Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
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Tears of Destiny » Zwischen den Plots » Nebenrollenspiele » Abgeschlossene Gespräche » Feinde um der Feindschaft Willen? | Saiyán & Teyrm

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Feinde um der Feindschaft Willen?


NACH RÜCKKEHR OHNE WIEDERKEHR
SAIYÁN TENDES & TEYRM


Wenn man es nichts ganz richtig betrachtete, schien es, als würde die zeit nun etwas schneller vergehen. Das Wiederkommen der vermissten Alphawölfin und auch Yagos, hatten eine neue Stimmung in das Rudel der Tears of Destiny einziehen lassen, welche sich nur schwierig in Worte fassen ließ. Teyrm war es nicht möglich und so sehr er es bereits versuchte, mit der neuen Situation umzugehen, schaffte er es nicht ganz. Es blieb immer ein kleiner Tropfen Unbehaglichkeit zurück. Wie auch jetzt, während seine Pfoten ihn ganz von selbst an den Rand des Wasserfalls trieben. Der seichte Sprühnebel und die blendende Kühle waren wie ein willkommener Segen auf seinem Körper. Für einen kurzen Augenblick schlossen sich die hellen Seelenspiegel und er genoss einfach die zweifelnde Ruhe, die ihn umgab. Es war selten friedlicher gewesen. Seit er wusste, dass er Akara nicht mehr unter die Augen treten musste – Akara, dessen Frage er damals und auch heute nicht beantworten konnte – war es ihm merklich leichter ums Herz, selbst wenn er nicht vergessen konnte.
Toboe hatte recht gehabt.
Es würde niemals mehr werden wie früher, dafür war einfach viel zu viel geschehen. Gemüter veränderten sich mit der Zeit und obgleich sich der Kern vielleicht nicht änderte, so wuchsen die Wölfe doch an ihren Erfahrungen. Sie waren alle daran gewachsen, auch wenn es nicht immer schön gewesen war und aus den Jungwölfen vergangener Tage, waren nun beinah vollkommene Erwachsene geworden.

Leicht wandte er den Kopf herum, als er eine Witterung aufnahm, eine bekannte Witterung. Was wollte dieser aber nun von ihm? Was trieb ihn bitte hier heraus, wo sich der Äscherne zurück gezogen hatte um einfach mal Ruhe zu haben, nachdenken zu können? Der einzige Wolf, den er jetzt vielleicht gern in seiner Nähe gehabt hätte, wäre Toboe gewesen. Diese Witterung war der seines besten Freundes zwar ähnlich, aber es waren nicht die gleichen und Teyrm konnte bereits ahnen, dass es mit der Ruhe bald wieder vorbei sein würde. Wenn dieser Wolf auf den Plan trat, war dies doch meistens so. Wie Feuer und Wasser, Hitze und Eis.

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Er wollte weg vom Rudel, weit, weit weg!
Akara war abgezischt und hatte die „traute“ Runde sich selbst überlassen, ihr vorheriges Schoßhündchen als neuen Wachköter aufgestellt, damit alle schön brav beisammen blieben. Doch was hatte es Saiyán gebracht? Kiba war zurück gekehrt, das war ein Grund zur Freude – der Dunkle konnte wirklich Luftsprünge machen vor Elan, der sich in ihm gesammelt hatte – und dennoch fühlte sich ihr Sohn nicht wirklich wohl in dem Rudel aus Fremden. Ein verachtendes Grummeln verließ die junge Kehle, während die Tatzen sich immer zu einen Weg durch das Unterholz bahnten – schneller, weiter, weg. Grummeln für Kenyao, weil dieser die Fähigkeiten seiner Mutter angezweifelt hatte. Grummeln für Yago, weil er selbst im Zwiespalt zwischen Dank für das Beschützen der Grauen und Abneigung gegen den neuen Leitwolf war. Grummeln für Kiba, weil sie ihn zum ersten Mal in seinem Leben in die Schranken gewiesen hatte und es dem Dunklen auf eine Art und Weise leid tat sie in Schutz genommen zu haben, die er nicht beschreiben konnte. Grummeln für Andraki, weil diese immer noch nicht verstanden hatte, dass sie nicht hier her gehörte – hier her, in seine kleine Familie. Saiyán war kein unzufriedener Wolf, wirklich nicht. Er war zufrieden wenn er den Magen voll hatte, seinen Lieblingsbruder neben sich spürte, im Hinterkopf schon die nächste Beschäftigung war. Er brauchte nicht viel um zufrieden zu sein. Aber wie er vor Kurzem feststellen musste, schien nicht die Mutter der gesuchte Faden zum Glück gewesen zu sein. Schade, wirklich.
Oder plagte ihn einfach nur das Wissen, dass er auf Grund seines Alters keine Achtung von einigen Wölfen bekommen hatte? War er einfach nur gekränkt?! Nein, bestimmt nicht!

„n’ Morgen, Wolf.“

Verließ auf ein Mal den fast geschlossenen Fang des Rüden und mutierte dadurch zu einem grimmigen Nuscheln. Wäre es nicht eine so alltägliche Geste gewesen, hätte Saiyán wahrscheinlich zurück gezuckt vor Überraschung, dass seine Verfolgung sich schon langsam dem Ende neigte. Eine Verfolgung die sich ziemlich verselbstständigt hatte. Eigentlich war es des Requistens Wunsch gewesen Abstand zu den Wölfen zu nehmen, Pyry oder Aiyán zu suchen, um das einfache Leben seiner Kindheitsmonate zu wiederholen – Kiba war schließlich wieder zurück und das Rudel sollte wieder zusammen finden – um sich abzureagieren. Dabei war er auf Teyrm, oder zumindest dessen Witterung, gestoßen und war sogleich auf dessen Wegen weiter gezogen. Zack, gefunden. Wenn der Köter genau so intelligent – haha, Tobs würde sich freuen dieses Wort mit seinem Namen in einem Satz zu hören – war wie Tobs, könnte es ja nur lustig werden! Lustig und abwechslungsreich, genau das, das der Dunkle nun bitte nötig hatte, auch wenn er nicht zugeben wollte, wie wenig ihm der Gedanke behagte, dabei wirklich abhängig von einem Deppen zu sein. Naja, wenn seine Freunde weg waren blieben eben nur noch die Nicht-Freunde zur Unterhaltung. Und Trixi. Aber die war ihm nicht vor die Pfoten gekommen.
Herausfordernd straffte sich die Haltung Saiyáns, die Läufe jedoch locker auslaufend, je näher er dem Kerl vor sich kam. In voller Vorfreude – oder was auch immer ihn dazu brachte Teyrm aufzusuchen – verzogen sich die Lefzen zu einer spöttischen Linie, als stände sowieso schon fest, dass Adalis Sohn ihm nicht das Wasser reichen könnte.

„Alle kommen zurück. Wir“ - damit betitelte er unüberhörbar sich selbst und seinen Zwillingsbruder - „du, auch wenn dich niemand vermisste, und selbst Kiba ist wieder zurück.“

Langsam kam er vor dem Pelzträger zum stehen und schlug – wortwörtlich ein wenig zu fest, als das es spielerisch hätte sein können – wie ein Welpe nach dem Wolf. Die Schnauze dabei auffordernd nach oben schnippend.

„Traurig, dasse hier niemanden mehr richtig kennst.“

Auch wenn die beiden Sätze auf den ersten Blick keinen Zusammenhang besaßen, verengten sich die Farbenspiele und wiesen somit darauf hin auf welchen Wolf, oder welche Wölfin, er hinweisen wollte.


