Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
Caspar seit: 43 Tagen
Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


Tears of Destiny » Rollenspiel » 3. Sommer - 1925 » Stiller Frühsommer
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Buntschatten
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Kati H. - dawnthieves.de

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((Es liegt im Interesse der SL und Co—SL, dass im alten Thread noch geschrieben wird. Jeder sollte noch einen abschließenden Beitrag schreiben, wenn dies nötig ist

ich hab meine Macht als SL dazu missbraucht, Andraki, Jeanne, Askin, Kipcha und Nurac auf den Rudelplatz zu zaubern... Siam wäre da auch nicht schlecht Augenzwinkern
ajo und Akando hab ich mit Akara aufn Streifzug und da sie ihm davon gedüst ist, darfst du selbst entscheiden, ob er unterwegs über jemanden stolpert oder ob er ihr folgt oder ob er sich Ärger einhandeln will xDDD

Bei Fragen, PN an mich, oder per ICQ melden ^.-))


Das große Unwetter lag drei Wochen zurück und hatte seine Spuren hinterlassen. Über dem ganzen Revier hing eine merkwürdige Stille. Es war nicht so, dass alle Vögel schwiegen und der Wind innehielt, wenn er über die Berge kam, dennoch war es leise geworden. Vorsicht war eingekehrt, nicht zuletzt bei den Wölfen.
Yacáru und Aiyán waren wieder aufgetaucht, ebenso wie Andraki und Ares. Die restlichen Wölfe blieben verschwunden. Auch Saiyán. Nach ihm wurde noch eine Weile gesucht, leider vergeblich. Am Morgen nach dem Gewitter, nachdem sich das Rudel und die Wanderer am Waldsee getroffen hatten, ruhten sie alle eine Weile aus. Gegen Nachmittag brach Akara mit dem gesamten Rudel auf, um sich im Revier umzusehen und auszuschließen, dass sich jemand in der Nähe herumtrieb. Auf diesem Streifzug, der einige Tage dauerte, hatten sie gleich am ersten Tag eine seltsame Entdeckung gemacht. In Neenhs Wald waren an einer Stelle alle Bäume umgeknickt, auf eine Art, wie es noch nie einer der Wölfe gesehen hatte. Im Zentrum war ein hoher Erdhügel entstanden, um den im Kreis herum die Bäume nach außen hin weggeknickt waren. Dieses seltsame Gebilde hatte dem Rudel zu denken gegeben. Sie konnten weder Brandspuren finden, noch waren die Bäume in dieser Konstellation vom Wind umgeknickt worden.
Nach dem längeren Streifzug hatten sie nahe des Waldsees Beute geschlagen und sich schließlich wieder an diesen Rudelplatz zurückgezogen. Die Neuen, Kipcha und Askin, waren Jeanne und Andraki zugewiesen worden, während Akara nach wie vor Nurac im Auge behielt und nun auch noch Akando in ihrer Nähe wissen wollte. Adali und Merlin hatte die neue Leitwölfin alle Freiheiten eingeräumt, die die Rudelmitglieder auch hatten. Außerdem hatte sie darum gebeten, dass die Beiden sich entschieden, ob sie ihr zukünftig folgen wollten, ansonsten hatten sie das Revier zu verlassen.
Das Rudel war aufgefordert worden, alle merkwürdigen Vorkommnisse sofort zu melden und nicht allein im Revier herumzustreunen.


Akara hatte Nurac am Morgen unter der Aufsicht von Andraki und Jeanne zurückgelassen, die sich dazu um die beiden anderen Neuen kümmern sollten und war mit Akando zusammen im Revier unterwegs. Dies war keineswegs etwas, dass sie tat, weil sie den Rüden zwischenzeitlich ins Herz geschlossen hatte, sondern weil sie ihn nach wie vor als Bedrohung behandelte. Eigentlich hatte er nie bleiben wollen und nun war er doch schon etliche Tage ihr Gast. Langsam hatte sich Akara an seine Unverfrorenheiten gewöhnt und reagierte zunehmend gelassen auf seine Art. Es hatte sich nie geklärt, was in der Regennacht geschehen war, doch so langsam fühlte sie sich wieder halbwegs sicher. So gesehen war viel von der Anspannung von ihr gefallen und hatten ihrer typischen beinahe gleichgültig wirkenden Ruhe Platz gemacht. Sie störte sich nicht an ihrem Begleiter, suchte aber auch nicht das Gespräch mit ihm. Er hatte sie bis lange nicht in Kenntnis gesetzt, ob er bleiben oder gehen wollte und sie hatte nicht vor, danach zu fragen.
Dass sie nicht am Rudelplatz herumliegen konnte lag wiederum daran, dass sie Gefahren frühzeitig erkennen wollte, um ihr Rudel im Notfall zu verteidigen. Es gab keine sichtbare Bedrohung, dennoch wollte sie sich nicht in Sicherheit wiegen und abwarten, bis etwas passierte. Akribisch untersuchte sie jegliche Witterungen und Fährten im Revier. Manchmal glaubte sie, verwaschen und längst nicht mehr deutlich, Wölfe zu wittern, doch im nächsten Augenblick waren jegliche Gerüche verschwunden. Ob es sich um Trugschlüsse handelte, konnte sie nicht sagen. Die Düfte waren schlicht nicht greifbar.
Mitten im Lauf hielt sie inne und nahm einen Flecken des Waldes näher unter die Lupe. Nicht möglich! Ihr Nackenfell sträubte sich, ehe ihr Kopf in die Höhe schnellte. Bedrohlich hatte sie sich vor Akando aufgebaut, den sie kurz abschätzend musterte. Sie fand keine Worte mehr, um ihm noch irgendeine Anweisung zu geben, sondern preschte davon. Es wäre eigentlich seine Aufgabe, ihr zu folgen, allerdings machte sie es ihm nicht gerade einfach. Sie lief so schnell sie konnte und sie war eine gute Läuferin. Zielsicher setzte sie Pfote vor Pfote in ihrer höchstmöglichen Geschwindigkeit. Sie rannte, rannte beinahe wie eine Besessene und steuerte dabei auf den Rudelplatz zu. Sie verlangsamte ihren Lauf nicht, anders als bei einer Jagd schien sie kein bestimmtes Ziel zu haben, musste sich an nichts anpassen. Niemand vor ihr wurde langsamer, sie jedoch trieb sich zu immer höheren Geschwindigkeiten an, in der Angst, sie würde ihrem Körper erlauben, durch die Anstrengung langsamer zu werden.
Sie konnte den Platz am Waldsee bereits durch die Büsche und Bäume sehen. Immer wieder blitzte er auf und wurde mit jedem Schritt ein wenig deutlicher. Akara konnte bereits Andraki, Nurac, Jeanne und die Neuen ausmachen. Ihre Augen weiteten sich und sie legte, als sie aus dem Wald trat, eine Vollbremsung hin. Zu ihrer vollen Größe aufgerichtet stand sie da und blickte über die Anwesenden. Ihre Zunge hing ihr weit aus dem Hals und an der zügigen Atmung erkannte man, wie schnell sie gerannt sein musste. Ungläubig schüttelte sie ihren Pelz und fiel dann in eine gelassene Haltung zusammen. Ein Grinsen legte sich über ihre Lefzen, während sie gemütlich zu den Anderen hinüber trat und darauf wartete, dass Pfotentrommeln hinter ihr Akando ankündigten.

"Guten Morgen!"

Grüßte sie die Anwesenden freundlich, aber noch völlig außer Atem.

