Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
Caspar seit: 43 Tagen
Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


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Cave of Mind
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nach "Ruhelos"
nach dem Besuch in den Kristallkammern
morgens auf dem Hochplateau

Kiba, Saiyán & Toboe


Anstatt das Rudel den langen Weg durch die Höhlengänge gleich wieder zurücklaufen zu lassen, hatte es nach dem Besuch der Kristallkammern das Hochplateau aufgesucht.
Während im letzten Winter alles komplett weiß gewesen war und selbst die Wolken an den Boden anzuknüpfen schienen, war die Aussicht von hier oben nun atemberaubend schön. Der Himmel war klar und erlaubte so einen Blick von oben auf das Tal. Nur der große Berg und einige Teile des Gebirgsrings überragten die Plattform noch. Der Blick in den Nebelwald außerhalb des Tals wurde beispielsweise von einer hohen Felswand auf der anderen Seite des Hochplateaus versperrt. Bäume gab es hier oben nicht und der Untergrund war ein Gemisch aus Stein und Gras.
Es war noch früh am Morgen und die Sonne kletterte gerade erst über den Rand der Bergkette im Osten. Einige Rudelmitglieder schliefen, um Kräfte für den Rückweg ins Tal zu sammeln. Kiba Telay, die vor lauter Gedanken nicht mehr ruhen konnte, war zum Bach gelaufen, der als Wasserfall über den Rand des Plateaus rauschte. Trotzdem war er recht flach und einige große Steine durchbrachen die Wasseroberfläche. Das erschien der großen Wölfin als eine willkommene Ablenkung und mit ein paar mühelosen Sprüngen balancierte sie über die Steine im Bach in Richtung des Abgrunds und ließ sich schließlich auf einem größeren Fels auf die Hinterläufe sinken. Es war schön mit anzusehen, wie die Sonnenstrahlen langsam jeden Winkel ihres geliebten Diëmnars erhellten und gleichzeitig wurde ihr wieder etwas schwerer ums Herz. Sie verstand einfach nicht, wie das Tal langsam aber sicher zu so einem gefährlichen Ort werden konnte und dabei gleichzeitig immer noch wunderschön und idyllisch aussah, sodass es ihr fast wie eine trügerische Fassade vorkam.

You are not alone in your life although you might think that you are

So sorry your world is tumbling down
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07.04.2012 17:59
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Mit einem müden Strecken der Glieder erhob Toboe sich, schüttelte mit einer schnellen Bewegung die letzte Müdigkeit von sich. Gähnend ließ er den Blick schweifen, betrachtete diesen Ort, der bei ihrem letzten Besuch noch voller Schnee gewesen war. So gefiel es ihm hier fast noch besser, mit dieser wunderbaren Aussicht auf das ganze Tal. Und die meisten Wölfe schliefen noch, also konnte er diese Aussicht einen Moment in Ruhe genießen. Sogar Teyrm schlief noch, wie er mit einem kurzen Blick fest stellen konnte. Also konnte er sich in aller Ruhe wegschleichen, ohne dass gleich die Hölle über ihn herein brach. Mit einem tiefen Atemzug streckte der junge Rüde den Kopf zum Himmel, schloß dabei einen Moment die Augen und ließ den Blick dann wieder schweigen, als eine Bewegung in seinen Augenwinkeln ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Mit schnippenden Ohren beobachtete der junge Rüde seine Mutter, überlegte einen Moment, ob er ihr folgen sollte. Und schon bevor er zu Ende gedacht hatte, hatten seine Läufe sich ganz automatisch in Bewegung gesetzt, folgten der grauen Wölfin mit ruhigen Schritten.
Sie ließ sich in der Nähe auf einem Stein nieder, während Toboe mir bedachten Schritten auf sie zu hielt. Die Lefzen umspielte ein munteres Lächeln, den Blick fest auf die Graue gerichtet. Erst mit den letzten paar Schritten wurde er ein wenig schneller, hielt dabei jedoch die geduckte Haltung bei. Vor ihr legte er die Ohren an, nahm den letzten Abstand mit einem großen Satz, der ihn direkt ins Wasser beförderte, welches er gleich mit einer schnellen Pfotenbewegung in die Richtung seiner Mutter beförderte. Dass er nun – schon wieder – nass war, störte ihn eher weniger. Mit durch die Luft wedelnder Rute ruhten die blauen Augen auf seiner Mutter, untermalt von dem breiten Grinsen auf seinen Lefzen.

07.04.2012 19:37
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Ein gemächliches Gähnen drang aus dem Fang des ausgestreckten Rüden, die die Tatzen absichtlich in die Richtung seines schwarzen Ebenbilds streckte und ihm damit, so gut wie es mit der Entfernung passte, versuchte ihn „versehentlich“ wach zu bekommen. Zu seinem großen Leidwesen scheiterte jedoch auch dieser Versuch nach mehrmaligen Berührungen. Entweder Aiyán stellte sich tot, um sich nicht bewegen zu müssen, oder er schlief wirklich tief und fest. Mit einigen – absichtlich lauteren – Seufzern schaffte er wache Zwilling es jedoch selbst auf die Tatzen zu kommen, die Schnauze prüfend schräg gelegt. Der Faulpelz schien wirklich... zu schlafen. Schade! Dann müsste er den angenehmen Tag wohl alleine beginnen: Lauf vor Lauf setzend, streckte der Jüngling zuerst einmal seine Glieder von sich, bevor er allmählich in Schwung geriet und dem verlockendem Klang von frischem Nass zu folgen begann, nicht ohne dabei die verräterische Kiste Toboes in einiger Entfernung zu entdecken, die wie immer weitaus greifend von Seite zu Seite schwang. Na, wenn das keine freiwillige Meldung für einen amüsanten Morgensport war!
Die Rute beschwörend pendelnd, blieb Saiyán zuerst stehen, beobachtete den Weg seines Bruders zum Bach hin und dann – das war dem Dunklen bei seiner Fixierung des grauen Dickerchens total entgangen – auf Kiba zu. Na, die könnte er doch gleich mal mit einbeziehen in das kleine Spielchen. Sobald der graue Rüde sich in das Nass gewuchtet hatte und die Mutter ebenfalls mit Wasser benetzt hatte, setzte auch Saiyán zu schnellen Sprüngen an, bevor er sich mit einem Satz á la größter Hirsch auf Toboe beförderte und diesen gleich mal mit zur Seite ins Wasser riss! Dabei kullerte der Angreifer allerdings mit einige Rollen durch das Nass und kam – nach einigen Schritten für einen Sicherheitsabstand zum Bruder – langsam zum stehen. Die Lefzen zu einem breiten Grinsen verzogen. Wenn das mal kein Auftritt war! Ohne Rücksicht auf Kiba, auf ihrem Steinchen tronend in der Nähe, schüttelte sich der Pelzträger ausgiebig.

