Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
Caspar seit: 43 Tagen
Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


Tears of Destiny » Rollenspiel » 3. Herbst 1925 » Das innere Herz
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Cave of Mind
the ice breaks, i'm pulled beneath
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Monty Sloan - wolfpark.org

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23.07.2005

Etwas mehr als eine Woche ist ins Land gestrichen, seit Leikuna versteinert wurde. Das Rudel wurde von diesem bizarren, erschreckenden Ereignis unterrichtet und reagierte sehr gemischt darauf. Manch einer wollte es wohl zuerst gar nicht glauben, denn wer hatte je davon gehört, dass ein Wolf zu Stein werden konnte? Wer sich schließlich selbst von der Unmöglichkeit überzeugt und die Statue aufgesucht hatte, musste entweder anfangen zu glauben, oder knabbert an der Findung einer anderen Lösung. Manch anderer ist erschreckt und empfindet vielleicht auch etwas Furcht.
Mit dem Verschwinden Leikunas erreichten binnen dieser einen Woche auch gleich vier fremde Wölfe Diëmnar. Kaei und Nùnkûn, Aurinko und schließlich Shiva. Dass sie in kein gewöhnliches Tal gelangt sind, mussten erstere Drei bereits feststellen. Zwei Tage nach Kaeis, Nùkûns und Aurinkos Ankunft, besuchte das Rudel geschlossen die Spiegelkammern in der Winterhöhle. Shiva stieß erst danach zum Rudel.
Die Versteinerung Leikunas beunruhigt weiterhin. Schließlich schlug Kiba Telay vor, sich auf den Weg zum Sanctarum Ceres zu machen. Zur Zeit des alten Requisten-Rudels war dies immer ein verbotener, aber auch heiliger Ort gewesen. Vielleicht besteht die Möglichkeit dort oben etwas zu finden, was sie in diesem Rätsel weiterbringen könnte.

Das Rudel ist inzwischen am Grenzfluss angekommen, auf der Seite des Nordwaldes. Sie wandern direkt am Ufer entlang und neben ihnen lichtet sich schon der leuchtend gelb gefärbte Wald und gibt das Geröll am Fuße des großen Berges frei.


(( Die Karte und den Aufenthaltsort findet ihr hier: [Link].
P.S. Im alten Thread darf natürlich weitergeschrieben werden! ))

You are not alone in your life although you might think that you are

So sorry your world is tumbling down
I watch you through these nights
Rest your head and go to sleep
Because my child,
this is not our farewell
30.03.2012 20:00
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             P a r a d i s e
Every Time she closed her Eyes
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Konrad Wothe - konrad-wothe.de

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27.07.2005

Je mehr Zeit verging, desto merkwürdiger wurde es. Es beunruhigte Jeanne, dass immer mehr, merkwürdige Dinge in diesem Tal geschahen. Und bisher hatte es immer das ganze Rudel betroffen, nicht zum Schaden von einem einzelnen. Aber jetzt... Leikuna war versteinert worden, so verwirrend es auch klang. Jeanne hatte es sich selbst angesehen, hatte die steinerne Wölfin mit der Nase berührt, ohne das man Leben gespürt hätte. Die Weiße wußte nichts damit anzufangen, konnte es sich weder erklären, noch eine Lösung für ihr Problem finden. Manchmal wachte die Fähe auf, hoffte, dass das alles nicht mehr als ein Traum war. Aber Leikuna war nie bei ihnen, und über dem Rudel lag diese Spannung, die Unwissenheit. Nur eine Bestätigung, dass es sich um keinen Traum handelte, sondern die bittere, eiskalte Realität ihnen diesen Streich spielte. Und Jeannes Sorge ließ dies nur ansteigen, besorgt um das Wohl des Rudels, das Schicksal jedes einzelnen. Wenn Leikuna so etwas erleiden musste, wer konnte ihnen versichern, dass es nicht noch andere treffen konnte? Dieser Gedanke legte sich schwer um das Herz der hellen Wölfin, erschwerte ihr in manchen Momenten sogar das Atmen. Was würde sie tun, wenn Shanaro ebenso zu Stein wurde, unerreichbar für sie? Aber jedes Mal, wenn ihr dieser Gedanke kam, versuchte sie ihn einfach herunter zu schlucken. Zu vergessen. Sie mussten einfach daran glauben, dass alles gut wurde. Und vielleicht war Kibas Idee, den zentralen Berg des Tals zu besuchen, genau die Lösung, nach der sie suchten. Vielleicht fanden sie dort etwas, was ihnen half. So etwas wie eine letzte Hoffnung, zumindest konnte die Fähe es nur hoffen.
Einen Moment schloß die Weiße die dunklen Augen, atmete dir Herbstluft ein, ehe sie den Blick zu dem Fluss an ihrer Seite wandte. Sie war gespannt, was sie dort erwartete, was sich ihnen zeigen würde, wenn sie diesen Ort betraten, dem sie selbst sich nie genähert hatte. Sie erwartete nichts, und fragte sich nur still, ob dort noch etwas... Unerklärliches auf sie wartete. Weiteres, was einfach... über ihren Verstand hinausging. Und als sie nun den Blick über das Rudel schweifen ließ, die neuen Gesichter, sowie alte Vertraute, konnte sie ein leises Seufzen nicht unterdrücken. Eine schwere Zeit, ohne Aussicht auf eine Besserung. Erst, als der blaue Blick Ashlynns Gesicht traf, hielt sie inne, lief dabei aber ruhig weiter. Ein kurzes Lächeln legte sich auf die Lefzen der Hellen, ein kurzes Nicken galt der Bunten. Sie war nicht nachtragend, das war absolut nicht ihre Art. Und vielleicht war Gesellschaft gerade jetzt wichtig, um sie von diesen tristen Gedanken abzulenken, die sie quälten. Dennoch wandte sie den Blick wieder nach vorn, auf den Weg, dem sie folgten. Es musste irgendeine Lösung geben, sie mussten sie nur finden. Aber wie sollte man etwas finden, wovon man nicht einmal wußte, wo es sein konnte, wie es war. Erneut schloß die Wölfin die Augen, schüttelte leicht den Kopf. Sie mussten nur fest genug daran glauben, dann würde es irgendwie funktionieren, und sie konnten diese dunkle Zeit hinter sich lassen.

31.03.2012 10:39
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To the impossible Dream
No Matter how hopeless
NO MATTER HOW FAR
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Monty Sloan - wolfpark.org

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23.05.2006

Toboe musste zugeben, dass ihm diese ganze Situation nicht so ganz behagte. Es war... merkwürdig, und er konnte das alles nicht einschätzen, nicht so wirklich damit umgehen. Er hatte nicht glauben wollen, was her vor sich ging, was mit seiner Heimat geschah. Zuerst hatte er nicht sehen wollen, was aus Leikuna geworden war. Bis ihn sein Weg doch zu der Statue geführt hatte, die die weiße Wölfin sein sollte. Und es hatte ihn trotz allem schwer getroffen. Was war nur geschehen, dass solche Dinge in diesem Tal vor sich gingen? Er konnte es sich nicht erklären, wußte keine Antwort auf all diese Fragen. Aber damit war er nicht allein, das war mehr als offensichtlich. Ratlosigkeit machte sich breit, und den meisten Wölfen konnte man ansehen, wie verunsichert sie waren. Nur verständlich, wie der Graue dachte. Aber auch er hatte sich den Kopf über eine Lösung zerbrochen, ohne Aussicht auf Erfolg. Egal, wie er es drehte, wendete und noch einmal betrachtete, es schien einfach... unerklärlich, ohne eine Möglichkeit der Lösung. Ob sie nun bei ihrem Ziel eine Lösung finden würden? Eine Lösung am Berg in der Mitte. Hm. Der junge Rüde konnte es sich kaum vorstellen, und hoffte dennoch darauf. Immer wieder ermahnte er sich selbst zu dem Gedanken, einfach daran zu glauben, optimistisch zu sein. Es waren schon so viele andere Dinge geschehen, an die niemand von ihnen geglaubt hatte. Ein kurzer Blick zu seiner Mutter bestätigte seine Gedanken nur. Er hatte den Glaube verloren, dass sie wider kommen würde. Und nun war sie wider da, verändert, nicht mehr die Selbe. Aber sie war wider bei ihnen, hatte ihre Aufgabe erneut auf sich genommen. Und das war es doch, was zählte.
Nun waren sie also auf dem Weg zu besagtem Berg, und Toboes Herz schlug ein wenig schneller, wenn er daran dachte. Sie hatten sich von diesem Berg immer fern halten sollen – wobei er oft mit dem Gedanken gespielt hatte, ihn trotzdem zu besuchen. Und nun waren sie auf dem Weg dorthin, und nur noch wenig Zeit stand zwischen dem Hier und Jetzt und ihrer Ankunft an diesem Ziel. Der Graue freute sich darauf, diesen Ort zu entdecken, zu sehen, was sich dort vor ihnen verbarg. Und so hatte er sich an die Seite seines besten Freundes begeben, hatte ihm einen erfreuten Blick zugeworfen, ein aufgeregtes Lächeln auf den Lefzen. Kurz den Pelz schüttelnd, richtete er einen Moment später auch Worte an den Dunklen, von dem er den Blick in diesem Moment nicht abwandte.

Ich bin gespannt, was uns da erwartet. Bestimmt irgend etwas Supertolles, wenn das alles so geheim gehalten werden muss. Wieso sollten wir sonst nicht dahin gehen?“

Er zuckte kurz mit den Ohren, neigte den Kopf dann ein wenig zur Seite. Anders konnte er es sich wirklich nicht erklären, umso mehr freute sich der Graue also auf die Ankunft bei diesem Ziel.