21.09.2010 16:08
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_ SPHINX _
Carved in Stone I want to be
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Andraki lag entspannt im Gras, den Rücken an einen aufragenden Stein gelehnt. Ihr Blick glitt wachsam über das Rudel und lag immer wieder besonders auf Kipcha, askin und Nuraic. Nicht feindselig oder misstrauisch, sondern meist beiläufig und immer wieder freundlich, wenn einer der Drei den Blick erwiderte. Sie wollte ihnen nicht das Gefühl vermitteln misstrauisch beäugt zu werden, denn dem war nunmal nicht so. Sie standen unter Beobachtung, aber sie waren keine Feinde. Andraki wollte freundliches Interesse vermitteln, ohne aufdringlich zu wirken. Inwiefern ihr das gelang, konnte sie nicht sagen, aber sie glaubte nicht, dass ihr Lächeln zu künstlich wirkte. Sie hatte geübt. Jedesmal, wenn sie Yago gesehen hatte, hatte sie ein bisschen mehr Schauspielerei üben können. Ihre innige Freude ihn zu sehen war natürlich jedesmal echt, aber sie spielte ihm gegenüber noch immer ihre Sorgen und Ängste herunter.
Yago. Ihre Gedanken glitten zurück an die Nacht des Sturms und der Schreie, an dessen morgen sie Yago hatte treffen wollen und letztendlich nicht hatte können. Sie hatten nie ergründen können, von wem oder was die Schreie gekommen waren oder woher sie erklungen waren. Desweiteren war da dieser seltsame Bereich in Neehns Wald, dieser Erdhügel mit den im Kreise umgeknickten Bäumen. Niemand konnte sich erklären, wie der Sturm soetwas hatte zustande bringen können. Aber wenn nicht der Sturm für diese seltsame Formation verantwortlich war, was dann? Zum Glück war kein Rudelmitglied zu Schaden gekommen - zumindest nicht, soweit sie wussten. Von Saiyán fehlte jedoch noch immer jede Spur, auch eine ausgiebige Suche nach dem Sturm hatte keinerlei Spuren des Jungrüden zu tage gefördert. Der Regen hatte jeden Rest seiner Fährte ausgelöscht. Und mit jedem verstreichenden Tag, an dem der Schwarze nicht aufgetaucht war, wuchs ihre Befürchtung, dass der Jüngling vielleicht im tosenden Sturm umgekommen war...
Ihre Gedankengänge wurden unterbrochen, als ein schnell lauter werdendes rascheln und Knacken aus dem Unterholz am Waldrand erklang. Alamiert kam die Betafähe hastig auf die Beine, aber schon Augenblicke später entpuppte sich der herannahende als Akara. Für einen Moment wirkte die Alpha überrascht, was wiederum Andraki einen fragenden Gesichtsausdruck entlockte. Akaras Grinsen wiederum ließ sie sich entspannen, aber die stumme Frage blieb dennoch in ihren Augen stehen.

"Guten Morgen",

erwiderte sie den gruß und unterstrich ihn noch mit einem Rutenwedeln und einem respektvollen Stupser ans Kinn.

Ich bereue nichts
Sagt die Liebe mir
Bin die Sehnsucht, bin das Leid
Bin die große Einsamkeit
Doch ich bringe auch das Glück

Ohne mich, was wär?
Ohne mich, was wär?
21.09.2010 17:35
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27.07.2005

(EY! Ò_O Ich dachte ich muss hier viel nachlesen! Ihr werdet doch nicht faul?! xD Grammatische Fehler liegen an meinem langen Arbeitstag.)

Drei Wochen lag es nun zurück, dass das ganze Rudel in Aufruhr geraten war. Jeanne selbst spürte förmlich noch die Angst, die ihr diese Schreie eingeflößt hatten. Der einzige Hoffnungsschimmer war geblieben, dass nicht alle, die verschwunden waren, nie wieder gesehen wurden. Andraki und die zwei Jungwölfe, zudem Ares und auch Yacáru waren wieder aufgetaucht. Wenigstens etwas.. Nashita blieb jedoch verschollen, und das verursachte ihr Bauchschmerzen. Zudem hatte man auch nichts mehr von Teyrm gehört. Toboe wollte nicht mit ihr sprechen, ignorierte sie jedes Mal, wenn sie zu ihm kam. Aber.. mehr als versuchen konnte es die Weiße nicht. Und außerdem.. war es nichts neues, dass die Mitglieder dieses Rudels verschwanden. In all den Jahren hatte sie so viele verschiedene Gesichter zu sehen bekommen. Ein leises Seufzen verließ Jeannes Kehle, als sie den Blick zum Himmel hob. Und auch der Vorfall mit den umgeknickten Bäumen blieb wohl noch länger in der Erinnerung der Wölfe.
Nun saßen sie hier, am Rudelplatz. In ihrer Nähe konnte sie die zwei Geschwister erkennen, die in dem Unwetter zu ihnen gestoßen waren. Kipcha und Askin. Sie hatte sich in den letzten Wochen mit ihnen beschäftigt, sie ein wenig an das Rudel heran geführt. Zusamen mit Andraki. Nun saß sie da, betrachtete das Rudel und seine Mitglieder. Akara war mit dem anderen, neuen Rüden los gezogen um das Revier zu erkunden. Und nun sollten Andraki und sie auf Nurac und die anderen Neuen aufpassen. Noch schien alles friedlich, sodass sie niemanden speziell beobachtete. Erst ein sich nähernder Geruch und das Geräusch von sehr schnellen Schritten zogen ihre Aufmerksamkeit auf sich. Ihre Ohren zuckten leicht durch die Luft, Andraki reagierte ebenfalls und erhob sich. Akara kam auf die zugerannt, warf damit einige Fragen auf. Noch konnte die Weiße Akando nicht erkennen. Wo war der Rüde? Und wieso kam Akara so auf sie zu gerannt, stoppte dann, und lächelte ihnen entgegen? Nun erhob sich auch die Weiße, trat einige Schritte auf die Alphafähe zu und nickte zur Begrüßung, während sich ein sanftes Lächeln auf ihre Lefzen zog.

“Guten Morgen. Hast du etwas heraus gefunden, oder wieso kommst du so schnell angelaufen?“

21.09.2010 22:17
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04.09.2008

Akara gesellte sich zu Andraki und Jeanne und war sofort Teil des Ganzen. Jemand der nicht gesehen hatte, wie sie auf den Rudelplatz gestürmt war, hätte kaum geglaubt, dass sie gerade erst aufgetaucht war. Ihr langsamer werdendes Hecheln verriet sie noch, würde aber früher oder später vergehen. Es war zwar warm, aber nicht so heiß, dass sie in Ruhe hätte hecheln müssen. Noch immer ganz offensichtlich gut gelaunt sah sie erst Andraki und schließlich Jeanne an. In ihrer Reaktionen entsprachen ihren Persönlichkeiten. Beide wollten wissen, wieso sie so schnell unterwegs gewesen war, aber nur die Weiße fragte ganz direkt, um eine Antwort zu bekommen.

"Entdeckt? Nein, nichts was sonderbarer wäre, als die wie von Zauberpfote umgeknickten Bäume. Mir scheint aber, ich habe entdeckt dass Akando langsamer ist als ich."

Bemerkte sie, ehe sie den Blick wieder zum Waldrand richtete, an die Stelle, an der sie soeben aufgetaucht war. Gelassen ließ sie den Blick schweifen und sprang kurz wieder auf die Pfoten, ohne sich vom Fleck zu bewegen. Etwas aufmerksamer nahm sie die Neuen in Augenschein, vor allem Askin. Schließlich pendelte ihr Blick aber zu Kipcha hinüber und blieb dann an Nurac haften. Oh, sie war noch immer voller Wut auf ihn, würde aber kein Wort mehr darüber verlieren, was sie von ihm hielt. Er war ein rücksichtsloser Dummkopf, der ihr nur das Leben schwer machte. Erst verlor er eine Jungwölfin aus den Augen, dann wollte er zwei Weitere schutzlos hinterher schicken und schließlich war er einfach abgehauen. Hatte sich erneut ihren Anweisungen widersetzt, um auf eigene Faust zu handeln. Sie hatte nicht vor, ihm noch einmal die Möglichkeit zu geben, eigenständig zu handeln. Am liebsten wäre es ihr gewesen, wenn er das Rudel schlicht wieder verlassen hätte, ihn aber als normales Mitglied zu tolerieren lag nicht in ihrem Sinn. Wie denn, wenn er schon als Gast nichts tat, als seinen eigenen Kopf durchzusetzen und sie bloßzustellen? Ohja, sie war so wütend! Und Wut konnte sie nicht gebrauchen. Wie hatte sie ihn nur mit Jeanne allein fortschicken können? Woher hatte sie dieses Vertrauen genommen? Es kam ihr vor, als könne sie die Enttäuschung niemals gänzlich überwinden. Sie verzieh ihm nicht. Es war vielleicht nicht sein Fehler, dass Yacáru verschwunden war, aber danach hatte er nichts mehr richtig gemacht.
Sie bemühte sich um ihre alte Neutralität, aber sie war sicher dass Jeanne und Andraki in den letzten Tagen deutlich gespürt hatten, wie sie zu diesem Neuling stand. Sie verfluchte dieses ständige Kommen und Gehen und dass nichts Beständigkeit hatte. Sie wollte Askin und Kipcha eine faire Chance geben, lieber aber hätte sie schlicht immer mit denselben Wölfen zutun gehabt, auf die sie sich verlassen konnte, wie sie sich auf Jeanne und Andraki verlassen konnte. Auch Jeanne hätte Yacáru im Auge behalten müssen, aber letztlich hatte sich Akara mit ihren Beschwerden an die Jungwölfin selbst gewandt. Sie war alt genug, die Kritik selbst anzuhören. Überhaupt standen die Jungtiere nur noch unter diesem extremen Schutz, weil in ihrer Erziehung zuviel versäumt worden war. Irgendwann aber musste all das Fehlende aufgeholt sein, damit das Rudel sie in die Eigenständigkeit entlassen konnte.

