Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
Caspar seit: 43 Tagen
Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


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THEY SAY WE ARE WHAT WE ARE, BUT WE DON'T HAVE TO BE
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FAMILIENTREFFEN

nach "Rückkehr ohne Wiederkehr", Abends
Toboe Tear, Kiba Telay, Aiyán & Saiyán Tendes



Also so ganz zufrieden war Saiyán ja nicht, auch wenn das Rudel jetzt langsam wieder seine gewohnten Leittiere einnahm. Kiba war zurück und Akara spurlos verschwunden, zumindest versuchte niemand ihr zu folgen oder sie zu suchen. Alles hätte heute wieder auf den richtigen Weg finden können, wenn diese Deppen von Wölfen sich nicht so wahnsinnig quer gestellt hätten. Zuerst dieser Kenayo, dann Akando und zum Schluss musste Yago zeigen was für ein toller Hecht er war – es war ja wirklich cool von ihm gewesen, dass er Kiba hatte beschützen wollen, aber dafür waren ja wohl eindeutig ihre Söhne verantwortlich, auch wenn Tobs sich fein raus gehalten hatte – Feigling! – und Aiyán zu dieser Zeit immer noch verschwunden gewesen war. Ergo: er, Saiyán, war der Einzige der seine Mutter hätte unterstützen können ohne irgendwelche Ansprüche zu erheben! Seltsamer Weise schien die allerdings wenig begeistert davon gewesen zu sein. Vielleicht war die Einsamkeit dort oben – ihr Gesellschaft war ja jetzt nicht so der Hit gewesen – ein wenig zu viel für sie gewesen? Möglich wäre es.

Kopfschüttelnd schnaubte der dunkle Rüde, während die Tatzen ihn Schritt für Schritt weiter vom Rudel fort führten, auch wenn Saiyán sich eigentlich vorgenommen hatte bei der zurückgekehrten Leitwölfin zu bleiben, hinterher kam es noch zu weiteren Diskussionen über deren Fähigkeiten als Chef. Allerdings war bei diesem Plan etwas dazwischen gekommen: die allzu bekannte Witterung seines Bruders. Dem normalen Bruder, nicht dem Dickerchen. Seltsamer Weise war Pyry nicht dabei, soweit es das Blauauge beurteilen konnte. Aber das sollte ihn jetzt erstmal nicht daran hindern Aiyán zu begrüßen und auszuquetschen, wo der Kerl denn bitte die ganze Zeit gewesen war! Mit einem lauten Jaulen machte sich der Dunkle für den Bruder bemerkbar, als er meinte, dass dieser in Hörweite war. Den stetigen Trab am Seeufer entlang unterließ er jedoch nicht: zum Einen war die untergehende Sonne an diesem Abend eine echte Erholung, zum Anderen verdeckte der Eigengeruch des Wassers irgendwie – auch wenn es nur in Sais Einbildung war – den miefigen Geruch von Toboe, der sich hier auch irgendwo rumtreiben musste!
Die Lauscher angelegt, die Rute pendelnd, konnte sich der Zwilling nicht recht entscheiden, wie er dem verschollenen Bruder gegenüber treten sollte: war er sauer, dass Aiyán einfach verschwunden war oder freute er sich, dass dieser nun wieder hier war? Irgendwie fühlte er ja grade beides. Kompliziert!


NIEMALS WOLLTE ICH DICH BETRÜGEN.
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sie waren meine größten Lügen.




01.11.2011 14:06
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09.07.2006

Die Abendsonne im Rücken wärmte das Fell des Schwarz-silbernen Rüden. Auch dieser Tag war erschöpfend für Aiyán. Er wusste schon gar nicht mehr wie viele Stunden – natürlich mit Pausen – er unterwegs gewesen war. Er wusste, dass er dem Rudel ganz nah war, denn das verriet ihr Geruch, aber seine Kräfte schwanden. Eine letzte Pause. Dem Rüden war so gar nicht nach Pause, aber sein Körper lief schon auf Reserve. Wie bei einem Endspurt lief er. Doch nun brauchte sein Körper eine Pause. Hechelnd ließ er sich am Grenzflussufer nieder. Schnaufend betrachtete Ai das Schimmern auf der Wasseroberfläche so wie die Reflektion des Sonnenunterganges und dessen Farbenspektakel. Ai liebte sowohl das Wasser als auch die Wärme. Eigentlich empfand ein Gefühl, welches ihm fast fremd geworden war. Freude. Wohlbefinden. Fast. Es kam diesen Gefühlen sehr nahe, doch ihm fehlte seine einzige Stütze in all den schweren Zeiten. Saiyán Tendes. Sein Zwillingsbruder. Ach, er war ihm so nah und doch so fern. Für einen kurzen Moment legte der Rüde seinen Kopf auf seine Vorderpfoten und schloss die Augen. Er rief die alten Zeiten mit Saiyán auf. Dieses Getobe und Gerangel, was Ai zuerst zu unterbinden versuchte, hatte er doch ganz gern mittlerweile. Der sonst so gelassene Rüde empfand es als eine Art Ausgleich. Nach einer gewissen Zeit versteht sich.