Edit: ooooh gott! der letzte satz! beschwer dich doch, dass da irgendetwas durcheinander war! xD' den MUSS ich abändern. Versteh den ja selbst kaum noch!
So! x.X'''''


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Innerlich wappnete sich der junge Wolf bereits auf das, was vermutlich bald folgen würde. Die Ohren neigten sich leicht zurück, als er die ersten Klänge der Tatzenbewegungen hörte. Die genuschelte Begrüßung, hörte der Äscherne allerdings nicht, dafür war der Bruder seines besten Freundes einfach noch zu weit entfernt. Er wusste nicht, wieso es dazu gekommen war, dass sich die beiden Lager so feindselig gegenüber standen, Fakt war, dass die Zwillinge es nie anders gewollt hatten. Während Teyrm damals noch versucht hatte, keine negativen Beziehungen zu knüpfen, hatten die beiden dies quasi von Anfang an provoziert, indem sie seinen besten Freund aufs Korn nahmen. Und das hatte er schließlich nicht zulassen können. Dafür war der Beschützerinstinkt schon damals zu stark gewesen.
Dennoch, in diesem Moment juckte ihn der Gedanke schon, warum der dunkle Wolf hier nach draußen gekommen war – und das auch noch alleine. Das war seltsam, ohne seinen Bruder oder Pyry ging er doch vermutlich nicht einmal zum pinkeln. Geleitschutz oder wie man es auch immer nennen sollte. Teyrm hätte den Gedanken zu gerne weiter gesponnen, doch um sich nicht selbst hochzuschaukeln hielt er lieber den hellen Blick verschlossen auf den Wasserfall gerichtet. Ihm war der Gedanke lieb und teuer gewesen, dass ihn hier so schnell niemand finden konnte. Wie schnell man sich irren konnte, war beachtlich und dann auch noch von so einem gefunden zu werden konnte man wahrscheinlich als alles Andere als einen Jackpot bezeichnen. Dennoch hatte er diese Last nun zu tragen, obwohl der Blick allein schon wie ein Stein in seinem Nacken liegen zu schien. Verdammt aber auch...

Bei der ersten Bemerkung des schwarzen Wolfes, stieß der Hellere schnaubend die Luft aus. War ja klar gewesen, dass dieser Pansenschädel nur wieder Mist erzählen würde. Aber wenn er sich dadurch toll fühlte, bitte. Teyrm würdigte Saiyán zumindest noch immer keines Blickes. Er hielt die silbernen Augen ganz einfach auf die tanzenden Perlen des Wasserfalles dort vor ihm gerichtet. Vielleicht hätte er sich eine Stelle weiter vorne suchen sollen, dort hätte as Getöse wahrscheinliches jedes giftige Wort des Dunklen übertönt. Aber so musste er ihm ganz einfach keine Angriffsfläche bieten – oder besser noch, einfach zurück schießen.
Die Spiegel verengten sich licht, während sich ein freudloses Lachen aus seiner Kehle befreite.

“Als hätten dich mehr Wölfe hier vermisst, die waren doch alle froh dich los zu sein.“

Das Glimmen bereitete sich wie ein wärmender Funke in seiner Brust aus. Vielleicht hatte er genau dies wieder gebraucht, diese Sicherheit, eine Meinungsverschiedenheit, vielleicht sogar eine kleine Rangelei. Woher hätte er auch wissen sollen, wie nah er mit diesen Gedanken seinem Gegenüber in dem Moment war. Aber nun erfüllte es beinahe mit einer Glut und das Gefühl war fast schon angenehm berauschend.
Als Saiyán ihn schließlich etwas härter als das es ein Spiel hätte sein können, mit der Pfote dätschte, fuhr der Äschernde herum und schnappte warnend nach ebn jenem Lauf. as Spielchen konnte und musste man zu zweit spielen, dessen sollte sich der Andere nur bewusst sein.

“Als wenn dir viel mehr geblieben wäre, Idiot. Vielleicht ist Kiba wieder da, aber anscheinend hat sie ja deine vorlaute Schnauze inzwischen durchschaut, was?“, feuerte er bissig zurück und diesmal war es an ihm, schelmisch zu grinsen.

“Hats Spaß gemacht, dich von ihr so zurechtweißen zu lassen, hm?“

Er machte Saiyán ganz deutlich bewusst, das alle, wirklich alle es gesehen hatten. Eine Tatsache die dem Blauäugigen sicherlich heftig gegen den Strich ging, so wie ihn der Sohn Adalis denn einschätzte.

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So lange hatte Saiyán nach Toboes Trick gesucht um keine Dummheiten anzustellen: gab es da kleine Vögelchen, die ihm den Weg wiesen? Oder waren seine Flühe in Wahrheit kleine Intelligenzbestien, die ihn von Dummheiten abhielten? Und nun war er dem Köpfchen des Grauen über den Weg gelaufen: Teyrm. Ach, warum war er denn nicht schon eher darauf gekommen! Gespannt auf die Reaktion des dunklen Jungwolfs legte sich die Schnauze schief, die Lefzen noch immer verzogen. Im Gegensatz zu dessen besten Freund schien der Gleichalte nicht die Flucht dem Wort vorzuziehen, auch wenn es zuerst nicht danach aussah, als der kleine Freund mal eben seine Worte wiederholte und damit sogar die Wahrheit sprach: sie beide waren für die meisten im Rudel fremd. Ja Wolf, das war doch grade das Traurige an der ganzen Sache, Schlaukopf! Tadelnd schüttelte Saiyán das Köpfchen, auch wenn sich sein Gemüt sogleich erheiterte: ja, Abwechslung! Genau das, das er jetzt brauchte, auch wenn sie sie weniger angenehm war als die des letzten Males, als er sich auf Beschäftigungssuche begeben hatte – zumindest war Saiyán an dem Tag nicht dazu genötigt gewesen auszuweichen, so wie jetzt, als er die Schnauze nach oben reckte bei Teyrms Schnappen.

„Das hat dir die liebe Mami aber nicht beigebracht.“

Kommentierte er mit einem kindlichen Kichern und zurück geneigten Ohren, die gleich noch ein Stückchen weiter angelegt wurden, als der Dunkle vor ihm abermals die Schnauze öffnete und von den letzten Geschehnissen berichtete. Anstatt damit jedoch die Wut auf Teyrm zu übertragen, kam der Gedanke wieder hoch, dass dies alles die Schuld von diesem Lappen Yago war. Warum – in Gottes Namen – hatte Kiba ihn in Schutz nehmen müssen? Hallo?! Er war ihr Sohn! Drohend erhob sich die Rute, während die Läufe einige Schritte vorwärts gingen um den Körper viel zu dicht Teyrm genau gegenüber zu setzen. Das zuvor noch verbitterte Kräuseln der Lefzen wich einer harten Linie. Er musste sich doch wirklich nichts von ihm sagen lassen! Mit verengten Farbenspielen hielt der Blauäugige für einige Augenblicke inne und schwieg, bevor er sich abwandte und eine Runde um sich selbst trabte, den Pelz gleichgültig schüttelnd, als ob ihn die Worte des Anderen kaum interessierten. Bildete sich dieser dahergelaufene Streuner wirklich ein ihn damit verletzen zu können? Was gab Saiyán denn bitte auf das Rudel und ihr Denken?!
Ein theatralisches Seufzen verließ den Fang, bevor der Körper sich anspannte und mit einem plötzlichen Sprung auf den Dunklen zusetzte. Eigentlich hatte er – wie bei zu vielen anderen zuvor – über den Maskenträger drüber springen wollen, allerdings zog der den Körper unter sich mit den Läufen ein Stück, nicht genau mitbekommend, ob Teyrm sich nun lang legte oder noch auffangen konnte. Es hätte eine verspielte Geste unter Freunden sein können – der Dunkle spielte ja wirklich etwas ruppiger und radikaler.