„Das nennt Wolf eine Begrüßung!“

Saiyán konnte sich den selbstgerechten und zum Teil auch stolzen Unterton nicht verkneifen.


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09.04.2012 13:25
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23.07.2005

Kiba war so in Gedanken vertieft dabei das Tal zu ihren Pfoten anzustarren, als könnte jederzeit und ganz plötzlich eine Lösung für all das dort unten auftauchen, dass sie Toboes Verfolgung nicht einmal bemerkte. Selbst wenn wäre sie nicht auf die Idee gekommen, was ihr silberner Sohn vorhatte, denn etwas so Unbeschwertes und Leichtes wie ein Spiel war ganz und gar fern von ihren Sinnen. So bemerkte die große Wölfin das spritzende Wasser erst, als sie es schon selbst im Gesicht hatte. Verdattert wandte Kiba den Kopf und sah ihren Sohn, der rutewedelnd im Wasser stand und sorgenfrei grinsend zu ihr hinauf sah. Noch bevor ihre Gedanken so weit hinterher gekommen waren festzustellen, dass Toboe sie augenscheinlich zum Spielen auffordern wollte, schoss etwas Dunkles in ihr Blickfeld und beförderte sich und den Jungrüden wieder hinaus. Die Requistin zog die Augenbrauen hoch und wandte einmal mehr den Kopf. Der Angreifer entpuppte sich als Saiyán – wer auch sonst? Sich langsam von der Überrumpelung erholend schüttelte Kiba kurz den Pelz und betrachtete die grinsenden Gesichter – zumindest Sai grinste noch – ihrer Söhne. Während ihr wirklich überhaupt nicht zum Spielen zumute war, war es doch erfreulich, dass ihre Zwei noch „Kind“ genug waren, um all die Sorgen um sie herum ausblenden zu können. Ja, sie war dagegen fast wie eine Gefangene.
Kiba lächelte, auch weil sie sich schlicht darüber freute, dass ihre Söhne ihre Gesellschaft aufsuchten. Obwohl sie Aiyán gar nicht sah, ungewöhnlicher Weise. Kurz sah sie sich um, fast davon ausgehend, dass er in der Nähe war und ebenfalls auf einen Hinterhalt aus war. Als nicht weiteres Schwarzes auftauchte, sah sie zurück zu Saiyán. Kurz musste sie ein Auge zusammen kneifen, als weiteres Schüttelwasser von der Seite hergeflogen kam.

Das ist nur die Begrüßung? Dann möchte ich nicht wissen, wie bei dir ein Spiel aussieht.“,

meinte sie lächelnd und warf Toboe einen mitleidigen Blick zu.

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11.05.2012 17:23
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23.05.2006

Toboe wußte nicht, was er nun erwartete. Er konnte sich kaum vorstellen, dass seine Mutter nun mit ihm spielt, so sehr ihn dieser Gedanke auch schmerzte. Vielleicht erhoffte er sich einfach ein Lächeln, eine unbeschwerte Geste. Er wollte sie von ihren Sorgen befreien, wenigstens für einen kleinen Moment. Und so festigte sich sein Blick auf die Züge seiner Mutter, sodass er nicht einmal bemerkte, dass nun ein Angriff auf ihn geplant wurde. Und noch ehe er es wirklich registrieren konnte, hatte sich schon jemand auf ihn geschmissen, beförderte ihn und sich selbst ins Wasser – schon wieder. Er landete im kühlen Nass, das Wasser schwappte über ihn und er schluckte davon eine ganze Menge, ehe er sich wieder aufrappeln konnte, jetzt klitschnass. Die Ohren zurück geneigt und den Kopf ein wenig gesenkt blickte der Graue kurz zu seiner Mutter, seufzte dann schwer. Natürlich. Wieder ER, der dazwischen kommen musste. Wie auch sonst? Der Graue verengte kurz die Augen, schüttelte dann mit einem Schnaufen den grauen Pelz. Die Worte seines Bruders ignorierte er, wieso auch darauf eingehen? Der junge Rüde hustete noch einmal ein wenig Wasser hervor, schüttelte den Kopf und befreite seine Ohren vom kühlen Nass. Was erwartete Saiyán jetzt wohl? Hah. Ohne den Schwarzen noch einmal anzusehen, richteten sich die blauen Augen auf seine Mutter, auch wenn die Ohren auf Bewegungen aus der Richtung seines Bruders achteten. Den Schwarzen blendete er einfach aus. Seiner Mutter schenkte er ein sanftes Lächeln, den Kopf dabei ein wenig zur Seite geneigt. Und einen Moment musste er über ein Thema nachdenken, welches hoffentlich nicht in die falsche Richtung ging. Einfach, um seine Mutter ein wenig abzulenken. Sie sollte sich keine Sorgen machen.

