Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Sheyna seit: 146 Tagen
Yavinja seit: 83 Tagen
Caspar seit: 43 Tagen
Saiyán Tendes seit: 26 Tagen


Tears of Destiny » Rollenspiel » 3. Frühling - 1925 » Wind der Veränderung
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Buntschatten
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Kati H. - dawnthieves.de

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04.09.2008

(SL und Akara mischt sich so stark XD lest einfach unbedingt den Beitrag, da sind hoffentlich alle wichtigen Infos enthalten)

Eine Woche ist vergangen, seit Senedd von Erith getötet wurde und Akara die Leitung des Rudels übernommen hat. Tage der Unruhe lagen nun hinter ihnen, mit wenig Hoffnung auf Besserung. Die neue Alpha wartete noch darauf, dass sich die Gemüter beruhigten, scheute aber nicht davor, ihre dem Rudel zugedachten Veränderungen vor den Wölfen auszubreiten und umzusetzen.
Zunächst war Akara mit Thiréa zum Pass aufgebrochen, um die Markierungen neu zu setzen und Wölfe mit Anstand wenigstens zu einem Gruß zu verpflichten. Alle Anderen würde sie ohnehin davon jagen. Danach hatte sie darum gebeten, dass jeder Wolf Augen und Ohren offen hielt, um mögliche Fremde zu lokalisieren und nicht umherschleichen zu lassen.
Ihre sonstigen Bemühungen drehten sich hauptsächlich darum, ihre Runden durch das Rudel zu drehen, ohne die Wölfe in ihrem Tun zu stören. Sie wollte ihnen Zeit geben, die sicher jeder brauchte. Thiréa stets bei sich wissend und auch ein Auge darauf habend, dass sich Shirái bei Andraki aufhielt. Es wurde Zeit, die Fähigkeiten in Kampf und Verteidigung ihrer Rudelmitglieder kennen zu lernen. Sie war sicher, in ihrer zimtfarbenen Beta ähnliches Potenzial zu finden, wie in ihr selbst. Der ganze Rest ließ sich schwer einschätzen.
An diesem Morgen war sie bestrebt, die Ruhe nach dem Sturm für beendet zu erklären und aktiv mit den Anderen zusammen zu arbeiten. Möglicherweise würden ein paar Rangeleien das Team stärken. So jedenfalls kannte sie dieses spielerisch, lernende Tun aus ihrem Clan.
Akara kehrte, gemeinsam mit Thiréa von einem kurzen Streifzug zurück, der an der Stelle vorbei geführt hatte, an der Senedd ermordet worden war. Der Geruch der Verwesung hing über einem Teil des dortigen Waldstücks. Sie hatte vermieden, sich zu nah zu der Stelle zu begeben. Dennoch war der Gestank mehr als einmal in ihre empfindliche Nase gekrochen. Sie vermutete, dass Raben und anderes Getier bald erledigt hatten, was noch von dem jungen Wolf übrig war. Es schmerzte sie noch immer, dass sie ihn nicht hatte beschützen können. Warum nur hatte sie Erith nicht einfach beschattet, ganz egal welchen Regeln das Rudel damals noch gefolgt war? Die Schuld lastete schwer und wollte nicht weichen. Ihr war, als hätte sie nie zuvor so empfunden. Dass ihr Clan ausgelöscht worden war, war anders. Jeder von ihnen war ein gut ausgebildeter Kämpfer, niemand stand dem Feind schutzlos gegenüber. Senedd wusste wahrscheinlich gar nichts von Verteidigung oder gar Wehrhaftigkeit. Sie seufzte, fast tonlos. Schwer zu sagen, ob Thiréa davon Kenntnis nahm, oder nicht. Wie in alter Gewohnheit hatte sie wenig mit der Wölfin gesprochen. Wie oft musste sie sich noch vor Augen führen, dass kein Wolf hier damit umzugehen wusste, dass man keine Worte brauchte, um sich zu verständigen? Sie sah ihre Unfähigkeit sich zu verändern als eigene Schwäche und urteilte hart über sich selbst. Freundlich wandte sie sich an ihre Begleiterin:

“Wie steht es um deine Fähigkeiten in Kampf und Verteidigung?“

Fragte sie, während sie das Fleckchen ansteuerte, an dem sich das Rudel dieser Tage die meiste Zeit aufhielt. Zwischen dem großen See und dem Pass. Ein guter Platz, um mögliche Eindringlinge rechtzeitig abzupassen.
Sie sah sich nach Andraki, Leikuna und Cílyn um, mit denen sie am Morgen bereits über das bevorstehende Kampftraining gesprochen hatte.