31.03.2012 10:58
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rising like a phoenix.*
it started out as a feeling
which then grew into a hope
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Kati H. - dawnthieves.de

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27.03.2011

Sie hatte das kurze Gespräch mit Kiba vor den Kammern der Kristalle nicht vergessen. Sie hatte nicht vergessen, dass die Alpha all den Geschehnissen, die hier im Tal passierten, unglaublich ernst entgegen sah, während die Bunte es noch immer für das Paradies auf Erden gehalten hatte. Sie hatte noch nicht sonderlich viel mit merkwürdigen Ereignissen zu tun gehabt, umso mehr allerdings beunruhigte sie nun die Geschichte mit Leikuna, die zu Stein geworden war. Sie hatte von Anfang an nicht daran gezweifelt, dass wahr gewesen war, was man sich erzählt hatte, doch erst, als sie gemeinsam mit Jeanne die Statue aufgesucht hatte, schien sie es tatsächlich realisiert zu haben. Sie hatte sich nicht ganz herangetraut, war im Hintergrund geblieben, während die Helle ihre alte Freundin berührt hatte, eingeschüchtert von der Tatsache, dass es einfach unerklärlich war. Was war mit Leikuna passiert? Was hatte sie angegriffen oder zu Stein verwandet und wartete es noch immer irgendwo zwischen den Bäumen auf den nächsten Wolf, der sich unachtsam vom Rudel entfernte? Leicht nervös zuckte sie mit den Ohren und ließ ihren Blick durch die Umgebung schweifen, wie sie es in den letzten Tagen öfters getan hatte. Die Versteinerung Leikunas schien an keinem Wolf wirklich vorbeigegangen zu sein, doch trotz der drohenden Gefahr hatte sie keinen Gedanken daran verschwendet, das Rudel zu verlassen und dem Tal den Rücken zu kehren. Sie würden eine Lösung finden, daran glaubte sie fest, wenn sie nur zusammenhielten. Und der Berg, den Kiba als ihr nächstes Ziel genannt hatte, schien all ihre Hoffnungen auf sich zu tragen. Kurz ruhte der Blick der Bunten auf der Alpha, die die Gruppe in die richtige Richtung führte, ehe ihre Seelenspiegel über die anderen und besonders die neuen Mitglieder huschten. Auch sie schienen sich davon nicht abschrecken zu lassen und das Rudel unterstützen zu wollen. Man konnte nur hoffen, dass es keine falsche Entscheidung gewesen war.

Das nächste Ziel, was ihre Augen suchten, war der schwarze Requist, den sie einfach in ihrer Nähe wissen wollte. Auch, wenn sie ihn die letzte Woche nach dem kleinen Zwischenfall, wofür sie sich ganz die Schuld gab, gemieden hatte, erleichterte und beruhigte es sie, ihn einfach in ihrer Nähe zu wissen. Er gab ihr Mut und das Gefühl von Geborgenheit, mehr noch, als das gesamte restliche Rudel, ja, mehr noch als es Awân ihr gegeben hatte. Ash schüttelte kurz den Kopf und sah zu Boden. Sie wollte stark sein, wollte keine Angst haben und vielleicht sehnte sie sich deshalb in diesem Augenblick so sehr nach einer rationalen Erklärung von Seiten Saiyáns zu diesem Vorfall. Er ließ sich von so etwas nicht beeinflussen. Sie war sich fast sicher, dass er ihr in diesem Fall zumindest etwas die Angst nehmen konnte. Als einziger. Und auch, wenn es ein unwohles Gefühl in ihr aufsteigen ließ, nun seine Gesellschaft aufzusuchen, nachdem sie ihn die letzten Tage gemieden hatte, sie wollte es. Noch bevor ihre Seelenspiegel seine Gestalt allerdings ausgemacht hatten, traf sie der Blick Jeannes, den sie mit einem zaghaften Lächeln erwiderte, ein Ohr aber noch immer mit schlechtem Gewissen zur Seite geneigt. Die Helle wandte den Blick wieder von ihr ab, doch das Aschenherz entschied sich nach kurzer Pause, zu ihr hinüber zu gehen und den Weg an ihrer Seite fortzusetzen. Saiyán würde sie einfach später aufsuchen. Im Augenblick war er sicher sowieso damit beschäftigt, die Sache mit Aiyán zu diskutieren und sie wollte gewiss nicht stören.

„Denkst du, der Berg birgt eine Lösung für all das?“, fragte sie schließlich schüchtern, als sie zu der Hellen aufgeschlossen hatte und sah mit einer unsicheren Miene zu ihr hinauf.


komm mir nicht zu nah, sonst kann's gescheh'n
Einmal will ich hoch zur Sonne schweben und mich von mir selbst befreien
Einmal nur lass ich los, denn ich will fliegen wie der Phönix aus der Glut

dass wir beide lichterloh in flammen steh'n
31.03.2012 13:40
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I choose to believe
In the face of my doubts
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Kati H. - dawnthieves.de

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28.07.2006

Teyrm hatte es nicht glauben wollen. Nicht, dass er jemals besonders viel Kontakt mit Leikuna gehabt hatte, dennoch ging ihm ihr seltsames Schicksal unerklärlich nah. Im Gegensatz zu einigen der Außenstehenden, hatte er das Schicksal der Himmelswölfin sofort geglaubt. Es hatte es Yago im ersten Moment angesehen, dass etwas nicht gestimmt hatte und sobald die Nachricht an seine Ohren drang, wurde die seltsame Einbildung, die sich in seinem Kopf eingefunden hatte, sogleich bestätigt. Vielleicht war dies einfach nur die Bestätigung der Worte, die er zu Naìm gesagt hatte. Das Tal hier hatte ganz eindeutig seinen eigenen Willen. Vielleicht hatte er es so leichtfertig glauben können, weil er hier geboren war, allerdings konnte er auch in vielen Gesichtern bereits die Furcht oder gar Interesse erkennen, selbst bei jenen, die nicht lange hier weilten.

So war der Umstand gekommen, dass sie erst gemeinsam die Spiegel besucht hatten und nun schließlich und in jeglicher Wiedererwartung des Jünglings, nun das Heiligtum besuchen würden. So oft, so verdammt oft hatte er schon den gedanken gehegt, sich alleine mit Toboe dorthin zu schleichen und zu erkunden, was dort eigentlich so geheimnisvoll war, dass kein Wolf es auch nur je besuchen dürfte. Und jetzt? Jetzt schnappte ihm Kiba diese Entdeckung einfach vor der Nase weg, indem sie das ganze Rudel dazu einlud.
Ein wenig beleidigt zog der Dunkle die Schnauze kraus und wandte sich seinem besten Freund zu, der sich mit einem breiten Grinsen an seine Seite geschoben hatte. Oh, wie konnte er nur so glücklich wirken? Immerhin stahl man ihnen hier so ziemlich die Chance ihres Lebens! Leicht zuckten die Ohren des Aschfarbenen, als die Worte seines besten Freundes erklangen. Klar, natürlich war auch er neugierig, das Heiligtum zu betreten, durfte man ja auch nicht alle Tage... allerdings. Nein, er konnte die verpasste Chance einfach nicht verdauen. Mit leicht zur Seite geneigtem Kopf ließ er die vielen kleinen Rädchen in seinem Kopf weiter rattern, bis er sich mit einer frechen Miene an seinen grauen Kumpel wandte.

“Wenn wir uns ganz unscheinbar fort schleichen, könnten wir vor allem anderen dort sein und es als aller erstes sehn!“

Eröffnete er ihm mit gesenkter Stimme und fand seinen Plan gleichzeitig total genial. Der Schalk blitzte in den hellen Augen auf, während er nur noch auf die Zustimmung seines besten Freundes wartete. Ohne Tobs wäre das ganze nämlich schon wieder doof.

If I could stand on top of my world
I’d still be looking up at stars that I can never touch

Now before you give up, before it gets worse
I have to believe we’re healing now

¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
31.03.2012 13:46
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Aurinko

