Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
Caspar seit: 43 Tagen
Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


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I'LL TRY TO PICTURE ME WITHOUT YOU BUT I CAN'T
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Es war das erste Mal, dass er sich dem Berg wieder zugewandt hatte, jedenfalls seit dem Tag, an dem Kiba und Yago ein Teil von ihm geworden waren. Und plötzlich hatte ihn diese Sehnsucht überkommen, der Drang, sich endlich richtig zu verabschieden. Als das Rudel den Berg betreten hatte, hatte er nur Saiyán hinausgedrängt und war mit ihm geflohen, für einen Abschied war keine Zeit gewesen. Aiyán Tendes hatte noch keine Zeit gehabt, zu trauern. Bis zu diesem Moment war er immer irgendwie damit beschäftigt gewesen, für seinen Bruder da zu sein. Jetzt war er allein, niemand hatte ihn gehen sehen. Er hatte nicht vor, öfter hier entlang zu gehen … nur einmal, ein letztes Mal. Ein letztes Mal mit ihr sprechen. Seine Gedanken stockten, während seine Läufe ruhelos über den Schnee flogen, stetig bergauf. Das Laufen lenkte ihn ab, gab ihm Ruhe, obwohl er jetzt die Erinnerung an den letzten Lauf auf dieser Strecke nicht verhindern konnte. Doch jetzt begleitete ihn nicht diese unterschwellige Panik, die nach Kibas Abschied von ihm Besitz ergriffen hatte. Jetzt war er ruhig und einfach nur … ja, einfach nur traurig.

Das änderte sich schlagartig, als ihm der Geruch eines bekannten Wolfs in die Nase stieg, den der Wind ihm von weiter oben zutrug. Er verlangsamte nur leicht und es dauerte nicht lange, bis die dazugehörige Gestalt auftauchte. Trotz ihres weißen Fells war Leikuna in der verschneiten Umgebung gut zu erkennen – sie war blutbefleckt. Aiyáns Nasenrücken kräuselte sich, während er auf sie zuhielt und erst im letzten Moment ausbremste, mit hoch erhobener Rute vor ihr stoppte und zur Begrüßung nur knurrte. Er hätte sich von jedem anderen Wolf ertappt gefühlt, seine Reaktion darauf war generell brüsk. Aber dass es nun ausgerechnet Leikuna war, machte es nicht besser. Auch nicht, dass sie voller Blut war. Dass es nicht fremd roch, war ihm in dem Moment auch egal.

„Was hast du gemacht?“, grollte er und machte ungeachtet ihrer geringen Distanz einen Schritt auf sie zu, versuchte sie zurückzudrängen.

04.03.2015 17:54
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24.04.2008

Leikuna hatte in den letzten Tagen und Nächten nichts unversucht gelassen, zumindest fast nichts. Beute, Blut der Beute, eigenes Blut. Sie hatte den Kristall zuletzt auf immer morbidere Art zu überreden versucht, Kiba und Yago frei zu lassen - oder zumindest die Zeit ihres Schlafes hinter Kristallglas zu verkürzen. Es hatte nichts spürbare Wirkung gezeigt, und als sie sich heute schließlich entschieden hatte zum Rudel zurück zu kehren, hatte der Kristall so unberührt von all ihren Versuchen dagelegen, dass es beinahe wehgetan hatte. Das Blut eines Kaninchens und auch das ihrer selbst klebten noch in ihrem Fell - die kleine Bisswunde die sie sich selbst zugefügt hatte war bereits leicht verkrustet, aber in ihrem sonst makkellos weißen Pelz sah man die Spuren ihrer verzweifelten Versuche noch überaus deutlich.

Jetzt war sie bereits auf dem Weg herab, als ihr von unten ein schwarzer Wolf entgegen kam - erst auf geringere Distanz erkannte sie Aiyán, und sie straffte sich unwillkürlich. Der Berg war ein Ort ihrer Trauer, ihrer Schwäche. Aber Aiyán gegenüber hatte sie dafür keinen Raum. Nicht mehr, oder vielleicht noch nicht. Jedenfalls jetzt nicht.