„Ich trau mich die Schnauze auf zu machen, ne?“ Demonstrativ erhob sich die Nase des Schwarzen. „Dir wärs doch gleich gewesen den Schwanz vor so einer Töle wie Kenyao einzuziehen.“

Mit einem abwertenden, beinahe fauchenden, Laut gab er seiner Meinung zu diesem Verhalten kund. Er wusste wirklich nicht wo Toboe sein Selbstwertgefühl gelassen hatte, aber anscheinend war Teyrm dieser Verlust auch nicht gerade neu.


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24.10.2011 19:39
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Durchdringend beobachtete er den anderen Wolf. Bei jeder seiner Aktionen, bei jeder Bewegung, bei jedem dreckigen Wort das nur aus seinem Fang kommen würde. In seiner derzeitigen Gefühlslage, war es kaum abzusehen, ob er sich nicht irgendwann zu weit würde reizen lassen, vielleicht würde ihm doch noch eines Augenblicks die Wutschnur platzen, aber das konnte der Äscherne weder beschwören, noch abwiegen.
Als der Dunkle bei seinem Schnappen nur die Schnauze nach oben reckte, gänzlich arrogant und selbstverliebt wie er eben war, schnaufte Yosós Sohn abfällig. Die hellen Seelenspiegel hatten sich keinen Zentimeter vom Antlitz des Anderen gelöst. Er sollte nicht denken, dass er Zweifel daran verspürte, es mit dem Blauauge aufzunehmen, dies war sicherlich nicht der Fall.
Doch Bingo, mit seinen Worten schien er genau ins 'Schwarze', Wortspiel, Haha, getroffen zu haben. Die Gesten Saiyáns waren nur allzu eindeutig, die gehobene Rute, seine geradezu Starre weil ihm die Gedanken den letzten Nerv raubten, hach, es war herrlich. Innerlich hätte der Aschfarbene am liebsten gejubelt.
Als der Dunkle schließlich so nah kam, dass sich ihre Schnauze fast berührten, lehnte er die feinen lauscher zurück und stieß ein drohendes Knurren aus, die den Schwarzen wieder zur Ordnung rufen sollten. Er sollte sich nicht so aufspielen, er war hier ganz sicher nicht in der Position große Töne zu spucken, diesen Zahn hatte er ihm immerhin gerade gezogen.

“Na, Nerv getroffen?“, stichelte Teyrm sogar noch nach und grinste dem Blauäugigen frech ins Gesicht. Sollte dieser auch nur auf die Idee kommen ihn anzugreifen, würde auch der Äscherne nicht zögern. Wie gehabt, dieses Spielchen spielte man eindeutig zu zweit.

Es war offensichtlich, dass diese Zwillinge viel zu selten in ihre Schranken verwiesen worden waren, sie benahmen sich wie die größten Könige und waren doch die ärmsten Vögel in ganzen Land. Doch er hatte tatsächlich ziemlich gut getroffen, dass sah man so sehr daran, wie schnell der Andere wieder zurück wich um sich selbst wieder in die Fassung zu bekommen. Es sah seltsam aus, wie ein verwirrtes Eichhörchen das um eine Nuss herum tanzte, so tanzte der Schwarze nun scheinbar mit sich selbst. Beinah wünschte er sich, der Zwilling würde sich ganz einfach verziehen und ihn wieder allein mit seinen Gedanken lassen, es wäre sicherlich für sie alle einfacher.

Doch seine Sinne waren gut, war er sich doch viel zu sicher gewesen, das Kibas Sohn nicht einfach klein bei geben würde. Mit einem Knurren duckte er den Kopf gerade in dem Moment weg, als der Dunkle über ihn hinüber setzte, die eigenen Pfoten drückten sich tief in den Fels und die Erde um dem Druck des Widersachers Einhalt zu gebieten und sich ja nicht um schmeißen zu lassen. Diese blöße würde er diesem ganz sicher nicht geben, sodass er den Kopf einfach nur herum wandte und dem Wolf einen finsteren Blick zuwarf, als dieser es wagte, tatsächlich noch einmal das dreckige Maul zu öffnen.

“Du solltest nur mal lernen, wann man das Maul aufzumachen hat, Saiyán. Kenayo war Yagos Sache, falls das dein Gehirn nicht so recht mitbekommen hat, nicht deine.“ Und der schwarze Hüne hatte die Sache auch ganz gut allein im Griff gehabt, ohne die vorlaute Klappe des Halbstarken, wie er nun wieder bewies. Aus seinem Fang kam doch sowieso nicht weiter, als heiße Luft.

Wie eine Katze schlich sich der Aschfarbene nun einige Schritte von dem Schwarzen weg, in Richtung Wasserfall. Er hatte keine Lust mehr auf diese Unterhaltung, er war nicht dafür da, diesem Idioten Manieren beizubringen.

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30.10.2011 16:43
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Eigentlich war es ja seine Absicht gewesen ein wenig Unterhaltung zu finden: Abwechslung, Spaß, ganz viel Spannung. Die Wahl auf Teyrm war da eher spontan gefallen. Wie hieß das Sprichwort gleich noch mal? Zur falschen Zeit am falschen Ort. Tja, Liebster. Das könnte der Kauz sich heute wirklich auf die Stirn pappen. Sähe sicher um einiges besser aus als dieses dreckige Grinsen, dass sich jetzt über das Gesicht des Maskenträgers zog, während viel zu süße Worte dessen Fang verließen: einen Nerv getroffen? Er? Nein. Kiba? Ja, eindeutig. Und irgendwie tat es gut, dass der Freund seines Bruders das Thema wieder aufholte und ansprach, auch wenn seine Worte weniger freundlich und mildernd waren als Saiyáns eigene. Zumindest war der Dunkle jetzt nicht mehr mit seinen Gedanken alleine, musste sich nicht mehr mit der Frage herum plagen was die Beteiligten der kleinen Auseinandersetzung von ihm dachten. Kiba, Yago, Kenyao, Akando. Schließlich waren es nur die vier die wirklich ihren Teil dazu beigetragen hatten. Ob es nun unsinnige Zugaben der letzten Zwei oder ein unmögliches Schauspiel des zweiten Wolfs alleine war: eigentlich interessierte sich das Blauauge – zumindest im Moment – nur für die vier. Die Anderen, das „Rudel“ – bei Gott, wenn der zusammen gewürfelte Haufen denn nun eine Gemeinschaft sein musste! – besaßen überhaupt nicht das Recht ihre Meinung zu äußern. Ein Mal Klappe gehalten, konnte es ja wohl nicht schwer sein sie für immer zu schließen. Rückgrad besaß eben nicht jeder.
Daher legte sich die Schnauze bei Teyrms wahrlich verwirrenden Gesichtsausdruck fragend schief, als begreife der Dunkle nicht ganz die Absichten des Gleichaltrigen, auch wenn er zuerst vermutet hatte, dass dieser eben so dringlich Ablenkung suchte, von was oder wem auch immer. Saiyán vermutete ja ganz stark, dass der Kerl ein wenig Erholung von seinem grauen Freund brauchte.

„Welchn’ Nerv?“, floss es als ehrliche Frage aus dem spaltbreit geöffneten Fang. „Dank denen sin’ bereits alle gerissen.“, folgte sogleich die Erklärung. Manchen Tierchen musste Wolf ja auf die Sprünge helfen, nech?

