Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
Caspar seit: 43 Tagen
Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


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_ SPHINX _
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10.01.2009

Die Zimtfarbene kehrte von einem Patroullienlauf zurück, den sie dazu genutzt hatte etwas angestaute Energie loszuwerden und ein paar Markierungen neu zu setzen. Im schnellen Trab verließ sie die Ausläufer des Waldes und wurde allmählich langsamer, und noch bevor sie hechelnd zum Stehen kam hatten ihre umherschweifenden Augen sich einen Überblick über das Rudel verschafft. Soweit schien alles in Ordnung zu sein, und zufrieden leckte die Alpha sich über die Lefzen und steuerte einen aus dem Schnee ragenden Findling an, an dessen Fuß sie sich zusammen rollen konnte, den Rücken durch den Stein geschützt wissend. Den Kopf auf die ausgestreckten Vorderfpoten gebettet, ließ sie den Blick noch etwas schweifen. Schlafen wollte sie nicht, nur etwas ruhen und beobachten.

Ich bereue nichts
Sagt die Liebe mir
Bin die Sehnsucht, bin das Leid
Bin die große Einsamkeit
Doch ich bringe auch das Glück

Ohne mich, was wär?
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25.03.2015 18:22
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09.07.2006

Aiyán Tendes hatte in den letzten Tagen wiederholt die Einsamkeit gesucht und sich vom Rudel fern gehalten – und in diesem Fall gehörte auch sein Zwillingsbruder mehr zum Rudel als zu ihm. Er brauchte Zeit für sich, um nachzudenken und allen Gesprächen aus dem Weg gehen zu können, die er nicht gebrauchen konnte. Das hatte erstaunlich gut geklappt, mehr als einen Tag lang hatte er seine Stimme nicht gebraucht. Jetzt lag er in einiger Entfernung zu den restlichen Wölfen im Schnee und tat nicht wirklich etwas, außer seine Gedanken weiter kreisen zu lassen. Jedenfalls bis eine hellbraune Gestalt zum Rudel stieß. Der junge Rüde hob den Kopf und zögerte, doch dann erhob er sich. In einem unnötig weiten Bogen umrundete er die übrigen Wölfe, um nicht irgendwo zwischen ihnen noch in ein Gespräch verwickelt zu werden – ohne Eile, aber mit einer gewissen Bestimmtheit. Einige Meter schräg vor Andraki blieb er schließlich stehen, senkte den Kopf und ließ die Rute begrüßend pendeln, schwieg aber.

25.03.2015 18:38
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Eine Bewegung aus den Augenwinkeln erregte schließlich mehr als nur ihre flüchtige Aufmerksamkeit. Einer der schwarzen Zwillinge näherte sich ihr: Aiyán. Für gewöhnlich hätte sein Nahen ihre ganze Wachsamkeit erregt, und auch diesmal fühlte sie eine gewisse innere Angespanntheit in sich aufsteigen - aber lange nicht so stark wie sonst. Aiyán näherte sich ihr mit Bedacht, ja fast zögerlich, und nichts in seiner Haltung sprach von Provokation. Er wirkte insgesamt bei Weitem nicht so selbstsicher wie sonst, was bei der Zimtfarbenen für eine gewisse Entspannung sorgte und sie gleich wesentlich wohlwollender stimmte. Der Schwarze blieb schließlich im respektvollen Abstand stehen und grüßte sie schweigend. Andraki, die bei seinem nahen den Kopf gehoben hatte, erhob sich nun in eine sitzende Position und ließ ihrerseits ihre Rute grüßend auf den Schnee klopfen.

"Hallo Aiyán."

Sie schenkte ihm ein leichtes Lächeln.

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25.03.2015 18:53
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09.07.2006

Wenn er wüsste, was genau er hier jetzt wollte, wäre es ihm vermutlich leichter gefallen, sich einfach hinzusetzen und das Thema anzusprechen. So aber hatte ihn mehr das Gefühl hergeschickt, noch etwas besprechen zu müssen, als die Gewissheit. Etwas unschlüssig beobachtete er, wie sich Andraki halb aufrichtete und seine Ohren zuckten ein wenig als sie die Begrüßung übernahm.