Gehen wir bald zurück?“

27.05.2012 14:25
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06.12.2006

Hach, welch gekonnter Sprung das doch gewesen war! Eine Runde um sich selbst drehend, sobald der dunkle Körper sich aus dem Nass gezogen hatte, beobachtete er durchaus belustigt die Reaktion Toboes, dem es doch wirklich gelungen war mehr Wasser als nötig in die große Klappe zu bekommen. War sein Bäuchlein etwa noch nicht rund genug...? Die Lauscher schnippisch nach vorne zuckend, wollte er diesen Gedanken grade laut aussprechen, als der Graue sich schüttelte und ihm damit einige Spritzer ins Gesicht schleuderte. Das Köpfchen wie eine Fähe abgewandt, die ja nichts davon abbekommen wollte, kam diese Geste doch einer eindeutigen Aufforderung gleich nochmal im blauen Element zu landen! Wolf, das ach so liebe Brüderchen musste eindeutig mal an seiner Körpersprache arbeiten, sonst würden sie sich ja nie verstehen... wenn sie es denn überhaupt wollten!

„Wenn du runter komms', kann ichs dir gerne zeigen.“, schnappte er dabei lieber die Worte Kibas auf und ließ die Rute weiterhin belustigt schwanken. „Mit Tobs zusamm' geht nämlich jedes Spiel in die Brüche!“

Zur Veranschaulichung trottete er – natürlich völlig unabsichtlich mit vielen Wasserspritzern – auf den grauen Koloss zu und zwickte ihm einen Ticken zu fest in die Seite. Also für Toboe zu fest, Aiyán hätte es sicherlich gefallen. Die Lefzen zu einem Grinsen verzogen, schnickte das Köpfchen auffordernd nach oben. Nein, er erwartete erst gar nicht, dass das Brüderchen darauf eingehen würde. Stattdessen verlagerte sich der Blick lieber wieder auf die ebenfalls silberne Mutter, als würde auch er auf eine Antwort auf Toboes Frage warten.


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30.05.2012 17:30
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23.07.2005

Das Lächeln auf Kibas Lefzen hielt sich, während sie ihren schwarzen Sohn betrachtete, der eindeutig so etwas wie gute Laune ausstrahlte. Als der eisblaue Blick jedoch zu Toboe weiterwanderte, der nun missmutig im Wasser hockte und seinen Bruder nur zu offensichtlich ignorierte, verebbte es wieder etwas und wurde schmaler. Sie hatte noch nie verstanden, wieso nur zwei ihrer drei Söhne miteinander aus kamen und es machte sie traurig. Die Silbergraue hatte zu wenig Teilnahme an dem Leben ihrer Kinder gehabt, um sich ein Urteil darüber zu bilden, aber sie wünschte sich, sie würden es wenigstens versuchen.
Auf Saiyáns Worte hin wandte Kiba noch einmal den Kopf zu ihm herum und ließ das Lächeln wieder etwas breiter werden.

Oh, ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee wäre.“,

meinte sie und kniff die Augen gespielt skeptisch ein wenig zusammen, während sie den Schwarzen musterte. Die Anspielung auf Toboe überging sie, bevor dieser aber noch einmal von Saiyán ‚angegriffen’ wurde, meldete er sich auch noch zu Wort. Kiba drehte leicht ein Ohr zur Seite. Ob der Graue ihr damit sagen wollte, dass er schnell wieder zurück wollte? Wenn sie ehrlich war, war sie sich hingegen nicht mal sicher, ob sie das wirklich so schnell wollte. Hier oben war keine versteinerte Leikuna, deren Anblick sich tief ins Herz brannte, zusammen mit Yago, der starr und teilnahmslos bei ihr saß, als wünschte er ebenso zu einer Statue zu werden und ihr damit noch ein wenig mehr weh tat.

Wir machen uns heute auf den Rückweg.“,

gab Kiba also zur Antwort.

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15.08.2012 13:30
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23.05.2006

Toboe schüttelte noch einmal den grauen Pelz, um ihn ein wenig von dem kühlen Nass zu befreien, fuhr sich dann kurz mit der Zunge über die Lefze. Sein Bruder wandte den Kopf ab, als hätte er Angst vor dem bisschen Wasser. Der Graue schnaufte erneut, richtete den Blick dann aber auf ihre gemeinsame Mutter, die ein ruhiges Lächeln auf den Lefzen trug, damit seinem schwarzen Bruder antwortete. Er selbst hatte auf diese Worte hin nur leicht die Augen verdreht, ging jedoch nicht weiter darauf ein. Er war es ja nicht anders gewohnt. Und nun antwortete Kiba erst einmal auf die Frage des grauen Rüden, sodass er ihr kurz mit einem sachten Lächeln und einem Nicken antwortete, ehe ihn etwas in die Seite kniff, was ihn leise brummen ließ. Aus den Augenwinkeln musterte er Saiyán, der den Kopf ein wenig hochwarf und sich dann doch lieber der silbernen Fähe zuwandte. In diesem Moment wurde das Grinsen auf Toboes Lefzen noch ein wenig breiter, und für einige Momente – mit verschwörerischem Funkeln in den Augen – musterte er seine Mutter, ehe er langsam einen Schritt nach hinten trat. Ohne noch weiter zu zögern, ohne Saiyán Zeit zum reagieren zu lassen sprang der junge Rüde nun nach vorn, warf sich mit vollem Gewicht gegen seinen dunklen Bruder. Und wenn er jetzt noch einmal baden gehen sollte, das war es wohl wert. Ein letzter, prüfender Blick galt der hellen Mutter, ehe er die Seelenspiegel schloß und darauf wartete, ob er nun auch wieder nass werden würde, oder ob Saiyán ihm nun Stand halten würde.