Nachdem sich seine Atmung wieder reguliert hatte, beschloss der Jungrüde sich wieder aufzuraffen. Immerhin war er seinem Bruder so nah! Humpelnd setzte er seinen Weg entlang des Flusses weiter. Aiyán blieb abrupt stehen. Seine gespitzten Ohren vernahmen eine so vertraute Stimme. Noo! Am liebsten wäre der Rüde losgesprintet, aber – da er ja immerhin verletzt war – stattdessen setzte er einen stolzen, ebenso steifen, Trab ein. Der immer und immer schneller wurde. Sai. Wie lange hatte er nur darauf gewartet? Seine Rute pendelte freudig hin und her. Für einen Augenblick vergas der Rüde alles um sich herum. Selbst die Abendsonne und das reflektierende Wasser. Er kam Saiyán immer näher und näher. Zugleich begann seine Pfote immer mehr zu schmerzen.
Freudig umsprang der Rüde seinen Zwilling. Trotz der verletzten Pfote. Aiyán versuchte die Pfote nicht allzu sehr zu belasten.

„SAI!“,

rief der Rüde laut und höchst erfreut. JETZT fühlte er das wahre Glück auf Erden. Wie schön!

„Ich bin ja SO froh wieder bei dir zu sein!“

Seine Stimme klang freudig, aber auch erfüllt von Sehnsucht, die nach einem Ende verlangte – und nun gestillt werden konnte. Dass sich auch der Rest seiner Familie ganz in der Nähe befand, nahm der Rüde noch gar nicht wahr.

01.11.2011 21:38
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23.07.2005

Kiba Telay hatte sich dem Waldsee zugewandt, um etwas zu trinken. Aktuell versuchte sie all die Gedanken, die in ihrem Hinterkopf herumschwirrten und wie hungrige Wölfe darauf warteten, sich auf ihr Bewusstsein zu stürzen, zurück zu halten und bestmöglich an gar nichts mehr zu denken. Sie hatte ein Gespräch mit Kain hinter sich gebracht und sehnte sich so sehr nach etwas Ruhe. Hin und wieder schaffte es doch kurzzeitig, der Gedanke nach der Friedensallee aufzuflackern, aber noch versuchte sie ihn nieder zu kämpfen. Das konnte sie sich jetzt nicht leisten. Vielleicht nie mehr. Manchmal suchte ihr Blick nach Yago, dann wieder nach den Söhnen und als sie dann sah, wie Saiyán sich entfernte, versetzte es ihr einen Stich. Gleichermaßen fragte sie sich immer wieder, wo sein Zwilling nur steckte. Saiyán hatte ihr das nicht beantworten können und sie sorgte sich gleichermaßen, wie sie sich fragte, ob ihr Sohn sie nicht mehr sehen wollte. Genau das waren Teile von eben jenen quälenden Gedanken, die sie im Moment nicht zulassen konnte, aber es gelang ihr nur schlecht. Vor allem, während sie zusah, wie sich Sai weiter und weiter entfernte. Wie sauer war er, hatte sie es sich mit ihm verscherzt? Kiba war weiterhin der Meinung, dass sie ihrem Sohn so ein abfälliges Verhalten nicht durchgehen lassen konnte, es tat weh, aber sie musste wohl oder Übel in Kauf nehmen, bei ihm in Ungnade zu fallen, wenn er sich nicht zurückhalten konnte.
Kibas Ohren spitzten sich, als sie Saiyán plötzlich aufheulen hörte und kurz darauf eine Antwort erfolgte. Sofort war auch Kiba auf den Beinen, die Angst vor Ablehnung niederringend. Sie wollte auch ihren dritten, verbliebenen Sohn wiedersehen. In einem raschen Trab umrundete die Requistin den Waldsee und steuerte auf Aiyán und Saiyán zu, die sich gerade stürmisch begrüßten, als hätten sie sich länger nicht gesehen. Während sie sich den beiden näherte, spürte sie, wie sich ihr Herzschlag beschleunigte und sie eine innere Unruhe ergriff. Es wäre furchtbar, auch noch von ihren eigenen Kindern abgelehnt zu werden.