Gruppen, die sich beieinander aufhalten:
Akara und Thiréa gesellen sich nun zu Teyrm, Siam und Ýllin.

Andraki nimmt sich Nashita, Aiyàn, Toboe;

Leikuna und Ares kümmern sich derweil um Saiyán, Yacáru, Shanaro;

Jeanne war so freundlich, ein Auge auf Shirái zu haben. Beide befinden sich zur Zeit in Ferus Nähe.
Cilyn kann zu Andraki oder Leikuna stoßen, wie es ihr beliebt.




(Adali ist lost in space.
Farai befindet sich bei Yago und Kiba, irgendwo versumpft im Revier und Akara kann sie nicht wittern. Alle anderen auch nicht. Eigentlich. Aber nur Akara kann dies wegen göttlicher SL-Macht als einzige absolut total gar nicht. XDDD *redet nur Schwachsinn* Dieser Beitrag kostete mich nun meinen ganzen noch vorhandenen Verstand. Dennoch ist er glaub ich so konfuß <-- *sich wegschreit* wie ich noch nie einen konfusen Beitrag verfasst habe. Er ist voll chaotisch und erst wars SL, dann doch nicht und dann hab ich mit Akara und dann wieder SL und so. Ich hoffe ihr findet durch. Wenn nicht, konsultiert jemanden aus dem Team (Kiba, Yago, mich bzw. mich vielleicht nicht, wegen Risiken und Nebenwirkungen und so.
Lange Rede kurzer Sinn… Wenn jemand der Ansicht ist, meine göttlichen Fähigkeiten brechen den kompletten Charakter desjenigen, der hier irgendwie frei auf dem Spielbrett verschoben wurde, möge sich bitte per PN bei Gott persönlich beschweren. Sicher hat er Internetzugang. Andererseits schreibt ihr besser mir. Ich hab ne weniger lange Leitung. Wie mans nimmt. *seufzt* )

12.03.2010 00:28
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_ SPHINX _
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10.01.2009

(Ami, dein Off-Text ist viel konfuser als dein SL-Akara-Post XD)


Eine Woche war seit dem Alphawechsel vergangen und der Widerstand der Jungwölfe war immernoch spürbar. Es war nicht mehr so stark wie am Anfang, dafür war es mittlerweile schwer zu sagen, ob nur weniger Unmut laut geäußert und stattdessen im Stillen gemästet wurde, oder ob sich der Widerwillen der Jungtiere tatsächlich legte. Das würde sich erst im Laufe weiterer Wochen zeigen, vielleicht aber auch schon bei dem nun bevorstehenden Training. Ein Kampf, der das Blut in Wallung brachte, selbst wenn es nur Übungen waren, mochte die unterdrückten Gefühle des einen oder anderen Jungwolfes an die Oberfläche bringen. Aber auch generell war diese Initiative Akaras eine gute und vor allem notwendige. Senedds Tod hätte vielleicht vermieden werden können, wenn der Jungrüde zu kämpfen verstanden hätte. Mindestens hätte er sich somit wertvolle Zeit erkaufen können, um nach Hilfe zu rufen, und der Rest des Rudels hätte vielleicht den Ort des Gescheens erreichen können, bevor es zu spät war. Denn das Blut war schnell zu riechen gewesen, aber die Zeit zu kurz für die Wegstrecke.
Andraki hatte Nashita, Aiyán und Toboe bei sich versammelt und wollte gerade zum Sprechen ansetzen, als sie Akara zurückkehren sah. Aus der Ferne güßte sie ihre Alpha mit einem Nicken, bevor sie sich wieder den Jungwölfen zuwandte. Sie lächelte trotz des Wissens, dass sie von den Jungtieren keinerlei Sympathie zu erwarten hatte. Aber damit schlug sie sich nunmehr seit einer Woche herum, Zeit genug um sich in Geduld zu üben und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Auch wenn sie lieber sämtliche Rebellen auf den Rücken gelegt und ihnen Respekt eingebläut hätte, aber vielleicht bekam sie ja jetzt Gelegenheit dazu.