Der Jungrüde machte keine Anstalten ihr auszuweichen oder seinen Lauf zu verlangsamen, Leikuna, die sowieso nicht rannte sondern schritt, blieb kurzerhand stehen, und hob deutlich die Rute. Sie versteifte sich mehr je näher er kam, und bleckte warnend die Fänge, als er schließlich dicht vor ihr zum Stehen kam. Er grollte ihr entgegen, Leikuna sah ihn bloß aus finsteren Augen an, die Fänge noch immer gebleckt. Seinen Schritt vorwärts quittierte sie mit einem direkten Schnappen in Richtung seines Fanges, und machte ihrerseits einen Schritt auf ihn zu, seinem Druck entgegenhaltend. Sie schnappte abermals nach ihm, diesmal auch durchaus bereit ihn zu erwischen, und ohne dabei ein Wort zu verlieren. Seine Antworten würde er mit Respekt bezahlen müssen - oder auf sie verzichten.

I close my eyes

I lock you up inside
You can't escape, you can't break free
You can't escape 'cause you belong to me

I hear you in my tears, I'll keep your memory
You've been my guide and now you shall be me
05.03.2015 00:02
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09.07.2006

Es überraschte ihn ein klein wenig, dass sie fast schön ähnlich reagierte wie er und sie nicht versuchte, ihn mit irgendwelchem Schwachsinn vollzuschwafeln. Zum ersten Mal seit ihrem Auftauchen hatte Aiyán das Gefühl, die echte Leikuna vor sich zu haben. Was aber nicht gleich bedeutete, dass die echte Leikuna ihn weniger wütend machte. Sie kam vom Kristall und war voller Blut – was auch immer sie gemacht hatte, Aiyán würde es nicht gutheißen. Ihre unnachgiebige Haltung machte es auch nicht besser.
Leikunas erstem Schnappen wich er nur minimal aus, indem er den Kopf leicht hob, den Größenunterschied ausnutzend. Er war kein kleiner Wolf mehr, den man je nach Laune zurechtweisen konnte und wenn Leikuna das ausgerechnet jetzt lernen wollte, tat er ihr den Gefallen. Für ihn hatte das nichts mit den Rängen zu tun, die im Augenblick noch so unklar waren, das hier war persönlicher. Leikuna hatte absolut nichts in der Mutterrolle verloren, die sie in seinen Augen gerade zu übernehmen versuchte und er schuldete ihr nichts, weder Respekt noch sonst irgendetwas.
Als ihre Zähne zum zweiten Mal zuklappten, verfehlten sie seine Lefzen nur um ein Haar, was er mit einem lauteren Knurren kommentierte. Mit gesträubtem Fell wirkte der Schwarze nun noch größer.

„Andraki kann nicht immer und überall auf dich aufpassen“, knurrte er, dann beendete er die Show. Sie hatte immerhin genug Zeit gehabt, das hier zu umgehen. Blitzschnell schoss er vorwärts, rammte die dicht vor ihm stehende Fähe mit voller Wucht und versuchte, sie durch weiteren Druck zu Fall zu bringen und ihr keine Gelegenheit zu lassen, auszuweichen. Dabei biss er nicht zu, sondern hielt den Kopf erhoben, um genau dann zuschnappen zu können, wenn sie anfing, sich zu wehren.

05.03.2015 10:32
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24.04.2008

Leikunas Schnappen verfehlte den Jungwolf zwei Mal, sein Knurren lies Leikuna unbeantwortet - dafür spannte sie sich weiter an, denn der merkliche Größen- und Gewichtsunterschied machte es ihr schwer, dem Druck des Schwarzen nicht nachgeben zu müssen.
Seine Worte liessen ihre zurückgelegten Ohren vorschnellen - dann brachte der plötzliche Rückstoß sie ins Straucheln. Sie hatte sich mit Kraft gegen ihn gestemmt, und konnte sich beinahe wieder fangen - doch der unebene Untergrund machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Loser Stein unter ihren Hinterläufen nahm ihr das Gleichgewicht, im selben Moment setzte Aiyán mit weiterem Druck nach, und die Läufe der Weiße rutschten unter ihr weg.
So verdutzt wie verärgert fand sie sich im Schnee wieder, und sah unzufrieden zu ihm auf. Er hatte sie nicht weiter attackiert, und damit hatte sie dazu auch keinen Grund.