22.08.2012 15:55
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Ein Schnauben folgte auf Kibas Ablehnung. Wie, sie wollte etwa nicht ins Wasser kommen? Demonstrativ drehte der Dunkle eine Runde um sich selbst, um zu zeigen wie wohltuend die herbstliche Abkühlung war, bevor er mit einem Grinsen die Farbenspiele verdrehte. Wenn er selbst irgendwann einmal alt und grau – haha, so grau wie Tobs und Mam würde er zwar niemals werden – sein würde, wäre er sicherlich nicht so eine Schlafmütze. Naja, zumindest würde er sich mit allen verbliebenen Kräften dagegen wehren eine zu werden, auch wenn er sich das bei solchen Zeiten wie diesen schwierig vorstellte.
Im Gegensatz zu seiner Mutter, die ihre Skepsis nur spielte, konnte er sich einen Funken Besorgnis im Blick nicht verkneifen, bevor dieser mit einem Kopfschütteln bei Seite geworfen wurde. Nein, er würde sich nun nicht herunter ziehen lassen! Vor allem nicht, wenn sie schon bald wieder los ziehen würden, wie soeben auf Toboes Frage geantwortet wurde.

„'bin gespannt was uns unten Neues erwartet.“, murmelte er vor sich her und war sich nicht sicher, ob die anderen beiden es vernehmen konnten.

Viel Zeit um etwas zu erwidern blieb Saiyán sowieso nicht, das aus dem Nichts ein riesiges Ungeheuer kam und sich auf ihn warf. Bevor er überhaupt wusste wie ihm geschah, oder er mehr als ein paar taumelnde Schritte hätte ausweichen können, zog es ihm schon die Läufe unter dem Körper weg, so dass er zur Seite umkippte und zuerst nur verdattert nach oben sehen konnte. Tobs? Dieses Dickerchen war also doch mal zum Spielen aufgelegt?! Das war ja mal was ganz neues! (und entsprach überhaupt nicht Saiyáns Wunsch von Unterhaltung!) Die Lauscher flach an das Köpfchen gewinkelt beschwerte er sich mit einem leisen Grollen, bevor die Tatzen langsam wieder Halt suchten.

„Seit wann bis' du denn zu Späßen aufgelegt?!“

Grimmig den Pelz schüttelnd schlängelte er sich ohne Rücksicht an Tobs vorbei, nicht ohne sich ein Rammen dabei zu verkneifen, um den Abstand zu dem Grauen wieder aufzunehmen. Eigentlich war es ja genau das, was er immer an dem Bruder bemängelte: seine mangelnde Spontanität und seinen geringe Bereitschaft zu solchen Spielen. Aber selbst jetzt wo er es mal versuchte, war es irgendwie falsch. Der Dicke war irgendwie nicht so ganz dazu geeignet! Abermals ein Schnauben.

„Spar' dir deine Kraft lieber fürn Abstieg. Ich trag dich nich' runter wenne müde bis'.“

Gefolgt von einem weiteren bösen Blick der verengten Farbenspiele, strich sich das Halbblut mit der Tatze über die Schnauze, dabei sorgfältig die Tropfen entfernend.

„Un' was machen wir, wenn wir unten angekomm' sind und sich nichts verändert hat?“, fragte er ein Stück weit weniger angenervt nun wieder die silberne Fähe. Von steinklotz-grau hatte er die Nase voll!


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22.08.2012 19:01
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Aiyán hatte die Weckversuche seines Bruders tatsächlich nicht bemerkt, so tief hatte er geschlafen. Nun aber gähnte er und öffnete nacheinander beide Augen, unwissend, dass Saiyán nicht mehr neben ihm lag. Als er das registrierte, hob er überrascht das Haupt und ließ den Blick suchend über die um ihn herumliegenden Artgenossen wandern. Sie schliefen alle noch, nur Sai war nicht dabei. Nun verdrehte der Schwarze die Augen, seufzte und stemmte sich unmotiviert in die Höhe. Zwar sah er im Stehen nicht mehr und es war eigentlich undramatisch, dass Saiyán nicht mehr hier war. Aber das bedeutete ja, dass er irgendwas machte. Irgendwas Tolles vielleicht, das Ai keinesfalls verpassen wollte. So richtig eilig hatte er es aber trotzdem nicht. Wie eine Katze streckte er die sehnigen Läufe und gähnte, dann trottete er los und folgte der Spur seines Ebenbilds, als hätte er ihm Pfeile zurückgelassen. Es stellte für ihn keine Schwierigkeit dar, auch wenn der Geruch des Rudels erdrückend war und es schwer machte, einzelne Wölfe herauszuriechen. Doch würde Ai Sai nicht mehr wittern können, wusste er, dass er sehr sehr alt geworden war. Entspannt trottete er zwischen den schlafenden Wölfen hindurch, verursachte dabei kaum ein Geräusch und ließ sie schließlich hinter sich. Sais Spur führte zum Bach. Seine Stimme hörte er eher, dass er ihn sah, also war da mindestens noch jemand, mit dem er sich unterhielt. Oder er diskutierte mit sich selbst, das traute Aiyán ihm auch zu. Ein Grinsen zuckte über seine Lefzen und er senkte den Kopf ein wenig. Was dachte sich sein Bruder eigentlich dabei, abzuhauen und ihn pennen zu lassen? Dass das nicht ging, musste er ihm direkt einbläuen. Die Vorfreude auf eine Rangelei kribbelte in seinen Pfoten und er lief etwas schneller. Doch als er Sai endlich erblickte, wurde er direkt wieder langsamer. Stand er da mit Toboe rum? Der Kopf des Rüden fuhr sofort nach oben und die Ohren wurden nach hinten geklappt. Er wusste nicht ob er empört , entrüstet oder amüsiert sein sollte. Erst auf den zweiten Blick erkannte er auch Kiba weiter oben und ihm wurde klar, dass er hier eben ein Familiengespräch verpasste. Wäre Toboe nicht klatschnass, wäre er wahrscheinlich wieder umgekehrt und hätte Sai den Job überlassen, sich mit all dem Kram herumzuschlagen. Aber der Graue sah so gebadet aus, dass er das nicht freiwillig getan haben konnte. Also hatte Sai da Spaß und den wollte Ai auch. Nachdem er beinahe schon angehalten hatte, beschleunigte er seine Schritte nun wieder und trottete mit verhaltenem, ja sogar leicht skeptischem Ausdruck auf das Dreiergespann zu, das seine Familie darstellte. Was er noch aufschnappte waren Sais letzte Worte, die wohl an Kiba gerichtet waren.