„Hallo“, gab er kurz zurück und sah zur Seite. Jetzt kam er sich vor wie ein Welpe, den nach einer Standpauke alle Wut verlassen hatte und nun zurückgekrochen kam, um sich zu fügen. Wie ein kleiner, schwächlicher Dummkopf. Er schluckte, hob den Blick wieder.

„Ich habe über das nachgedacht, was du gesagt hast.“ Ja, soweit so gut. Er zögerte wieder. „Und mich gefragt, was du … erwartest.“

Er war sich nicht sicher, ob er das wirklich nochmal von ihr erläutert brauchte, denn im Grunde glaubte er zu wissen, was sie bezwecken wollte. Aber irgendwie erschien es ihm als guter Einstieg, der sie beide zurück zum Thema brachte.

25.03.2015 19:03
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Ah, daher wehte also der Wind. Das erklärte auch seine Körpersprache, die nach außen hin wiederspiegelte, was in seinem Inneren vorging. Ihr Gespräch von vor zwei Tagen beschäftigte ihn nach wie vor, und jetzt war er zu ihr gekommen, weil er alleine nicht weiterkam. Weil er Hilfe brauchte. Er tat ihr ein wenig Leid, aber sie war auch in gewisser Weise froh, dass ihm ihre Worte so zu schaffen machten. Es zeugte davon, wie wichtig dieses Gespräch gewesen war.

"Wenn du darüber nachgedacht hast, hast du schon getan, was ich von dir erwartet habe",

erwiderte sie. So sehr diese Aussage auch der Wahrheit entsprach, so wenig hilfreich war sie wohl leider für den Schwarzen. Die Zimtfarbene legte den Kopf leicht schief.

"Zu welchen Schlüssen bist du denn in der Zwischenzeit gekommen?",

hakte sie nach, aber ihr Tonfall war nicht fordernd, sondern eher eine Einladung dazu, seine Gedanken mit ihr zu teilen.

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25.03.2015 19:16
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Aiyán konnte wunderbar mit Anweisungen umgehen, sie umsetzen, hinterfragen oder ignorieren. Aber mit offenen, indirekten Aufgaben kam er allein nicht zurecht. Die Zeit bei Mitsah hatte ihn in der Hinsicht stärker geprägt, als er selbst je gedacht hätte. Und nun stand er da, erhoffte sich eigentlich nur eine Ansage wie „Sprich mit Saiyán, stell ihn zur Rede“ - eben etwas, womit er umgehen konnte. Aber den Gefallen tat Andraki ihm nicht. Er runzelte die Stirn bei ihrer Antwort, die ihn verwunderte und ihn kein Stückchen weiterbrachte, dann schnaufte er leise und erlaubte es sich, die Hinterläufe zu senken und sich ebenfalls hinzusetzen. Diesmal war er vorbereitet, er hatte nicht wieder vor, wegzulaufen.

„Ich glaube, dass du Unrecht hast“, begann er, obwohl es nicht der Wahrheit entsprach. Der Sprung über den eigenen Schatten war noch zu hoch. Prüfend beobachtete er die Mimik der Zimtfarbenen. „Saiyán wirft keinen Schatten über mich. Klar, er ist hitzköpfiger und direkter als ich und vielleicht bin ich vernünftiger. Aber dann ist es an euch, uns zu unterscheiden und nicht wie einen Wolf zu betrachten.“

25.03.2015 19:40
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Es hätte sie nicht gewundert, hätte er nun wieder kehrt gemacht, weil er dieses Gespräch dann doch nicht nocheinmal so führen wollte. Aber er blieb, setzte sich gar. Offenbar hatte er sich mit seinen Gedanken tatsächlich auseinander gesetzt und war nicht nur beständig vor ihnen geflohen. Was er ihr dann zur Antwort gab, hatte sie jedoch so nicht unbedingt erwartet angesichts der Demut, mit der er an sie heran getreten war. War das da ein bisschen Trotz, das sie da aus seiner Stimme heraus hörte? Sie schmunzelte kurz, bemühte sich dann jedoch wieder um eine erste Miene. Sie wollte nicht, dass Aiyán sich nicht ernst genommen fühlte.

"Das tue ich. Mittlerweile. Aber tut ihr das auch? Du und Saiyán?"