"Also, es ist der Wunsch der Alpha, dass ihr lernt, euch effektiv zu verteidigen. Da ich nicht weiß, wieviel oder wie wenig ihr bereits im Kämpfen geübt seid, werde ich jetzt nacheinander mit jedem von euch einen kleinen Übungskampf absolvieren, um eure Fähigkeiten einschätzen zu können. Ich möchte, dass die anderen von euch dabei aufmerksam zusehen und überlegen, wo ihnen Schwächen auffallen."

Sie sah die Jungwölfe der Reihe nach an, jetzt ernster, und überlegte, mit wem sie beginnen sollte.

"Aiyán, ich möchte, dass du den Anfang machst. Zeig uns, was du kannst",

forderte sie den Schwarzen auf und trat ein paar Schritte zurück, um mehr Platz zu schaffen...

Ich bereue nichts
Sagt die Liebe mir
Bin die Sehnsucht, bin das Leid
Bin die große Einsamkeit
Doch ich bringe auch das Glück

Ohne mich, was wär?
Ohne mich, was wär?
12.03.2010 11:32
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To the impossible Dream
No Matter how hopeless
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23.05.2006

Der junge Rüde saß bei der kleinen Gruppe, den Blick jedoch in die andere Richtung gewandt. Tz. Was brachte das nun, dass sie hier versammelt waren? Er wollte eigentlich nicht hier sein. Viel lieber hätte er am Rande des Reviers gewartet, so wie immer. Seine Tage bestanden nur noch aus warten und hoffen. Aber es tat sich nichts, gar nichts. Und Akara verschandelte dieses Rudel mehr und mehr. Wie oft hatte er in dieser Woche nun schon darüber nachgedacht, es anders herum zu machen, sie zu stürzen, und seine Mutter zurück zu holen. Aber in einem Punkt hatte ihre neue Anführerin wohl Recht. Er hatte von Kampf und Verteidigung nicht die geringste Ahnung. Und er zweifelte daran, dass seine körperliche Kraft die von Akara übertreffen konnte. Zudem hatten sich Andraki, Cílyn Leikuna und andere auf ihre Seite geschlagen. Es blieb ihm also nichts anderes übrig. In seinen Träumen war seine Mutter ihm immer wieder erschienen. Zusammen mit seinem Vater. Das würde heißen.. sie war.. Toboe musste diesen schmerzhaften Gedanken jedes Mal aufs Neue verdrängen. Sie konnte nicht tot sein. Sie kannte dieses Tal besser als jeder andere, und Yago war bei ihr. Das konnte nicht sein.
Der junge Rüde atmete tief durch, biß die Fänge leicht aufeinander und wandte den Blick zurück, als Andraki das Wort an sie richtete. Er verbiß sich jeden Kommentar über ihre Hörigkeit, sah sie nur ausdruckslos an. Bisher hatte er nie etwas zu bemängeln gehabt. Wie auch, wenn seine Mutter dieses Rudel wunderbar geführt hatte? Aber in seiner Brust schlug das Herz eines Rebells, und genau das würde jetzt jeder zu spüren bekommen. Kurz fiel sein Blick auf seinen Bruder und Nashita, ehe die blauen Augen sich auf Andraki legten. Sie wollte testen, wie sie sich im Kampf bewährten? Na bitte, wenn sie da Lust drauf hatte. Ihm war nicht danach, sich von ihr etwas sagen zu lassen. Kurz huschte sein Blick umher, suchte bekannte Gesichter. Teyrms Geruch lag in der Luft, und im ersten Moment dachte der Graue darüber nach, zu ihm zu gehen, Andraki einfach zurück zu lassen. Aber.. er wollte nicht ein Mal mit seinem besten Freund reden. Er wußte ja nicht ein Mal, was er über diese Situation dachte. Sie sollten ihn am besten alle in Ruhe lassen. Die letzte, mit der er gesprochen hatte, war Andraki.

Und was soll das bringen? Es gibt sinnvollere Dinge.“

Toboes Blick ruhte auf der Zimtfarbenen, die seinen Bruder aufgefordert hatte, den Anfang zu machen. Er war gespannt, wie der Schwarze reagieren würde. Wie verkraftete er wohl, dass ihre Mutter gegangen war? Und sie im Unwissen bleiben musste, was mit ihr war.