28.09.2012 16:30
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Toboe schien das, was sie ihm zur Antwort gab auszureichen, denn er nickte nur und erwiderte nichts weiter. Wahrscheinlich war aber auch sein Bruder ein wenig Schuld daran, dass sich der Graue ablenken ließ, denn Saiyán wurde nicht müde Toboe weiter spielerisch zu triezen. Kiba beobachtete die Zwei ein wenig argwöhnisch, nicht genau wissend, mit was sie rechnen musste, wenn die zwei ungleichen Brüder aufeinander trafen. Eines ihrer Ohren zuckte, als sie unerwarteter Weise ein Lächeln auf den Lefzen des Grauen sah und Kiba sein verschwörerischer Blick traf. Einen Moment lang befürchtete sie, er würde Anlauf nehmen, um sie vom Felsen ins Wasser zu befördern und rüstete sich bereits für die Attacke, da wirbelte ihr Sohn allerdings herum und führte das eben gedachte bei Saiyán aus.
Der Überraschungsangriff traf direkt ins Schwarze und der andere Jungwolf taumelte, dem Schwung nicht standhaltend und fiel ins Wasser. Die Rutenspitze leicht erhoben harrte die silbergraue Wölfin regungslos, gespannt auf die Reaktion ihres Sohnes. Vielleicht war da ein kleiner Funken Hoffnung, dass nun, wo Toboe auf Saiyán einging, sie vielleicht doch mal vernünftig miteinander umgehen würden, wie Brüder das eben tun sollten. Aber leider sah der Schwarze, als er wieder auftauchte, alles andere als begeistert aus. Anstatt die Erwiderung seiner Rempeleien zu akzeptieren, keifte er Toboe sofort unfreundlich an, als hätte er im Gegensatz zu ihm selbst kein Recht zu so einer Aktion. Kibas Rute fiel wieder schlaff herab und sie sah kurz zwischen ihren Söhnen hin und her. Dann richtete sie den Blick in den Himmel, schloss die Augen und seufzte absichtlich laut und schwer.

Ach, Jungs.“

Sie verstand die Zwei einfach nicht. Sie verhielten sich schlimmer als sture Welpen und ihr wollte einfach nicht in den Kopf gehen, warum das so sein musste. Als die Mutter der beiden den Blick wieder auf sie richtete, ließ sich der Funke Enttäuschung in ihren Augen nicht verbergen. Womöglich hätte sie mit Saiyán schimpfen sollen, aber sie glaubte nicht, dass das irgendwie zur Besserung der Situation betragen würde. Kurz überlegte Kiba und entschied sich dann, etwas ganz anderes zutun. Als sich Saiyán an sie wandte mit der Frage, was sie täten wenn sich unten nichts verändert hätte – und das hatte es ganz bestimmt nicht – spannte sie die Muskeln an. Dann beförderte sie ihren Körper mit einem mühelosen, weiten Sprung von dem Felsen und landete zwischen den beiden Jungwölfen im Bach, sodass sie beide vom spritzenden Wasser getroffen wurden.

Das, was wir immer tun. Weitermachen.“,

antwortete Kiba nach einer Kunstpause und irgendwie hatten diese Worte ein schweres Gewicht in ihrem Magen. Dennoch setzte die Requistin ein Lächeln auf und patschte locker mit einer Pfote Wasser in Saiyáns Richtung. Aus den Augenwinkeln erkannte sie eine weitere schwarze Gestalt und noch bevor sie den Kopf herum gedreht hatte, wusste sie bereits, dass Aiyán zu ihnen gefunden hatte. Wo Saiyán war, war schließlich er nicht weit. Er sah etwas unschlüssig aus, also schenkte sie ihrem Sohn einen einladenden Blick.

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04.10.2012 19:53
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23.05.2006

Selbst, wenn Toboe im letzten Moment noch einen Rückzieher hätte machen wollen, so wäre es dafür schon zu spät gewesen. Aber wie geplant zeigte dieser kleine Angriff seine Wirkung, sodass sein dunkler Bruder das Gleichgewicht verlor. Der graue Rüde selbst ließ nur einmal die Rute durch die Luft schwingen, die Ohren dabei jedoch aufmerksam aufgestellt. In diesem Moment schien sich das Blatt gewendet zu haben, denn nun war es der Schwarze, der die Ohren an den Hinterkopf neigte und alles andere als begeistert aussah – aber dies ließ Toboe nur ein wenig breiter grinsen. Gerechte Strafe. Auch auf das Grollen seines Bruders hin regte Toboe sich nicht weiter, beobachtete nur, wie der Schwarze sich wieder auf die Pfoten erhob und dabei weiter aussah, als hätte man ihm gerade jeden Stolz genommen, den er noch besaß. Der junge Rüde unterdrückte ein Lachen, zuckte bei Saiyáns Worten nur kurz mit den Ohren. Der Graue hatte kaum geglaubt, dass Saiyán so reagieren würde, viel eher hatte er auf einen Angriff seinerseits gewartet, jedoch blieb dieser aus. Zumindest nicht offensichtlich, denn der Schwarze ließ es sich nicht nehmen, auf dem Weg zu seiner Mutter, doch gegen seinen grauen Bruder zu rempeln, der nur einen kleinen Schritt zur Seite treten musste, ohne dabei Probleme mit dem Gleichgewicht zu haben. Toboe selbst war im nächsten Moment jedoch durch das Seufzen seiner Mutter abgelenkt, was ihn mit fragendem Blinzeln in ihre Richtung blicken ließ. Bei dem Blick in ihren Augen neigte er kurz die Ohren an den Hinterkopf, schluckte das schlechte Gewissen jedoch herunter. Er musste sich – allein – keiner Schuld bewußt sein. Einen Moment verharrte sein blauer Blick noch auf Kiba, ehe er noch einmal den Pelz schüttelte, um sich von weiterem Wasser zu befreien.
Als er die Augen jedoch wieder öffnete, und seine graue Mutter gerade im Sprung zu ihnen war, weiteten sich die Augen des Jungwolfes ein ganzes Stück, einen Moment lang ziemlich verwirrt davon, was er gerade gesehen hatte. Die Wassertropfen störten ihn nicht, und nach dem ersten Moment der Verwirrung wich auch dieser Ausdruck von seinen Zügen, statt dessen schlich sich ein Grinsen auf die Lefzen des Rüden. Saiyáns Frage, die Kiba mit einer schlichten Antwort beantwortete, ließen ihn erneut mit den Ohren zucken, und nur kurz wandte er den blauen Blick herum, als auch Kiba von etwas anderem abgelenkt zu sein schien. Er hatte es beinah erwartet, und so wunderte ihn nicht, dass das Ebenbild seines schwarzen Bruders zu ihnen herüber kam. Toboe blinzelte nur noch einmal, nutzte dann den Moment der Unachtsamkeit, um mit einem Happs nach dem Ohr seiner Mutter zu schnappen. Vorsichtig zog er kurz daran, nuschelte dann leise mit ihrem Ohr im Fang.