Nach dem Sprung über Teyrm setzte Saiyán sichtlich irritiert hinter dessen Körper auf, konnte sich allerdings schnell genug wieder fangen um in den Trab über zu gehen – eine Runde um den ebenfalls schwarzen Wolf herum. Hach, war dieser etwa nicht zum Spiel aufgelegt? Die Lauscher waren unternehmungslustig aufgerichtet, auch wenn sein Gegenüber wenig Anstalten machte sich lebendig zu zeigen. Nagut, er knurrte – schon wieder! Demonstrativ desinteressiert schüttelte sich der Pelz des Requisten. Wars denn so schwer zu checken, dass er nicht hier war um sich zu beweisen? Wolf, Teyrm müsste doch selbst wissen, dass er keinerlei Chance gegen ihn, Saiyán, besaß.
Tadelnd schüttelte der Blauäugige den Kopf und kam langsam vor seinem neuen Unterhaltungsobjekt zum stehen, ohne es zu bemerken oder gar zu beabsichtigen versperrte er diesem dabei den Weg in Richtung Wasserfall. Pech gehabt, Freundchen.

„Mein Maul?“ Völlig beleidigt, solch ein schauspielerisches Talent!, schnippte die Schnauze ein Stück nach oben – welch Wortwahl! – bevor die Lefzen sich zu einer kräuselnden Linie verzogen. „Das hat dir die Mama aber nicht beigebracht.“ Irgendwie tat es Saiyán ja leid Adali da mit reinzuziehen, schließlich gehörte sie noch zu seinem Rudel, auch wenn sie grade nicht anwesend war. Aaaaber… nur irgendwie. Und wenn sie ihren Pflichten nicht ganz nachkommen könnte, müssten das eben die Wissenden übernehmen. „Weiße’, es gibt ein Mal die Wölfe, die nur hinterher laufen.“ Mit einem abfälligen Nicken bedachte er den Maskenträger. „Das ist nicht schlimm, diese Wölfe brauchen eben einen Führer, jemanden der ihnen den Weg zeigt.“ War es Mitleid, dass sich in den blauen Farbenspielen abzeichnete? Mitleid, dass auch Toboe hätte gelten können? So langsam wurden sich die beiden Freunde nämlich ziemlich ähnlich. Kein Wunder, dass sie sich nicht gegenseitig auf den Sack gingen. „Und dann gibt es die Tierchen die ihr Köpfchen lieber einsetzen und nicht einfach dem nächst Besten die Lefzen ablecken. Das sind die Wölfe die für das Wohl der Mitläufer sorgen.“

Es war eindeutig auf welcher Seite Saiyán sich selbst sah, auch wenn er wohl kaum an das Wohl von den ganzen Tölen dachte die gar nicht wirklich hier her gehörten. Mit einem Seufzen musste er sich jedoch eingestehen, dass sie mit der nächsten Generation – der, der sie angehörten – nicht weit kommen würden mit solchen Leuchten. Ein weiteres Seufzen. Im Gegensatz zu Teyrm war der Dunkle nicht hier um zu… kämpfen. Bei Gott, er würde diesem Winzling doch nicht weh tun! Hinterher fing dessen bester Freund noch zu weinen an. Nein. Er wollte Abwechslung… etwas anderes als nur die tristen Gesichter der unnützen Wölfe.
Saiyán konnte schließlich nichts dafür, dass Teyrm nicht checkte, dass er grade eben einem Wohltäter gegenüber stand.
Mit einem Lachen verengten sich die Farbenspiele für den Moment, bevor der Rüde wieder vortrabte und eine Runde zog in die Richtung, die sein Gegenüber zuvor angestrebt hatte. Abwartend mit der Schnauze schnippend, als bewies ihre derzeitige Stellung seine grandiose Theorie.


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02.11.2011 00:04
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Er hatte den Fehler begangen, sich noch einmal um zuwenden. Man sagte ja, der Abgrund folgte einem, wenn man sich noch einmal danach umsah. Tja, er hatte es ganz offensichtlich versaut, sich einigermaßen Heil aus der Affäre zu ziehen.
Es bereitete ihm natürlich sichtlich vergnügen zu sehen, dass es den Schwarzen nicht ganz so kalt ließ, wie er doch immer tat. Nein, auch dieser Wolf war ein lebendes, fühlendes Wesen, das irgendwo ganz normale Schwachstellen hatte. Da konnte er sich noch so sehr als den großen Macker darstellen, im Endeffekt war er doch armseliger als alle anderen, wenngleich er sich nicht so verhielt, wie alle anderen. Er war halt individuell, individuell bescheuert. Der Gedanke an Kiba und Yago ließ ihn aber ernsthaft nicht ganz kalt. Im Gegenteil, es brannte ihm wahrscheinlich glühende Schneisen in die Seele, ließ das kleine, dunkle Herzenchen Funken schlagen und verglühen. Möchtegern. Bis der da ein Rangwolf würde, würde die Sonne vom Himmel fallen und sie alle verbrennen. Und wenn du, war es wahrscheinlich nur ein Mitleidsbonus seiner Mutter. Was musste die arme Graue nur mit so einem Sohn ertragen? Teyrm würde ihr wahrscheinlich Mal Beileid wünschen müssen – wenngleich er es vermutlich niemals aussprechen würde.

“Ich würd' dir ja gern ne Pfote Mitleid schenken, um deine armen, gerissenen Nerven wieder zusammen zu setzen, aber die ist heute leider aus,“ gab er sarkastisch zum Besten und funkelte den Finsteren noch immer unfreundlich an.

Als dieser schließlich erneut auf seine Mutter zu sprechen kam, biss der Maskenträger die Fänge fest aufeinander. Dieser Vogel sollte einfach nur abhauen und ihn damit in Ruhe lassen. Er hatte es abgehakt, ab-ge-hakt, aber das hieß einfach nicht, dass es ihn vollkommen kalt ließ. Im Gegenteil es ging ihm definitiv an die Nieren. Vollkommen offensichtlich und dennoch versuchte Teyrm in diesem Moment, seine gemarterte Seele vor diesem Aasgeier zu verbergen. Saiyán war ein Wolf, der so etwas breit trat wie einen Wurm und der Äscherne hatte keine Interesse darin, dass dieser Wolf auf die Idee kam, sein Leben vor allen anderen aufzufrischen und als Spielzeuglball zu verwenden.

“Und du gehörst zu der dritten Gruppe, zu denen, die allen auf den Geist drehen, oder wie?“, fauchte er gereizt. Saiyán hatte es aber auch nicht anders verdient, am liebsten wäre er auf diesen zugestürmt und hätte ihm das dreckige Maul zerfetzt. Dieses Schandmaul. “Macht ja auch Spaß, Wölfe in Dinge hinein zu ziehen, mit denen sie nichts Zutun haben.“

Seine Bewegungen hatte ihn nun nah an den Schwarzen heran gebracht. Er war hierher gekommen, um Ruhe zu haben. Jetzt pochte das verlassene Herz vor Wut.

“Sie können sich ja auch nicht wehren.“ Der Rüde schnaufte abfällig und fesselte seinen Widersacher mit einem Blick aus den mondhellen Augen.

Auffordernd stieß er mit der Schnauze gegen die Brust des schwarzen Zwillings.

“verschwinde einfach, lass mich in Ruhe. Ich habe wirklich gerade keine Interesse auf ein Gespräch mit einem Tunichtgut wie dir.“ Sprach er wahrheitsgemäß. So wie er den Zwilling kannte würde dies nichts nützen. Aber dieser würde ja sehen, was er davon hatte.

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05.11.2011 22:49
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So leicht würde er sich nicht abschütteln lassen. Grade jetzt nicht, wo Teyrm doch anscheinend die einzige Abwechslung im nahen Umkreis war und ihm quasi von einer höheren Macht oder so was vor die Pfoten geworfen worden war. Das ließe er sich doch nicht entgehen! Auch wenn es nicht so ganz seine Absicht gewesen war schon wieder einen Streit zu beginnen. Eine Jagd oder ein kleiner Sprint hätte wohl auch den Zweck erfüllt Saiyán abzulenken und ein wenig auszupowern. Nagut. Als auspowern konnte Wolf das wörtliche Gefecht ja nicht ganz bezeichnen, aber zumindest war sein Geist jetzt auf etwas anderes gerichtet als Kibas Rückkehr.