23.09.2010 17:05
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Siam Laiva [Abgegangen]

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Siam Laiva hatte die Ruhe in den letzten Tagen sehr genossen, sein Körper und seine Seele hatten sich von den Strapazen der unheimlichen Nacht erholt und er war mitgeschlichen ohne eigentlich beachtet und wahrgenommen zu werden. So musste er wenigstens nicht reden und konnte in Ruhe über alles nachdenken, sein Leben sortieren.
Vermutlich würde er für immer hier bleiben, irgendwann eine liebe Gefährtin haben, sich Akara anvertrauen und dann mit Frieden im Herzen sterben. Irgendwann, wenn er alt war.

Er wusste schon das Akara kam, bevor er sie sah. Erstens konnte Siam sie hören, und zweitens hatte er einen Instinkt entwickelt, als wäre Akara alles für ihn, als wüsste er immer wann sie kommen würde, sein Körper reagierte darauf. Der Boden, auf dem sein Kopf gebettet war, leitete die Pfotenschläge weiter, so dass er sie gut hören konnte.
Als Akara schließlich hechelnd auf den Lagerplatz gerannt kam sprang er sofort auf um sie zu begrüßen, wartete jedoch geduldig bis sie fertig war sich mit Andraki und Jeanne zu unterhalten.
Er stupste sie liebevoll ins Gesicht und wartete auf die Begrüßung ihrer ihrerseits.

‚Mag sie mich eigentlich wirklich so doll wie es immer scheint? Oder will sie mein Vertrauen um mich dann weg zu schicken? Nein, so etwas würde Akara nie tun, sie ist fair, sie mag mich.’

Der Jüngling versuchte sich selbst zu beruhigen, doch er schaffte es nicht. Kannte er ihre Gedanken? Wusste er was in ihr vorging? Nein, und genau das war manchmal das Problem. Er konnte seine Vergangenheit nicht vergessen, wurde ständig an sie erinnert, normale Reaktionen anderer erinnerten ihn an die schlimmste Zeit seines Lebens.
Sein Blick schien leer zu sein, als Akara angekommen war lächelte er noch, da hatte er ein ehrliches, glückliches Lächeln im Gesicht gehabt, doch jetzt waren seine Augen trübe und leer und sie Lefzen zitterten.
Trotz aller Angst sich zu verraten konnte er nicht aufhören. Es würde ihn für immer verfolgen, der wutverzerrte, hasserfüllte Blick seines Vaters, seines leiblichen Vaters. Die Worte ‚Leide Jüngling, leide du Missgeburt eines Tieres. Du bist es nicht Wert Wolf genannt zu werden.’ Die Bisse und Verletzungen die kein Ende nehmen wollten, der schmerz der schier unerträglich war und die Beine, die ihn ein ums andere Mal nicht tragen wollten als er zu fliehen versucht hatte.
Siams Gesichtsausdruck wechselte von wütend zu ängstlich und von ängstlich zu erschrocken, hätte er blass werden können, so wäre er jetzt durchscheinend wie ein Gespenst.
Seine Augen waren groß, aufgerissen und zeigten Schmerz, Schmerz der über ein Jahr lang immer größer geworden war. Akara und dieses Rudel, Jeanne, Ýacaru, Shanaro und alle die hier waren, halfen ihm zu vergessen, aber sie holten auch immer wieder Erinnerungen hervor, die schon längst vergessen sein sollten.

23.09.2010 20:30
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Kipcha [Abgegangen]

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Auch nachdem eine geraume Zeit vergangen war, fühlte sich die Jungwölfin nicht von dieser Nacht erholt, die sie durchlebt hatte, als sie gemeinsam mit ihrem Bruder in dieses Tal gestoßen war. Sie fühlte sich wirklich wohl bei diesen Wölfen, so wohl wie sich Kipcha bei Halbfremden fühlen konnte, doch wann immer sie dieser Nacht gedenkte, ging ein Zittern durch ihren Körper und ihre Bewegungen wurden stockend und fahrig. Es war besser geworden, doch der Schock saß immer noch.
Als Kipcha an jenem Morgen erwachte, fiel ihr zuerst gar nicht auf, dass Akara fehlte. Sie lag wie immer neben ihrem Bruder, in ihrer Nähe ein Wolf names Nurac, mit dem sie sich noch kaum ein Wort zu wechseln getraut hatte, der jedoch von Andraki und Jeanne deutlich beäugt wurde. Die weiße Wölfin kannte noch nicht jeden einzelnen Wolf des Rudels, doch diese beiden älteren Wölfe, die sich um die Geschwister und den anderen Wolf gekümmert hatten, waren ihr vertraut geworden. Sie hatten Kipcha und Askin in die Gepflogenheiten des Rudels eingewiesen und sie gleichzeitig im Auge behalten. Anfangs hatte letzteres die Wölfin furchtbar nervös gemacht, doch mittlerweile gewöhnte sie sich an ihre Blicke, konnte sie manchmal sogar mit einem leichten Lächeln erwidern. Auch an diesem Morgen sandte Andraki einen Blick in die Richtung der zwei Neuen, welcher von Kipcha nach einigem Zögern mit einem leichten Lächeln erwidert wurde.
Unwillkürlich zuckte Kipcha zusammen, als Andraki ebenfalls hochfuhr. Es war die abrupte Reaktion, welche die Jungwölfin verunsicherte und dazu der Geruch, der Sekunden später zu ihr drang. Kipchas Körper spannte sich an, ihr Atem ging stockend, bis ein bekanntes Gesicht zwischen dem Buschwerk auftauchte. Akara Chitaru, die Alphawölfin. Auch sie war ihr bekannt und Kipcha empfand großen Respekt für diese Wölfin. Sie wurde von Andraki und Jeanne begrüßt und ihr Grinsen auf den Lefzen animierte Kipcha dazu, leicht mit ihrer Rute zu wedeln, auch wenn sie sich nicht traute, aufzustehen und zu den Wölfen zu gehen.
Nur aus den Augenwinkeln bemerkte sie, dass ein weißer Wolf des Rudels zu der kleinen Gruppe stieß, während ihr Blick stattdessen zu dem spiegelglatten See glitt, an dessen Ufern sich der Rudelplatz bekam.

"Ich geh mal ans Wasser."

Ihre Worte waren sanft und leise gesprochen, für ihren Bruder bestimmt und sie stand auf, dehnte sich kurz und warf einen unschlüssigen Blick zu Jeanne und Andraki, doch da das Ufer des Sees in Sichtweite lag, würden sie bestimmt nichts dagegen haben, wenn Kipcha schnell dorthin gehen würde. Wären die beiden alleine gewesen, hätte Kipcha ihnen mit piepsiger Stimme Bescheid gegeben, doch mit der Alpha und einem ihr noch unbekannten Rüden daneben fand sie nicht den Mut dafür, weshalb sie sich langsam umdrehte und ruhig und langsam zu dem Ufer ging. Würde sie hektisch laufen, hätte sie nur unnötige Unruhe verbreitet. Kurz warf sie noch einen Blick zurück und achtete nicht darauf, wohin sie ging, als sie auch schon spürte, dass ihre Pfoten nicht den Boden trafen, sondern etwas Weiches, Erhöhtes. Mit einem erschrockenen Quietschen zog sie den Fuß zurück, doch da ihr Gewicht auf diesem gelastet hatte, verlor sie ihr Gleichgewicht völlig und fiel stolpernd halb auf dem Wolf, halb auf dem Boden.

"E..e-entschuldigung, das... das wollte ich nicht!"

,entschuldigte sie sich sofort mit rasendem Herzschlag und warf einen vorsichtigen Blick in das Gesicht des schwarzen Wolfs, der etwa in ihrem Alter zu sein schien. Ihre Rute klemmte sich zwischen die Hinterbeine und sie erwartete sogleich eine Strafpredigt.