Sie ging ganz bewusst nicht auf das 'euch' ein, dass sich gewiss auf das ganze restliche Rudel bezog. Sie hatte es selbst in ihrem letzten Gespräch gebraucht, aber mehr als das konte und wollte sie nicht auf das ganze Rudel verallgemeinern.

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25.03.2015 19:51
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Er war ein klein wenig erleichtert, dass sich Andraki darauf einließ, ohne ärgerlich zu werden. Im Endeffekt hatte er auch jetzt noch das dumpfe Gefühl, sich vor allem selbst überzeugen zu wollen und je besser seine Argumente waren, desto eher glaubte er sich. Da half es, wenn man ihm nicht direkt widersprach. Trotzdem kam er etwas ins Stocken, als sie antwortete, ihre Frage verwirrte ihn. Sie kam ihm vor wie eine Fangfrage, zu leicht zu beantworten, um sie nicht noch einmal zu überdenken. Er legte den Kopf leicht schief.

„Natürlich. Aber wir gehören trotzdem zusammen. Und mir kam es so vor, als würdest du wollen, dass ich mich von ihm distanziere.“

Es überraschte ihn selbst ein bisschen, dass er ihr das so offen sagte. Laut eigener Aussage hatte sie ja nicht mehr gewollt, als dass er nachdachte – deshalb versuchte er es nicht wie eine Unterstellung klingen zu lassen.

25.03.2015 20:04
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10.01.2009

Er hatte sogar ziemlich gründlich nachgedacht, wie ihr schien. Sehr gut. Nun blieb zu sehen, ob er sich bei seinen Gedanken nur in eine Richtung gewandt hatte, oder doch mehrere Wege und Möglichkeiten erkundet hatte.

"Du irrst dich. Es gibt in diesem Rudel schon genug Familienbande, die getrennt oder zerfasert sind. Mir liegt nichts daran, auch noch euch Brüder entzweit zu sehen."

Sie pausierte, verlieh ihren Worten damit mehr Nachdruck, bevor sie fortfuhr.

"Was ich wollte, war, dir eure Situation aus einer anderen Perspektive zu zeigen, damit du darüber nachdenken und für dich entscheiden kannst, wie es weiter gehen soll. Wenn du zu dem Schluss kommst, dass alles am Besten so ist, wie es ist, werde ich dir nichts anderes vorschreiben. Aber dann sehe ich auf lange Sicht keine Zukunft hier für euch, oder zumindest keine gute, dabei könnte es auch anders sein. Aber ich sehe mich nicht in der Lage, Saiyán zu helfen. Dir schon. Aber das musst du auch selbst wollen. Es muss aus dir selbst kommen."

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25.03.2015 20:20
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Aiyán beobachtete Andraki genau, so als könnte er dadurch sagen, ob sie die Wahrheit sagte oder nicht. Ihm fielen genug Gründe ein, warum sie wollen könnte, dass er sich von Saiyán distanzierte – das würde nämlich zur Folge haben, dass sie ihn loswurden. Obwohl … es fiel ihm schwer, seinen Bruder einzuschätzen. Er hatte keine Ahnung, wie Saiyán reagieren würde, wenn er sich gezielt von ihm abwenden würde. Aus irgendeinem Grund aber glaubte er Andraki, als sie weiter erklärte. Wenn sie ehrlich und direkt offen legte, dass es für sie beide hier keine Zukunft gab, wenn es so weiterging, würde sie ihn an anderer Stelle nicht belügen. Er lauschte konzentriert und mit erhobenem Kinn, so als würde sie ihm soeben ein Ultimatum stellen. Und in gewisser Weise tat sie das, jedenfalls fasste er es so auf. Als sie endete, nickte er kaum merklich.

„Vielleicht werde ich mit ihm darüber reden“, deutete er an, machte gedanklich einen Schritt auf die Alpha zu. Obwohl er sich ziemlich sicher war, dass er das Ganze bei Sai ansprechen würde, musste er das Vielleicht davor setzen, für alles andere war er zu stolz. Es fühlte sich demütigend genug an, dass er sich scheinbar durch eine Drohung, die eigentlich eher eine Feststellung der Tatsachen war, zum Einwilligen bringen ließ.