"Du solltest inzwischen wissen dass sie nicht auf mich aufpasst"

gab sie ruhig zurück, bevor sie sich ohne Eile daran machte, sich wieder zu erheben und den Schnee abzuschütteln. Irgendetwas kratzte an ihr, irgendein Gefühl vager Erinnerung umkreiste ihren Geist, aber sie konnte es nicht greifen, und hatte auch keine Zeit dafür. Erst einmal musste sie ihm weit genug den Wind aus den Segeln nehmen.

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05.03.2015 17:11
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09.07.2006

Da war sie wieder, diese Gelassenheit, diese Deeskalation, die ihn nur noch mehr aufregte. Leikuna wirkte auf ihn, der mit weit mehr Widerstand und Ärger gerechnet hatte, eigentlich nur verdutzt. So als würde sie nicht ernst nehmen, was er tat. Vor ihr stehend hob er die Lefzen und sah zu Boden, wo sich die Weiße gerade einige Zeit ließ, wieder auf alle vier Pfoten zu kommen. Er wollte sich nicht mit ihr unterhalten, er wollte nur eine Auskunft, weshalb sie blutbesudelt aus Richtung der Kristallhöhle kam und dann, dass sie sich verzog. Aber bis dahin konnte sie gern liegen bleiben. Wieder ließ er ein tieferes Grollen erklingen und schnappte erneut warnend nach ihrem Fang. So unberechenbar sein Bruder in solchen Momenten wurde, Aiyán hatte sich bestens unter Kontrolle. Wölfe wie Andraki und Akando übersahen das nur dummerweise allzu gern. Und Leikuna? Er hatte keine Ahnung. Als er den Kopf wieder hob, behielt er sie genau im Auge. Auch wenn sie immer so diplomatisch tat, traute er dieser Fassade keine Wolfslänge über den Weg.

„Bleib ruhig liegen“, schlug er ihr beinahe höflich vor, obwohl sein Tonfall das Angebot als Anweisung enttarnte. Wachsam musterte er sie von oben herab. „Was - hast du - gemacht?“

Es war nicht Geduld, die ihn die Frage langsam und übermäßig betont wiederholen ließ.

07.03.2015 22:26
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24.04.2008

Aiyáns Grollen entlockte Leikuna keine weitere Reaktion, und auch das warnende Schnappen überging sie, und entblößte bloß, dabei ruhig aufstehend, die eigenen Fänge zur Antwort. Auch wenn sie keinesfalls lächelte, wirkten die gebleckten Zähne zu ihrer ansonsten unbeeindruckten Haltung deutlich bedrohlicher als sie es mit jeder Angriffshaltung gekonnt hätte. Körperliche Auseinandersetzungen waren nie ihre Art gewesen, und sie war noch nicht bereit das jetzt zu ändern. Dennoch lies sie den Jungwolf nun nicht mehr aus dem Blick, und schüttelte sich kurz, verzog das Gesicht in einer Mischung aus Ablehnung und Tadel.

"Ich schulde Dir keine Rechenschaft, Aiyán"

stellte sie staubtrocken fest, und hob langsam eine Braue, bevor sie fortfuhr:

"Und wenn Du von mir Antworten willst, dann wirst Du einen anderen Weg als den Deiner Zähne finden müssen, um sie zu bekommen"

Mit diesen Worten setzte sie sich wieder in Bewegung, und schritt einfach an ihm vorbei - einfach weiter den Berg hinab und ohne sich noch weiter nach ihm umzusehen. Wenn seine Wut ihn ihr nachjagen würde, würde sie es schon merken. Und sollte er sich eines besseren Besinnen - nun, dann hätte sie immernoch Zeit genug es ihm zu zeigen.

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10.03.2015 18:32
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09.07.2006

Alles an ihr, ihre Mimik, Gestik und auch ihre Worte erzeugten bei ihm Ab- und Auflehnung. Sie wies ihn zurecht und das ließ er sich nicht einfach so gefallen, Respekt konnte sie so nicht von ihm erwarten. Er knurrte laut vernehmbar, als sie an ihm vorbei lief und zögerte nicht lange. Mit gesträubtem Fell fuhr er herum und lief ihr nach – nicht übertrieben schnell, er wollte hier oben nicht ausrutschen nur weil die Wut ihn kopflos gemacht hatte. Mit nun deutlich erhobener Rute trabte er ihr nach und schloss zu ihr auf, die Lefzen zuckten.

„Achja, ist das so?“ - was sowohl ihrer Feststellung zum Thema Rechenschaft als auch der zum Einsatz seiner Zähne galt.