“Glaubt ihr, wir tun jetzt einfach so, was ihr von uns erwartet?“

Noch ein Mal atmete der junge Rüde tief durch. Er hatte keine Lust auf ein weiteres Gespräch mit dieser Fähe.

13.03.2010 20:46
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I'LL TRY TO PICTURE ME WITHOUT YOU BUT I CAN'T
cause we could be immortals
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09.07.2006

Plötzlich war alles so schrecklich leer und so schrecklich fremd. Er hatte sich nie besonders heimisch zwischen all den Wölfen gefühlt, die kamen und gingen, wie sie lustig waren. Aber hatte immer das Wissen gehabt, dass es trotzdem genau seine Heimat war. Sollten sie kommen, sollten sie gehen. Er war hier geboren, es war das Rudel seiner Mutter. Deshalb fand er, dass er hier her gehörte. Nur die anderen nicht. Aber jetzt, jetzt war alles anders. Ihm war nie so richtig bewusst gewesen, dass seine Mutter, dass Kiba das alles ausgemacht hatte. Eine übermäßig enge Beziehung hatte er zu seiner Mutter nicht gehabt, auch wenn er sie dennoch geliebt und geschätzt hatte. Weil ... Mama eben. Jungen liebten ihre Mutter halt. Und den Mittelpunkt seines Lebens hatte sein Zwillingsbruder dargestellt. Aber jetzt, schien sich irgendwie alles verschoben zu haben. Nichts war mehr so, wie es sein sollte. Plötzlich war jeder der Jungwölfe mit sich alleine, nichts zu sehen, von der so hoch angepriesenen Gemeinschaft. Seine Mutter war weg. Das Rudel wurde jetzt von Fremden geführt. Sie waren alle fremd und er fühlte sich und seine Familie beleidigt mit dem, was sie sagten und taten. Manchmal fragte er sich, was wohl wäre, wenn sein Papa noch leben würde. Er hätte nicht zugelassen, dass man Kiba vertrieb. Alles wäre anders gewesen. Aber sein Vater war tot und seine Mutter ... er wusste es nicht. Sie konnte genau so gut tot sein. Es fühlte sich so an, als wäre ihm alles genommen worden.

Und nun hockte er hier doof und sinnlos rum, in Gruppen eingeteilt, als wären sie ein Kindergarten. Was ihn besonders wütend machte war, dass sie ihn von Saiyán getrennt hatten. Was bildeten die sich eigentlich ein!? Irgendwo fühlte er sich deshalb gleich noch fremder, obwohl er mit Nashita und Toboe wenigstens Gruppengesellen hatte, die er wenigstens kannte. Das war aber auch das Einzige. Dieses fremd-sein-Gefühl in seinem eigenen Rudel, in seinem eigenen Tal machte ihn furchtbar wütend.
Mit starrem Blick verfolgte er Andraki, die vor ihnen stand und sich aufführte, wie ein Feldwebel. Nun, okay, nicht ganz. An Mitsah würde sie niemals heran reichen, wie er sich zynisch dachte. Gegen ihn war sie harmlos, niemand, den er zu fürchten hatte. Seine Ohren zuckten leicht, als die Zimtfarbe gerade ihn dazu auserwählte, den Anfang bei ihren Übungskämpfen zu machen. Einen Moment lang überlegte er, ihr mit zu teilen, dass er das nicht nötig hatte, weil er bereits eine viel effektivere Ausbildung hinter sich gebracht hatte, öffnete sogar die Schnauze, schloss sie dann aber wieder. Nein. Es wäre viel klüger, sich diese Ausbildung zum Vorteil zu machen. Einen kurzen Blick warf Aiyán auf seinen Bruder, beschloss aber seinen Kommentar einfach zu ignorieren. Der Jungwolf erhob sich und trat ein paar Schritte auf Andraki zu. Wie startete er am Besten? Einen Frontalangriff konnte er knicken, zumindest Mitsah hatte ihn bei dem Versuch einfach gepackt und zu Boden geschleudert. Er begann also in einem Bogen um Andraki herum zu laufen, die Wölfin nicht aus den Augen lassend. Sie drehte sich, wie erwartet, mit. Bis zu einem gewissen Punkt. Bot sie ihm grade die Flanke an? Die Lefzen kräuselnd, hielt er inne – und schnellte dann vorwärts. Einen Meter noch, um mehr hinter ihr zu stehen, versuchte dabei so schnell wie möglich zu agieren und zu wenden und stieß sich dann zähnefletschend vom Boden ab, um sich nicht auf ihre Flanke, sondern auf ihren Rücken zu stürzen.