You are not alone in your life although you might think that you are

So sorry your world is tumbling down
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02.11.2011 16:39
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To the impossible Dream
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23.05.2006

Nun war sie wieder da, die Familie war komplett. Oder... zumindest die Teile, die noch bestanden. Aber trotzdem... Ashlynn und Teyrm hatten versucht, ihn aufzumuntern, dennoch ließ ihn dieses Gefühl nicht los, dass nichts wie vorher sein würde. Dieser eine Tag, der so endlos lang zurück lag, hatte alles ins Chaos gestürzt. Aber... vielleicht hatten die beiden auch Recht. Vielleicht mussre er seiner Mutter einfach Zeit geben. Nun lag er erstmal am See, beobachtete das Rudel ein wenig, genoß die letzten Sonnenstrahlen, die seine Nase kitzelten. Erst einmal wollte er froh darüber sein, dass seine Mutter wieder bei ihnen war, wenn auch vielleicht nicht so, wie er sie in Erinnerung hatte. Dieser Gedanke entlockte ihm ein leises Seufzen, und der blaue Blick verfing sich am anderen Ufer des Sees. Erst das Aufheulen seines Bruders ließ ihn leicht den Kopf heben, den Blick herum wenden. So konnte er noch erkennen, wie auch seine Mutter sich auf den Weg machte, dem Heulen zu folgen. Einen Moment zögerte der graue Rüde, legte die Ohren leicht an, und blickte seiner Mutter hinterher. Es interessierte ihn schon, was dort vor sich ging, aber konnte er dafür Saiyán ertragen? Er schnaufte leise, ehe er sich erhob, den Pelz kurz schüttelte und sich dann in Bewegung setzte, Kiba und den Wolfsgeräuschen folgend.
Es dauerte einen Moment, bis er den hellen, silbernen Pelz erkannte, sowie die zwei schwarzen, die sich stürmisch begrüßten. Oho, der verlorene Bruder war also wieder aufgetaucht. Noch einmal spielte Toboe mit den Ohren, trabte dann an die Seite seiner Mutter. Den Kopf leicht zu ihr neigend, schlich sich ein Lächeln auf Toboes Lefzen, und seine Rute pendelte kurz durch die Luft. Dann richteten sich die blauen Augen wieder nach vorn, betrachteten Aiyán und Saiyán. Ersterer schien nicht wirklich ganz fit, was Toboe sich vielleicht auch nur einbilden mochte.

Dann sind wir also alle wieder zusammen,“

sprach er leise, fast nur an seine Mutter gerichtet.

07.11.2011 23:19
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06.12.2006

Es war eindeutig die Freude, die siegte! Voller Enthusiasmus stürmte er seinem Zwillingsbruder auf den letzten Wolfslängen entgegen und schmiegte ihm die Schnauze als Begrüßung in das dichte Fell am Kragen – nagut, eigentlich stieß er ihm vor Wiedersehensfreude in die Seite, aber es sollte eher zärtlich gemeint sein. Laut jaulend, um den Gefühlen platz zu machen, sprang er um sein dunkles Ebenbild herum und ließ die Rute wie ein junger Welpe schwenken.

„Das solltest du auch sein!“, kommentierte er die Freudensausbrüche des Anderen und konnte die eigenen dabei kaum im Zaum halten. „Wo warst du denn so lange?!“