Er musste nur einen Schritt zu Seite machen, um sie mit seiner Schulter anzurempeln – eine Geste, die absolut nichts spielerisches hatte.

„Ich hab gesagt, dass du liegenbleiben darfst. Rumlaufen kannst du ohnehin nur, weil sich Kiba geopfert hat ...“ Er hielt inne, als ihm ein unerwarteter Gedanke kam und kurz verschwand die Wut von seinem Gesicht – dann bekam sein Ausdruck etwas lauerndes, fast schon neugieriges. „Für wen oder was hast du dich geopfert, als du zum Felsklotz geworden bist?“

04.04.2015 18:22
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24.04.2008

Leikuna hatte ihre Schritte ruhig und gemeßen gesetzt, und nur ein Ohr zur Seite gedreht, als sie Aiyáns Grollen und die ihr folgenden Schritte gehört hatte. Ihr bewusster Schritt zahlte sich nun aus, denn seinen unsanfter Versuch, sie wieder umzuwerfen, konnte sie so ohne allzu große Mühe abfangen. Anstatt seinen Angriff zu erwiedern hob sie nur langsam und bedacht die Rute, schenkte ihm jedoch nicht mehr als einen Seitenblick, und konzentrierte sich wieder auf den inzwischen steil werdenden Abstieg.

"Du hast mir nichts zu erlauben"

gab sie ihm mit bereits erprobter Trockenheit zur Antwort, und bleckte nur kurz warnend die Fänge, ohne ihn dabei jedoch anzusehen. Auf seine weitere Frage ging sie überhaupt nicht ein - sein Spiel mochte er alleine spielen, und so wie er sich ihr gegenüber aktuell verhielt, konnte er weder Antworten noch Respekt von ihr bekommen. Mit einem weiteren Angriff von der Seite oder von hinten rechnend wurde sie nun langsamer, und begann, Distanz zu ihm aufzubauen, um ihm am steiler werdenden Abstieg kein allzu lleichtes Ziel zu sein. Aufhalten konnte sie ihn im Zweifelsfall eh nicht, sofern sie nicht wartete bis er an ihr vorbei war - aber er war, so glaubte sie zumindest, nicht so dumm sie einfach umzubringen. Und wenn doch - nun, da der Gedanke sie kalt lies, konnte sie das nicht wirklich schrecken. Wie viel stiller konnte der Tod schon sein, als ihre Stimme es in den letzten Monaten gewesen war? Ihre Abwesenheit hatte sie bereits einmal unfreiwillig erprobt.

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10.04.2015 22:52
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09.07.2006

Leikuna wurde für ihn immer weniger greifbar, sie lief weg und drohte ihm trotzdem, sie stemmte sich gegen seine Dominanz, aber ließ ihn hier stehen. Erstmal blieb der schwarze Rüde stehen und starrte ihr nach, überlegte ernsthaft, ob es wirklich notwendig war, dass er ihr weiter folgte. Sein Verhalten ihr gegenüber ging über sein übliches Ärgern und Triezen hinaus, aber er konnte nicht benennen, mit welchem Ziel das passierte. Hatte er überhaupt ein Ziel oder war er einfach nur wütend und wollte ihr das klar machen? Dann gäbe es keinen Grund, ihr weiter zu folgen, denn sie dürfte inzwischen mitbekommen, wie wenig begeistert er von ihr im Allgemeinen war. Ob sie nun passiv oder aktiv auf seine Anfeindungen reagierte, war ziemlich egal, das Ergebnis blieb das gleiche. Er schnaufte und warf einen Blick zum Berg. Er war hergekommen um Kiba im Kristall noch einmal zu sehen, in Ruhe. Diese Ruhe war jetzt sowieso dahin und Kiba würde warten. Wo sollte sie auch hin? Mit grimmiger Miene wandte er sich wieder dem Pfad zu, der vom Berg hinab führte und begann zu laufen.

Er schloss nicht komplett zu Leikuna auf, griff sie nicht an und sagte auch nichts, aber er lief zumindest so dicht auf, dass sie seine Schritte hinter sich hören konnte. Sie lief vor ihm und erinnerte ihn an einen Schneehasen, auch wenn sie natürlich nicht vor ihm floh. Er stellte es sich trotzdem vor und folgte ihr wie ein geduldiger Jäger, immer etwa drei Wolfslängen entfernt und mit einer seltsamen Ruhe, die die hitzköpfige Wut verdrängt hatte.