„Mitleid brauch’ ich nicht. Es reicht schon mit dir ein wenig zu plaudern.“, sprach er seine Gedanken auch gleich mal aus.

Teayrm sollte schließlich wissen, dass er ein „Geschenk Gottes“ war. Deswegen blieb der Dunkle auch einfach genau vor diesem stehen, als der Maskenträger ohne zu halten weiter lief. Vielleicht könnte er diesen ja doch dazu bewegen mit ihm eine Runde zu laufen? Kein Wettrennen, da würde der Sieger ja sowieso feststehen. Eher so… aus Spaß. Aiyán war ja immer noch auf seltsame Weise verschollen, da blieben wohl nur die anderen beiden Jungwölfe über. Auch wenn Teyrm nicht den Anschein erweckte ein wenig unausgelastet zu sein: im Gegenteil! Der Kerl begann jetzt auch noch damit seine Gesellschaft abzustempeln und einfach zu übergehen! Mit diesen abweisenden Worten würde der sich keine Freunde machen, deswegen ließ der Dunkle sie lieber unkommentiert und grinste scheinheilig vor sich hin. Nichts davon zeigend, dass er wirklich froh war den Gesprächspartner gefunden zu haben.
Ein Grinsen das schnell verblasste, als der ach so tolle Gesprächspartner ihm gegen die Brust stieß und Saiyán damit ein Brummen entlockte, während die Lauscher sich missbilligend anlegten. Was sollte das denn nun werden?! Höflich war es allemal nicht! Nichtsdestotrotz hielt der Jährling dem Druck stand und bewegte sich nicht weg, das wäre ja zu schön gewesen.

„Schlechte Laune, he?“

Eindeutig war, dass dem Adalisohn nicht viel an der Gesellschaft lag. Aber hieß ein Rudel nicht immer „Einer für alle, alle für Einen“? Dann musste der Maskenträger wohl heute mal ein bisschen nachgeben. Schnippisch schnellte Saiyán mit der Schnauze kurz nach oben und richtete im gleichen Moment wieder die Lauscher auf. Warum sollte er denn gehen? Ihm gefiel es hier!

„Würdest du nich’ so rumzicken wie ne Fähe, wärs’ hier echt nett. Ich bleib.“

Eine herausfordernde Linie legte sich auf die dunklen Lefzen, während der Dunkle eine weitere Runde um den Gleichaltrigen trabte.


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Sein Augenmerk verharrte unverwandt auf dem schwarzen Rüden vor seiner Nase. Was verstand dieser Idiot eigentlich nicht daran, dass er keine Lust auf ihn hatte? War er etwa der einzige Wolf hier im Umkreis dem man auf den Nerv fallen konnte? Wahrscheinlich schon, sonst hätte sich Saiyán doch sicherlich einen anderen Wolf heraus gepickt, als ihn.

“Und du denkst irgendein Wolf, abgesehen Mal von Aiyán, würde noch aus einem anderen Grund mit dir plaudern, als aus Mitleid?“, witzelte er boshaft und schnaufte abfällig. “Deine Welt ist ja ganz schön verdreht, Kumpel“

Das er sich hier gerade auf dünnem Eis bewegte, juckte den Rüden gerade nicht sonderlich. Bei dieser einen verdammten Sache hatte er nämlich ziemlich recht, er hatte schlechte Laune und Saiyán Tendes machte diesen Umstand hier gerade nicht besser, eher im Gegenteil. Also musste der Rüde auch die Quittung für sein Tun tragen. Wenngleich es Teyrm selbst etwas ankotzte, sich von solch einem Wolf überhaupt provozieren zu lassen. Aber wenn er auch nur ein wenig klein bei gab, wussten sie beide worauf es hinaus lief und darauf hatte der Aschfarbene noch weniger Lust. Also konnte er sich zumindest ein wenig mit Worten austoben und sich davon abhalten, dem Sohn Kibas das Fell doch noch über die Ohren zu ziehen.
Gott, wie ihm das Grinsen dieses Trottels auf die Nerven ging! Beinahe wäre ein erneutes Knurren aus seinem Fang gedrungen, welches er aber gerade noch verschlucken konnte.
Die abfällige Bemerkung überging der Nachtwolfmix ganz einfach gekonnt und richtete den hellen Blick wieder auf den Wasserfall. Der Blick glitt am nahen Ufer entlang und während er sich mit der Zunge über die dunklen Lefzen fuhr, lehnte sich der Kopf des Jägers automatisch etwas zur Seite.

“Du musst ja sehr große Langeweile haben, wenn du es hier so toll findest“, ober eben eine genauso eingeschränkte gute Laune haben wie er selbst.

Auch wenn Teyrm sich ungern mit Saiyán verglich, waren sie sich in der Hinsicht wahrscheinlich sogar unweigerlich ein wenig ähnlich. Ein Seufzen drang aus der Kehle des Hünen, ehe er nach einem Grund suchte, den Rüden loszuwerden und gleichzeitig nicht zum Rudel zurück zu kehren und auch noch sicherzustellen das dieser Köter ihm nicht folgte. Es grenzte irgendwie so ziemlich an ein Ding der Unmöglichkeit, was ihn nur noch mehr wurmte. Verdammter Mist aber auch.

“Also schön und was hast du jetzt vor, wenn du schon nicht verschwinden willst?“

Er gab schließlich doch ein paar Zentimeter nach. Was brachte es auch, sich quer zu stellen, wenn es am Ende vielleicht nur in einer Beißerei ausartete, dass wollte er Kiba so kurz nach ihrer Rückkehr eigentlich noch nicht antun. Sogar die Haltung des Mischlings lockerte sich ein bisschen – aber auch nur ein klitzekleines Stückchen.

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Irgendwie war es ja wirklich traurig, dass er in diesem Rudel aufgewachsen war und wirklich niemanden mehr hatte, mit dem er sich beschäftigen konnte. Pyry war fort, mal wieder. Irgendwo in den Wäldern und Bergen verschollen. Soweit Saiyán das beurteilen konnte, war das eben ganz typisch für den jungen Rüden immer wieder zu verschwinden – dieses Mal mit Aiyán, wie es zuerst den Anschein gemacht hatte. Wo dieser jetzt grade allerdings steckte, konnte der Requistensohn allerdings nicht beantworten. Und Ashlynn wollte er sich nicht schon wieder nähern, obwohl es ihn durchaus einige Anstrengung gekostet hatte den Weg nicht in ihre Richtung einzuschlagen – aber sie sollte eben nicht denken, dass er ihre Gesellschaft der eines anderen vorzog. Neben all den anderen seltsamen Tierchen blieben eben nur noch Toboe und Teyrm: der Erste war ihm für den heutigen Tage viel zu dumm, um wirklich Spaß zu bieten und der Zweite wäre eigentlich eine ziemlich grandiose Wahl gewesen, wenn sich dieser nicht so anstellen würde.