Fragte er währenddessen, die Schnauze skeptisch schräg gelegt. Aiyán hatte ihn noch nie lange alleine gelassen und – soweit Sai das beurteilen konnte – war er ohne seinen Bruder nicht wirklich glücklich gewesen. Warum in Gottes Namen verschwand der Kauz dann einfach von der Bildoberfläche? Und das gerade Heute, wo Kiba und Yago zurück gekommen waren! Na, der würde Augen machen, wenn seine Nase die bekannten Gerüche erkannte – das geliebte Brüderchen wusste ja noch gar nichts davon, oder? Verschmitzt zog Saiyán dem Verschollenen am Pelz und fiepte ungeduldig auf dessen Antwort. Das hatte bestimmt etwas mit Pyry zu tun! Irgendwie hatte der Blauäugige die Sache im Gefühl!
Doch seine Vermutungen auszusprechen, dazu sollte er nicht kommen, da sich aus nicht allzu weiter Ferne die Schritte eines weiteren Wolfs näherten, die er auch sogleich als die Kibas einordnen konnte. Mist, jetzt war seine Überraschung verdorben! Aber so ganz darüber ärgern konnte sich der Requist nicht, schließlich war die Rückkehr der Mutter etwas, über dass sie sich beide freuen sollten. Das war ja wie eine Familienvereinigung hier! Ohne Hemmungen wegen den vorherigen Geschehnissen aufzuweisen, pendelte Saiyáns Rute noch immer wild umher, die Augen nun auf die Graue gerichtet, der er sich auch sofort im flotten Schritt näherte und umrundete, als wollte er Mutter und Sohn einander vorstellen. Beinahe auffordernd zog er auch Kiba am Schulterpelz und trabte wieder ein Stück in Aiyáns Richtung. Warum sie blieb sie denn wie erstarrt stehen…? Wusste sie denn genau so wenig von der Abwesenheit ihres Kindes, wie dieses von ihrer Rückkehr? Wolf, das war ja verwirrend! In einer ruppigen Liebkosung sprang er den verloren geglaubten Bruder an und bemerkte erst dabei, dass dieser nicht ganz fit zu sein schien – das vorherige Hinken war ihm in der Freude kaum aufgefallen.

„Was hasse denn da gemacht?“ Mit der Schnauze wies er auf unbelasteten Hinterlauf.

In dieser Zeit musste Toboe aufgetaucht sein, der sich durch ein unverständliches Murmeln bemerkbar machte du dem besorgten Pelzträger ansonsten kaum aufgefallen wäre. Doch das sollte ihn an diesem Abend nicht stören! Ohne sich darauf zu konzentrieren wen er da neben der Mutter stehen sah, strahlte er auch dem Dickerchen kurz entgegen, bevor die Farbenspiele weiter über Kiba auf Aiyán schwenkten.
Kiba war zurück und auch Aiyán hatte – ob nun verletzt oder nicht – den Weg zurück gefunden. Das war Grund genug die weniger erfreulichen Geschehnisse des Tages zu verdrängen!


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08.11.2011 18:26
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09.07.2006

Aiyán konnte dieses Glücksgefühl nicht beschreiben. Diese Freude, die niemand bändigen könnte. Aiyán ließ ebenfalls ein Geheul der Freude erklingen. Jeder sollte mitbekommen, dass er, Saiyáns Zwilling, wieder da war und wie sehr er sich freute seinen Zwillingsbruder wiederzuhaben. Als Saiyán ihn fragte, wo er solange geblieben war, dachte er an Pyry, diesen miesen Verräter. Seine Miene verfinsterte sich.

„Ach, Bruder….“.

Aiyán überlegte wie er anfangen sollte, doch da unterbrach ihn eine derartig bekannte Gestalt, dass er glaubte, ihm würde sein Herz stehen bleiben. Kiba? Die blauen Seelenspiegel blieben an der Gestalt des silbergrauen Wolfes kleben. Das konnte nicht wahr sein. Zunächst brachte er nur ein leises Gemurmel hinaus, was vermutlich kaum einer verstand.

„Mutter…“

Ungläubig über die Bilder, die sich ihm boten, war der Schwarze nun vollkommen verwirrt. Selbst Toboe kam, um ihn zu begrüßen. Zumindest kam das für den Schwarzen so herüber. Vergessen über die Tatsache, dass Toboe der kleine nervtötende Bruder war, pendelte Aiyáns Rute hocherfreut hin und her. Auch wenn der Schwarze die Anwesenheit seiner Mutter gerade nicht recht verstand, seine Freude über jenes Ereignis siegte. So ging er schwanzwedelnd und freudig auf diese zu. Er rieb seine Schnauze um ihren Hals. Er hatte sie mehr vermisst als er je zugegeben hatte.