23.09.2010 21:29
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Monty Sloan - wolfpark.org

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14.04.2008

Jene stürmische Regennacht lag bereits drei Wochen zurück, doch ihre Folgen blieben nicht bedeutungslos. Das Rudel war vorsichtig geworden, nachdem es die erschreckende Entdeckung im Wald gemacht hatte und noch immer erschien das Bild der merkwürdig umgeknickten Bäume hin und wieder vor dem geistigen Auge des jungen Rüden. Doch er verspürte keine Angst, denn Jeanne war bei ihm und alleine das zählte. Lange schon hatten sie sich versöhnt, wenngleich das rüde Verhalten Shanaros nicht in Vergessenheit geriet. Er bemühte sich nun noch mehr um Selbstbeherrschung, denn die Enttäuschung der weißen Fähe hatte ihn sehr getroffen. Selbst Nurac gegenüber hegte er keinen Groll mehr, denn er hatte eingesehen, dass es sinnlos gewesen war, sich über ein solch geringwertiges Fehlverhalten so maßlos aufzuregen. Während dieser drei Wochen hatte er sogar gelernt, die Führung Akaras zu akzeptieren, die rebellische Ader, die unermüdlich in ihm pulsiert hatte, schien verschwunden zu sein und er schien allmählich zu erkennen, dass die neue Alphafähe kompetent und vernünftig handelte. Außerdem hatte er gelernt, etwas mehr Toleranz walten zu lassen, wenn es um den Umgang mit Artgenossen ging und dieses neuerworbene Wissen machte ihn ruhiger und umgänglicher.
Shanaro beobachtete von seinem Platz am Rande des Rudelplatzes und in der Nähe des Sees das rege Treiben der anderen Wölfe und erkannte Akara, die sich geschwind der kleinen Gruppe näherte, die aus Andraki, Jeanne, Askin und Kipcha bestand. Da sie jedoch zu weit entfernt waren, konnte er die gesprochen Worte nicht vernehmen und wandte schließlich das schöne Haupt in Richtung des seichten Gewässers. Erinnerungen von seiner Ankunft krochen in sein Bewusstsein, als er das schöne Tal betrachtete, das nun schon so lange sein zu Hause gewesen war. Was trieb hier bloß Unfrieden und zerstörte die üppigen Wälder? Wer wagte es, diesen schönen Ort zu ruinieren? Er dachte wieder an jene Bäume und schauderte. Welches Wesen dieser Erde war so mächtig um die Pflanzen auf solcher Art zu bezwingen? In Gedanken versunken verfing sich sein bersteinfarbener Blick am Ufer des klaren Sees, während seine Ohren spielerisch nach allen Seiten schnippten. Doch der Rüde hörte seine Umgebung nicht, er hörte nur die Stimmen, die innerhalb seiner Gedankenwelt auf ihn einsprachen und zusätzlich verwirrten. Die letzten drei Wochen hatten ihm gewiss nicht gut getan.
Plötzlich näherten sich Schritte, schnelle Schritte und noch bevor er seinen Kopf wenden konnte, spürte er ein Gewicht auf seinem Körper und sprang halb erschrocken und halb erbost auf. Wer wagte es, seine Ruhe zu stören? Knurrend wandte der Jüngling sein Antlitz und blickte direkt in das Gesicht einer weißen Fähe. Die Fremde. Wie war ihr Name? Kipcha, er erinnerte sich. Neu zu sein rettete sie jedoch nicht vor seinem Temperament, er knurrte noch immer. Ihre Reaktion war jedoch so verunsichert und so schuldbewusst, dass sein ausgeprägtes Mitleidsempfinden seinen Fang automatisch versperrte. Sein galanter Körper nahm nun eine Haltung von Ruhe und Ausgeglichenheit an, als er die deutlich kleinere Wölfin musterte. Toleranz und Freundlichkeit kamen ihm wieder in den Sinn und er brachte ein freches und gleichsam tadelndes Lächeln zustande.

"Entschuldigung akzeptiert, pass auf, wo du hinrennst"

Gab er forsch zurück, seine klaren Seelenspiegel skeptisch, aber nicht länger unfreundlich. Dennoch musterte er sie mit Misstrauen, so wie es alle Fremden verdienten, kam jedoch sehr bald zu dem Entschluss, dass sie in keinem Sinne auch nur annährend eine Gefahr für ihn bedeutete. Gelassen schüttelte Shanaro seinen schwarzen Pelz und beäugte Kipcha dann abermals. Schließlich öffnete er den Fang.

"Dein Name ist Kipcha, nicht wahr? Du bist neu hier. Du und dein Bruder, ihr habt euch wirklich eine ungünstige Zeit gesucht, hier aufzutauchen. Ihr habt das Tal noch nie wirklich von der schönen und friedvollen Seite gesehen"

Meinte der Jungrüde bedauernd und blickte die weiße mit neutraler Haltung an. Er war kein Freund von sinnlosen Gesprächen, doch wollte er sie etwas besänftigen, da sie den Eindruck erweckte, als hätte sie gerade mit ihrem Fehler den Weltuntergang heraufbeschwört. Er schmunzelte. In der Regel war er desinteressiert was andere Wölfe anging, doch da er ohnehin nichts zu tun hatte, war ihm die kleine Abwechslung doch recht willkommen. Er würde noch sehen, was hinter der Unschuldsfassade dieser jungen Fähe steckte, doch er würde ihr seine Gesellschaft nicht aufzwingen, ihre Entscheidung.



Immer zur Stelle, wenn mich einer braucht.
Ich hab Taktak immer einmal lieber als sie mich
23.09.2010 22:34
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10.01.2009

Jeanne tat es der Zimtfarbenen gleich und kam ebenfalls heran, um Akara zu begrüßen. Die Weiße verlieh der unausgesprochenen Frage Andrakis wörtliche Gestalt und erkundigte sich nach dem Grund für Akaras plötzliches und gehetztes Auftauchen. Die Antwort der Alpha war... ausweichend. Sie hatte offenbar etwas entdeckt - die Formulierung 'Nichts was sonderbarer wäre, als die wie von Zauberpfote umgeknickten Bäume' schloss nur Dinge aus, die die Zimtfarbene sich ohnehin kaum vorstellen konnte, beinhaltete aber tausend wichtige Dinge, die sehr wohl im Bereich des möglichen waren. Andraki war unschlüssig, ob sie Akara genauer dazu fragen sollte. Sie zweifelte nicht an der Vernunft und der Vorsicht ihrer Alpha, und entsprechend mochte Akara ihre Gründe haben, ihre 'Entdeckung', so es denn wirklich eine gab, herunter zu spielen.
Ihr Blick folgte dem der Alpha, als hoffe sie auf einen Hinweis. Ihr schien, dass Akaras Blick etwas länger auf dem Rüden Nurac lag, aber das musste nichts heißen. Andraki hatte gehört, was während des Sturms alles geschehen war und konnte die Gefühle, die Akara seither für ihn hegte, nur zu gut nachvollziehen. Umso bewundernswerter war es, wie wenig ihre Freundin sich davon beeinflussen ließ, was ihre Pflichten als Alpha anging und wie beherrscht sie demnach noch immer stets auftrat. Während ihr Blick weiter über das Rudel glitt, fiel ihr einmal mehr auf, dass die schwarzen Zwillingssöhne Kibas fehlten. Aiyán war wahrscheinlich wieder auf der Suche nach seinem Bruder, der immernoch verschollen war. Es schmerzte Andraki mehr als sie selbst gedacht hätte, dass es nach wie vor keine Spur von Saiyán gab. Sie wusste, sie war nicht für sein verschwinden verantwortlich, dennoch konnte sie sich der Schuld nicht erwehren, ihn während des Sturms und auch danach nicht gefunden zu haben. Am liebsten hätte sie Aiyán jeden tag auf seiner Suche begleitet, aber sie musste an das Wohl des gesamten Rudels denken und durfte ihre anderen Pflichten nicht vernachlässigen. Vor einer Woche hatte sie sogar Yago gefragt, ob er vielleicht an der reviergrenze oder außerhalb davon irgendeine Spur des Jungrüden gefunden hatte. Es war unwahrscheinlich, dass Saiyán das revier ohne seinen Bruder verlassen hatte, aber es war eine Möglichkeit, der sie dennoch hatte nachgehen wollen. Doch auch Yago hatte nichts über den Verbleib des jungen Schwarzen zu berichten gewusst...
Inzwischen war der junge Siam heran gekommen und begrüßte Akara freudig. Sie wollte seine Freude nicht damit trüben, dass sie Akara weitere Sorgen bereitete, aber sie musste sie dennoch fragen. Alos senkte sie die Stimme zu einem leisen Raunen:

"Eine Spur von Saiyán? Irgendetwas?"

So gefasst ihre Miene auch war, in ihren Augen lag das Flehen, endlich Gewissheit ob des Schicksals des Jungrüden erlangen zu wollen. Doch schon einen Lidschlag später wurde die Zimtfarbene von dem aufkommenden Zittern Siams abgelenkt. Eben hatte er noch gestrahlt wie ein Welpe, nun wirkte er regelrecht bestürzt. hatte er ihre Worte doch gehört? Selbst wenn, diese Reaktion kam ihr dennoch übertrieben vor. Sachte stupste sie den Jungwolf mit der Schnauze an der Schulter an.

"Hey, Siam, was ist mit dir? was hast du?",

fragte sie möglichst sanft.

