall als Geist bezeichnete, sah sie ihre Befürchtungen bestätigt. Sie hätte doch mit Andraki reden sollen. Die hätte sicherlich mehr Verständnis gezeigt, schon deshalb, weil sie eine Fähe war.

"Ich soll selbst entscheiden? Aber dann muss ich mich selbst dafür entscheiden, meine Aufgabe zu erfüllen. Sonst gibt es für mich ncihts zu tun, erst recht seit Chi weg ist. Welchen Sinn hätte mein Leben ohne meine Aufgabe?"

Der letzte Satz brachte sie allerdings selbst ins Grübeln. Andere Wölfe hatten ja auch keine Aufgabe, und dennoch war ihr Leben nicht sinnlos. Andererseits waren andere Wölfe auch nicht so kaputt wie Akira.

Doch bevor sie ihre Gedanken weiterverfolgen konnte, sah sie, wie Yacáru ohne auf ihren Gruß zu reagieren an Akando vorbei und einfach über Aiyán drüber auf sie zugerannt kam.
Die weiße Fähe sank dadurch deutlich in Akiras Achtung, denn anscheinend hatte sie nicht verstanden, dass zu einem höheren Rang auch ein entsprechendes Verhalten gehörte. Ein Wolf, der durch die Gegend sprang um seine Überlegenheit zur Schau zu stellen, zeigte nur, dass er sich selbst nicht sicher war und sich daher immer wieder selbst bestätigen musste, wie toll er war. Ein guter Rangwolf hatte das Airas Meinung nach nicht nötig; er wusste um seine Position und konnte daher dominant, aber ruhig und selbstsicher auftreten.
Bevor Chi und Mhairi weggegangen waren, hätte Akira ein solches Verhalten von Yacáru als Einladung für die ohnehin geplante Revanche angesegen. Zwar hatte Akira damit eigentlich noch warten wollen, aber wenn Yacáru es herausforderte ...
Aber jetzt war Akira überhaupt nicht nach einem Kampf. Sie erstarrte in ihrer unterwürfigen Haltung. Sollte Yacáru sie doch beißen, ihr war es momentan egal. Vielleicht würden die Schmerzen sie wenigstens etwas ablenken. Und falls Yacáru tatsächlich etwas schlimmeres vorhaben sollte, würde Akando das sicherlich verhindern.

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18.04.2015 00:31
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Blablabla. Blabla. Yacáru konzentrierte sich auf den Wind, der ihr um die Ohren pfiff und klopfte sich innerlich selbst für ihre geniale Taktik auf die Schulter, sich nicht mit diesem selbstmitleidigen Gefasel befassen und darüber aufregen zu müssen. Sie rannte lieber wie gestochen durch die Gegend und hoffte damit die Aufmerksamkeit der anderen auf sich ziehen zu können und sie abzulenken. Ein bisschen Spiel, ein bisschen Spaß. Akira schien das zu missverstehen, zumindest zeigte sie das mit ihrer Haltung. Yacáru interessierte das nicht, sie war zufrieden, dass sich die Braune ihr gegenüber weiterhin unterwürfig zeigte und das reichte ihr. Sie sprang vor und warf sich eine Wolfslänge vor Akira mit dem Oberkörper spielerisch in den Schnee. Die Weiße wuffte einmal, wirbelte dann erneut herum und schlug wieder die andere Richtung ein. Die Entscheidung Aiyán oder Akando überforderte sie ein bisschen. Akando oder Aiyán? Aiyán, Akando? Aiyán war ihr gefolgt und nun näher, außerdem hatte er sie Giftzwerg genannt. Also hüpfte Yacáru mit hoch wedelnder Rute und knurrend auf den Schwarzen zu. Vor ihm bäumte sie sich auf und warf die Vorderläufe hoch in die Luft, um ihm die Pfoten ins Gesicht zu klatschen.