22.04.2015 12:05
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24.04.2008

Die Weiße schlitterte und rutschte die steilen Berghänge herab, ohne dass sie von dem Jungrüden weitere Drohungen hörte oder er Anstalten machte sie herab zu schmeißen. Sie freute sich, in ihrer Einschätzung nicht völlig falsch gelegen zu haben, und setzte ihren Weg unbekümmert fort.

Erst als sie die steilen Bereiche hinter sich gelassen hatte, und sich der Abstieg vor ihr wieder in leicht begehbareren Untergrund verwandelte, blieb sie stehen um sich nach ihm umzusehen.
Dass er ihr folgte war ihr nicht entgangen, aber er schien sich auch weit genug abgekühlt zu haben, als dass sie einen ersten Versuch unternehmen konnte. Jedenfalls kam er ohne akute Drohhaltung hinter ihr her, und das war für seine Verhältnisse schon ein gravierender Fortschritt, wie sie fand.
Mit einer Schnauzenbewegung lud sie ihn ein, an ihrer Seite zu laufen, und wartete geduldig, bis er zu ihr aufgeschlossen hatte.
Mit einem ernsten Blick musterte sie ihn, und setzte sich dann wieder in Gang.

"Das ist mein Blut"

beantwortete sie zumindest ansatzweise seine erste Frage, und warf ihm einen Seitenblick zu.

"Du willst wissen was ich getan habe? Dann wirst Du mir dafür ein Versprechen geben."

Fuhr sie fort, und blieb stehen, als sie ihre Forderung auf den Tisch brachte.

"Du wirst mir versprechen dass es ein Geheimnis bleibt, und niemand je davon erfährt"

Ihr Blick war fest und unverwandt, und lag direkt auf seinen blauen Augen. Es lag an ihm, zu entscheiden - und sie war bereit, ihm einen ersten Vertrauensvorschuss zu gewähren.

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23.04.2015 15:23
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09.07.2006

Oh großartig, mit Sicherheit bildete sie sich jetzt etwas darauf ein, dass sie das steilste Stück heil hinter sich gelassen hatte. Er hätte sie doch schubsen sollen. Wenn sie ihn jetzt dafür loben würde, dass er sich so gut beherrscht hatte, würde er nicht zögern und das bei der nächstbesten Gelegenheit nachholen. Verdrießlich folgte er ihr. Wenn Blicke töten könnten, läge Leikuna schon längst irgendwo leblos im Schnee. Wahnsinn, jetzt durfte er sogar bis zu ihr herankommen! Ai schnaubte leise, beschloss aber, das Spielchen erstmal mitzuspielen, auch wenn es ihm eigentlich jetzt schon zu blöd war. Der Anschein verhärtete sich nur, als er bis auf ihre Höhe aufschloss. Es mochte an ihm und seiner ohnehin negativen Einstellung liegen, aber die Art wie Leikuna mit ihm sprach ging ihm so gewaltig gegen den Strich und gab ihm permanent das Gefühl, ein dummer kleiner Jungwolf zu sein, dass es eigentlich völlig egal war was sie sagte. Ob es nun ihr Blut war, das eines anderen Wolfes oder irgendeines dummen Beutetieres, es interessierte ihn nicht mehr.

„Weißt du Leikuna … während du da entspannt einen auf Felsen gemacht hast, ist um dich herum etwas passiert. Ob du es glaubst oder nicht, aber es ist sogar Zeit vergangen.“

Er betonte das Wort Zeit so als wäre es ein seltsamer Begriff, von dem er ausging, dass er Leikuna gar nicht vertraut war. Er betrachtete sie abschätzend, ganz so als würde er befürchten, sie wäre nicht in der Lage, das zu verstehen was er sagte.

„Du hast so viel verpasst. Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, ehemalige Jungwölfe nicht mehr wie kleine Welpen zu behandeln. Alte Gewohnheiten sind so lästig anhänglich.“

Er lächelte dünn. Dass sein vermeintliches Mitgefühl vor Ironie triefte, verriet die Tonlage seiner Stimme mehr als deutlich, aber ihm lag auch nichts daran, dass Leikuna ihn missverstand.