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Was war dies nur für ein überaus seltsames Tal? Noch nie zuvor hatte der Rüde davon gehört, dass sich Wölfe in Stein verwandeln konnten. Ein Lebewesen zu einem kalten, seelenlosen Gebilde geformt und wohlmöglich ohne die Aussicht darauf, je wieder aus dieser steinernen Hülle auszubrechen. Waren dann die winzigen Steine, die ihm zwischen den Pfoten drückten und sich manchmal spitz in seine Ballen schoben, auch einst lebende Geschöpfe gewesen? Bei dem Gedanken schüttelte es Aurinko und er blieb einen Moment stehen. Sanft spülte das Wasser gegen die Ufer, an denen das Rudel nun schon einige Zeit wanderte und sein Blick blieb einen Moment an diesem Bild hängen. Es wirkte alles so ruhig und friedlich und, wie immer um diese Jahreszeit, leise, fast tödlich still. Sich wieder von diesem Bild abwendend, bemerkte der Rüde erst jetzt, dass er wohl schon ein paar Wolfslängen durch das kühle Nass gewandert sein musste. Etwas verdutzt über diese späte Erkenntnis, die sich damit in seine Gedanken geschoben hatte, dass er seine Läufe ohnehin wieder in Bewegung gesetzt hatte, musste er fast ein wenig lächeln. Unter anderen Umständen, hätte er dieses Spiel der Wassertropfen genossen und so schnell, wie es der Widerstand des kühlen Nass zugelassen hätte, gerannt, getobt und das Leben genossen. Doch, wie gesagt, unter anderen Umständen. Derzeit war ihm nicht wirklich zum Spielen zumute und, das hatte viele Gründe. Einerseits war seit seiner Ankunft nicht viel Zeit verstrichen und die meisten Tage und Nächte hatte sich der Bunte noch im Hintergrund gehalten; die Dunkelheit abseits der restlichen Mitglieder verbracht und still alles beobachtet. Es würde wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, dass er sich wirklich angenommen fühlte und das Tal als sein zu Hause betrachtete. Derzeit fühlte er sich, trotz der doch recht unerwarteten freundlichen Aufnahme fremd und unwohl. Wobei unwohl das falsche Wort war. Eher unbehaglich und noch nicht geborgen. Nichtsdestotrotz genoss er das Leben in einem Rudel, auch wenn er sich manches Mal in den wenigen Tagen gefragt hatte, wie dieses Rudel, das doch keinem festen Verband ähnelte, zurechtkam. Doch noch etwas anderes hinderte den Braunen daran, sich seines Lebens durch ein kurzes Spiel zu erfreuen. Diese wundersamen Erscheinungen, die dieses Revier sein eigen nannte. Die Spiegel und jenes, was er in ihnen erblickt hatte, beschäftigte Aurinko. Erst recht die Konturen seines alten Freundes, seines Lehrmeisters und Rudelchef in ihrem Zweier-Gespann, das sie gebildet hatten um sich ihre Wanderschaft zu erleichtern. Wahrscheinlich war er tot und diese entsetzliche Vorstellung brachte seine Flanken zu beben und seinen Atem zum Stocken. Doch im Grunde wollte er daran nicht denken und schob diesen Gedanken gleich wieder zur Seite, als er zurück ans trockene Land schritt und erneut zum Rest des Rudels aufschloss. Sich seinen kurzen, nassen Ausflug aus dem Pelz schüttelnd, schweifte sein Blick kurz über die einzelnen Mitglieder. Erschreckend, wie wenig er von ihnen wusste und noch sehr viel erschreckender, dass er bis auf die Rangwölfe keinen einzigen Namen kannte.
Ein ernüchterndes Brummen entfloh ihm und erneut kam Bewegung in den Körper des Rüden. Zeit, dass er diesem Umstand ein Ende setzte und sich aus seiner Einsamkeit unter vielen ein riss. Doch wen sollte er ansprechen? Da waren zum einen die Jährlinge, dann die Rangwölfe und die restlichen Mitglieder, doch keinen davon kannte er wirklich gut genug, oder anders betrachtet – Sie alle schienen bereits mit sich selbst beschäftigt zu sein und in Gesprächen verwickelt. Einfach da hinein zu platzen erschien dem Rüden nicht angemessen. Also löste er seinen Blick wieder von ihnen und während er langsam hinterher trottete, hatte er eine Idee gefasst, die ihm gut genug erschien, um sie in die Tat umzusetzen. Die Neuen erschienen ihm eine gute Wahl um die ersten, lockeren Kontakte zu knüpfen. Selbst, wenn dies bedeutete, dass er sich wohlmöglich bald in der Gesellschaft des vorlauten Plappermauls befand. Diese überaus nervige und aufdringliche Fähe. Aber liebe eine schlechte Gesellschaft, als überhaupt keine.

Unruhig blickte sich Aurinko demnach um und suchte aufmerksam nach der Fähe und ihrem schroffen Begleiter. Doch zuerst erblickte er sie in dem Gewirr aus Pelz und Individuen nicht und, da er sich ihren Geruch, der ihnen allen eigen war, nicht eingeprägt hatte, war ihm auch seine pechschwarze Nase keine große Hilfe, die aufgeregt immer wieder sehr intensiv die Luft einsog. Nichts; er konnte ihren Duft einfach noch nicht auseinander halten.
Betrübt ließ er seinen Kopf hängen und beobachtete ein paar Schritte lang seine Pfoten, die sich sicher ihren Weg über das weiche Flussufer bahnten. Schlussendlich hatte sich Aurinko jedoch wieder auf seinen Plan besonnen und suchte erneut nach den zwei Neuen, die, wie er, vor einer Woche ihren Weg in das Tal und zum Rudel gefunden hatten. Schließlich hatte er zumindest einen von ihnen entdeckt. Den weißen Rüden, von dem er sich jedoch leider noch nicht den Namen gemerkt hatte. Sofort riss er sich aus seinen langsamen Bewegungen heraus und schloss zielstrebig zu ihm auf. Doch, kaum, dass er wenige Wolfslängen von ihm entfernt war, fiel dem Bunten auf, dass er nicht alleine war; an seiner Seite befand sich jedoch nicht seine Begleiterin, sondern ein anderer, weißer Rüde. Ein kurzer, prüfender Blick verriet Aurinko, dass es sich wohl auch eher noch um ein jüngeres Exemplar des Rudels handelte.
Vorsichtig brachte er demnach die letzten, fehlenden Schritte hinter sich und näherte sich ihnen mit pendelnder, freundlicher Rute und unsicher zurück gelegten Ohren.

„Äh…wisst ihr, um was für einen Ort es sich handelt, zu dem wir gehen?“,

fragte er mehr schlecht als recht. Es war nicht die Beste aller Fragen, allerdings war ihm auf die Schnelle auch kein anderes Thema, oder eine andere Begrüßung eingefallen, als er neben den beiden Rüden herlief und sie einzeln fragend ansah.

31.03.2012 17:07
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Kenayo

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Was geschah hier? Das dieses Tal nicht wie jedes andere ist, dies musste Kenayo ja schon kurz nach seiner Ankunft feststellen. Die Spiegelkammer hatte er inzwischen schon zwei Mal besucht und so langsam kam sie ihm real vor, auch wenn er keinen blassen Schimmer hatte, wo diese ganze Magie hinführen sollte. Er wusste nicht wie es weiter gehen sollte. Mit der Spiegelkammer konnte man ja noch recht gut leben, jedoch das einfach so ein Wolf aus ihrer Mitte verschwand. Wobei wenn Leikuna einfach verschwunden wäre, dann wäre dies noch akzeptierbar gewesen, so jedoch? Es war etwas völlig anderes, etwas surreales, dass die Fähe einfach so zu Stein geworden ist. Der Schwarz-Braune hatte es mit eigenen Augen gesehen, hatte selber gefühlt, dass in der Fähe kein Leben mehr war. Nicht, dass er den anderen nicht geglaubt hätte als diese das Ereignis, die Tragödie dem Rudel offenbart hatte. Ihm war klar, dass es stimmte, und doch musste er es selber sehen, musste sehen, dass die Magie des Tales Wölfe aus ihrer Mitte herausreißen konnte.
Nun waren sie also auf dem Weg zum Heiligtum. Er hatte den älteren Mitgliedern gut zugehört und so war ihm die Bedeutung ihres Tuns bewusst. Dennoch verstand er Kibas Entschluss. Der Verlust eines Rudelmitgliedes war hart, und der Verlust auf diese Weise forderte nach Erklärungen. Würden sie diese an ihrem Ziel finden? Würde der Berg ihnen Antworten liefern? Was würde sie innerhalb des Heiligtums erwarten? Diese Fragen schien ihm niemand beantworten zu können. So musste er, und sie alle sich gedulden, und den Rat der Zeit abwarten.
Mit diesen Gedanken blickte er sich um. Er war mitten im Rudel, mitten in seiner Familie, auch wenn es nicht seine Leibliche war. Er entdeckte all die Gesichter, die ihm vertraut waren, und hoffte, dass ihnen nicht noch mehr Wölfe genommen wurden. Wie grausam musste es sein, zu Stein zu werden. Nun glitt sein Blick jedoch zu jenen, die in unmittelbarer Nähe zu ihm waren. Er entdeckte, dass zwei der Jungrüden ihm an nächsten waren, und so lenkte er seine Schritte zu Toboe und Teyrm. Diese schienen sich gerade freundlich zu unterhalten, worüber wohl? Eigentlich vermutete er das Gesprächsthema zu kennen, war doch im Ganzen Rudel nur eins vorhanden. Er bemerkte, dass Teyrm zu seinem Freund flüsterte, während er zu den Beiden stieß. Die Worte konnte er nicht vernehmen, waren sie wahrscheinlich auch nicht für ihn bestimmt, doch der Aschfarbene sah so aus, als würde er überlegen, etwas auszuhecken. Kenayo tat so, als würde er es nicht bemerken und meinte freundlich:

"Na, ihr beiden."

Seine Rute pendelte sachte. Er freute sich immer auf ein Gespräch mit seinen Freunden, waren doch alle im Rudel seine Freunde. Natürlich hatte auch er Wölfe die er lieber um sich hatte, und doch war er zunächst allen gegenüber freundlich gesonnen.

"Ich hoffe ich störe euch zwei nicht."

Mit diesen Worten lief er neben den Beiden, würde sich aber einen anderen Gesprächspartner suchen, würden die Beiden signalisieren, dass sie alleine sein wollten.

31.03.2012 19:56
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THEY SAY WE ARE WHAT WE ARE, BUT WE DON'T HAVE TO BE
cause we could be immortals