25.03.2015 21:07
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10.01.2009

Inzwischen scihien sich der Hauch des Trotzes, den sie zuvor vernommen zu ahben glaubte, auf Aiyáns Körperhaltung ausgeweitet zu haben. Es war nicht viel und bei Weitem nicht als Provokation deutbar - vielleicht nahm sie es nur deshalb wahr, weil sie einen gewissen Widerstand von ihm erwartete. Und vielleicht bildete sie sich das genau deshalb auch nur ein... Es war wahrlich nicht immer einfach, unvoreingenommen an ein Gespräch heran zu gehen, so sehr man es auch versuchte.
Andraki lag ein 'Das solltest du besser' auf der Zunge, aber sie schluckte es herunter. Immerhin hatte sie vorhin behauptet, ihn nur zum Nachdenken angeregt ahben zu wollen, da konnte sie jetzt nicht mit Bitten oder gar Forderungen kommen. Zumal sie es ernst gemeint hatte, als sie gesagt hatte, Aiyán nicht vorschreiben zu wollen, wie es weiter gehen sollte. Sie würde eben nur nicht alles tolerieren, und dessen war sich der Schwarze inzwischen mehr als deutlich bewusst.
Die Zimtfarbene musterte den dunklen Kibassohn ein paar Momente lang, dann ließ sie den Blick wandern.

"Aiyán, warum bist du zu mir gekommen? Was hast DU von mir zu hören erwartet?",

fragte sie schließlich wie beiläufig.

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25.03.2015 21:26
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09.07.2006

Er selbst merkte gar nicht, wie sehr er sich noch immer dagegen sträubte, Andraki einfach Recht zu geben. Er wusste nur, dass es ihm irgendwie nicht passte. Aiyán wollte niemand sein, der Rat brauchte, zu stolz und stur ihn anzunehmen, wenn er ungefragt kam. Der junge Rüde musste es so wirken lassen, als hätte Andraki nur die Zeit verkürzt, bis er mit Saiyán sprach, nicht aber komplett veranlasst, dass er überhaupt darüber nachdachte. Er brauchte keine Hilfe, niemandem der ihm etwas sagte … doch bei ihrer Frage stoppten seine mentalen Überzeugungsversuche. Er blinzelte, sah sie an ohne dass sie seinen Blick erwiderte. Warum war er aufgestanden? Er hätte einfach liegenbleiben und weiter ins Nichts starren können, bis … ja, bis was passiert wäre? Wäre er von selbst irgendwann zu seinem Bruder gegangen und hätte ihn konfrontiert? Oder hätte er es herausgezögert, wie bei Kiba? Er schluckte. Sein Stolz, die ganze Fassade, bröckelte ein wenig.

„Ich hatte gehofft du würdest mir sagen, was ich tun soll“, gab er leise zu.

25.03.2015 21:44
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10.01.2009

Sie konnte es nur aus den Augenwinkeln sehen, aber auch so entging ihr nicht, dass sie ihm mit ihrer Frage den Wind aus den Segeln genommen hatte. Was sich in ihm an Trotz und Stolz langsam angesammelt hatte, floss nun wieder aus ihm heraus wie Wasser durch einen beschädigten Biberdamm. Dass er seine Unsicherheit anschließend aber noch in Worte zu packen vermochte, anstatt zu schweigen, überraschte sie dann doch. Er war ihr gegenüber doch um einiges zugänglicher, als sie angenommen hatte. Der Schwarze tat ihr mehr denn je Leid - er befand sich in einem mahlenden Konflikt mit sich Selbst. Andraki hatte das dringende Gefühl, jetzt sehr behutsam vorgehen zu müssen: Sie durfte einerseits nicht zu mitleidig sein, um seine Würde anzugreifen, aber auch nicht zu distanziert, dass er sich alleingelassen fühlte.
Die Zimtfarbene erhob sich, trat ein wenig auf den Schwarzen zu, aber nicht zu dicht. Sie wollte ihm den Trost durch Berührung nicht aufzwingen, aber die Möglichkeit dazu geben.