Und dann wird alles gut.“

Sie mussten nur daran glauben, dann würde es schon wieder werden.

16.10.2012 16:41
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THEY SAY WE ARE WHAT WE ARE, BUT WE DON'T HAVE TO BE
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Jaja, eigentlich war die Gegen-Attacke Toboes ja eine gerechte Strafe gewesen. Aber... nein! Nicht wenn sie von ihm ausging. Das war alles andere als witzig. Zur Rolle des Grauen gehörte es schließlich den Schwanz einzuziehen und zu seinem dunklen Freund zu rennen, der zumindest ein klein wenig Hirn besaß um kontern zu können. Deswegen warf er seinem Bruder nur einen weiteren beleidigten Blick zu, in der Hoffnung, dass sein durchtränktes Fell den Frust in seiner Mimik verbarg: er hätte ihn gerne jammern gesehen, nörgelnd, rumklagend wie immer. Oder anders: er hätte sich gerne irgendwelche Toboe-typischen Worte erhofft die ihn zum lachen brachten. Das war doch schließlich seine Aufgabe in ihrem Geschwister“gespann“, oder nicht? Es musste eben immer einen Langweiler geben!
Als hätte Kiba seine Gedanken erraten, schien sie wohl prompt beweisen zu wollen, dass der graue Klotz von einem Sohn seinen ach so tollen Humor nicht von ihr geerbt haben konnte und sprang ebenfalls mit einem Satz ins Wasser. Auch wenn ihre Wasserladung nicht ganz so erdrückend war wie die seines Bruders, zuckte Saiyán erschrocken zurück, schüttelte ein wenig irritiert das Köpfchen und trabte einige Schritte durch den Bachlauf davon um Abstand zwischen sich und die Wasserratten zu bringen.

„Ey,“, nuschelte er beinahe entrüstet und schüttelte abermals den Pelz, bevor er sich sicherheitshalber wieder den beiden zuwendete und gerade noch Tobs kleine Attacke mitbekam. „Klar. Ignorieren wir einfach alles was uns nich' gefällt, was?“, sprach er sein eigenes Motto laut aus und ließ es unwillig wie ein Vorwurf klingen.

Er hätte sich allerdings gleich darauf auf die Zunge beißen können für diesen Satz. Der passte ja mal voll nicht! Zumindest nicht in ihren kurzen und optimistisches Pläuschchen, dem sich wohl gerade Verstärkung in Form von Aiyán anschloss. Mit einem demonstrativ genervten Schnauben ruckte der wuchtige Kopf hoch und schnappte vorwurfsvoll in die Richtung seines Spiegelbildes.

„Endlich ausgeschlafn', Dicker?“, fauchte er schnippisch und verschwieg seine kläglichen Versuche den Lieblingsbruder zu wecken. „Du has' den größten Spaß verpasst.“

Letzteres musste einfach noch folgen, auch wenn der Dunkle wohl kaum wirklich etwas versäumt hatte, abgesehen von seinem wahnsinnig erfolgreichen Angriff auf Tobs. Aber das war nichts, was sich nicht schnell hätte wiederholen lassen!
Die Stimmung deutlich erhellt – ob das nun der Tatsache zuzuschreiben war, dass Ai endlich bei ihnen war, oder weil er seine zuvor gefallenen pessimistischen Wörter wieder gut machen wollte, blieb offen – drehte sich das Köpfchen jedoch bald wieder zu den beiden helleren Wölfen, die neben Aiyán als einzige von seiner Familie übrig geblieben waren. Naja, zumindest neben Ashlynn, die ja auch irgendwie dazu zählte. Zumindest so ein bisschen... oder auch ein bisschen mehr. Skeptisch verlagerte sich ein Lauscher nach hinten, bevor das Köpfchen sich ebenfalls neigte.

„Wer is' eignt'lich Farai?“, richtete er mit einem großen Assoziiationssprung die Frage an Kiba.

Ja, diese viel zu ängstliche Fähe die Kiba und Yago mitgebracht und mit der er noch kein einziges Wort gewechselt hatte, auch wenn er es sich zeitweise mal vorgenommen hatte. Irgendwann... kurz... oder auch nicht.


NIEMALS WOLLTE ICH DICH BETRÜGEN.
DOCH MEINE GESCHICHTEN VOM GLÜCK;
sie waren meine größten Lügen.