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Kati H. - dawnthieves.de

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06.12.2006

Natürlich wollte er der Geschichte mit Leikuna nicht glauben, bis er sich mit eigenen Augen selbst davon überzeugt hatte – wer würde denn denken, dass die Erzählungen über einen versteinerten Wolf wahr wären? Doch als Saiyán dem kalten Gebilde der vorher lebhaften Wölfin gegenüber gestanden hatte, waren es nicht mal seine eigenen Frabenspiele, denen er trauen wollte: sie war wirklich so grau und unbeweglich gewesen, wie er es sich in seinen Albträumen nur hätte ausmalen können. Auch wenn der Dunkle selbst sich nicht gewagt hatte die Fähe zu berühren, beobachtete er andere dabei wie sie es taten und zurück schraken. Mit einem kräftigen Kopfschütteln versuchte der Rüde sich die Erinnerungen aus eben diesem zu vertreiben. Akaras Übernahme und die Auseinandersetzungen nach Kibas Rückkehr waren eine Sache – damit konnte er umgehen, sie beeinflussen – aber gegen solche übernatürlichen Geschehnisse, die er nicht einmal zu erklären wagte, hatte er keine Ahnung, wie er sie hätte von sich selbst oder anderen fernhalten sollte. Das ließ ihn fürchten. Saiyán hatte sich bisher immer eingebildet eine Lösung für jedes Problem finden zu können, mit versteinerten Artgenossen und seltsamen Spiegeln hatte er allerdings niemals gerechnet. Es verunsicherte ihn zunehmend, sich so stark auf die Entscheidungen und Lösungsversuche seiner Mutter und Yagos verlassen zu müssen, auch wenn er Ersteren durchaus zutraute einen sicheren Weg aus dem ganzen Szenario zu finden – vielleicht würde dieser sie wirklich mitten in das Herz ihres Reviers führen.
Es fiel Saiyán schwer das Köpfchen anzuheben und seinen finsteren Gedanken den Rücken zu kehren, um sich auf die Gegenwart und ihren Weg zu konzentrieren. Über den Kronen der Bäume ließ sich schon ihr Ziel erkennen und der dunkle Pelzträger hoffte inständig, dass er wenigstens dieses Mal Aiyán ausfindig machen konnte, der sich schon wieder irgendwo anders rumtrieb – nur nicht an seiner Seite. Das war natürlich keine Straftat, aber die Furcht davor, dass sein Lieblingsbruder ebenfalls zu einem Steinklotz wurde, ließ ihn frösteln und eine Ablenkung in seiner nahen Umgebung suchen. Da jedoch weder Toboe, noch Teyrm ihm heute hätte ein Lächeln auf die Lefzen zauben konnten, beschleunigten sich die Tatzenschläge auf dem laubbedeckten Boden, um die Fähe wieder einzuholen, die er in gewisser Weise die letzten Stunden verfolgt hatte: Ashlynn. Zum Leid des Zwillings sollte jedoch auch ihr Anblick nichts Gutes in ihm hervorrufen, da er glaubte, dass die Bunte sich nur aus dem Grund von ihm fernhielt, weil sie Jeanne dadurch einmal enttäuscht hatte. Dabei war das doch noch nicht mal ihre Absicht gewesen! Leise brummelnd legten sich die Lauscher an den Hinterkopf, während er das Zusammentreffen der beiden Fähen beobachtete und beinahe seinen Plan zu einer von ihnen aufzuschließen fortwarf. Den vorherigen Blick, der ihn gesucht hatte, war ihm nicht zu Augen gekommen und so verblieb er fürs erste in seiner Verunsicherung, bis er sich dazu entschloss, jeweils der Bunten, als auch der Weißen die dunklen Gedanken zu nehmen. Vielleicht half es ja ein wenig Ashlynn aufzumuntern und wieder näher und vertrauter zu werden, wenn er auch vor Jeanne nicht mehr als... der böse Wolf vor Augen stand.
Um nicht selbst so niedergeschlagen zu wirken, ging ein weiteres Mal ein Ruck durch den dunklen Körper, bevor Schnauze und Lauscher sich erhoben und er mit langen Schritten zu den beiden aufschloss und sich dabei jeglichen Kommentar zu dem Verbleib des neuen Lieblings der Jota verkniff. Stattdessen schnappte er noch Wortfetzen der gestellten Frage auf und übernahm die erste Antwort, auch wenn es ihm kaum zustand.

„Hoffentlich wird die Lösung nich' genau so übernatürlich wie das Problem.“

Auf noch weitere Mysterien hatte er weder Lust, noch würde ihm persönlich das weiter bringen. Dinge die nicht zu verstehen waren, sollten nicht von ihnen versucht werden zu klären, das konnte nicht gut enden.

„Oder was denks' du?“

Den unterschwelligen Ton, dass er Jeanne zwar keinen großen Denkerkopf zumaß, konnte er zwar nicht verbergen, allerdings behielt er sich wenigstens die Höflichkeitsregeln vor Augen – das konnte nur helfen. Als nachträgliche Begrüßung nickte er beiden mit einem Blick zu, bevor dieser sich wieder nach vorne auf ihren Weg legte, die Lauscher jedoch interessiert weiter zu ihnen gerichtet. Es war eine rieisige Umstellung die Wölfe nicht mit einem Sprung oder Überraschung zu begrüßen, sondern mit einer Teilnahme an ihren durchaus wichtigen Gesprächen – wenn denn wirklich etwas dabei rauskommen sollte.


NIEMALS WOLLTE ICH DICH BETRÜGEN.
DOCH MEINE GESCHICHTEN VOM GLÜCK;
sie waren meine größten Lügen.




01.04.2012 11:16
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Konrad Wothe - konrad-wothe.de

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27.07.2005

Es dauerte nicht lang, bis Ashlynn, deren Blick Jeannes eigenen zuvor getroffen hatte, zu ihr hinüber kam. Sie schien ein wenig eingeschüchtert, womöglich noch immer ein wenig von schlechtem Gewissen verfolgt. Die dunklen Augen der Wölfin richteten sich auf die Jüngere, ein sanftes Lächeln auf die Lefzen legend. Diese ganze Sache war schon wieder vergeben und vergessen. Immerhin waren sie auch zusammen los gezogen, um sich von den Worten, dass Leikuna zu Stein geworden war, zu überzeugen. Zwar hatte sich die Bunte die meiste Zeit zurück gehalten, aber das war für Jeanne selbst nur verständlich. Auf die Worte der jüngeren Fähe hin verließ ein tonloses Seufzen Jeannes Fang, dem ein kurzes Schweigen folgte. Was glaubte sie, was erwartete sie? Sie wußte es nicht. Sie neigte leicht den Kopf zu beiden Seiten, blickte dann wieder nach vorn. Und in diesem Moment begab sich ein dritter Wolf zu ihnen, mit dem sie kaum gerechnet hatte. Oder zumindest nicht allein. Was ein seltenes Bild, den Zwilling ohne seinen Bruder anzutreffen. Die Weiße begrüßte auch Kibas Sohn mit einem sachten Lächeln, einem kurzen Nicken. Sie lauschte seiner Antwort auf Ashlynns Frage, neigte dabei leicht den Kopf herum. Und erneut seufzte sie, konnte den Worten des Schwarzen jedoch nur zustimmen. Sie nickte also erneut, ehe sie selbst zu einer Antwort ansetzte, als Saiyán die Frage an sie weitergab.

Ich weiß es nicht... aber ich hoffe dafür umso mehr. Es wäre eine Erleichterung für das ganze Rudel. Aber noch mehr hoffe ich, dass es auch wirklich eine Lösung dafür gibt. Es wäre... grausam, wenn wir Nichts für Leikuna tun könnten.“

Damit richtete sie den Blick noch einmal auf die Wölfin neben sich, und sie hatte in diesem Moment keinen Zweifel daran, dass es Ashlynn da sehr anders als ihr ging. Noch ein weiterer Blick zu dem schwarzen Rüden, ehe sie einen Moment die Augen schloß.

Und wenn Leikuna so etwas passieren kann... fast vor unseren Augen... wer sagt, dass das ganze Rudel nicht in Gefahr ist? Es wäre also von Vorteil, schnell eine Lösung zu finden, bevor noch mehr Wölfe dieses Schicksal erleiden müssen.“

Dieser Gedanke schmerzte, und mit einem weiteren Neigen ihres Kopfes versuchte sie ihn zu verdrängen.

01.04.2012 15:30
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Abwartend, die Sorgen einfach aus seinem Kopf verdrängend, lief Toboe neben seinem Freund her, gespannt, was er nun wirklich davon hielt. Er schien auch nicht unbedingt begeistert, blickte mürrisch drein. Aber schon im nächsten Moment schien sich dies ein wenig zu lichten, und man sah ihm an, dass er etwas ausheckte. Gespannt neigte Toboe den Kopf zu ihm, um seiner Idee zu lauschen. Als er schließlich geendet hatte, blinzelte Toboe leicht, ehe er die erfreute Miene seines dunklen Freundes erwiderte. Hah! Das war... die Idee! Das erklärte auch, wieso er so grimmig zu ihm geblickt hatte... hier spielte der deutliche Drang die Rolle, diesen Ort vor allen anderen sehen zu wollen. Und Toboe hätte gelogen, hätte er behauptet, dass es ihm nicht ganz genauso ging. Kurz überlegend wandte er den Kopf herum, blickte kurz zu den anderen Wölfen, ehe er den blauen Blick mit einem Nicken wieder auf den anderen Wolf richtete.

Wir wären Helden, ganz sicher. Wir könnten sie beschützen, wenn wir wissen, was da lauert!“

Ein freudiges Grinsen zog sich auf die Lefzen des grauen Rüden, und mit einem Mal kribbelte Vorfreude in seinen Pfoten. Gerade wollte er sich erneut umblicken, den besten Fluchtweg raus suchen, als ihnen ein bekanntes Gesicht einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machte. Kenayo trat zu ihnen, begrüßte sie, und erkundigte sich mit dem nächsten Atemzug, ob er störte. Toboe blinzelte, neigte den Kopf einen Moment zur Seite, blinzelnd.

Hallo Kenayo.“

Erst einmal ein guter Anfang. Nicht unhöflich – aber leider auch noch keine Antwort auf seine Frage. Einen kurzen Moment blickte der graue Rüde zu seinem besten Freund, warf ihm einen hilflosen Blick zu, ehe sich die blauen Augen wieder auf den anderen schwarzen Rüden wandte. Störte er? Irgendwie schon. Wie brachte man es ihm schonend bei? Keine Ahnung. Toboe schnaufte leise, drehte die Ohren dann ein wenig hin und her. Na toll. Eine Idee musste her... schnell!

Wir wollten gerade verstecken spielen. Oder fangen... oder so.“

Verdammt. Verplappert. Er konnte sich kaum vorstellen, dass der Dunkle ihren Plan gutheißen würde. Aber was sollten sie tun? Den Rest des Weges neben ihm herlaufen, sich diese Chance entgehen lassen? Ein weiterer, blinzelnder Blick zu Kenayo, ehe er sich wieder Teyrm zuwandte. Vielleicht wußte er ja eine Lösung? Irgendwas, was ihn nicht wie einen Idioten dastehen ließ?