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Bin die große Einsamkeit
Doch ich bringe auch das Glück

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Ohne mich, was wär?
24.09.2010 18:23
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Kipcha [Abgegangen]

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Bei dem drohenden Knurren fuhr Kipcha nur noch mehr zusammen und presste sich regelrecht auf den Boden, als wollte sie mit diesem verschmelzen. Ihre Rute klemmte sich trotz allem zwischen ihre Hinterbeine und ihre Ohren legten sich verschüchtert an. Auch als sich seine Haltung komplett wandelte, nachdem er sie einige Sekunden in Augenschein genommen hatte, wagte Kipcha vorerst nicht, ihre Muskeln zu entkrampfen und die Ohren aufzurichten. Sein Lächeln schließlich ließ die Ohren nach vorne klappen und die Jungfähe meinte, eine Entwarnung zu spüren, behielt trotzdem ihre defensive Pose und löste diese erst bedächtig, als der junge Rüde ihre Entschuldigung annahm.

"Es tut mir ... Leid. I-ich werde ... ich werde besser aufpassen!"

,stotterte sie. Einerseits immer noch schockiert von dem Erlebten, andererseits durch den forschen Klang seiner Worte eingeschüchtert, senkte sie leicht ihr Haupt, während sie sich auf ihre Hinterbeine setzte. Ihre Rute hatte sich entspannt und umschlang ihre Beine. Das Misstrauen in den Augen des Schwarzen, dessen Name ihr nicht gleich in den Sinn kam, verunsicherte sie und mehrmals wandte sie den Blick scheu ab, weil sie diesen Augenkontakt nicht lange aufrecht erhalten konnte. Als der Rüde weitersprach und ihren Namen wandte, hob sie blinzelnd ihren Blick.

"J..ja... naja.. ich... ich finde es sehr schön. Nur... ich denke in der Nacht ist es..."

Sie verstummte und suchte nach einem passenden Wort und obwohl ihr Kopf im Moment auf Hochtouren arbeitete und ihr Herz kräftig schlug, kam ihr nichts passendes in den Sinn. Dabei war es so simpel. In der Nacht war ihr das Tal schlichtweg unheimlich.
Sie schluckte und versuchte sich daran, einmal den aktiven Part einzunehmen und probierte ein freundliches Lächeln, das jedoch mehr ihre Nervosität offenbarte.

"Und... ähm... du bist? Entschuldige, dass ich so... so blöd frage."

24.09.2010 21:08
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25.06.2010

In letzter Zeit kreisten seine Gedanken zunehmend um Einauge. Es war eine seltsame, beinahe trügerische Ruhe im Tal eingekehrt und in den müßigen Momenten, in denen es nichts zu tun gab, kamen die Erinnerungen. Obwohl er wusste, dass Akara ihn nicht besonders mochte, war er doch froh, dass sie ihn auf ihre Streifzüge mitnahm. Vermutlich wollte sie ihn nur nicht aus den Augen lassen und rechnete damit, dass er bei der erstbesten Gelegenheit irgendeinen Jungwolf fressen würde. Doch es war egal – die Streifzüge waren Abwechslung, sie bedeuteten Ablenkung. Solange er nicht zur Tatenlosigkeit verdammt war, musste er nicht an Einauge denken.
Es war seltsam und im Grunde wusste er nicht einmal, wieso er überhaupt noch hier war. Ein besonders herzlicher Empfang war ihm jedenfalls nicht bereitet worden und auch er selbst hatte nach seinem ersten Zusammenstoß mit Akara nie in Erwägung gezogen, hier zu bleiben. Trotzdem war nun bereits Tag um Tag verstrichen und er hätte längst gehen können. Warum blieb er also? Der wahre Grund war das Rudelleben – er musste es zumindest ausprobieren. Auch Einauge hatte ein Rudel gehabt, hatte es sogar geleitet, bevor er vertrieben worden war. Wölfe waren nun einmal in Rudeln organisiert und selbst sein Mentor, der ihm immer frei und wild vorgekommen war, war nicht freiwillig zum Einzelgänger geworden. Er würde es ausprobieren, doch was er davon halten sollte, wusste er immer noch nicht. Es war schwierig, sich in ein Rudel einzufügen. Viele schienen mit seiner Art nicht zurechtzukommen, doch er konnte doch nicht anders sein, als er nun einmal war, konnte und wollte sich nicht so sehr verbiegen. Wenn Rudelleben bedeutete, dass er nicht mehr er selbst sein durfte, dann würde er sich eben damit abfinden müssen, sein Leben auf Wanderschaft zu verbringen. Doch allein zu wandern war etwas ganz anderes als zu zweit. Das hatte er schmerzlich erfahren müssen, nachdem Einauge nicht mehr da war. Vielleicht würde er sich noch an die zahlreichen Regeln, Rituale und Gesetze gewöhnen. Vielleicht würde er sich an die Launen der anderen Wölfe gewöhnen und seine eigenen Launen in Zaum halten können. Ja, vielleicht.
Nun suchten ihn diese Gedanken sogar schon auf den Streifzügen heim – großartig. Er blinzelte überrascht, als Akara sich plötzlich mit gesträubtem Nackenfell vor ihm aufbaute. Für einen kurzen Moment fühlte er sich an die Furie erinnert, die ihm an seinem ersten Tag im Tal begegnet war und beinahe erwartete er bereits, dass sie nach ihm schnappen würde. Misstrauisch blickte er sie an. Normalerweise würde er nun davon ausgehen, dass er wieder einmal irgendetwas Falsches gesagt oder getan hatte, doch diesmal musste es etwas anderes sein. Er wartete, dass sie irgendetwas tun oder sagen würde, doch statt dessen wandte sie sich plötzlich um und stürmte davon. Er würde sie wahrscheinlich nie verstehen, diese Fähen.
Bei einem anderen Wolf hätte er diese seltsame Aktion vielleicht als eine Aufforderung zum Fangenspielen gesehen und wäre hinterher gejagt, doch bei Akara? Unmöglich. Er blickte sich um, prüfte die Luft und beäugte die Botanik in der Nähe, erwartete beinahe, dass jeden Moment ein Bär aus dem Gebüsch brechen könnte, was natürlich Unsinn war. Als ob er so einen stinkenden Koloss nicht schon längst hätte wittern oder hören müssen. Erst nachdem er sich davon überzeugt hatte, dass zumindest vorerst alles in Ordnung war, nahm er ihre Verfolgung auf. Natürlich war sie bereits längst über alle Berge und so folgte er in raschem Tempo ihrer Spur. Er rannte zwar nicht gerade, als ob sein Leben davon abhinge, aber er beeilte sich dennoch – er hätte seinen Arsch darauf verwetten können, dass da irgendein Haken an der Sache war und er lieber nicht herumtrödeln sollte.
Langsam nahm er zunehmend an Fahrt auf und erreichte schließlich den Rudelplatz, nachdem er der letzten Reihe von Büschen nicht etwa ausgewichen oder über sie hinweg gesprungen war, sondern einfach mir brachialer Gewalt hindurchbrach. Er rechnete mit beinahe allem, nur nicht mit der friedlichen Szene und der Ruhe, die ihn auf dem Rudelplatz erwarteten.
Mit juckendem Pelz, in dem noch einige Blätter und kleine Zweige hingen, stapfte er zu Akara, die friedlich von einigen Wölfen umgeben war. Misstrauisch beäugte er sie. Da war doch irgendetwas im Busch?

“Was zur Hölle war das?", fragte er sie leicht beunruhigt.

Er schnaufte und versuchte unauffällig, ein kleines Blatt auszuspucken, das er in die Schnauze bekommen hatte. Erst jetzt kam er langsam zur Ruhe und versuchte an den Gesichtern der anderen zu erkennen, ob Akara ihnen irgendetwas gesagt hatte. Doch keiner von ihnen sah sonderlich beunruhigt oder alarmiert aus – außer Siam, doch der weiße Jährling schien so einfach zu verunsichern, dass er dem nicht allzu viel Bedeutung zumaß.

25.09.2010 01:28
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27.07.2005

Mit ruhigem Blick betrachtete Jeanne Akara, abwartend, was die Fähe zu sagen hatte. Kurz wandte die Weiße den Blick herum, blickte kurz Andraki an, ehe sie die dunklen Augen wieder auf Akara richtete, die nun zu sprechen begann. Die Weiße wartete, bis die Braune geendet hatte, seufzte dann leise. Nichts neues. Nichts, was ihnen dabei verhalf, ihre Situation zu verstehen. Beiläufig richtete sie den Blick in die Richtung, aus der Akara gekommen war, um ihre Worte noch einmal zu überprüfen. Und tatsächlich war da kein Akando, der ihr nacheilte. Wo der Rüde wohl blieb? Und schon im nächsten Moment war sie wieder abgelenkt, Siam kam auf sie zu gerannt, begrüßte Akara liebevoll. Aber.. seine Freude über das Wiedersehen mit der Fähe schien nur kurz, denn einige Herzschläge später konnte man Wut und dann Angst in seinen Augen erkennen. Besorgt wollte sie einen Schritt auf den jungen Wolf zu schreiten, als Andraki den Fang öffnete und eine Frage an die Alpha Fähe richtete. Eine Frage, die sie selbst womöglich als nächstes gestellt hätte. Aber zuerst wandte die Weiße den Blick wieder auf Siam, der deutlich verschreckt war. Genau wie in dieser Nacht, in der er sich vor Nurac gefürchtet hatte. Jeanne seufzte leise, trat einen Schritt auf den Jüngling zu und berührte in vorsichtig mit der Schnauze am Kopf, trat dann aber etwas zurück, um Andraki Platz zu machen, die in etwa das Gleiche tat, wie sie zuvor.