31.03.2013 17:35
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I'LL TRY TO PICTURE ME WITHOUT YOU BUT I CAN'T
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Der Jungwolf hatte keine Ahnung, was genau er hier verpasst hatte, aber er fragte sich, wie es dazu gekommen war, dass sich seine drei Familienmitglieder so zusammengefunden hatten. Und vor allem warum. Und … ohne ihn! Er schnaufte leise und blieb verdutzt stehen, als Kiba – die zuvor weiter oben gestanden hatte – von dort aus einen Satz in den Bach hinein machte und nun quasi zusammen mit Toboe baden ging. In den blauen Augen des Rüden spiegelte sich ungesehene Überraschung über diese spielerisch und unbeschwert wirkende Einlage der Mutter wider, die er aber schnell beiseite schob. Den einladenden Blick Kibas hatte er bemerkt, hätte ihn aber nicht benötigt. Auch wenn er kein Interesse daran hatte, ein ernstes Familiengespräch zu führen, sah das hier eher nach ein bisschen unbefangenem Herumalbern aus – und darauf hatte er definitiv Lust. Mit aufgestellten Ohren und wedelnder Rute legte er einen Zahn zu, preschte aber erstmal an Kiba und Toboe vorbei und begab sich erst in den Bach, als er schon fast bei Saiyán war. Dass er den nun ebenfalls nass spritzte, war ihm reichlich egal, das war seine Strafe dafür, dass er ihn nicht geweckt hatte! Mit spielerischer Leichtigkeit wich er dem Schnappen seines Zwillingsbruders aus und erhaschte dafür seinerseits dessen Ohr, um ganz kurz daran zu ziehen.

„Aber einfach ohne mich Spaß haben“, tadelte er ihn vorwurfsvoll und grinste dann doch verschmitzt.

Während das Wasser um seine Läufe strömte, wandte er sich jetzt erst seiner Mutter und seinem grauen Bruder zu, die einige Meter entfernt standen – weil Sai zuvor auf Abstand gegangen war. Warum auch immer, vielleicht weil Toboe so nass war, sich nochmal schütteln und Kiba in einem befremdlichen Anfall von Fröhlichkeit wie ein Welpe durchs Wasser patschen könnte. Aus dem grinsen des Schwarzen wurde ein freundliches Lächeln, als er die kleine Distanz zwischen seinem Ebenbild und den beiden Graupelzen in seiner Familie überbrückte und Kiba mit einem Stupser gegen die Lefzen begrüßte. Toboe erntete heute nur ein knappes Nicken und eine kleine Musterung seines nassen Fells, woraufhin das schelmische Grinsen aufs Gesicht des Jungwolfs zurückkehrte.

„Was denn, ist heute Familienbadetag? Oder was macht ihr hier, während alle anderen schlafen?“

Bei Sais anschließender Frage horchte er auf, wandte den Blick kurz zu seinem Zwillingsbruder um, um herauszufinden, wie er jetzt darauf kam. Da er aber keinen offensichtlichen Anlass für seine Frage fand, drehte er sich wieder um und musterte Kiba fragend, weil ihn die Antwort tatsächlich interessierte. Wahrscheinlich störte es ihn nicht so sehr wie seinen Bruder, dass das Rudel eine Auffangstation für heimatlose Wölfe geworden war, schließlich lernten sie dadurch auch Wölfe wie Ash kennen. Aber das Misstrauen seines Ebenbildes konnte er dennoch teilen. Und Farai erinnerte ihn vom Auftreten her immer ein bisschen an eine Maus, vielleicht sollten sie beide sich ihrer mal annehmen. War ja nicht so, dass das ganze Rudel aus Mördern bestand, höchstens aus langweiligen Schlafmützen (zu denen er bis gerade eben auch noch gehört hatte, aber … das musste man ja nicht extra erwähnen).

„Wir beide könnten ihr ja mal das Revier zeigen, die kennt sich doch hier nicht aus, oder?“, schlug er munter vor und meinte das tatsächlich ernst.

26.04.2013 15:26
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Cave of Mind
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Es war ein seltsamer Tanz, der sich immer wieder zwischen ihr und ihren Söhnen abspielte. Vielleicht war es auch einfach ein Trauerreigen. Für jeden Schritt, der nach vorne gegangen wurde, wurden zwei zurückgewichen. So fühlte sich Kiba jedenfalls, als Saiyán abwehrend auf Distanz ging und das leise Gefühl von Ablehnung piekte die Silbergraue unangenehm in die Brust. Vermutlich war keiner ihrer Söhne auch nur im Entferntesten in der Lage zu verstehen, wie schwer es Kiba fiel etwas Unbeschwertheit zu mimen und spielerisch zu versuchen, auf die Jungrüden zuzugehen. Was ihr Saiyáns schnippischer Kommentar sagen sollte, war ihr nicht klar, das Lächeln war wieder von ihrem Gesicht verschwunden und einem müden, resignierten Ausdruck gewichen. Womöglich bekam ihr erstgeborener Sohn das aber nicht mal mit, denn Aiyán hatte sich nun dazu entschieden an ihnen vorbei und zu seinem Zwillingsbruder zu rauschen. Derweil spürte die Leitwölfin plötzlich ein Ziehen an ihrem Ohr. Ein Blick zur Seite verriet ihr, dass Toboe ihren Lauscher gepackt hatte. Ein mattes Lächeln zeichnete sich noch einmal auf ihren Lefzen ab, auch wenn sie seine Hoffnung weder teilen, noch bestätigen konnte. Sie wusste nicht, wie plötzlich alles gut werden sollte, aber was sie eben doch etwas freute war, dass wenigstens Toboe nicht so schwierig und unberechenbar war, wie Saiyán. Im Prinzip wusste sie bei keinem ihrer Söhne, woran sie bei ihnen war, aber wenn es um Sai ging, hatte sie immer das Gefühl sich hilflos auf dünnem Eis zu bewegen.
Kiba neigte den Kopf schräg zur Seite und duckte sich weg, um ihr Ohr wieder halbwegs spielerisch aus Toboes Fängen zu befreien. Auf seine Worte hatte sie keine Antwort, also patschte sie ihm einfach sachte mit der nassen Pfote ins Gesicht, um dort einen nassen Abdruck zu hinterlassen. In ihrer Mimik ließ sich fast ein Grinsen erahnen. Saiyán und Aiyán hatten sich wie immer zuerst mit sich selbst beschäftigt, aber nun kam ihr zweiter schwarzer Sohn auch zu ihr hinüber und begrüßte sie sogar mit einer Berührung an der Lefze. Kiba schnippte mit den Ohren nach vorne und ließ ihre Rute leicht hin und her wedeln. Sie erwiderte die Begrüßung und sah zu Saiyán hinüber.