01.04.2012 16:39
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◊ Zwischen Tod und ewig Leben
muss es etwas Drittes geben ◊
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Also wanderte Farai wieder. Das war im Grunde nichts Schlimmes, im Gegenteil. Irgendwie mochte die kleine Fähe es, in Bewegung zu sein. Es konnte daran liegen, dass sie ihre Gefangenschaft gezwungen hatte an einem Ort zu verweilen, einen sehr kleinen, engen Ort. Laufen zu können, wohin man auch wollte betrachtete sie als Geschenk, und auch wenn sie nun frei war umklammerte sie stets ein beengendes Gefühl, wenn sie zu lange auf der Stelle blieb.
Heute gefiel ihr diese Wanderung aber ganz und gar nicht, und das lag an dem Anlass. Etwas war geschehen, so seltsam und ungreifbar das es jeden Wolf im Rudel zu verunsichern schien. Selbst Yago. Ganz besonders Yago, und das verstärkte Farais ungutes Gefühl nur noch mehr. Sie kannte die Wölfin nicht –Leikuna- um die es ging, die sich anscheinend von heute auf morgen einfach in Stein verwandelt hatte. Das klang so unglaublich, als hätte sich jemand die Geschichte ausgedacht, aber Farai hatte die Statue der Wölfin gesehen. Ihr Herz verkrampfte sich bei ihrem Anblick. Es wirkte wie ein schlechter Scherz des Schicksals, das Leikuna so lebendig und detailliert aussah, als würde sie jeden Augenblick aus ihrer Starre brechen, aber doch ein lebloses Stück Stein blieb. Natürlich hatte jeder seine eigenen Theorien, was passiert sein konnte, auch Farai. Als erstes hatte sie an ihre Peiniger aus Zelle achtunddreißig gedacht. Denn sie waren ihre Nemesis, und allmächtig böse in ihrer Erinnerung…also warum sollten sie es nicht auch bis hier hin geschafft haben? Sie waren zu so vielen, unglaublichen Dingen im Stande, das es die graue nicht gewundert hätte wenn dies ganz allein ihr Werk war. Darum war Farai sehr erleichtert als sie aufbrachen. Weg von dem versteinertem, gruseligen Wolf und der Angst. Angst dass sie mich gefunden haben könnten und zurückbringen. Nicht nur mich…auch alle anderen. Bei dem Gedanken wurde ihr kalt. Ihre neue Familie in der Gewalt dieser…nein. Farai dachte den Gedanken nicht zu ende. Sie schüttelte sich als wolle sie ihn damit vertreiben. Schlimm genug das ihre Sorgen sie nun wieder Nachts kaum schlafen ließen, nun mussten sie sie nicht auch noch am Tag quälen. Um sich abzulenken betrachtete Farai den Fluss, an dessen Ufer sie nun schon eine ganze Weile entlang schritten. Der große Berg, den Kiba als Ziel ihrer Reise deklariert hatte und erst wie ein schlafender Riese im Nebeldunst der Entfernung schlief, wurde nun immer greifbarer. Bald waren sie da. Irgendwie gefiel ihr die Vorstellung zurück zu kehren in die Berge, denn von allem in dieser neuen Welt war ihr das Gebirge noch am vertrautesten. Allerdings wirkte ihr Unterschlupf der ersten Monate wie der kleine Bruder des gewaltigen Gipfels, der sich nun vor ihnen aufbäumte. Farai war sich nicht sicher, was sie dort oben finden würden um Leikuna zu helfen, aber sie mischte sich nicht ein. Das waren wölfische Angelegenheiten von denen sie keine Ahnung hatte. Mit ihren Theorien wollte sie jedenfalls niemanden noch mehr verunsichern als sowieso schon. Grade das Yago nun auch so verletzlich schien machte der kleinen große Sorgen. Eigentlich wünschte sie sich für ihre Liebsten nur das beste, aber irgendwie schien das Schicksal ihr immer einen Strich durch die Rechnung zu machen. Und da Farai keinen Zauber wusste, mit dem sie Leikuna wiederbeleben und Yago und Kiba wieder glücklich machen konnte blieb ihr nur die Hoffnung dass der Berg eine Lösung kennen würde.
Ein wenig Abseits hörte sie Toboe und Teyrm. Grade als sie noch spekulierte ob sich zu ihnen gesellen sollte kam bereits ein dunkler Rüde auf die beiden hinzu. Kenayo, das war der Rüde den Yago unterworfen. Noch in der Bewegung hielt die graue inne. Es war nicht wegen Kenayo, eigentlich hatte Farai keine Angst vor ihm. Aber sich zu überwinden und zu der nun doch gewachsenen Gruppe von Rüden zu gehen konnte sie dann doch nicht.
Zu Yago und Kiba wollte sie zunächst auch nicht gehen, denn die beiden hatte grade genug mit Neuzugängen des Rudels zu tun. Außerdem wollte Farai keine Last sein. Sie wandte sich wieder dem Flusslauf zu. Es beruhigte sie, dem Wasser zuzusehen,, wie sich die Sonne auf den Wellen brach. Nach wie vor war es ihr liebstes Element.

01.04.2012 19:59
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Shiva

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Shiva traute sich noch immer nicht sich den Mitgliedern zu nähern und Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Sie war einfach zu schüchtern. Was sollte sie denn schon tun? Schließlich platzte sie einfach in dieses Tal und auch Revier dieses Rudels rein. Also trottete sie einfach den anderen hinterher. Nebenbei hörte sie die ganze Zeit von einer Wölfin namens Leikuna, die sich in Stein verwandelt haben soll. Es hörte sich an wie im Märchen, aber anscheinend schien es wahr zu sein. Sie wusste nicht was sie davon halten sollte. Wie kam es eigentlich dazu? Jetzt wäre der passende Moment gewesen ein Rudelmitglied zu fragen, doch sie traute sich einfach nicht. Irgendwann muss ich es doch tun,dachte sie bei sich. Nur wen sollte ich als erstes ansprechen?Alle wirkten ja recht freundlich. Sie überlegte und ging festen Schrittes auf Teyrm zu. Doch dann blieb sie stehen und ihr Selbstbewusstsein sank von einem Moment zum anderen. Sie konnte es einfach nicht. Was ist, wenn er gemeine zu ihr ist, weil sie doch einfach hier reingeplatzt ist. Außerdem redet er doch sowieso gerade mit anderen Wölfen, da würde ich doch nicht auf drei Wölfe gleichzeitig zugehen, wenn ich mich schon nicht an nur einen herantraue. Doch dann dachte sie sich: Ich kann doch nicht mein ganzes Leben vor solchen popligen Sachen weglaufen. Ich muss mich auch mal etwas trauen, was nun mal auch auf etwas schlimmeres werden kann. Ich gehe jetzt einfach auf die drei zu und ignoriere die anderen beiden. Stattdessen rede ich dann nur mit Teyrm. Sie zögerte, tat es aber trotzdem. Als sie bei ihm war fragte sie:

"Ääähm... hey Teyrm. Ich bin ja neu hier im Rudel und habe von dieser Wölfin gehört, die versteinert worden ist. Kannst du mir vielleicht genauer sagen, was passiert ist und wer diese Wölfin war? Und wenn du auch noch so nett wärst mir sagen wo wir denn eigentlich hingehen?"

Damit traute sie sich das erste mal mit eines ihrer Rudelmitglieder zureden. War doch gar niocht so schwer... Nun wartete sie nur noch auf eine Antwort und trottete dabei neben Teyrm her.

02.04.2012 00:45
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Mit einem Blick aus den hellen Augen, suchte der aschfarbene Umgebung systematisch nach möglichen Verstecken oder Fluchtwegen ab. Das Problem bei der ganzen geschichte war ganz eindeutig, dass er diesen Teil des Reviers nicht so gut kannte und es ihm sorgen bereitete, dass das gesamte Rudel geschlossen unterwegs war. Sie brauchten also einen guten Plan, um sich ohne groß aufsehen zu erregen, vom Rest der Gemeinschaft zu entfernen, dann einen Bogen um sie zu ziehen und an die Spitze zu gelangen. Nachdenklich zog der Jüngling die Schnauze kraus und grinste dann wissend, als sein bester Freund davon sprach, dass sie dann Helden sein würden. Natürlich würden sie das. Sie würden die allerersten, allertollsten und allerstärksten sein und das ganze Rudel würde zu den tapferen Jungwölfen aufsehen, die sich so wagemutig ins Abenteuer gestürzt hatten und ähm, das was auch immer es war, besiegt hatten. Wenn es denn etwas zu besiegen gab. Aber zumindest würde es etwas zu sehen geben, ja, genau!
Gerade wollte er zu einer Antwort ansetzen und dem Grauen flüsternd erklären, wie sie es anstellen sollten (im Kopf des Rebellen wuchs nämlich schon ein stattlicher Plan heran), da unterbrach eine andere, wohl bekannte Stimme seine Überlegungen. Oh nein, doch nicht Kenayo. Unwohl fuhr sich der Jüngling mit der Zunge über die Lefzen. Er hatte nicht gegen den braunschwarzen rüden, im Gegenteil, Kenayo war ja weitestgehend lustig und man konnte sogar mit ihm toben, allerdings war er immer noch ein Erwachsener und Teyrm wusste ganz genau, wie die ‚Erwachsenen’ meist zu solchen Plänen standen. Besonders da Kenayo nicht gerade ein unbeschriebes Blatt im Rudel war. Die Ohren des Äschernen zuckten leicht hin und her, während er Toboes Begrüßung mit einem stürmischen Nicken unterstützte.

So und jetzt? Irgendwie mussten sie aus dieser Geschichte wieder heraus kommen und, noch viel wichtiger, sich wegschleichen. Allerdings war Kibas Sohn alles andere als gut darin, sich ausreden einfallen zu lassen, denn kaum hatte der Silberne den Fang zum sprechen aufgemacht, da hatte er auch schon zuviel verraten. Gedanklich verzog der Jungspund das Gesicht. Oder so... na ganz wunderbar. Den hilfesuchenden Blick hatte der Aschfarbene zwar bemerkt, allerdings war er für den Moment selbst überfragt, wie er sie aus dieser misslichen Lage heraus steuern sollte.