“Alles in Ordnung. Die passiert nichts, Siam. Hab keine Angst.“

Ein sanftes Lächeln zog sich auf die Lefzen der weißen Fähe, vielleicht konnte sie dem Weißen so die Angst nehmen, die ihn zusehends verschreckte. Kurz wandte Jeanne den Blick herum, musterte Akando, der nun zu ihnen trat. Ein kurzes, ruhiges Lächeln galt dem Rüden, ehe sie den Blick wieder auf Siam und Akara richtete.

25.09.2010 08:47
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04.09.2008

Akara lächelte Siam liebevoll an und grüßte ihn nicht weniger herzlich. Ihre Aufmerksamkeit wurde dann jedoch auf Akando gelenkt, der aus den Büschen hervorschnellte und sie beobachtete ihn, lauschte seiner Frage und suchte nach einer Antwort.

„Ich wollte lieber schnell zum Rudel zurückkehren, um ein Auge auf alles zu haben, was vor sich geht.“

Antwortete sie gutmütig. Es war lediglich ihr Beschützerinstinkt. Sie musste dafür sorgen, dass niemandem etwas zustieß und nicht noch mehr Wölfe verschwanden. Es durfte nicht mehr passieren! Ihr Kopf drehte sich zu Kipcha, die in Shanaro gelaufen war und beobachtete die Szenerie mit großer Aufmerksamkeit. Ihre Augen wirkten einen Augenblick starr, dann jedoch entspannte sie sich wieder. Es war nichts. Kein Angriff.
Zu Andrakis Frage schüttelte sie langsam den Kopf. Sie wusste nicht ob ihre Freundin verstand, wie schwer dieses Versagen für die Alpha wog. Doch die Frage an Siam zog schließlich ihre volle Aufmerksamkeit zurück zu ihrem Schützling. Hatte sie etwas falsch gemacht? Gerade hatte er sich doch noch gefreut? Akara musterte den jungen Rüden, beobachtete ihn mit Jeanne. Wussten die beiden anderen Fähen, was sie falsch gemacht hatte?

„Hab ich was falsch gemacht?“

Fragte sie besorgt und leise. Nichts erinnerte an die Worte der sonst so energischen Leitfähe. Unsicherheit schwang in ihrer Stimme mit. Nichts wofür sie sich schämen würde. Sie hatte nicht das Bedürfnis, ein Überwolf zu sein.
Ihre Augen ruhten einzig auf Siam. Sie fragte nicht Andraki, oder Jeanne, nur den Jungrüden selbst. Er musste immerhin am besten wissen, was mit ihm los war.

25.09.2010 14:49
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Siam Laiva [Abgegangen]

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Auf die liebevollen Stupser der beiden Fähen und auch die Worte konnte der Jüngling anfangs nicht reagieren. Er stand einfach nur da, gefangen in seinen Erinnerungen. Nur langsam sickerten sie Worte in seine Gedanken, machten ihm klar das die alte Zeit vorbei war und das sie nie wieder kommen würde.

„Nein, es ist… alles okay“

Stammelte der weiße Rüde noch etwas verwirrt.

„Entschuldigt, meine Gedanken sind gekreist, vermutlich etwas zu weit. Ich sollte nicht wieder über solche Sachen nach denken.“

Nur noch ein leises Zittern der Lefzen verriet ihn, ansonsten beherrschte er sich komplett. An Akara gewand flüsterte er dann so leise, dass nur sie es hören konnte:

„Nein, hast du nicht“ er stupste sie sachte an, wollte nicht das ihre Stimme so besorgt klang. „Wie ich bereits sagte, ich habe wohl einfach zu viel Gedacht, mich von meinen Gedanken überrennen lassen“

Sanft lächelte er in die Runde, wollte sagen dass alles okay war.

„Danke, danke dass ihr für mich da seid“

Flüsterte er den bei ihm stehenden zu. Er wollte jetzt nicht über seine Vergangenheit sprechen, deshalb antwortete er auch etwas ausweichend. Er konnte doch niemandem erzählen wie verrückt sein Vater ist. Würden sie es überhaupt glauben, und war jetzt der richtige Zeitpunkt dafür? Nein, vermutlich nicht, es gab momentan schon genug Probleme.

25.09.2010 18:49
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_ SPHINX _
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10.01.2009

Andraki wandte den Kopf um, als Akando schnaufend eintraf. Er war offenbar ebenfalls gelaufen, nur war Akara schneller gewesen oder er war ihr nicht sofort gefolgt. Für einen Moment spannte die Zimtfarbene sich alamiert an, als sie die Frage des Rüden vernahm. Aber Akaras Antwort entnahm sie, dass die beiden nicht etwa etwas Gefährliches gesehen oder gehört hatten, sondern der Rüde sich offenbar einzig und allein auf das Herbeieilen der Graubraunen bezog. Er wusste also auch nicht, warum Akara so in Eile gewesen war, und irgendwie hinterließ ihre Antwort einen leicht bitteren Nachgeschmack. Traute sie Leikuna, Jeanne und ihr denn nicht mehr zu, ein Auge auf das Rudel zu haben?
Andrakis Blick glitt zurück zu Siam, der nun auch von Jeanne beruhigt wurde. Von Akara kam nur ein Flüstern, aber so dicht wie siealle beieinander standen, waren ihre Worte dennoch gut zu verstehen. es versetzte der Zimtfarbenen einen Stich, so viel ungekannte Hilflosigkeit in der Stimme ihrer Alpha zu hören. Akara tat alles für das Rudel, was sie nur konnte, und trotzdem war das Rudel noch lange nicht so, wie es sein sollte: geeint und eine Familie für alle Mitglieder, die über bloße Blutsbande hinaus ging. Dieser Zustand zehrte an Andrakis Kraft, aber wieviel mehr musste Akara innere Qualen erleiden, da sie doch Alpha war? Sie brauchte dringend eine Pause, irgendwie, aber Alphas nahmen sich natürlich nie ein bisschen Zeit für sich selbst. Jedenfalls nicht zum Entspannen. Andraki beschloss, ihrer besten Freundin zumindest eine aktuelle Bürde abzunehmen. Vielleicht konnte Akara ein bisschen Ruhe darin finden, Zeit mit Siam zu verbringen - jetzt, da der Jungrüde sich wieder beruhigte. Zudem war Andraki nicht entgangen, dass etwas Mütterliches in der Art und Weise lag, wie Akara sich um Siam kümmerte...

"Ich nehme ihn dir ab für eine Weile",

flüsterte sie Akara ins Ohr und wandte sich dann dem Braunen zu.

"Akando, auf ein Wort bitte",

sprach sie den Rüden. Ihr Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass ihre Worte weniger eine Bitte als eine Aufforderung enthielten, dennoch lächelte die Zimtfarbene und bedeutete ihm mit einer Kopfbewegung ihr zu folgen, als sie an ihm vorbei trat...