"Oh, Aiyán... Ich kann dir nicht sagen, was du tun sollst, das musst du ganz für dich entscheiden. Aber es wäre sicherlich eine gute Idee, mit deine Bruder darüber zu reden. Immerhin geht es nicht um eine Entscheidung für oder gegen ihn, sonderm mit ihm."

Sie formulierte ihren Rat absichtlich so, als wäre es ganz allein seine Idee gewesen, mit Saiyán darüber zu reden - was im Grunde ja auch irgendwo stimmte, immerhin hatte sie nie auch nur angedeutet, dass sie gehofft hatte, dass ihr Gespräch dazu führen würde...

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25.03.2015 22:03
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09.07.2006

Er hatte den Blick kurz gesenkt und hob ihn schnell wieder, als er Andraki aufstehen hörte. Seine Ohren klappten zurück, aber er blieb sitzen und regte sich ansonsten nicht weiter, sah sie nun abwartend und irgendwie ein wenig verloren an. Er sollte es für sich entscheiden. Konnte er das? Es war nicht so, dass er nie Entscheidungen traf, aber weitreichende, schwerwiegende und einschneidende Entscheidungen … die umging er, wenn sie ihn betrafen. Bisher hatte er sich darum nie allein kümmern müssen, vielleicht auch weil Saiyán alles mit getragen hatte und dadurch jede Last nur halb so schwer gewesen war. Jetzt war er ganz allein. Und haderte nicht nur, er wankte innerlich.

„Aber gerade jetzt ist ohnehin schon alles so fragil. Was wenn ich damit alles nur schlimmer mache? Ich kann ihn nicht verlieren, für nichts auf der Welt.“

Und jetzt konnte auch Andraki sehen, warum er auf sie zugekommen war. Die Flanken des Schwarzen bebten, doch er blieb sitzen wo er war. Stünde er seiner Mutter gegenüber, hätte er ihre Nähe vielleicht angenommen, der Zimtfarbenen gegenüber aber bewahrte er den Rest Distanz.

25.03.2015 22:16
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10.01.2009

'Oh ihr Geister, warum prüft ihr mich immernoch so?'

Von Aiyán schien plötzlich eine Maske abgefallen zu sein. Mit einem Mal wirkte der Schwarze so unendlich verloren und verletzlich. Er erinnerte sie unwillkürlich an Farai und rief bei ihr mit einem Mal dieselbe Gefühle wach - einen fast unbändigen Drang behüten und beschützen zu wollen. Nur dass es sich seltsam anfühlte so für Aiyán zu empfinden, wo doch lange nichts als bestenfalls Distanziertheit zwischen ihnen geherrscht hatte. Es ließ Andrakis Ohren etwas irritiert zur Seite wandern, bevor ihr Mitgefühl schließlich die Oberhand gewann. Sie trat noch enen Schritt näher, streckte die Schnauze vor und berührte ihn leicht am Fang. Nur kurz, nicht bedrängend.

"Und ich glaube nicht, dass du das wirst. Euer Band ist stark, Ai. Es wird sicherlich nicht das angenehmste Gespräch eures Lebens werden, aber du bist sein Bruder, mehr noch, sein Zwilling. Wenn er jemandem zuhört, und wenn er sich für jemanden ändert, dann für dich. Er will dich doch gewiss genauso wenig verlieren wie du ihn."

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25.03.2015 22:36
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09.07.2006

Als Andraki auf ihn zutrat, huschte Aiyáns Blick zur Seite, um ihrem nicht zu begegnen. Die Berührung ließ er zu, äußerlich unbewegt, innerlich jedoch unruhig. Die Berührung war tröstend, ein bisschen jedenfalls. Aber es war immer noch Andraki, von der sie kam. Im letzten Moment drehte er den Kopf leicht zur Seite, so dass er ihre Schnauze nur flüchtig und kurz spürte, senkte den Blick und starrte zu Boden, während sie sprach. Er wusste nicht, wie stark ihr Band noch war, aber er hoffte, dass die Alpha recht hatte. Er hatte sich selbst so oft das gleiche gesagt und war doch immer noch unsicher, ob nicht inzwischen zu viel zwischen ihnen lag. Aber ohne die Hilfe seines Bruders schaffte er es nicht, all das aus dem Weg zu räumen.