„Mutter, ich hatte schon geglaubt…. Du seiest tot… Es ist schön, dass … du wieder da bist.“

Es waren leise Worte, die vermutlich - und hoffentlich – nur seine Mutter mitbekam. Aiyán liebte seine Mutter mehr als er es zeigen konnte. Leider. Doch in Momentan wie diesen konnte er seine wahren Gefühle offenbaren. Hoffentlich war Kiba nicht erbost, dass er ihre Ankunft verpasst hatte. Aiyán ging ein, zwei Schritte zurück, damit er in die Runde sehen konnte. Es war nur fair, jeden zu begrüßen. Auch wenn er und Saiyán ihren Bruder Toboe nicht gerade vorbildlich behandelte, er gehörte zur Familie. Vermutlich war das Aiyán bewusster als seinem Zwilling. Immerhin kannte der Schwarze die Grenze und wusste wo pure Respektlosigkeit anfing. Toboe stand neben seiner Mutter. Aiyán fiel auf wie ähnlich sich die beiden doch waren …

„Hey Tobs…“

Der Schwarze lächelte sanft, dann überlegte er, wann und ob er jemals ‚Tobs’ zu seinem Bruder gesagt hatte. Schnell wandte er sich lieber den wichtigen Dingen des Lebens zu. Seines Lebens. Saiyán. Dieser hatte gefragt, was Ai an der Pfote gemacht hatte. Aiyán sah in die ebenso blauen Augen wie die Seine. Sein Blick verfinsterte sich erneut.

„Pyry. “

Seine Worte klangen hasserfüllt und zugleich enttäuscht. Er hatte es gewagt seine Mutter zu beleidigen! War es vielleicht ein Zeichen? Immerhin meinte Pyry, dass sie bestimmt schon tot sei, aber nun stand sie lebendig wie eh und je, auch wenn sie irgendwie mitgenommen wirkte, vor ihm. Aiyán wollte an einem solch wunderbaren Ereignis keinen Frust schieben, drum schenkte er der Runde der Familie erneut ein sanftes Lächeln.


(ooc: Sorry, dass es solang gedauert hat. Hatte noch etwas Stress daheim & wurd krank & so :/)

15.11.2011 22:01
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23.07.2005

Als Kiba von ihren Söhnen entdeckt wurde war es, als hätte es keine Auseinandersetzung gegeben, als wären die Unannehmlichkeiten von vorhin gar nicht passiert und sie hätten das gemeinsame Wiedersehen bloß ein wenig verschoben. Von zu viel geprägt, konnte Kiba die Bedenken zwar nicht einfach abschütteln und sich sorglos mitfreuen, aber als Saiyán so freudig, wie sie ihn noch nie gesehen hatte um sie herum lief und sie fast ungeduldig vorwärts drängte; Aiyán zwar ungläubig erstarrte, dann aber ebenfalls rutewedelnd zu ihr herüber trat, fühlte sich die Requistin so leicht, wie schon lange nicht mehr. Aiyáns Worte versetzten ihr einen kleinen Stich und als er seinen Kopf an ihrem Hals rieb, drückte sie bis er sich löste den Kopf in seinen Nacken und entgegnete leise:

Nein, ich bin wieder ganz für euch da.“

Als sie den Kopf hob, trat auch Toboe an ihre Seite und das, was von ihrer Familie übrig geblieben war, war wieder vereint. Die Silbergraue nickte auf seine Worte und berührte ihren Sohn leicht an der Stirn. Anschließend betrachtete sie Aiyáns Lauf, denn sie hatte mitbekommen, dass irgend etwas nicht mit ihm stimmte und sein Zwilling hatte es bereits angesprochen. Aiyáns Antwort war für Kiba mehr als irritierend und das zeichnete sich auch auf ihrem Gesicht ab.

Pyry? Er ist wieder da?“

Erst nach diesen verwunderten Worten setzte sich das zusammen, was gesagt wurde. Ihr Sohn hatte mehr als nur säuerlich geklungen. Aber wo war der Graue? Sie konnte seinen Geruch an Aiyán wittern, aber nicht in der Umgebung. Und sollte er tatsächlich ihren Sohn verletzt haben? Sie hatte ihn nicht gesehen, seit Mitsah ihn und ihre Söhne mitgenommen hatte, sie wusste nicht, was aus ihm geworden war.