13.03.2010 21:43
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10.01.2009

Ihr Blick lag erwartungsvoll auf dem schwarzen Jungwolf, glitt jedoch zu Toboe, als dieser sich zu Wort meldete. Die Zimtfarbene unterdrückte ein Seufzen und musterte den Jungrüden, konnte einen sarkastischen Unterton in ihrer Stimme jedoch nicht unterdrücken.

"Sinnvollere Dinge, wie zum Beispiel den Tag für Tag nur schmollend umher zu laufen und NICHTS zu tun?"

Denn genau das war es, was Toboe seither getan hatte. Nichts, außer mit den Zähnen zu knirschen und jeden finster anzusehen. Sie konnte verstehen, dass er aufgebracht war und seine Mutter vermisste, aber langsam reichte ihr seine destruktive Herumlungerei.

"Genau das erwarte ich von euch",

fügte sie hinzu und wandte sich dann ab, denn Aiyán hatte sich erhoben und war auf sie zugetreten. Mit einem leichten Lächeln auf den Lefzen deutete sie ein Nicken an. Sie war erleichtert und dankbar dafür, dass wenigstens er über seine Nasenspitze hinaus sehen konnte, im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder. Schon begann er sie zu umkreisen, was die Zimtfarbene schonmal positiv überraschte. Ein wenig Erfahrung schien er schon zu haben, denn er griff sie nicht frontal an, wo es ihr ein leichtes gewesen wäre ihn zu besiegen. Andraki drehte sich mit ihm, allerdings etwas zu ihm versetzt. Sie bot ihm damit absichtlich die Flanke an, wollte damit einen Angriff von ihm provozieren. Sie sah, wie er stoppte, und hielt ebenfalls inne, um nicht doch wieder direkt vor ihm zu stehen und den Angriff, den sie in diesem Moment von ihm erwartete, damit gleich zunichte zu machen. Der Angriff kam tatsächlich - aber anders als erwartet. Plötzlich sprang der junge Rüde vor und war damit für einen Moment fast aus ihrem Blickfeld verschwunden. Andraki reagierte rein instinktiv, indem sie nicht den Kopf nach ihm umwandte, sondern gleich den Satz vorwärts machte. Kaum dass sie gelandet war, wirbelte sie herum und sah Aiyán genau da landen, wo sie eben noch gestanden hatte und auch noch gestanden hätte, hätte sie sich nach ihm umgesehen. Mit einem solchen Manöver hatte sie nicht gerechnet - der Jungwolf war besser, als sie gedacht hatte. Mal sehen, wieviel besser...
Andraki sprang vor, aber nicht frontal auf den Schwarzen zu, sondern ein wenig seitlich neben ihn. Ihre Pfoten berührten den anvisierten Landepunkt und sogleich schnappte die Zimtfarbene nach dem Jüngling vor bzw, neben ihr und versuchte, seinen Nacken zu erwischen. Sie hatte den Reichweitenvorteil, denn sie war größer als er. Es war nicht viel, aber es würde durchaus reichen um ihn zu erwischen, ohne dass er sie ebenfalls würde pacen können...

Ich bereue nichts
Sagt die Liebe mir
Bin die Sehnsucht, bin das Leid
Bin die große Einsamkeit
Doch ich bringe auch das Glück

Ohne mich, was wär?
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15.03.2010 00:04
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I'LL RAISE MY VOICE LIKE A WEAPON
UNTIL THEY FALL TO THE GROUND
and down on your knees you just don't look so tall
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28.09.2008