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22.04.2015 15:07
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Aiyán lauschte Akando und Akira eigentlich nur, weil ihn dieses Gerede irgendwie amüsierte. Man hörte nicht oft so viel Quark aus dem Fang eines einzigen Wolfes, der scheinbar nicht einmal merkte, was er da redete. Dass Akando ebenfalls sichtlich genervt davon war, bestärkte den Schwarzen nur darin, sich etwas weniger zurückzuhalten, als er es sonst vielleicht in Anwesenheit des neuen Alpha getan hätte.

„Vielleicht deinen Verstand, Akira“, schlug er mit falscher Hilfsbereitschaft vor und grinste zu ihr rüber. Musste man solche Wölfe verstehen? Eher nicht. Er hörte dem restlichen Gerede dann nur noch mit halbem Ohr zu und fragte sich, wie man überhaupt auf solchen Stuss kam und wie viel Kreativität man besitzen musste, um der Meinung zu sein, das Leben hätte nur durch Aufgaben einen Sinn. Wenn er ständig irgendwelche Aufgaben erfüllen müsste, würde er die Krise kriegen.

Amüsiert und neugierig sah er dabei zu, wie die braune Wölfin nun vor Yacárus Finte kuschte, hatte aber leider nicht besonders viel Zeit, darüber nachzudenken. Die Weiße warf sich hin, sprang wieder auf und preschte schließlich auf Akando und ihn zu. Er machte sich schon darauf gefasst, den Felsen zu spielen und sie abprallen zu lassen, als sie sich für einen von ihnen entschied und sich plötzlich vor ihm auf die Hinterläufe aufrichtete. Er starrte sie eine Sekunde zu lange an, dann klatschten ihm ihre Pfoten ins Gesicht und er drehte den Kopf zur Seite, um sie abrutschen zu lassen. Das war der Moment, in dem er sich rächen durfte, aber er drehte es anders. Statt Yacáru spielerisch anzugreifen drückte er sich im Schnee ab und schoss auf Akira zu, ließ es so aussehen als wollte er vor der kleinen Weißen flüchten und sich hinter der älteren Wölfin verstecken – allerdings ohne die Rute einzuziehen, eher im Gegenteil. Grinsend legte er seinen Kopf über Akiras Nacken und sah von da aus erwartungsvoll zu Yacáru und Akando.

28.04.2015 13:40
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Nichts von dem, was Akira offenbarte, ergab für ihn irgendeinen Sinn. Weder ihre ominöse Aufgabe, noch dass sie sich deshalb ihrer Entscheidungsfähigkeit gänzlich beraubt fühlte. Was sollte man dazu schon sagen? Sie ließ ihr Leben durch einen Traum diktieren und bemitleidete sich lieber selbst, anstatt sich ein Ziel zu suchen, für das es wirklich zu leben lohnte. Etwas Reales, nach dem man greifen konnte. Er seufzte nur und schüttelte den Kopf.

„Wir reden später“, entschied er kurz angebunden und überging dabei Aiyáns spitzen Kommentar.

Aktuell machte es jedenfalls absolut keinen Sinn, denn inzwischen war Leben in die Gruppe gekommen und der junge Alpha ließ sich nur zu gern davon anstecken. Mir ausgestreckten Vorderläufen und wedelnder Rute wuffte er Yacáru eine Spielaufforderung zu, allerdings nicht ohne Aiyán dabei aus den Augenwinkeln mit einem süffisanten Grinsen zu bedenken. Wenn sie ihn jetzt einfach links liegenließen, was machte er dann? Er hätte ja zu gern gesehen, wie die vernarbte Fähe auf seine Provokation reagierte – und was umgekehrt Aiyán daraus machen würde.

31.05.2015 14:58
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Akira ignorierte Aiyáns fiesen Kommentar einfach. Normalerweise hättse sie sich so etwas nicht gefallen lassen, aber momentan war es ihr egal. Ihr ging es zu schlecht, als dass sie sich von solch einer Frechheit hätte verletzt fühlen können. Sie hatte wirklich andere Sorgen. Sorgen, die kein anderer Wolf zu verstehen schien.