“Wie wärs wenn wir uns verstecken... und, du suchst uns Kenayo. Wäre doch lustig.“

Griff er die zuvor ausgesprochene Idee schnell auf und hoffte insgeheim, dass es in diesem Landstrich genügend vernünftige Verstecke gab um sich ungesehen absetzen zu können.
Doch bevor er danach hatte ausschauen können, drang erneut eine Stimme an die aufmerksamen Lauscher. Verwirrt wandte sich der Rüde einer bräunlichen Fähe zu, die sich beinah wie selbstverständlich an seine Seite geschoben hatte. Leicht legte Teyrm den Kopf schräg und betrachtete sie eingehend. Okay, dass war ganz eindeutig eine der Neuen. Allerdings... verdammt, woher kannte eigentlich jeder Wolf seinen Namen?! Irgendwas machte er falsch.

“Die Wölfin war ein langwähriges Rudelmitglied und ähm, wir gehen an einen Ort, den irgendwie nur Kiba kennt und der so ganz geheim ist... also, keine Ahnung. Da musst du sie schon selber fragen.“

Beantwortete er aus reinem Reflex heraus ihre vollkommen unerwarteten Fragen. Dann wandte er den Blick (wie zuvor Toboe) hilfesuchend an seinen besten Freund und dann zu Kenayo, ehe er die Wölfin wieder anblickte.

“Ähm, wie war noch gleich dein Name?“

Es war ja schon schön und gut, dass irgendwie jeder ihn kannte, aber das er jeden fremde Wolf hier kennen musste, war doch defintiv zuviel verlangt.

If I could stand on top of my world
I’d still be looking up at stars that I can never touch

Now before you give up, before it gets worse
I have to believe we’re healing now

¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
02.04.2012 09:21
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Kenayo

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Irgendwie schien es ihm fast so, als ob die Beiden beinahe zu freundlich zu ihm waren. Kenayo wurde das Gefühl nicht los, dass da mehr dahinter steckte, dass irgendetwas im Busche steckte. Jedoch würde er dies gewiss nicht ansprechen. Zum einen war ihm klar, dass er dann keine ehrliche Antwort wahrscheinlich bekommen würde, falls dem wirklich so war. Zum Anderen würde dies ihrem Gespräch nicht gut tun und er dachte nicht, dass die beiden etwas großes aushecken konnten, würden. So lies er die Beiden ihren Spaß haben, und hörte sich friedlich ihre Worte an. Jedoch als es dann darum ging, was sie taten, da wirkte die Ausrede von Toboe mehr als dürftig. Nicht dass dieser es nicht auch bemerken würde. Er sah sich hilfesuchend nach Teyrm um, während er nach einer geschickten Aussage suchte. Inzwischen war er sich gar nicht mehr so sicher, ob die beiden nicht doch noch wirklich etwas im Schilde führten. Zunächst musste er leicht grinsen, bei dem Gerede von Toboe. Nicht dass er diesen gleich auslachen würde, und dennoch war es irgendwie amüsant.
Doch der Jungwolf konnte wohl glücklich sein, dass Teyrm seine Idee fortsetzte und in einen vernünftigen Vorschlag verpackte. Es schien wie ein Ausweg zu sein. Wollten die Beiden abhauen? Es war wohl offensichtlich, auch wenn die beiden sich Mühe gaben, es zu verstecken. Kurz überlegte er, ob er das Spielangebot ablehnen oder annehmen sollte. Als Erwachsener stand es ihm zu, nicht immer spielen zu wollen, und dennoch durfte man dies mit den Jungwölfen gemeinsam ohne Probleme. So wollte er schon zustimmen und fing an:

"Ein Spiel schlagt ..."

Mitten im Satz hörte er auf zu sprechen, war doch gerade geschah etwas eher unerwartetes. Sie waren zwar mitten im Rudel und um sie herum waren all die Anderen. Jedoch in diesem Moment hatte er nicht daran gedacht, dass einer dieser das Gespräch mit ihnen dreien suchen wollen würde, und dazu noch einer der Neulinge. Nicht das er etwas dagegen hatte, nein, gewiss nicht. Es freute ihn sogar ein neues Gesicht kennen zu lernen. Und es schien ihm auch so, als würde diese Fähe ihm vor dem Spiel mit den Jungrüden bewahren. Eigentlich hätte das Spielen ihn erfreut, jedoch konnte er den Hintergedanken nicht ganz verdrängen, dass die Beiden plötzlich es irgendwie schaffen könnten, ganz zu verschwinden, zumindest für eine Weile.
Zunächst ging er davon aus, dass die Neue schon Teyrm kannte und deswegen ihm die Fragen stellte. Doch die Reaktion des Aschfarbenen ließ nicht darauf schließen. Das kam ihm irgendwie merkwürdig vor. Wusste sie auch seinen Namen? Er ging eigentlich nicht davon aus, auch wenn wahrscheinlich Teyrm davon auch nicht ausgegangen ist. Er beendete die Überlegung damit, dass er den Neuankömmling von einem freundlichen Nicken begleitet begrüßte:

"Hallo, Fähe, mich nennt man Kenayo."

Er war kurz davor zu sagen: "Falls du das noch nicht wusstest." Doch dies ließ er lieber. Vielleicht würde sie es ja nicht als Humor verstehen. Stattdessen hörte er lieber ihren Fragen zu und lauschte auch Teyrms Antwort, worauf aber ein Blick danach zunächst zu dem anderen Jungrüden und dann zu ihm folgte. So sagte er ergänzend:

"Ich kann noch hinzufügen, dass unser Weg uns zu dem Berg vor uns führt. Jedoch was uns dort erwartet weiß wohl niemand, oder dieser spricht nicht darüber."

Er wollte noch nach ihrem Namen fragen, jedoch dies übernahm schon Teyrm und so schwieg er nur weiter und wartete auf ihre Reaktion.

02.04.2012 22:08
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Na super. Teyrm schien ebenso hilflos wie Toboe selbst, wußte anscheinend auch keine Lösung für ihr kleines Kenayoproblem. Der Graue selbst blickte also von seinem Freund zu dem Erwachsenen, bis Teyrm vorschlug, das sie sich verstecken sollten, und Kenayo sie suchen durfte. Natürlich. War doch ganz logisch, aber wahrscheinlich zu einfach dafür, dass es funktionieren würde. Die Ohren ein wenig verdrehend legte sich der blaue Blick wieder auf den Schwarzen, von dem er beinah glaubte, dass dieser ihre kleine Lüge durchschaute. Naja... er hatte wohl auch nicht sehr überzeugend geantwortet, das hatte er nun also davon. Er seufzte tonlos, als Kenayo zu sprechen begann, und nach kurzem Ansatz schon wieder schwieg. Dieses Mal wurde er jedoch von einem neuen Gesicht unterbrochen, eine der Neuankömmlinge. Sie beachtete aber niemanden von ihnen so wirklich, bis auf Teyrm. Sie lief nun neben ihm, erkundigte sich nach Leikuna, und Teyrm antwortete... wenn er auch irgendwie ein wenig... überfordert klang. Dies bestätigte sich nur, als er den Kopf zu ihm selbst herum wandte, ihn anblickte. Toboe blieb nichts anderes übrig, als das Gesicht ein wenig zu verziehen, und mit den Schultern zu zucken. Er forschte kurz in seinem Kopf nach dem Namen der bräunlichen Fähe, aber noch bevor er eine Antwort fand, erkundigte sich sein bester Freund schon nach dem Namen besagter Fähe. Nun stellte Kenayo sich vor, und Toboe Blick wandte sich von seinem Freund zu dem Erwachsenen, zurück zu der Fähe. Was für ein wildes Durcheinander. Kurz schüttelte der Graue den Pelz, setzte dann ein Lächeln auf und wandte sich seinerseits der Fremden zu.

Mich nennt man Toboe, angenehm.“

Wieder schnippten die Ohren des Rüden durch die Luft, während seine Augen noch einige Momente auf der Neuen ruhten. Ein leises Brummen in Teyrm Richtung konnte er sich jedoch nicht verkneifen, immerhin rückte ihr Plan so noch in weitere Ferne. Ob sie jetzt überhaupt noch eine Chance hatten? Kenayo erklärte ihr nun, wohin ihr Weg sie führen würde, und Toboe ließ den Blick schweifen. Es musste doch irgendwie einen Ausweg geben, irgendein kleines Schlupfloch. Er grübelte angestrengt, fragte sich still, wie weit sie bei Kenayo gehen konnten. Die Fähe war sicher kein Problem, sie kannten sie eigentlich nicht, und ihr würde sicher nicht einfallen, ihnen Befehle zu geben. Was also tun, um des Schwarzen abzulenken?

Wie wäre es jetzt mit einem Spiel zu viert? Zwei gegen Zwei? Ich nehme Teyrm für mein Team.“

Abschätzend blickte sich der Graue kurz um, musterte jeden Wolf einzeln. Auf den Lefzen trug er ein ruhiges Lächeln, hoffte nur, dass dieser Plan funktionieren würde. Und so richteten sich seine Seelenspiegel wieder auf seinen besten Freund, als suchte er nach Bestätigung für diese Idee. Etwas Bessres fiel ihm absolut nicht ein.