Irgendwie war es seltsam. Gut, es hatte sich nicht großartig viel für sie verändert, immerhin hatte sie mit dem Sturz Kibas keine Bezugsperson verloren, aber irgendwie war es anders. Die Stimmung war etwas gedrückt, was wohl daran lag, dass die anderen Jungwölfe allesamt unbegeistert waren und Akara und Andraki ihre leidige Müh mit ihnen hatten. Die Weiße hielt sich lieber im Hintergrund ... und zog hin und wieder alleine los, in der Hoffnung, ihre Schwester irgendwo auftreiben zu können. Aber sie war weg. Und wie die Tage vergingen, fing ihre Witterung auch an zu verblassen, zumindest tat sich keine Neue mehr auf. Amayu war verschwunden. Warum? Warum ließ ihre Schwester sie alleine? Auch Ares hielt sich recht im Hintergrund, seit des Alphawechsels. Sie war das zwar von ihm gewöhnt, aber in diesen Tagen, schien er noch ferner als sonst. Und so hielt sich die Weiße sogar sehr viel Zeit alleine mit sich selbst auf. Die anderen Jungwölfe mied sie, vor allem Toboe war so griesgrämig, dass man ihn schon als unausstehlich bezeichnen konnte. Eigentlich waren sie alle irgendwo ziemlich bockig. Sogar Teyrm. Irgendwie war es seltsam. Und dadurch auch ein wenig einsam.

Nun waren ihre neuen Führungspositionen allerdings auf eine Idee gekommen, die Yacáru ganz und gar nicht gut fand. Kampfübungen? Damit hatte sie nun gar nichts am Hut. Schön und gut, wenn das zur Verteidigung helfen konnte, aber warum denn nun alles so militärisch? Als ob nun plötzlich lauter Mörderwölfe herumwandeln würden, die ihnen etwas tun wollten. Außerdem hatte sie ja Ares, der konnte sie beschützen. Nun sollte aber ausgerechnet er ihnen etwas über das Kämpfen beibringen. Das klang bizarr. Und er stimmte auch noch zu? Was hatte sich nur alles in dieser einen Woche geändert! Und sie vermisste ihre Schwester. Vermutlich war außer ihr noch nicht mal jemandem aufgefallen, dass sie fehlte. Was, wenn ihr etwas passiert war? Wenn sie den Kadaver nicht direkt vor ihrer Schnauze fanden, wie den von Senedd, dann merkte auch die neue Leitung nichts, wie sie sarkastisch dachte. Jetzt saß sie bei den ihr recht fremden Jungwölfen Saiyán und Shanaro und zog genau so lange Gesichter wie sie. Yacáru hatte sich ein wenig dichter bei Ares platziert und sah zu Leikuna hinüber. Auch sie hatte sich irgendwie völlig verändert, seit Kiba und der schwarze Beta weg waren. Wie verhext. Hoffentlich hatte sich Ares nicht auch so komisch verändert. Jetzt sagte er sogar schon zum Kampfunterricht zu. Sie richtete den Blick zu ihm nach oben.

Mir gefällt das nicht ... Eine Lady braucht nicht kämpfen!“,

fügte sie schließlich hinzu und legte die Ohren zurück.


And in my mind, in the faraway here and now, I've become in control somehow and I never lose my temper, because I will be the picture of of discipline, never messing up anything and I'll be a good respectable member. And it's funny how I imagined that I would be that person now, but it does not seem to have happened, maybe I've just forgotten  how  to  see that I am  not exactly the  person that I thought I'd be
Instead I am exactly the person that I want to be
15.03.2010 01:18
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Bine G. - dawnthieves.de

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12.04.2007

Dem Schwarzen gefiel überhaupt nicht, was hier geschah. Es war nicht nur so, dass man Kiba, eine Alpha, die er für fähig und rechtmäßig gehalten hatte, gegen zwei Verrückte eintauschte, es war auch so, dass diese das Rudel in eine Richtung lenkten, die ihm nicht behagte. Eine Richtung, die ihn an seine Vergangenheit erinnerte, die mit sadistischer Sicherheit die Wunden in ihm aufzureisen begann, als besäße sie kleine, gläserne Nadeln, die sie in die narbige Haut stach.
Wann immer er den Geruch des Kampfes in der Nase hatte, begann sein Herz gegen seine Brust zu schlagen. Nicht vor Freude oder Aufregung, sondern viel mehr wie ein protestierendes Ding, das es nicht mehr aushielt, das durch seine Rippen brechen und davonlaufen wollte, solange es noch konnte. Nicht aus Angst um sein Leben, sondern aus Angst um seine Seele.