Hat er dich verletzt?“

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04.12.2011 22:44
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So trafen sie wieder aufeinander. Eine Familie mit Höhen und Tiefen. Zumindest die Teile, die davon noch lebten, noch in diesem Tal waren. Als seine Mutter nickte, ihn dann sachte an der Stirn berührte, lächelte der Graue auch ihr kurz zu, seine Rute pendelte kurz durch die frische Luft, ehe sich die blauen Augen wieder auf seine zwei Geschwister richtete, von denen der erste nun erst den Lauf seines Bruders betrachtete, sich dann Toboe selbst zuwandte und ihm kurz zu grinste. Allerdings kein „Ich freue mich, dich zu sehen!“ – Grinsen, welches ein anderer Wolf seinem Bruder vielleicht zugeworfen hatte. Von einem Bruder wandte Toboes Blick sich wieder auf den anderen, der ihn nun mit einem „Hey Tobs“ begrüßte. Die Ohren des Grauen stellten sich auf, und sein Blick nahm wahrlich einen etwas verwirrten Ausdruck an. Wow. Keine Beleidigung folgte. Immerhin, ein Fortschritt. Vielleicht hatte ja in seiner Abwesenheit in seinem Kopf etwas Klick gemacht? Ganz anders als bei Saiyán. Nur ein leises Seufzen verließ den Fang des Jungwolfes, als sich auch Aiyán wieder seinem Bruder zuwandte, und Toboe den Blick nur kurz vielsagend zu seiner Mutter wandte. Was für eine Familie. Kiba erkundigte sich nach Pyry, dessen Name mit Aiyáns Stimme nicht sehr erfreut geklungen hatte. Toboe blinzelte leicht, was war denn da geschehen? Noch einmal wandten sich die blauen Augen auf seine Mutter, dann auf den Lauf seines Bruders, der nun ein Lächeln in die Runde warf. Der Graue atmete ruhig ein, erwiderte es dann. Irgend etwas schien mit Pyry passiert zu sein, vielleicht hatte er Aiyán ja zur Vernunft gebracht? Er neigte den Kopf leicht schief.

Er kommt also hier her, verletzt dich, und verschwindet wieder?“

Fragend legten sich die blauen Augen auf die seines Bruders, dann schüttelte er leicht den Kopf. Was für ein toller Freund.

05.12.2011 16:27
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Selbstverständlich freute er sich über Aiyán und dessen Reaktion, die nicht weniger freudig war als die seinige. Dennoch legte sich skeptisch die Schnauze schief, als in der Ferne wirklich nichts von Pyry zu sehen war – eigentlich hatte der Dunkle gedacht, dass die beiden zusammen wieder hier aufkreuzen würden – und aus dem Fang des Bruders der Name beinahe wie ein Schimpfwort hinaus schwoll. Für die Begrüßung von Mutter und Sohn, Toboe mit inbegriffen, blieb also kein Blick der hellen Farbenspiele übrig, auch wenn es ihn sichtlich einen Stich versetzte, dass sein Zwilling seine Bedenken über Kibas Verbleib so negativ zur Schau gab. Er hatte ihm doch wohl davon erzählt, dass sie Wohlauf in den Bergen verweilt hatte!

„Tot? Aiyán! So schnell lässt se’ sich auch nicht unterkriegen!“

Ein weiterer neckender Sprung neben den Dunklen ließ ihn die Nähe, etwas ruppiger als beabsichtigt, zu dem Hauptredner des Moments suchen und er fuhr ihm ein weiteres Mal durch den dichten Pelz, der genau so mitgenommen schien wie der Rüde selbst. Die Lauscher hatten sich vor Rührung über das Wiedersehen angewinkelt, während sie den Schlussfolgerungen der Mutter lauschten, die eben die Fragen stellte, die Saiyán ebenfalls auf der Zunge lagen: war es Pyrys Schuld, dass sein Brüderchen so verletzt war? Ein leises Brummeln verließ den halbgeöffneten Fang. Er hätte doch nach den beiden suchen sollen, vielleicht hätte er den Freund dann von einer solchen Tat abhalten, oder zumindest im Nachhinein zur Rechenschaft ziehen können.
Die Schnauze wieder zu der verletzten Pfote gesenkt, leckte er vorsichtig darüber, als könnte er sein Versäumnis so wieder gut machen und eine mögliche Verletzung – auch wenn ihm Äußerlich nichts aufgefallen war – zu säubern. Bei Toboes Worten, die einen gewissen abwertenden Klang besaßen, verengten sich allerdings seine Augen. Pyry war ein Depp, ja, aber so etwas hätte er ihm nicht zugetraut. Sie waren schließlich irgendwie… ebenfalls wie Geschwister.

„War es ein Unfall?“, fragte er also beschwichtigend, um vielleicht alles wieder ins Lot zu richten. Den düsteren Unterton, dass er selbst einige Zweifel daran besaß, konnte er allerdings nicht verbergen.


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17.12.2011 17:23
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