„Mitleid…“, sinnierte Saiyán nach einigen Augenblicken der Stille und sah bedeutungsschwer über die Umgebung hinüber. „Musse’ nicht selbst am besten Wissen, wie viel „Mitleid“ dir geben kann?“ Es sah wirklich ein wenig so aus, als würde der Dunkle darüber nachdenken, seine Worte so schonend wie möglich zu wählen, als wenn er den Maskenträger nicht beleidigen wollte. Würde da nicht dieser höhnische Zug um seine Lefzen aufgetaucht sein, so wäre es vielleicht beinahe glaubhaft gewesen. „Familie, ein Zuhause, das schon lange keins mehr ist.“

Ja. Wie kam Teyrm nur darauf, dieses Thema von sich aus anzusprechen? Immerhin war es nur ein wahrer Akt der Güte, den Dunklen wieder in diesem Rudel aufzunehmen und ihn hier willkommen zu heißen – auch wenn Saiyán nicht darüber zu urteilen hatte, wie er schmerzlich hatte feststellen müssen vor nur wenigen Stunden oder Tagen. Und das obwohl er so ganz ohne Kommentar verschwunden war. Er selbst und Aiyán hatten sich zumindest abgemeldet und einen Grund gehabt. Der Aschfarbene allerdings… warum war er überhaupt gegangen?

„Warum bist du damals eigentlich abgehauen?“

Auch wenn es eine Frage aus reiner Neugierde war, schnippte die Schnauze des Dunklen so abwertend hinauf, dass es eher nach einem weiteren Stich klang, als nach ehrlichem Interesse. Na, in der derzeitigen Lage eigentlich nur ein Vorteil, wobei sie beide wohl aus dem gleichen Grund das Weite gesucht hatten: es gab keine Abwechslung, alles war irgendwie… eingeschlafen. Auch wenn so viele Neulinge im Rudel waren, konnte zumindest Saiyán keinen Charakter sehen, der ihn wirklich interessiert hätte. Das war schade. Daher nickte er auch nur auf die folgenden Worte des Dunklen und stimmte diesem damit zu – einen kleinen Erfolg konnte Wolf ihm ja schon überlassen. Schließlich wusste der Blauäugige nicht welches schwache oder starke Temperament der Dunkle vor ihm besaß.

„Wie du selbst schon erkannt has’, is’ mir langweilig.“ Das war doch jetzt aber keine Neuigkeit, oder? Warum fragte der Yososohn denn noch nach? „Du bist wohl die größte Ablenkung, die ich hier finden konnte. Oder denkste’, dass es hier noch etwas Besseres gegeben hätte?“

Abermals wies die Schnauze auf die grüne Umgebung, die so still dalag, dass selbst Teyrm verstehen musste, dass es hier wirklich nichts Interessanteres gab als ihn selbst. Zumindest ein wenig Selbstwertgefühl sollte Wolf doch schon besitzen.


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17.12.2011 16:05
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Hatte sich seine Haltung vor wenigen Augenblicken auch noch lockern wollen, so musste er seinen eigenen Körper gleich darauf wieder dazu zwingen, sich nicht zu verkrampfen und auf den Schwätzer herein zu fallen. Dennoch verkrampften sich die Muskeln einen kurzen Wimpernschlag lang und der Rüde hatte das ungute Gefühl, dass der schwarze Alphasohn langsam zu weit ging mit seinen Theorien und Sticheleien. Teyrm wusste jedoch, dass er Saiyán in diesem Augenblick wohl kaum etwas nahm. Sie testeten sich beide an ihrem Gegenüber, stichelten einander in ihrem Geplänkel und wäre es nur ein dummer Jugendstreich gewesen, hätte der Maskenträger es sicherlich nicht so ernst genommen, jedoch war ihm nur zu gut gewusst, dass der Dunkle es wohl kaum sonderlich gut mit ihm meinte. Sie waren nicht als gute Freunde geboren, noch waren sie dazu heran gewachsen und nun schien es, als würden sie in entgegen gesetzten Lagern leben, die sich einzig den Lebensraum teilten. Beinahe eine traurige Geschichte, wenn die Zwillinge ihm nicht so zuwider gewesen wären mit ihrem Verhalten. Das er sich dabei vielleicht manches Mal nicht besser verhielt, wusste er ja selbst eigentlich schon.

“Wieso ich abgehauen bin? Na, aus genau jenem Grund, den du gerade eben genannt hast. Meine Familie ist fort – damit kann ich Leben, damit komme ich schon klar. Aber meine Heimat schien mir zu jener Zeit auch verloren, wenn auch nur in jenem kurzen Moment. Ich wusste nicht, wie ich mit einer Leitwölfin umgehen sollte, die mir auch noch den letzten Rest genommen hatte. Es war der einfachste Weg, einfach zu verschwinden, damit dürftest du dich ja auskennen.“

Ja, es war der einfachste Weg gewesen, sicherlich nicht der Beste, sondern der Leichteste von Allen. Er war nicht stolz auf sich, so schwach gewesen zu sein und das Geschehen überhand nehmen zu lassen. Der Stolz war erst mit seiner Rückkehr hierher zurück gekommen. Nun war es beinahe wieder, als wäre irgendetwas in seinem Inneren neu zusammen gesetzt und wenngleich sein Geist vielleicht ruhelos und unstet schien, so war er sich selbst doch einig und schlüssig, dass er niemals mehr so dumm sein würde. Es war nicht seine Art, Saiyán all diese Informationen zu geben, doch hatte Teyrm gelernt, aus seinem eigenen Sein kein Geheimnis mehr zu machen und solang ihn seine Feinde kannten, würden ihn auch seine Freunde immer kennen.
Er hob die Schnauze an, als sein Gegenüber auf die Langeweile zu sprechen kam und folgte der kleinen Bewegung des Dunklen. Vielleicht, hätten sie sich unter anderen Bedingungen getroffen, wäre ihre Beziehung nicht so... kompliziert gewesen, nun jedoch wusste der Äscherne kaum, wie er sich verhalten sollte.

“Wie mir scheint hast du Recht.“

Räumte er diesem schließlich einfach nur ein und ruckte mit dem markanten Haupt ein wenig Richtung Flussufer und Wald. Er wusste, dass die Wölfe des Rudels die Jungtiere nicht gerne hier sahen, dennoch konnte er nicht umhin, dieses kleine Abenteuer einzugehen.

“Nun denn, dann lass uns einfach ein Stückchen laufen – oder hast du etwa Angst?“ Die kleine Provokation war eher spaßeshalber als boshaft gemeint. Der Hauch von Streitlust war verebbt, wie das Wasser des Flusses im Sand des Ufers.

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Es war nicht so, dass er kein Interesse an einer Rauferei besaß. Im Gegenteil: es wäre eine willkommene Abwechslung zu dem Alltagstrott gewesen. Denn auch wenn sie alle angeblich in Furcht vor dem Ungewissen und Unbekannten leben sollten – dies war schließlich der Grund für das Ausgehverbot, dass die beiden Jungrüden hier übrigens brachen – war es alles andere als interessant und spannend. Nicht nur, dass Akara – und mit ihr eine selbstgegebene Aufgabe – verschwunden war, sondern auch, dass er sich keine Gedanken mehr um Kiba machen musste. Das einzige Thema das ihm blieb waren Aiyán und Pyry – aber selbst die waren noch immer auf mysteriöse Weise verschwunden. Das wurmte ihn, ein Gefühl, das durchaus gut tat in dem ganzen Nichts. Ebenso gut wie das Aufeinandertreffen mit Teyrm, der ihm im Gegensatz zu dem Weichei Toboe mehr zur Unterhaltung bot. Ein weiteres Mal wollte sich der Dunkle jedoch keine Rüge einfangen – zumindest nicht in einem solch kurzen Abstand, er hatte gesehen, dass seine Mutter darüber nicht glücklich war – und übte sich lieber in Selbstbeherrschung, auch wenn das Muskelspiel des scheinbar zwiegespaltenen Maskenträgers seine Laune gleich aufhellte. Ja, in gewisser Weise wollte ihn provozieren. Gegen ein kleines Wortgefecht hatte schließlich noch niemand Einspruch erhoben.