„Ich weiß es nicht mehr“, gestand er, eine beinahe noch schwerwiegendere Wahrheit als die zuvor. Er konnte seinen Bruder nicht mehr wirklich einschätzen. „Vielleicht. Ich hoffe es.“

25.03.2015 22:59
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10.01.2009

Aiyán wich ihrer Berührung aus, nicht ganz, aber überwiegend. Ob er das flüchtige Streifen absichtlich zuließ oder schlicht darin scheiterte jedweden Kontakt zu meiden, vermochte sie nicht zu sagen. Sie nahm es hin und wich mit dem Kopf wieder zurück, um wieder etwas mehr Distanz zwischen ihnen beiden zu bewahren. Der Abstand wurde noch ein klein wenig größer, als die Zimtfarbene sich erneut setzte und sich dadurch selbst davon abhielt, Aiyán noch einmal trösten zu wollen.
Seine Worte waren schmerzlich und fielen ihm spürbar schwer, und überraschten sie zudem. Sie hatte nicht geahnt, dass das Band zwischen den Zwillingen längst nicht so fest war wie sie angenommen hatte. Hatte es dafür Anzeichen gegeben, die sie übersehen hatte, oder verbargen die Zwillinge ihre Entfremdung vor allen anderen? War das eine Entwicklung, die beide so empfanden, oder vielleicht nur Aiyán? Sie wusste es nicht zu sagen, aber es erklärte, warum ihr Gespräch mit Aiyán vor zwei Tagen offenbar auf derart fruchtbarem Boden gefallen war. Und auch, warum er jetzt zu ihr gekommen war: gewiss wäre er mit diesem Thema lieber zu seiner Mutter gegangen, aber Kiba war unerreichbar...

"Dann ist es umso wichtiger, dass ihr wieder zueinander findet, indem ihr ausräumt, was zwischen euch steht. gerade zwischen euch sollte doch Ehrlichkeit und Vertrauen bestehen, statt blinder Loyalität. So etwas wie bedingungslose Liebe... wirkt irgendwann zerstörend."

Den letzten Satz hatte sie gar nicht sagen wollen, aber sie hatte ihn auch nicht mehr unvollendet lassen können. Ihr Geist hatte heimlich Parallelen gezogen, die einerseits weit hergeholt wirkten und andererseits schmerzlich vertraut waren. Andraki wandte den Kopf zur Seite und ließ den Blick schweifen in dem Versuch, die aufsteigenden Erinnerungen zu unterdrücken.

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26.03.2015 08:56
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09.07.2006

Aiyán entspannte sich unbewusst wieder etwas, als sich Andraki einige Zentimeter entfernte und sich erneut hinsetzte. So war es ihm lieber, auch wenn er zu schätzen wissen würde, dass sie ihn hatte trösten wollen – später, wenn er wieder nachdenken konnte. Jetzt nicht, jetzt war er zu gefangen von seinen eigenen Gedanken und ihren Worten. Er hatte das Gefühl, in einem Erdloch festzustecken und hier einfach nicht weiterzukommen, denn das was Andraki sagte, war plausibel und er selbst hätte jedem anderen Wolf das gleiche geraten. Aber mit Saiyán war es anders. Befürchtete er jedenfalls. Er war so ernst, dass er nicht einmal über das Wort Liebe stolperte, das er im Zusammenhang mit Sai sonst gar nicht leiden konnte und immer korrigierte. Allerdings gelang ihm auch keine zustimmende Antwort, ein ehrliches „Du hast Recht“ war eine Menge für ihn. Und im Augenblick war es zu viel, deshalb nickte er nur, geläutert wie ein Welpe.

Als Andraki wegsah, hob er den Kopf und ließ den Blick über das Rudel schweifen, suchte den nachtschwarzen Fleck im Schnee, der sein Bruder war. Vielleicht sollte er sofort zu ihm gehen, ehe er es wieder aufschob und eine weitere Ermunterung von Andraki brauchte. Er schluckte. Eigentlich fühlte er sich nicht bereit, aber das würde sich wahrscheinlich nie verändern. Ash hatte er auch einfach konfrontiert, dann gelang ihm das auch mit Sai.

29.03.2015 17:12
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