Ich bereue nichts
Sagt die Liebe mir
Bin die Sehnsucht, bin das Leid
Bin die große Einsamkeit
Doch ich bringe auch das Glück

Ohne mich, was wär?
Ohne mich, was wär?
26.09.2010 17:25
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23.05.2006

(*schiebt ein großes Stück Motivation zu Sai* ^-^)

Es war verrückt. Zu verrückt, um es in Worte zu fassen, oder um zu verstehen, was in diesem Tal vor sich ging. Da waren zum einen diese merkwürdigen Schreie gewesen, die sich wohl nie aufklären lassen würden. Und nun diese umgeknickten Bäume. Er hätte es nicht geglaubt, wenn er es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Und es hatte nur dazu geführt, dass sie nun alle noch viel verunsicherter waren, als zuvor. Die Welt, die er bisher gekannt hatte, schien vollkommen Kopf zu stehen. Und wie er es drehte und wendete, er kam zu keiner Lösung, konnte sich diese Vorfälle nicht erklären. Ob seine Mutter wohl gewußt hätte, was hier vor sich ging? Vielleicht hätte sie die perfekte Antwort auf all ihre Fragen gehabt? Zu gerne wäre er zu ihr gegangen, um sie zu fragen, um sie zurück zu holen. Dorthin, wo sie hingehörte. Statt dessen verbrachte Toboe die Abende damit, umher zu streifen, um selbst die Antwort zu finden. Mit jedem Tag der verging, schwand seine Hoffnung, dass er seine Mutter noch einmal sehen würde. Damit abfinden konnte er sich dennoch nicht. Manchmal aß er auch einfach nur da, den Fang zum Himmel und zum Mond gewandt, um sein Lied zu singen. Vielleicht.. hörte jemand es? Kehrte seine Mutter vielleicht zurück, wenn sie ihn hörte? Ein verzweifelter Versuch, alles wieder in Ordnung zu bringen. Bisher vergebens.
Nun war er wieder allein unterwegs, nicht weit vom Rudel, aber er war allein. Er hatte Ýllin beim Rudel gelassen, um sich die Umgebung einen Moment an zu sehen. Die verzweifelte Suche nach Antworten, die sich nicht finden lassen wollten. Aber an irgendetwas musste sich der Graue festhalten. Selbst wenn es nur der Gedanke war, dass bald wieder alles beim Alten sein würde, ohne Akara als die Anführerin des Rudels, sondern mit der Wärme seiner Mutter. Ein leises Seufzen verließ die Kehle des grauen Rüden, als er stehen blieb und zum Rudel blickte. In dem Moment, in dem er den Kopf wieder nach vorn wandte, stieg ihm sein Geruch in die Nase, und wenige Augenblicke später erkannte er seinen schwarzen Bruder. Auch er war allein, ohne ihren dritten Bruder, ohne Aiyán. Einige Momente blickten die blauen Augen des Schwarzen ruhig an, in ihnen ein neutraler Ausdruck. Er wußte, dass sein Bruder nicht gerade sein bester Freund war, auch wenn er selbst nicht unbedingt etwas gegen ihn hatte. Und wenn der graue ehrlich war, hatte er nicht unbedingt Lust, sich mit ihm zu streiten. Sollte eine Familie nicht zusammen halten? Gerade in solch einer Situation? Drei Wochen lag es nun zurück, dass der Schwarze verschwunden war. Was hatte er so lange getan?

“Hast du gefunden, was du gesucht hast?“

Der Graue bemühte sich darum, seine Stimme möglichst freundlich klingen zu lassen. Wie schon erwähnt, hatte er keine Lust, sich mit seinem Bruder zu streiten.

26.09.2010 17:29
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THEY SAY WE ARE WHAT WE ARE, BUT WE DON'T HAVE TO BE
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06.12.2006

Saiyán Tendes war stolz. So stolz wie schon lange nicht mehr und dazu freute er sich wie ein Honigkuchenwolf. Er hatte seine Mutter gefunden! Jawoll, ER! Und sie war hier, sie war noch da, sie würde nicht weggehen. Darüber hatte er sich auch gefreut, ein bisschen weniger froh war er, dass Yago und irgendwer seltsames noch bei ihr waren, andererseits war das vielleicht für Kiba ganz gut, dann war sie nicht so alleine. Er war froh, dass er sie alleine angetroffen hatte, so konnte er kurz einfach nur bei ihr sein. Vielleicht hatte er ihr wieder nicht richtig zeigen können, WIE froh er gewesen war, sie wieder gefunden zu haben, aber er war sich sicher, dass sie es zumindest ein bisschen gemerkt hatte. Leider hatte er nicht ewig bei ihr bleiben können, denn er war vorher schon zu lange weggewesen. Es hatte gedauert, bis er sie gefunden hatte. Also war er gestern wieder losgelaufen und jetzt waren es nur noch wenige Schritte bis zum Rudel. Er freute sich darauf, seinen Bruder wieder zu sehen und ihm zu sagen, dass ihre Mama noch lebte, dass sie ganz nahe war. Leider konnte er es nur Ai sagen, dass hatte er Kiba versprechen müssen. Naja, Toboe wäre auch noch drin, aber Sai dachte gar nicht daran, seinem blöden Bruder etwas zu erzählen. Der würde es wahrscheinlich gleich ausplaudern. Nein, das würde ein Geheimnis zwischen Ai, Sai und Kiba bleiben. Das klang toll. So toll, dass Saiyán sogar lächelte und die Rute schwenkte. Bis etwas Graues zwischen dem Rudel und ihm auftauchte und ein ziemlich ausdrucksloser Toboe vor ihm stand. Er klang eigentlich ganz nett, aber er kam Sai gerade ziemlich ungelegen.

“Ja, hab ich.“

Er konnte sich ein erfreutes Grinsen nicht verkneifen.

“Warum?“

Ob sich das Rudel Sorgen gemacht hatte? Immerhin war er etwa drei Wochen weggewesen und Ai hatte er auch nicht Bescheid gesagt. Er hätte ja sehr gut nicht funktionieren können, sein Plan Kiba tot oder lebendig zu finden. Dass er dann so hervorragend funktioniert hatte, Kiba lebendig und Kiba auch noch hier, hätte ja niemand wissen können. Also war er lieber ohne etwas zu sagen abgehauen, vielleicht hatte ihn dann jemand gesucht. Sein komischer Bruder aber wohl eher nicht.


NIEMALS WOLLTE ICH DICH BETRÜGEN.
DOCH MEINE GESCHICHTEN VOM GLÜCK;
sie waren meine größten Lügen.




26.09.2010 18:24
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Toboe konnte nicht anders, als ein wenig verwirrt drein zu blicken, als er das Lächeln auf den Lefzen seines Bruder erkannte. Saiyán schien prächtige Laune zu haben. Diesmal schien er selbst es zu sein, der dem Schwarzen nicht.. ganz soo freundlich gegenüber trat. Innerlich seufzte der graue Rüde, versuchte aber, sich nach außen nichts anmerken zu lassen. So sehr er seine Mutter auch liebte, mit seinen zwei Brüdern hatte ihn nie wirklich etwas verbunden. Nicht einmal nach dem Tod ihres Vaters. Kurz biß der Graue die Fänge fester aufeinander, ließ den Blick ruhig auf Saiyán ruhen. Zuerst rechnete er mit einer etwas genervten Reaktion des Schwarzen, irgendwelchen Worten, die seine bemühte Freundlichkeit zunichte machte. Statt dessen grinste er, beantwortete er seine Frage, ohne dass man wirklich daraus hören konnte, was er von ihm hielt. Immerhin. War das nicht schon ein Fortschritt? Irgendwie schon. Nun musste auch der Graue lächeln. Für einen Moment hatte er darüber nachgedacht, den Schwarzen zu fragen, was er gesucht hatte. Aber er zweifelte doch stark daran, dass er es erfahren würde. Einen Moment dachte der Graue darüber nach, was er am besten antworten sollte, ohne das es vorwurfsvoll oder sonst irgendwie negativ wirkte.

“Weil du glücklich aussiehst. Und weil du nach drei Wochen zu uns zurück gefunden hast, wahrscheinlich wärst du sonst noch nicht wieder da?“

Für einen Moment wandte Toboe den Blick an seinem Bruder vorbei, als könne jeden Moment jemand hinter ihm auftauchen. Dann richteten sich seine blauen Augen wieder auf die seines Bruders.

“Wir haben uns Sorgen um dich gemacht. Ich denke, du wirst diese Frage noch einige Male zu hören bekommen.“

Und da war noch etwas. Was hatte der Schwarze alles mit bekommen von dem Chaos, das dieses Tal heimgesucht hatte? Unwahrscheinlich, wenn er das Tal verlassen hat, dafür umso wahrscheinlicher, wenn er immer in ihrer Nähe gewesen war.

“Hast du in den vergangenen Wochen bemerkt, was hier los war? Hast du die Schreie gehört, oder die umgeknickten Bäume gesehen?“

Ruhig und abwartend blickte der Graue seinen Bruder an, noch immer ein sachtes Lächeln auf den Lefzen.