„Anstatt deinem Geburtsrudel beizustehen haust du also ganz feige ab, oder was?“

Es war eine Wiederholung des eben gehörten, nur mit anderen Worten. Die Schnauze in die Höhe schnickend, begann der Dunkle sich abermals von seinem gestandenen Platz fortzubewegen. Langsam, allein aus dem Grund in Bewegung zu sein.

„Mit Problemen kommse’ wohl nicht zurecht.“

Ohne den Blick auf den Grauen zu richten, das Mienenspiel konnte er von der Umrundung sowieso nicht erkennen, blieb er in einiger Entfernung zu dem Rüden stehen, die Lauscher zur Seite geneigt. Auch wenn er Teyrm seine Erklärung nicht so einfach abnehmen wollte, verstand er sie. Es hatte hier nichts mehr gegeben, dass den Helleren hätte halten können, abgesehen von Toboe – und bei Gott, für den würde es sich nicht lohnen, zu bleiben – und die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr der ehemaligen Leitung. Die Zwillinge Selbst hatten diese Entscheidung ebenfalls treffen müssen. Doch anstatt einfach abzuhauen, waren sie geblieben. In gewisser Weise rüstete sich Saiyán damit, Akara getrotzt zu haben, soweit dies möglich gewesen war. Er hatte weder das Rudel, noch die Mutter aufgegeben. Ein Unterschied von Mut und… Feigheit. Mit einem Schnauben beendete er seinen Gedankengang und begann demonstrativ mit einem ausgiebigen Gähnen. So, wie er den Charakter seines Gegenübers einordnen konnte, blieb ihm wohl nichts anderes über als diesen mit Stichen bei Laune zu halten, um das eigene Interesse an der Unterhaltung aufrecht zu erhalten.

„Aber s is’ kein persönlicher Fehler. Feigheit lag ja schon in deiner Familie.“

Um einer weiteren, womöglich körperlichen, Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, begann er einige Schritte in die Richtung zu setzen, in die Teyrm zuvor hatte gehen wollen. Das provokante Grinsen so banal unterdrückend, als wären seine Worte so wahr und tatsächlich, dass es daran überhaupt keinen Zweifel geben konnte.
Dabei fiel Saiyáns Schwäche ohne sein eigenes Zutun auf, als dieser sich mit einem Schwenken des Kopfes bereitwillig zeigte mit zu laufen: er konnte auf den wenig streitlustigen Ton des Rüden nicht wirklich eingehen. Ein alltägliches Gespräch hätte er schließlich auch auf dem Rudelplatz finden können. Das Köpfchen, sowie die Rute erhoben, behielt er es sich also vor einige Augenblicke zu warten, bevor es los ging, damit seine Einwilligung nicht auf den Wunsch des Maskenträgers galt, sondern als die eigene Entscheidung und Gutheißung des Dunklen.


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02.01.2012 19:22
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Ohne eine besondere Regung blickte der Aschfarbene den Dunklen an. Er hatte eigentlich keinerlei Interesse daran, dem Blauäugigen auch nur ein Körnchen Recht zuzusprechen, dennoch waren seine Worte die Kurzform von seinem zuvor erklärten, wenngleich ihm diese Version deutlich weniger gefiel.

“Nicht feige“, korrigierte er zeitgleich und folgte Saiyán im selben Moment beinah automatisch. “Aber was hatte ich denn zu verlieren?“

In seinem naiven Denken hatte er ja bereits schon alles verloren gehabt. damals war er zu unfähig gewesen zu sehen, dass es da auch noch mehr gab, als das, was einem direkt vor Augen lag. Er war viel zu sehr in seinem Wahn gewesen, dass diese seine Welt eine falsche war und er für sich eine neue würde finden müssen. Den Fehler hatte er erst später erkannt, wesentlich später, aber immerhin hatte er ihn erkannt.

“Ich kam damit nicht zurecht.“, bestätigte er schließlich zumindest einen Teil der Worte, etwas, dass in seiner momentanen Gemütsverfassung wahrscheinlich wirklich schon ein riesiger Schritt war.

Vielleicht war er auch einfach zu resigniert über die Tatsache, sich mit einem seiner erbitterten Feinde über sein Seelenheil zu sprechen. Das kam schon irgendwie grausamer Ironie gleich. Ein Schnaufen drang aus seiner Kehle, als Saiyán mit seinem eigenen Stehen bleiben auch ihn quasi dazu zwang. Dabei hatte er eigentlich gar nicht vorgehabt, so schnell wieder anzuhalten, eher das Tempo weiter anzuziehen und dem Dunklen vielleicht damit das Maul zu stopfen. So ganz geheuer war ihm das hier nämlich wirklich nicht und die nadelfeinen Stiche saßen diesmal einfach zu gut, als das der Äscherne diese hätte so einfach ignorieren können. Somit verzog sich die hell melierte Schnauze sogleich wieder.

“Rede nicht über Dinge, die du nicht verstehst, Saiyán.“

Sprach er gereizt und diesmal war er sich bewusst, dass er dem Schwarzen sein vorlautes Maul zerfetzen würde, wenn er noch einmal mit diesem Thema anfing. Das Nackenhaar des großen Wolfes sträubte sich und die beinah farblosen Augen funkelten unheilvoll. Er hatte keine Lust mehr als Zeitvertreib für diesen Köter zu dienen und zum Glück hatte wohl auch Saiyán gemerkt, dass er diesmal einen Schritt auf einen sehr gefährlichen Weg gesetzt hatte, denn dieser entfernte sich im nächsten Augenblick gleich mal aus seiner Bissreichweite.
Doch Teyrm konnte den selbstverliebten Mistkerl jetzt nicht einfach so ziehen lassen. Mit schnellen Bewegungen war er wieder bei diesem und versperrte Saiyán jeden weiteren Weg.

“Ist ja typisch. Erst große Klappe aufreißen und sich dann verpissen und du sprichst von Feigheit?!“

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13.01.2012 15:41
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Jetzt, wo er Teyrm den Rücken zuwandte und langsam einige Schritte vorwärts ging, musste Saiyán sein unterdrücktes Interesse nicht mehr verstecken und wandte geduldig die Lauscher nach hinten. Auch wenn er es nicht zugeben würde, interessierten ihn die Lebenswege der Anderen – er selbst war schließlich mit Mitsah nicht weit gekommen, auch wenn es durchaus lehrreich gewesen war. Das der Maskenträger ihm zudem noch zugestandt im Recht zu liegen, förderte den Drang weiter zu graben erheblich, auch wenn es diesem anscheinend weniger gefiel – nach wenigen Sätzen blieb dessen Fang auch schon geschlossen. Da der Dunkle sich nicht zu seinem neuen Begleiter umwandte, konnte er sich dessen Mimik nur vorstellen und sie mit Genugtuung immer wieder vor dem inneren Auge verändern. Hach, auf dem Rudelplatz hätte er so ein unterhaltsames Zusammensein nicht gefunden! Dafür müsste er dem Jugendfeind wirklich bald mal danken... bald. Aber nicht jetzt. Dafür war es zu früh. Den Kopf langsam schüttelnd, schlossen sich für den Moment die beiden Farbenspiele, grade zu dem Zeitpunkt, als Teyrm sich vorgenommen hatte ihn aufzuhalten. Völlig irritiert schreckte der Zwilling zurück, als er beinahe in den Silberfang hineingerattert wäre.
Es dauerte etwas, bis er sich wieder fing und die Worte seines Gegenüber registrierte.

„Als ob ich dich so schnell verlassn' würde. So 'ne lustige Untehaltung find' ich in diesem Tal nicht wieder.“

Vielleicht war es ein Fehler in keinster Weise auf Teyrms drohende Haltung einzugehen, allerdings war dem Zwilling weder danach eine Rauferei zu führen, noch den Fang zu halten – besonders nicht wenn er so dazu aufgefordert wurde. Hochmütig schnickte er mit der Schnauze nach oben.