03.04.2012 21:14
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27.03.2011

Das Bild der versteinerten Wölfin wollte sie einfach nicht los lassen. Dieses Bild von Leben, welches reglos und unbeweglich vor ihnen stand und gleichzeitig so tot und lebendig wirkte. Die Bunte winkelte die Ohren unsicher an, während sie versuchte, Leikuna aus ihren Gedanken zu verbannen. Sie hoffte, dass sie einen Weg finden würden, die Fähe wieder zum Leben zu erwecken und gleichzeitig auf diesem Weg nicht dem über den Weg laufen würden, was dafür verantwortlich war. Es war einfach so irreal, dass die Fähe sich weiterhin dagegen wehrte, es zu glauben, bis ihr dieses Bild wieder lebendig vor Augen trat. Doch viel wirklicher, viel bedrückender war noch immer die Furcht, die sie seit dem nicht mehr los ließ, dass auch noch andere zu Stein wurden. Andere, denen sie vielleicht viel, viel näher stand. Sie schluckte ein leises Winseln unter, während sie den Blick wieder zu Jeanne hob und ihr einen besorgten, ängstlichen Blick zuwarf. Saiyán hatte sie noch immer nicht entdeckt und sie konnte nicht mehr als hoffen, dass sie sich nicht zu weit vom Rudel entfernt hatten, sodass sie leichte Beute geworden wären. Sie spürte, wie der Rhythmus ihres Herzens unregelmäßiger wurde. Bemüht unauffällig ließ sie den Blick erneut über die Gestalten vor sich schweifen – erfolglos. Das Schweigen Jeannes trug auch nicht dazu bei, dass sie sich besser fühlte – es ließ sie zweifeln, zweifeln an der Hoffnung, dass es eine Lösung für das alles geben würde und dass sie nicht dauerhaft in Gefahr waren. Die Krallen der Fähe drückten sich etwas fester in den Boden, ehe schließlich doch eine Stimme die Stille zwischen ihnen durchschnitt. Allerdings war es nicht Jeanne, die sprach, sondern eine andere, bekannte Stimme, die Ash tatsächlich ein Stein vom Herzen fallen ließ.

„Saiyán!“, entwich ihr, fast schon zu erleichtert, doch es scherte sie nicht.

Erst nach dieser tadellosen Erkenntnis und einem erleichterten Ausatmen legte sie die Ohren wieder etwas enger an den Kopf und blickte zu Boden. Ein kurzes Pendeln war durch ihre Rute gegangen, als sie den gesuchten Zwilling neben sich erkannt hatte. Doch seine Worte waren nicht das, was sie sich zuvor noch erhofft hatte. Er hatte keine rationale Erklärung – nichts, was sie beruhigten konnte. Er stand vor der gleichen Ratlosigkeit wie sie alle. Und das beunruhigte sie nur noch mehr. Der Dunkle gab ihre Frage an Jeanne weiter und der Blick der Bunten wanderte von ihm hin zu der Weißen, hoffend, dass sie eine beruhigendere Antwort parat hatte. Schließlich jedoch, als die Helle bereits zu sprechen begonnen hatte, gab sie sich erneut einen Ruck, wendete den Kopf herum und berührte den Rüden an ihrer Seite zaghaft mit der Nase an der Seite. Es war egal, dass sie alle ratlos waren – solange ihnen nichts passierte, war alles gut. Solange sie lebten und ihre Herzen noch schlugen war alles gut. Und in diesem Augenblick beruhigte sie die Berührung Saiyáns ungemein. Sie spürte die Wärme, spürte das Leben, welches durch seinen Körper pulsierte.

„Denkst du, es war ein anderes Lebewesen? Oder ein Gift? Das klingt alles so absurd. Wie sollen wir uns vor etwas in Acht nehmen, was wir nicht einmal kennen?“

Ihre Stimme klang nun weitaus fester als zuvor noch, doch die Furcht war deutlich herauszuhören. Ihr Blick lag nun wieder auf Jeanne. Aus irgendeinem Grund wollte sie den blauen Seelenspiegeln Saiyáns für den Moment ausweichen – so, wie die letzten Tage und doch wollte sie ihn an ihrer Seite wissen. Es war ein merkwürdiges Gefühl.

„Vielleicht könnten uns ja auch die Spiegel weiterhelfen?“


komm mir nicht zu nah, sonst kann's gescheh'n
Einmal will ich hoch zur Sonne schweben und mich von mir selbst befreien
Einmal nur lass ich los, denn ich will fliegen wie der Phönix aus der Glut

dass wir beide lichterloh in flammen steh'n
04.04.2012 11:25
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THEY SAY WE ARE WHAT WE ARE, BUT WE DON'T HAVE TO BE
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Entgegen seiner Erwartungen war es eigentlich ganz simpel gewesen sich in das Gespräch der beiden Fähen mit einzuklinken, das grade erst begonnen hatte. Die erleichterte Begrüßung Ashlynns gefiel ihm, sodass er die Schnauze zu ihr wandte und sich ein Lächeln nicht verkneifen konnte – es war schön, dass sich zumindest das nicht wirklich verändert hatte, auch wenn der Rüde immr noch nicht wusste, wie er Zweifarbigen wirklich gegenübertreten sollte. Er hoffte einfach nur, dass sie nicht noch einmal wegen irgendwelchen Spielereien in Schwierigkeiten geriet, oder sich ihre Freundschaften ankratzte, grade die zu Jeanne. Sonderlich schwierig war es schließlich nicht, auf gut Pfote mit den beiden zu kommen: er musste nur nebenher trotten und die Lauscher spitzen, um jedes Wort mitzubekommen, dass Jeanne nach einer Begrüßung an sie beide wandte und wieder einmal ihre Sorgen um Leikuna und das Rudel äußerte – anstatt es als Unsinn abzutun, musste Saiyán allerdings dieses Mal zustimmend nicken, auch wenn er fürs Erste nichts darauf erwiederte. Mit einem Zähneknirschen ging der Dunkle nocheinmal seine erste Begegnung mit der Steinfigur durch, konnte sich allerdings auch jetzt noch keine plausible Antwort darauf erlauben, wie und warum grade dieser Fähe so übel mitgespielt wurde. Sie war eine von vielen, besaß weder eine wichtige Stellung - zumindest nicht aus seiner Sicht -, noch einen schweren Charaktermakel, zumindest soweit der Zwilling dies beurteilen konnte.
Ein bitteres Schnauben folgte auf Jeannes Endung.

„'ne Lösung? Bis wir sie ausm Stein holen können, is' sie eh schon verhungert.“

Auch wenn es ziemlich hart klang, musste er seine Gedanken – wie immer – aussprechen. Er hatte nicht genau nachgezählt wie viel Zeit seit der Entdeckung vergangen waren, dennoch konnte er sich kaum vorstellen, dass ein Wolf so lange ruhig und alleine – vorallem alleine! - an einer Stelle stehen konnte, ohne den Verstand zu verlieren. Das der dunkle Pelträger jedoch keinen Zweifel daran erheben wollte, dass sie es nicht zumindest versuchen müssten die Fähe aus ihrem Gefängnis zu befreien, bezeugte ein ratloses Kopfnicken, das erst dann endete, als Ashlynn die Spiegel ins Gespräch brachte. Spiegel! Pah. So mystisch sie auch erschienen waren, hatten sie doch nur das gezeigt, das auf der Pfote lag. Zumindest in seinem Fall. Jeder der ihn auch nur ein wenig kannte, hätte sich ausmalen können, was die Spiegel in seinem Falle zeigten. Warum sollten sie also grade von ihnen eine Antwort erhalten?

„Wenns nicht irgendnen' Spiegel gibt der Wünsche erfüllen kann, bringt uns das wohl auch nicht weiter.“

Fragend sah nun auch er zu der Weißen, als würde sie vielleicht von einem weiteren komischen Ding wissen, dass dem Rudel noch nicht offenbart wurde. Dabei versuchte er die Berührung der Zweifarbigen, die so verzweifelt und eingeschüchtert gegenüber den letzten Ereignissen schien, zu erwiedern, um ihr zumindest etwas Furcht zu nehmen.


NIEMALS WOLLTE ICH DICH BETRÜGEN.
DOCH MEINE GESCHICHTEN VOM GLÜCK;
sie waren meine größten Lügen.




04.04.2012 17:18
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Was sollten sie tun, um diesem Schicksal zu entkommen? Was würde ihnen noch passieren, wenn schon Wölfe versteinert wurden? Das schmerzhafte Ziehen in der Brust der Wölfin wolle nicht nachlassen, stieg mit jedem Gedanken an Leikuna noch einmal an. Nicht einmal die Gesellschaft der beiden jüngeren Wölfe wollte es ein wenig lindern, aber zumindest schien Ashlynn erleichtert darüber, dass der schwarze Rüde zu ihnen getroffen war. Die Reaktion der Bunten ließ Jeanne leicht lächeln, den Blick weiter nach vorn gewandt. Die beiden Wölfe begrüßten sich, während die Weiße selbst ihren Gedanken nachhing, sie drehte und wendete und doch zu keinem Punkt kam, an dem sie zufrieden war, und es einfach ruhen lassen konnte. Die Sorge Ashlynns war berechtigt, natürlich. Auch Jeanne selbst sorgte sich um die Wölfe des Rudels, und automatisch suchten die dunklen Augen der Weißen nach ihrem Sohn, machte seinen schwarzen Pelz in einiger Entfernung auf. Es war erleichternd, ihn wohlauf zu sehen, in Sicherheit zu wissen. Trotzdem blieb das Gefühl der Furcht. Nun stellte die Bunte eine weitere Frage an Saiyán, aus der sie selbst sich ausklinkte, da sie nicht angesprochen war, und ihren eigenen Fragen im Kopf nachlief. Welcher Hoffnung sollten sie nachrennen, welchen Glauben sollten sie verfolgen, wenn in ihrer Mitte ein Wolf versteinert wurde – ohne irgendeine Aussicht auf Heilung. Sie seufzte, biß die Fänge dann fester aufeinander. Und ebenso wenig konnte sie sich erklären, was für das Schicksal dieses Rudelmitglieds verantwortlich war. Auch die Worte des schwarzen Jungwolfes waren nicht sehr aufbauend, was wohl auch daran lag, dass Jeanne selbst diesem Gedanken schon ausgewichen war. Was war, wenn sie Leikuna nicht in der nächsten Zeit befreien konnten? Gab es für die Weiße dann überhaupt noch eine Hoffnung?

s ist schwer, die Hoffnung aufzugeben, wenn man sich nichts mehr wünscht, als sie zu befreien. Würdest du einfach so aufgeben, wenn dein Bruder versteinert vor dir stehen würde?“

Kein Vorwurf, nur eine Feststellung. Natürlich hatte nicht jeder eine sehr enge Beziehung zu Leikuna, sie selbst hatte nicht viel mit der Wölfin gesprochen. Aber sie war eine von ihnen, ein Mitglied ihrer Familie. Und war es nicht ihr oberstes Ziel, diese zu beschützen, egal, was auf sie zukam? Erst, als sie Ashlynns Blick auf sich spürte, die Frage vernahm, die die Fähe nun stellte, wandte Jeanne den Kopf herum, blickte die Bunte still an und neigte den Kopf ein wenig zur Seite, dachte über ihre Antwort nach, als Saiyán ihr zuvorkam, und den Gedanken aussprach, den sie gefasst hatte. Als er geendet hatte, blickte auch Saiyán sie an, wie zuvor Ashlynn. Überlegend schloß die Fähe die dunklen Augen, schüttelte dann fast traurig den Kopf. So sehr sie es sich auch wünschte... sie konnte sich nicht vorstellen, dass die Kristalle ihnen helfen konnten, dass sie die Lösung für ihr Problem waren. Sie seufzte.