26.09.2010 20:09
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25.06.2010

Verwirrt blickte er Akara an. Er war sicher gewesen, dass sie etwas gewittert oder gesehen haben musste, umso mehr überraschte es ihn nun, dass sie ganz ruhig und entspannt mit den Wölfen plauderte und ihm versicherte, dass es sie lediglich zum Rudel zurückgezogen hätte. Warum hatte sie es dann nicht einfach gesagt, bevor sie losgesprintet war? Warum das gesträubte Nackenfell und das ruckartige Hochfahren des Kopfes? Sei’s drum. Wenn sie nun so ein großes Geheimnis daraus machen wollte, sollte sie das ruhig tun. So schlimm konnte es schon nicht gewesen sein, sonst hätte er wenigstens irgendetwas bemerken müssen.
Er entspannte sich zunehmend. Während er die warmen Sonnenstrahlen auf seinem Pelz spürte, lauschte er den anderen. Eine merkwürdige Szene spielte sich scheinbar zwischen Akara und Siam ab. Der weiße Jungwolf erschien ihm langsam etwas eigenartig, er reagierte bisweilen grundlos über und nun war wieder so ein Moment. Er fragte sich, ob überhaupt irgendeiner der anwesenden Wölfe eine grobe Idee hatte, was sein Problem war. Woran dachte er denn bitte, dass es ihn so aufwühlte? Nun ja, vielleicht war er einfach ein kleines Weichei.
Gerade wollte er sich ins Gras sinken lassen, sich vielleicht ein wenig herumwälzen, um die lästigen Blätter im Fell loszuwerden, da sprach ihn unerwartet Andraki an. Er hatte keine Ahnung, was die Fähe von ihm wollen könnte, aber er hatte auch keinen Grund dazu, ihr zu misstrauen oder nun zwingend etwas Schlechtes zu erwarten. Trotzdem war es merkwürdig, dass sie offenbar unter vier Augen mit ihm sprechen wollte, nicht beim Rest des Rudels. Was konnte sie mit ihm besprechen wollen, das die anderen nicht mitbekommen sollten?
Nun war seine Neugier geweckt und er schickte sich bereitwillig dazu an, ihr zu folgen.

“Was gibt’s?“

Mit lockeren Schritten passte er sich ihrem Tempo an, während er den Blick erwartungsvoll auf die Betafähe gerichtet hielt.

29.09.2010 22:54
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Askin [Abgegangen]

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Das Gewitter lag Askin immer noch wie eine Last auf seinen Schultern und er drehte den Kopf etwas zur Seite. Sein rechtes Ohr zuckte leicht als sich Kipcha bewegte, doch er sagte dazu nichts und hielt seine Augen geschlossen. Er wollte nicht sprechen, nichts sehen, nichts riechen und vor allem nichts spüren. Einfach die Ruhe genießen die er innerlich empfand. Sie waren nun schon seit geraumer Zeit hier und Askin hatte es mit der Zeit einfach hingenommen das er unter Aufsicht der Wölfe dieses Rudels stand. Jeanne hatte sie dem Rudel ein wenig näher gebracht, aber Askin hatte auch nichts dagegen einzuwenden gehabt. Letztendlich hob der Rüden den Kopf und warf seiner Schwester einen Blick zu, als diese sich zum Ufer des See’s begab, sein eigener Blick traf den der Alpha Akara Chitaru und seine Augen verengten sich ein wenig. Diese Art wie man ihn ansah störte ihn nicht, doch der Grund warum er seine Augen so schmal werden ließ war, dass die Alphafähe ihren Blick Kipcha zuwandte und das war dem Rüden nicht wirklich geheuer. Er legte die Ohren kurz zurück als er die Stimme seiner Schwester vernahm und stand ruckartig auf um den Kopf in ihre Richtung zu wenden. Seine Ohren richteten sich angestrengt nach vorne und er wollte schon einen Satz nach vorne machen, als er realisierte das Kipcha über einen Jährling gestolpert war. Amüsiert zog er die Lefzen zu einem Lächeln zurück und setze sich auf seine Hinterläufe um gespannt auf das zu warten was der Rüde tun würde. Als er das Knurren vernahm konnte Askin das grollen in ihm selbst nicht unterdrücken und seine Augen wurden abermals schmal. Aufmerksam beobachtete er die Haltung des Rüden um sofort eingreifen zu können falls etwas passierte, doch die Unsicherheit und die Hilflosigkeit die Kipcha ausstrahlte wirkten schnell auf den Rüden ein. Ein Glück für ihn, dachte sich Askin und legte die Ohren zurück, dabei wischte er mit seiner Rute einmal über den Boden. Letztendlich drehte er sein Haupt etwas, aber die Wölfe um ihn herum interessierten ihn nicht wirklich, er hatte sich geschworen auf seine Schwester aufzupassen und das würde er auch einhalten. Da sich sowieso niemand trauen würde auf ihn zu zukommen, und Askin auch nicht wirklich Lust hatte groß sich mit einem dieser Wölfe zu Unterhalten, ließ er seinen Körper wieder fallen und starrte einfach ins Leere, völlig in seinen Gedanken verloren.

30.09.2010 00:37
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14.04.2008

Verwunderung und Amüsement widerspiegelten sich in Shanaros Blick, als er die weiße Fähe betrachtete, die voll Unterwürfigkeit und Demut vor ihm kauerte. Sein rüdes Verhalten mochte abschreckend gewesen sein für einen Neuling wie sie es war, doch niemals hätte er mit einer solch verängstigten Reaktion gerechnet. War die Gereiztheit und Intoleranz in ihm schon so weit fortgeschritten, dass er Altersgenossen in Angst und Schrecken versetzten konnte? Ein schiefes Lächeln erschien auf seinen dunklen Lefzen, als er sich für seine sinnfreien Gedanken schalt und kaum merklich das Haupt schüttelte. Als sich Kipcha abermals entschuldigte, blickte er sie ein wenig verständnislos an und augenblicklich begann seine neugierige Seele zu rätseln. War es ein vergangenes Ereignis in ihrer Lebensgeschichte, dass diese übertriebene Unterwürfigkeit bewirkt hatte? Der Schwarze konnte sich nicht vorstellen, dass es einen Charakter gab, der von Natur aus so ergeben und gefügig war wie ihrer. Nur zu gern hätte er sie nach ihren Hintergründen erkundigt, doch war er von einem forschen Desinteresse und Misstrauen fremden Artgenossen gegenüber ausgestattet und auch zu eitel, um sich eine Erzählung anzuhören. Außerdem fürchtete er, dass die Fähe durch Aufdringlichkeit nur noch mehr verunsichert wäre.
Stattdessen beobachtete Shanaro die Weiße weiterhin und wartete geduldig auf ihre Reaktion, die lediglich zögernd und zaghaft kam. Es war offensichtlich, dass ihr die momentane Situation nicht geheuer war und obwohl sie die Schönheit des Tals beteuerte, dachte der Jüngling mit einem Seufzen an jene Tage, an denen auch er neu zu dem Rudel stieß. In jenen Tagen war Kiba die Alphafähe gewesen, es war friedvoll und einladend hier. Er konnte kaum glauben, wie viel sich verändert hatte, seit er als Welpe hierher gestoßen war, einsam und verloren.

“Nicht nur in der Nacht, denk an die umgekippten Bäume, die wir zuvor sahen, es hat sich vieles verändert hier, aber solange es euch gefällt, meinetwegen.“

Sein bernsteinfarbener Blick schweifte zum See, dessen Oberfläche die Sonne funkelnd und glitzernd widerspiegelte. Er erinnerte sich an die Tage, an denen er mit Jeanne dort entlang gewandert waren und an kühle Wasser, das ihn immer zu einem erfrischendem Bad eingeladen hatte. Nun war alles streng kontrolliert, jeder Schritt konnte schließlich der Letzte sein.
Erst als Kipcha wieder zu sprechen begann, spitzte er seine Ohren und blickte sie ein wenig abwesend an. Seine kleine Gedankenwelt fantasierte noch immer über die alten Zeiten, die doch tatsächlich noch nicht so weit in der Vergangenheit lagen. Er schmunzelte, sie wusste seinen Namen nicht, aber wie sollte sie auch? Immerhin waren die Mitglieder des Rudels zahlreich und sie als Fremdling hatte in solch kurzer und turbulenter Zeit kaum Gelegenheit für Bekanntschaften gehabt.

“Ich bin Shanaro“

Gab er knapp zurück, ohne jedoch abermals einen unfreundlichen Eindruck erwecken zu wollen. Interessiert aber doch skeptisch blickte er auf die recht kleine Fähe hinab und fühlte sich beinahe verpflichtet, ein wenig zu Gespräch beizutragen, um Kipcha nicht in Verlegenheit zu bringen.

“Wie kamt ihr eigentlich zum Rudel?“

Fragte er also, seine Seelenspiegel glänzten unergründlich. Es war lediglich eine Standardfrage, eine, die andere zum Reden verleitete und ihm eben dieses ersparte, er würde zuhören und hin und wieder vielleicht einen Kommentar einwerfen. Sein aufmerksamer Blick wanderte nun zurück zum Rudelplatz, wo er Jeannes Anwesenheit wusste. Bei einem weißen Rüden blieb er hängen, Kipchas Bruder, er beobachtete sie. Ein verschmitztes Lächeln trat auf seine Lefzen, ihm entging nichts und er mochte es nicht, beobachtet zu werden.



Immer zur Stelle, wenn mich einer braucht.
Ich hab Taktak immer einmal lieber als sie mich
30.09.2010 15:30
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