„Große Klappe? Meintese' eben nich' noch, dass ich recht hatte? Du musst dich schon entscheiden.“

Um der frontalen Begegnung auszuweichen, setzte er einige Schritte seitlich vorwärts, um einen Bogen um den Gleichaltrigen zu ziehen und dabei etwas mehr Abstand zu gewinnen.


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01.04.2012 11:39
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Die Ohren zurück geneigt blickte er den ebenfalls schwarzen Rüden an, dem er nun jeglichen weiteren Weg versperrte. Wenngleich seine Gedanken es waren, fand sich in seiner Haltung jedoch wenig Feindseligkeit, lediglich Ablehnung und Selbstschutz. Obwohl Saiyán mit Sicherheit zu seinen Feinden zählte, fühlte sich der Aschenwolf in jenen Augenblick größtenteils ausgelaugt und resigniert, sogar ein wenig in die Enge getrieben. Der Konfrontationskurz auf dem sich sein Gegenüber befand ernüchterte ihn, wenngleich er doch auf jede Provokationen von neuem ansprang. Er hatte einen kühlen Kopf bewahren wollen und war doch nahezu unfähig dazu, genauso wie er unfähig war Kibas Sohn jetzt einfach so gehen zu lassen. Die hochmütigen Worte des Blauauges waren somit nur weiteres Öl in seinem inneren Feuer und verfehlten ihre Wirkung nicht. Sogleich stieß der Rüde ein tiefes Schnauben aus, dass grollend in seiner Brust stecken blieb.
Dieser Wicht sollte sich nicht zuviel auf sich einbilden, nur weil er der Sohn der Leitwölfin war. Im Endeffekt blieb er einfach nur ein Mistkerl, der sein Heim im Unheil anderer suchte. Ein Insekt, ein Blutsauger, nicht mehr und nicht weniger.

“Ich hab dir in einer Sache halbwegs zugestimmt und dich dabei sogar noch korrigiert. Das heißt wohl kaum, dass jedes jämmerliche Wort das aus deinem Schandmaul kommt sogleich der Wahrheit entspricht.“

Er funkelte den Rüden an und versperrte ihm sogleich wieder den Weg, als dieser einen Ausfallschritt zur Seite machte. Er wollte ihn ein wenig von seiner eigenen Medizin schmecken lassen, denn Saiyán zeigte deutlich, dass er sich nicht mit ihm duellieren wollte. Teyrm jedoch lag diese Entscheidung jedoch erneut nicht mehr ganz so fern.

“Wir wissen ja beide das es so ist, oder Saiyán?“

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Brummelnd neigten sich die Lauscher an den Hinterkopf, als Teyrm ihm abermals den Weg versperrte. Versuchte der Gute jetzt also den Spieß umzudrehen, hm? Darauf hatte Saiyán ja mal gar keine Lust. Als ob grade er sich von dem daher gelaufenen Kerl etwas vorzuschreiben hatte. Mit einem theatralischen Seufzen – so herzzerreißend wie seine Lungen es nur her gaben – gab der Dunkle seine aufrechte Haltung auf und ließ sich geduldig auf die Hinterhand sinken, den Kopf beinahe tadelnd schüttelnd, die Stimme zumindest im ersten Moment lehrend:

„Die Wahrheit is', dass ichs geschafft hab dir die Laune an deinem kurzen Ausflug zu vermiesen.“ Siegreich erhob sich der Blick herausfordernd, bis er seinen Gegenüber wieder fixierte und die Schnauze dreist zur Seite neigte. „Diese Ruhe... dieser Frieden!“, sinnierte er trällernd, bevor die Worte Teyrms ihm wieder einfielen. „Warum sollt' ich mich denn von dir nicht korrigieren lassen? Das macht Wolf doch so unter Freundn', oder Liebling?“

Mit jedem Wort verzogen sich die Lefzen mehr zu einer amüsierten Linie. Er hatte wirklich sein Ziel erreicht: der Maskenträger hatte sichtlich seine Ruhe verloren und – das war das Beste an der ganzen Sache – rollte nicht einfach davon wie sein bester Freund Tobs es immer tat. Auch wenn ihm die aufmüpfige Haltung des Gleichaltrigen in keinster Weise gefiel, machte es seltsamer weise Spaß sich ein wenig aufzuspielen und dem Anderen bei dessen Reaktion zu beobachten.

„Wolltes' du nich' in die andere Richtung?“,

fragte der Dunkle mit einem deutlichen Nachdruck und schnickte dabei sachte in die andere Richtung, zum Fluss. Im Gegenteil zu dem Adalisohn war er weder auf eine körperliche Auseinandersetzung aus, noch auf dieses dämliche Imponiegehabe. Raufereien machten mit Aiyán Spaß, aber doch nicht mit dem da!


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29.07.2012 15:26
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Der Rüde hielt seine aufrechte Haltung bei, selbst als Saiyán sich beinahe geduldig auf die Hinterläufe nieder ließ, fiel Teyrm nicht auf die Geste herein. Er hatte keine Lust dem Möchtegern wieder das Ruder zu überlassen, dafür führte er eine Situation viel zu gern selbst an. Tearl hatte ihn gelehrt, einem Feind niemals den Rücken zu kehren und generell niemals unvorsichtig zu werden. Der Zwilling kam dem direkten Bild eines Feindes zwar nicht ganz gleich, doch der Äscherne behandelte ihn trotz allem mit vollkommener Vorsicht. Er hatte keine Lust erneut als Spielball für das Blauauge herzuhalten. Inzwischen waren sie alt genug um ihre Differenzen auf normaler Basis zu klären und auszufechten, die allgemeine Abneigung war ja sowieso im Rudel bekannt. Es war eigentlich seltsam für den Yosósohn, der doch sonst versuchte mit allem auf guter Pfote zu stehen, doch zu den Zwillingen hatte er einfach niemals einen besonders guten Draht gehabt, was vor allem an seiner Brüderlichkeit lag. Toboe war ihm der wichtigste Wolf hier und diese beide Fratzen hatten ihm viel zu oft das Leben schwer gemacht, es war also somit nur logisch, dass Teyrm als sein bester Freund nun für den Silbernen einstand.
Schließlich schnaufte der Melierte leise, als der Schwarzfang wieder zu sprechen begann.

“Ach komm, gute Laune von Anderen kaputt machen steht doch bei dir sowieso an der Tagesordnung, da brauchst du wohl kaum stolz drauf sein.“

Fuhr er ihm stichelnd ins Wort und stieß den Möchtegern in einem Anflug von jugendlicher Verwegenheit frech vor die Brust. Saiyán in seiner sitzenden Position würde dies zwar nicht wirklich etwas ausmachen, aber es war die Geste die zählte und Teyrm hatte sich vorgenommen keine Hasenlänge breit zurück zu weichen. Als der Schwarze schließlich tatsächlich das Wort Freund in den fang nahm, lachte der Maskenträger heiser auf.

“Ja, klar, wir sind ja auch beste Freunde, komm, lass dich Umarmen, Saiyi-Mausi!“

Gab er theatralisch zurück und machte tatsächlich Anstalten, gleich auf den Anderen zu zu springen – natürlich nur zum Schein. Die nächsten Worte ließ er einfach gekonnt untergehen und wedelte stattdessen euphorisch mit der Rute um seiner Liebe zu dem Dunkelfang Ausdruck zu verleihen. Langsam fing ihm der Kram hier tatsächlich an Spaß zu machen.

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01.08.2012 09:24
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