Statt Akira anzugreifen, warf sich Yacáru vor ihr in den Schnee, nur um sofort wieder aufzuspringen und sich nun auf Aiyán zu stürzen. Einen Moment lang wusste sie nicht, was sie davon halten sollte. War die Weiße jetzt vollkommen verrückt geworden? Dann wurde ihr schlagartig klar: Yacáru wollte spielen!
Akira spielte nicht. Sie hatte seit dem Tod ihrer Mutter nicht mehr wirklich gespielt. Zwar hatte sie natürlich mit den Welpen gespielt, denn Welpen brauchten das für ihre Entwicklung. Aber Akira war kein Welpe mehr, also brauchte sie auch nicht um ihrer selbst Willen spielen. Sie überlegte sich, dass sie es vielleicht hätte tun sollen, als sie noch jünger war. Vielleicht wäre sie dann nicht so seltsam geworden. Aber damals war sie zu kaputt gewesen, und nun war es zu spät. So einfach war das.

Eine Berührung riss sie aus ihren düsteren Gedanken. Aiyán hatte seinen Kopf über Akras Nacken gelegt, wie es eine Mutter bei ihren halbwüchsigen Welpen tun mochte. Aber Akira war längst kein halbwüchsiger Welpe mehr, und Aiyán ließ mit seinem Verhalten auch keinen Zweifel daran, dass es kein AUsdruck von Zuneigung und Zärtlichkeit war, sondern eine Geste der Überlegenheit.

Akira wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Ein Teil von ihr wollte mit dem schwarzen Rüden kämpfen. Sie hatte schon einmal einen größeren, ähnlich schwarzen Rüden besiegt. Und wenn Aiyán sie besiegen sollte (nach der Niederlage gegen Yacáru hatte Akira begonnen, an ihren Kampffähigkeiten zu zweifeln), dann hätte er zumindest tatsächlich ein Recht dazu, sich ihr gegenüber dominant zu verhalten, was es ihr einfacher machen würde, das zu akzeptieren.
Ein anderer Teil von ihr wollte hingegen einfach weglaufen. Ohne bestimmtes Ziel, einfach eine Pfote vor die andere setzen, wie sie es schon mehrfach getan hatte. Aber mittlerweile wusste sie, dass das nichts brachte, denn ihr eigentliches Problem war sie selbst, und vor sich selbst konnte sie nicht weglaufen.
Akira war völlig überfordert. Der Verlust von Chi und die dadurch ausgelösten Selbstzweifel hatten ihr Denken so sehr gelähmt, dass sie nicht mehr wusste, was sie tun sollte. Und so tat sie einfach gar nichts. Sie erstarrte und begann leicht zu zittern, als ob ihr kalt wäre.
War das so, wenn man wahnsinnig wird? Akira hatte immer befürchtet, eines Tages den Verstand zu verlieren. Vielleicht war es ja jetzt so weit.

BUT IN MY DREAMS
I SEE THE ONES I LOST SO LONG AGO
01.06.2015 23:53
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Yacáru stolperte ein wenig verdutzt, als Aiyán sich wehrlos ihre Pfoten ins Gesicht klatschen ließ, dann auswich und an ihr vorbei hüpfte. Huh? Der nahm doch jetzt nicht ernsthaft Reißaus? Die Weiße drehte den Kopf zurück und begutachtete die Szenerie hinter sich mit schrägem Blick. Sie erkannte Aiyáns Grinsen, während er das Kinn auf Akiras Nacken stützte. Kurz wanderten ihre dunklen Augen neugierig zum Gesicht der Fähe, um zu sehen, wie sie auf die Dominanzgeste des Schwarzen reagierte, aber irgendwie befand die sich gerade in einer Schockstarre. Und da ihr Lieblingswolf gerade ihre Aufmerksamkeit mit einem Wuffen einforderte, wollte Yacáru sich nicht weiter damit befassen. Das hatte Ai sich selbst eingebrockt. Sie sah wieder nach vorne und fixierte Akando ein paar Herzschläge lang nur, während ihre hochgetragene Rute im Bogen von links nach rechts wischte. Dann raste sie los. Sie fühlte sich so ausgelassen und es kribbelte ihr so in den ungeduldigen Läufen, da wollte sie einfach so schnell rennen, wie sie nur konnte. Keinen langgestreckten Galopp, sondern kurze, schnelle Sprünge, während sie wild knurrte. Manch einer mochte das wohl als 'fünf-Minuten-haben' bezeichnen. Dabei hopste sie um ihren grauen, großen Freund herum und vorwärts, um ihm in das Fell oder die Rute zu zwicken und wieder rückwärts, um sich selbst nicht erwischen zu lassen.