„Du darfst dein tolles Geheimnis behalten und dich drüber freuen, ich denke ich kann gerade so darauf verzichten.“

Und damit stand er auf und ging weiter – nicht zurück. Die Weiße hatte seine Stimmung in eine gänzlich andere Richtung gelenkt, mit der er nicht vor das Kristallgrab seiner Mutter treten wollte, sie hatte seinen Unmut schließlich am allerwenigsten verdient.

09.05.2015 13:09
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24.04.2008

Leikunas Schritte waren nicht langsamer geworden während sie gesprochen hatte, aber als er zur Antwort ansetzte hob sie ohne Zufriedenheit eine Braue. Ernsthaft?
Sie unterbrach ihn nicht, ihr wieder distanzierter werdender Blick würde ihm jedoch verraten können dass sein Charme mal wieder Wunder gewirkt hatte.
Sie hatte ihm zu viel zu getraut.

"Alte Gewohnheiten, mh? Du meinst sicher Deine Angewohnheit aus mangelndem Respekt jeden Wolf zu verprellen."

Kommentierte sie mit verzogenen Lefzen, und schüttelte sich grollend, fixierte ihn kurz mit ihrem Blick.

"In dem Moment wo Du aufhörst Dich wie ein Welpe zu verhalten werde ich aufhören Dich wie einen zu behandeln."

Schloß sie, und setzte sich wieder in Gang - immer noch bergab, nun jedoch in eine deutlich andere Richtung als er. Sie hatte genug Zwilling für heute. Manchmal fragte sie sich, wie diese zwei Kibas Söhne sein konnten. Viel hatten sie von ihrer Mutter nicht geerbt...
Über die Schulter lies sie ihn noch wissen:

"Ganz schön viel Wind um etwas, dass Dich so wenig interessiert"

Und schritt weiter hinab ins Tal, Ohren und Blick hinabgewand, und dennoch wachsam nach Geräuschen von hinten lauschend. Zum Beispiel nach schnellen Schritten...

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11.05.2015 22:22
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09.07.2006

Er hatte gewusst, dass sie es umdrehen würde, er hatte es gewusst! Und trotzdem ärgerte es ihn, obwohl er es längst besser wusste. Das Thema Respekt war nicht nur ihm wichtig, sondern im Augenblick dem gesamten Rudel. Aber für ihn war das kein Tauschobjekt, nichts was man sich durch Freundlichkeit erkaufen konnte. Respekt musste man sich verdienen. Und Leikuna tat in seinen Augen rein gar nichts dafür, außer ihn von oben herab zu behandeln und ihm das als Freundlichkeit zu verkaufen. Da verzichtete er doch lieber. Sein Lächeln, das auf ihre Worte folgte, war säuerlich und sparte seine Augen aus.

„Nicht jeden Wolf“, antwortete er schlicht. „Es hat aber auch nicht jeder meinen Respekt verdient.“

Falsches Mitgefühl zeigte sich kurz auf seinem Gesicht. Er konnte nicht so richtig einschätzen, was Leikuna genau an dieser Situation störte – seine Respektlosigkeit, seine Gelassenheit, dass er sich nicht für ihr Geheimnis interessierte? Oder etwas ganz anderes? Egal was es war, es war irgendwie erholsam, dass sie ihre Komfortzone endlich verließ und aufhörte, seine neue beste Freundin und Mutter in einem spielen zu wollen.
Leider erübrigte sich die Konversation erstmal, weil sie auf einmal beschloss, irgendwo anders hin zu müssen. Schade eigentlich. Aiyán hatte sich gerade erst richtig hochgefahren. Bei ihren gerufenen Worten merkte er erst, dass sie in eine andere Richtung stapfte, sah rüber und beschloss mit einem mentalen Schulterzucken, ihr den kleinen Gefallen zu tun und ihr dann doch noch einmal nachzulaufen. Sie schien das ja ziemlich zu mögen. Erst einmal passte er sich ihrem Tempo an und folgte in ausreichender Entfernung, überlegend wonach ihm jetzt war. Wütend war er nicht mehr, traurig auch nicht, was sollte er denn jetzt mit sich anfangen? Der Entschluss war schnell gefällt. Aus heiterem Himmel beschleunigte er und preschte von hinten auf Leikuna zu, bereit nach rechts auszuweichen. Er war nicht nah genug, als dass er sie hätte komplett überrumpeln können.

20.05.2015 23:02
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