Saiyán hat es zum Familienbadetag gemacht. Jedenfalls wollte er uns Wasserbegrüßungen demonstrieren.“, entgegnete sie ruhig und in einem leicht scherzhaften Ton, drehte nach Saiyáns unerwarteter Frage über Farai aber ein Ohr wieder zur Seite.
Sie wusste nicht genau, was er wohl über die graue Jungwölfin dachte, die mit ihr und Yago zurück zum Rudel gekommen war. Aber immerhin klang seine Stimme nicht vorwurfsvoll, oder feindlich. Und was Aiyán dazu sagte, klang sogar richtig gut. Auch wenn sie die Zwillinge einen kurzen Moment musterte und nachdachte, lächelte sie schlussendlich.

Das ist eine gute Idee, darüber würde sie sich sicher freuen.“

Vermutlich hätten einige Rudelmitglieder für fragwürdig gehalten, dass Aiyán und Saiyán gute, freundliche Fremdenführer abgeben könnten. In Anbetracht, wie unfreundlich sie sich beispielsweise Toboe und Teyrm gegenüber verhielten, brauchte auch Kiba einen Moment um abzuwägen. Aber, auch wenn sie wohl nie verstehen würde, woher die Antipatie gegenüber ihrem Bruder und dessen besten Freund kam, sie schienen sich mit Ashlynn sehr gut zu verstehen und jene schien die Zwillinge zu mögen und sich gerne bei ihnen aufzuhalten. Und so wie sie Ashlynn bisher erlebt hatte, war die Bunte auch eher eine zurückhaltende, ruhige Wölfin. Farai also nicht ganz unähnlich. Sicher würden die Zwei nicht ruppig mit Farai umspringen und es könnte der Grauen sogar gut tun. Allerdings galt es immer noch Saiyáns Frage zu beantworten.

Als Yago und ich auf dem Weg in die Berge waren, sind wir ihr begegnet. Wir haben sie zwar angewiesen zum Rudel zu gehen, aber scheinbar hatte sie Angst davor und hat uns einfach weiter verfolgt. So hat sich ergeben, dass sie bei uns geblieben ist. Woher sie kommt, weiß ich selbst nicht so genau.“

Das war ganz nüchtern erzählt alles, was sie wissen mussten. Das sie die kleine Wölfin gern gewonnen und auch unter ihre Fittiche genommen hatte, sah man wohl auch ohne, dass sie es extra erwähnte und außerdem wusste sie nicht genau, wie ihre Söhne dazu standen.

You are not alone in your life although you might think that you are

So sorry your world is tumbling down
I watch you through these nights
Rest your head and go to sleep
Because my child,
this is not our farewell
03.05.2013 23:35
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23.05.2006

Toboe konterte den finsteren Blick seines Bruders mit einem kurzen Grinsen, ging jedoch nicht weiter auf den tropfenden Rüden ein. Allmählich ließ er die Launen seines Bruder immer mehr von sich abprallen, es brachte ja doch Nichts, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wieso Saiyán eben war, wie er war. Der Graue wandte sich lieber seiner Mutter zu, schnappte sachte nach ihrem Ohr, welches einen Moment später schon wieder mit einer ruhigen Bewegung der Silbernen befreit war. Aber anstatt dass seine Mutter auf seine Worte reagierte, hob sie die Pfote und patschte sie ihm – natürlich nass – ins Gesicht, was den Rüden zuerst einen Moment verwirrt drein blicken ließ, ehe er den grauen Pelz schüttelte und Kiba einen gespielt bösen Blick zuwarf. Aber auch das bemühte Lächeln überzeugte den Rüden nicht wirklich, sodass er sich kurz schüttelte und versuchte, diesen bitteren Beigedanken loszuwerden. Es war einiges passiert – da war es doch irgendwie nur verständlich, dass seine Mutter so war, wie sie eben war. Und trotzdem wurde dem Rüden immer bewußter, dass er tun musste, womit er schon lange kämpfte – und was längst überflüssig war. Jedoch nicht in diesem Moment, nicht in Gesellschaft seiner beiden Brüder. Es war ihm zu ernst dafür, als dass er die beiden so etwas Wichtiges unterbrechen lassen wollten.
Während der junge Rüde sich darüber den Kopf zerbrochen hatte, waren die anderen auf die silberne Fähe zu sprechen gekommen, die mit ihrer Mutter aus den Bergen zu ihnen gekommen war. Dass seine zwei Brüder ihr das Revier zeigen wollten, ließ den Träumer kurz die Ohren verdrehen, er sagte jedoch Nichts dazu. Er wußte ja, dass sie auch ganz anders konnten – wenn sie wollten. Ein kurzer Seitenblick zu seiner Mutter, ehe ein Ohr durch die Luft schnippte. Und wie es schien, gehörte Farai sowieso so gut wie zur Familie – ein weiterer, bitterer Gedanke, wenn er dabei an seine Schwestern dachte, denen dieser Platz eigentlich gehörte. Ein leises Seufzen, ehe er sich wieder an Kiba wandte, zuvor noch beiden Brüdern einen kurzen Blick zuwarf.

Dann gehört sie jetzt wohl so gut wie zur Familie.“

Ein ehrliches Lächeln lag auf seinen Lefzen, auch wenn er noch nicht viel mit der Silbernen zu tun gehabt hatte. Aber sie hatten Zeit -. und irgendwann würden sich sicher die Gespräche ergeben, auf die er hoffte. Ob nun mit seiner Mutter oder mit einer neuen Schwester.

25.08.2013 10:27
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