And in my mind, in the faraway here and now, I've become in control somehow and I never lose my temper, because I will be the picture of of discipline, never messing up anything and I'll be a good respectable member. And it's funny how I imagined that I would be that person now, but it does not seem to have happened, maybe I've just forgotten  how  to  see that I am  not exactly the  person that I thought I'd be
Instead I am exactly the person that I want to be
03.06.2015 01:28
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Okay, er hatte jetzt keine großartige Überraschung gewartet, aber das komplette Fehlen einer Reaktion war dann doch irgendwie … enttäuschend? Yacárus offensichtliche Überlegenheit gegenüber Akira hatte ihn dann doch neugierig gemacht und auch wenn er nicht gezielt darauf aus war, sich in der Rangfolge nach oben zu arbeiten, gab es doch ein paar Wölfe, denen er sich einfach von vornherein überlegen fühlte. Das hatte er aber bisher als offensichtlich hingenommen, quasi als unausgesprochenes Gesetz. Und natürlich in dem Glauben, dass sich der betreffende Wolf darüber auch im Klaren war und sich entsprechend verhielt. Anscheinend lag er damit ein bisschen daneben denn Akira machte nun keine Anstalten, sich vor ihm wie vor Yacáru auf den Boden zu packen. Schade. Er grummelte deutlich hörbar, das Zittern und stille Ausharren der Braunen reichte ihm nicht. Erst verstärkte er nur den Druck auf ihren Nacken, dann entschied er sich dafür, ein bisschen deutlicher zu werden, trat einen Schritt zurück und erhob sich auf die Hinterbeine. Seine Vorderläufe fanden Halt auf Akiras Schulter und Rücken.

Amüsiert beobachtete er von da oben aus Yacárus Tollwutanfall und Akandos fröhliche Reaktion darauf. Es juckte ihn von der Nase bis in die Schwanzspitze, sich wie ein umstürzender Baum auf die wuselnde kleine Weiße zu werfen und sie im Schnee unter sich zu begraben. So langsam konnte sie jemanden gebrauchen, der ihr das Oberwasser wieder wegnahm, das sie bekommen hatte.

06.06.2015 22:46
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Akira ignorierte Aiyán weiter, als dieser den Druck verstärkte. Doch als er sich mit den Vorderpfoten auf ihren Rücken stellte, erwachte sie aus ihrer Starre. Langsam war es wirklich genug! Es hatte keinen Sinn, wegzulaufen, aber es hatte genauso wenig Sinn, aus lauter Selbstmitleid sich von anderen Wölfen alles gefallen zu lassen. Dann würde sie als Omega enden. Und dann würden die anderen ihr erst recht auf den Keks gehen. Und Chiéra würde davon auch nicht wiederkommen.

Sie machte einen Satz nach vorne, um Aiyán abzuschütteln, bevor sie sich wieder zu ihm unwandte und ärgerlich knurrte:

"Jetzt reicht es! Willst du kämpfen? Dann brauchst du es nur zu sagen. Ansonsten lass mich gefälligst in Frieden!"

Sie sprang wieder auf Aiyán zu und schnappte nach seiner Nase. Sie versuchte allerdings nicht wirklich, ihn zu erwischen. Noch nicht. Vielleicht ließ sich der schwarze Rüde mit der großen Klappe ja genug einschüchtern, dass er sich freiwillig verzog.

BUT IN MY DREAMS
I SEE THE ONES I LOST SO LONG AGO
05.08.2015 23:37
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