Ich befürchte, Saiyán hat Recht. All die Kristalle zeigen uns nichts, was uns helfen könnte. Wir sehen Ängste, Wölfe die uns wichtig sind. Aber... wie sollen wir daraus eine Lösung finden? Ich hoffe auf Kiba... dass der Berg uns etwas zeigt, was uns helfen kann. Oder uns wenigstens die richtige Richtung zeigt.“

04.04.2012 19:19
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Phai [Verstorben]

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Leise. Nur ganz leise setzte sich eine schwarze Pfote vor die andere. Der recht große und Massige Körper bewegte sich unglaublich leise durch das Unterholz, während sie strategisch den Ästen und Blättern auswich, die ihren Platz am Baum eingebüßt hatten. Ein stummer Blick von der schwarzen Gestalt wanderte den Baum nach oben und ihre orangenen Augen betrachteten die gleichfarbigen Blätter, die sich nun immer mehr in bräunliche Blattleichen verwandelten, eher sie sanft nach unten glitten. Auch die Sonne kündigte langsam das Sterben des Waldes an. Nein, es war kein sterben. Alle Pflanzen würden schlafen. Einen sehr langen schlaf. Wahrscheinlich würden sie nicht einmal spüren, wie kalt und unerbittlich der Winter war.

Sechs Ganze Winter hatte Phai schon hinter sich. Nun kam bald der Siebte. Sie spürte langsam, wie auch ihr Körper an Kraft verlor. Wie es auch ihr immer schwerer wurde, durch die Winter zu kommen. Doch nun kam erst der Herbst. Eines der Zeiten, die schon seit ihrem ersten Lebensjahr einen düsteren Hintergrund hatte, als der Winter. Wie weit er wohl gekommen war? Es sollte ihr egal sein. Wie es die restlichen Jahre auch war. Aber irgendwie dachte sie immer wieder daran. Vielleicht wäre es alles anders gelaufen, wenn er früher heraus gekommen wäre. Dieses Monster, das ihre Mutter gequält und ihre Geschwister umgebracht hatte.

Leicht schüttelte sie ihren Kopf und ihr Blick wandte sich wieder auf den Weg vor ihr. Sie sollte nicht mehr so träumen. Immerhin hatte sie schon oft den Blätterwechsel miterlebt. Wie die Sonne immer schwächer wurde und sich später der weiße Schatten über die Landschaft legte. Das Jagen wurde dann immer schwerer und auch die Kräfte schwanden dann. Nur dieses Jahr, war etwas anders. Phai hatte dieses Jahr schon oft drüber nachgedacht, ob es ihr letztes Jahr sein könnte. Natürlich sträubte sich alles in ihr dagegen. Sie konnte noch nicht sterben. Sie wollte es noch nicht.

Mit eisernem Willen führte sie ihren Weg fort. Auf die große Gebirgskette, die sie wohl nicht mehr verlassen könnte, wenn er der Winter kam. Es war ein schwerer Weg, dass musste Phai zugeben. Doch dafür war sie umso stolzer, als sie oben angekommen war und den ganzen Weg nach unten ohne große Probleme schaffte. Dass sie in einem fremden Revier war, war ihr bewusst. Ob sie sich wohl ankündigen sollte? Wahrscheinlich. Ihre Nase legte sie in den Wind und atmete einmal den Geruch des Landes ein, welches sie gerade betreten hatte. Sie verweilte kurz so, ehe sie ihre Stimme erhob.
Eine dunkle und recht volle Stimme besaß Phai. Es klang wie warmer Honig und doch… da war etwas Kratziges. Man merkte es ihr an der Stimme an, dass sie älter war. Aber das machte sie noch lange nicht schwach. Und doch hoffte die schwarze Fähe, dass man sie hier aufnahm. Immerhin war das Leben in einem Rudel viel einfacher. Vor allem für eine Fähe, die länger auf dieser Welt wandelte, als manch anderer Wolf. Ob ihre Geschwister wohl schon tot waren? Sie wird es wohl nie herausfinden.

Ihre ganze Gestalt stand nun angespannt da, während sie ihre Ohren aufstellte und auf eine Reaktion des Rudels wartete. Nun bemerkte sie auch das rascheln der Blätter mehr und die kleinen Wesen, die sich um sie herum tummelten. Ob es Käfer oder Mäuse waren. Sie alle bereiteten sich auf den Winter vor. Das Klügste, was man nun tun konnte.

04.04.2012 22:18
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Yoki

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Und manchmal, da bin ich mir sicher, Hoffnung bringt etwas.


Der Winter würde bald ins Land ziehen und Yoki hatte ihre bekannte Heimat schon lange hinter sich gelassen. Nichts mehr an der Umgebung erinnerte sie noch an die alten Berge, die oft die meiste Zeit des Jahres mit Schnee bedeckt waren. Wie lang sie wohl schon gelaufen ist, viel zu lange auf alle Fälle.
Der Abend dämmerte und frischer Wind kräuselte ihr weißes Fell, zeichnete Gesichter hinein, Fratzen die lachend der Welt entgegen blickend schnell wieder verschwanden. Einfach so von dem Wind ausgelöscht, davon geweht. Die Fähe war sich sicher, hier gab es andere Wölfe, hier musste es ein ganzes Rudel geben, der Geruch hing schon lange in der Luft und mit jeden Schritt wurde dieser intensiver, und egal wie Müde Yoki auch wahr, sie wollte noch am heutigen Tag diesen Geruch aus der Schnauze haben.

Mit der Zeit lernt man wie man überlebt – allein. Nie hatte sie wirkliche Gesellschaft gehabt, immer war sie nur die komische, dumme, verrückte, die, die man besser hätte umgebracht. Ja, also wieso etwas suchen, dass sie am Ende zerstören würde. Sie würden Yoki auf Dauer zerstören, würden sie auch so mit ihr umgehen. Und bis jetzt war jeder so zu der weißen Fähe. Wenn man innerlich stirbt, lernt man gleichzeitig auch wie man überlebt. Niemand konnte ihr etwas sagen. Auch wenn sie von der Statur her aussah, als hätte sie weder Kraft noch Kampfwille, so konnte sie töten.
Die Weiße stellte ihre Ohren aufmerksam auf, jagen, das musste sie auch bald wieder. Viel zu lange war es schon wieder her, seitdem sie das letzte Mal ihre Zähne in das saftige Fleisch geschlagen hatte. Kurz hob sie ihren Kopf an, um den Himmel zu betrachten. Es war klar, doch man sah, dass es immer später wurde. Schnell beschleunigte sie ihre Schritte nur um kurz darauf wieder langsamer zu werden. Immer intensiver wurde der Geruch eines anderen Wesen. Einer anderen Fähe. Yoki verzog das Maul. Fähen war noch viel schlimmer als Rüden. Sie konnten dich mit einem solch anklagenden Blick ansehen, dass du am liebsten direkt auf der Stelle eingehen würdest vor Scham. Oder einfach vom Blitz getroffen werden, aber so etwas kam viel zu selten vor, viel zu selten für sie, also würde sie lieber auf den natürlichen Tod warten, anstatt ihre Zeit mit Methoden zu verschwenden, wie sie schneller von diesem Stück Dreck – auch Erde genannt – wegkam. Es würde so oder so noch früh genug geschehen.

Dann, plötzlich blieb die Fähe einfach stehen. Ihre gelben Augen waren auf einen schwarzen Fleck in der Ferne gerichtet. Das war die andere, die sie schon so lange roch. Die ihr in den Atemwegen hing und sie fast zum würgen brachte. Dann setzte sie wieder langsam eine Pfote vor die andere, darauf bedacht so wenig Lärm wie möglich zu machen, denn was sie nun am wenigstens brauchte war eine nette Unterhaltung mit der Schwarzen. Je näher sie kam, desto besser konnte sie Sie erkennen. Ihre Statur war um einiges größer und bulliger als ihre eigene. Fast hätte man sagen können, sie wäre ein Rüde – naja man hätte es sagen können, aber der Geruch war eindeutig. Ihre Augen waren so Orange dass sie praktisch aus dem dunklen Fell leuchteten.
Jetzt erst dachte Yoki daran, dass sie auch einfach anderen Weg hätte nehmen können, aber sie war nun direkt auf die Fremde zu gelaufen. Dumm. Angst fraß sich durch ihren Magen und Nervös blieb sie wenige Meter vor der Schwarzen stehen. Einfach weiter laufen konnte sie nun auch nicht mehr. Nicht mehr weit und es würde ein ganzes Rudel da stehen, sie würde direkt dadurch spazieren, was nicht gerade gut ankam. Ob diese Schwarze wohl zu dem Rudel gehörte, oder ob sie wie Yoki selbst auf Durchreise war? Auf der Suche nach jemanden, der sie akzeptierte. Doch etwas durfte die Fähe nicht vergessen, das Wesen gegenüber war immer noch Weiblich.
Mit einer Mischung aus Angst, Wut und Neugier starrte sie die Fremde an und hoffte auf ein paar freundliche Worte, oder einfach keine Reaktion

07.04.2012 19:37
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