Dennoch tat er dergleichen nicht. Er hatte nichts gesagt, als sie Kiba verjagt hatten und er sagte auch jetzt nichts. Der Schwarze hatte sich lange damit gemartert, wieso er das getan hatte. Es widersprach allem, was er einst gewesen war. Aber das schien so lange her, dass es gar kein Anrecht mehr auf Geltung haben konnte. Er hatte sich selbst aufgegeben, ein Vorzug, der einzige, war sicherlich, dass er damit nicht mehr auf irgendeine Stimme in sich lauschen musste.
Aber obgleich er dennoch gemäß seiner Natur spätestens jetzt gegangen wäre, hatte er es nicht getan. Er hatte sich nicht gewehrt und er war noch hier. Wieso?
Der Schwarze wusste es. Tief in sich wusste er es. Er konnte Yácaru nicht im Stich lassen. Sich gegen die Fähen aufzulehnen hätte bedeutet, ebenfalls ins Exil zu gehen und die kleine Weiße hier zu lassen oder aber sie mitzunehmen, wenn sie es gewollt hätte. Sie hätte sicherlich bei ihrer Schwester bleiben wollen, aber selbst wenn nicht, er hätte sie nicht mit durch die Wildnis schleifen können. Yácaru war ein Rundelwesen, anders als er.
Er war geblieben und er sah zu. Er sah diesem Untergang zu, wie er dem letzten zugesehen hatte und mit jedem unsinnigen Befehl, den die beiden Fähen gaben, bäumte sich etwas in ihm mehr auf und schrie vor Schmerzen. Aber das sah man ihm nicht an.

Ares' Augen waren nach wie vor kalt und eisig, leer und fahl wie eh und je und auch an seiner Haltung hatte sich nicht viel geändert.
Nun stand er vor den Jüngeren und sah sie an. Kampfunterricht. Das Wort hallte in seinem Ohr, als hätte man ihn angeschrien. Kampfunterricht. Kämpfen. Lerne zu kämpfen!
So schrie es in seinem Kopf mit einer Stimme, die nicht fassbar war. Es hallte unendlich nach und er wusste sich nicht zu helfen, er konnte es nur ignorieren.
Ares konnte kämpfen. Ja, und wie er das konnte. und er konnte töten. Er hatte es einst gelernt. Und er hatte gehofft, es niemals wieder können zu müssen. Die Erinnerungen waren unter einem gewaltigen Berg schwärzester Kohle begraben, aber sie begannen zu zucken, sie regten sich und die Kohlestückchen bröckelten herab wie kleine Kieselsteinchen. Er hatte Angst, er hatte Angst vor diesen Erinnerungen, die vor seinem inneren Auge langsam erwachten.

Plötzlich riss ihn eine wohlbekannte Stimme aus seinen Gedanken. Ares blinzelte und sah Yácaru an. Er war froh, dass man in seinen Augen nicht lesen konnte.
Die Kleine hatte recht. Eine Lady brauchte nicht zu kämpfen. Ein Wolf sollte nicht kämpfen müssen, nur verteidigen. Und wenn das der Fall war, würde niemals ein Wolf gegen einen anderen kämpfen können, denn ein Kampf brauchte auch einen Angreifer.
Aber das gehörte nicht hierher.

"Dein Feind wird dich nicht fragen, ob du eine Lady bist", gab er zur Antwort und seine Stimme barg Eiseskälte.

Jedes einzelne Wort war ihm, als stieße ihm jemand ganz langsam einen Dolch durch die Rippen, auf der Suche nach seinem Herzen. Aber er schluckte das herunter. Er schaltete seine Gedanken aus, seine Gefühle. Wie damals.

"Ihr habt Waffen, um euch zu verteidigen", wandte er sich an die Gruppe. Jedes Wort war wie fauliges Laub auf seiner Zunge. "Ihr habt Krallen, ihr habt Zähne. Und ihr habt einen Instinkt. Nutzt sie, wenn ihr auf jemanden trefft, der kein Gentleman ist."

Er warf Yácaru noch einen Blick zu. Es tat ihm Leid. Er wollte die Kleine nicht zum kämpfen erziehen. Er wollte, dass sie aufwachsen konnte, ohne wissen zu müssen, was das war. Aber er wusste, dass das utopisch gewesen war. Das hier war Unsinn. Aber vielleicht würde es ihnen einmal nützlich sein.
Ares wusste, dass er sich das alles einredete. Er wusste, dass er sich etwas vormachte, dass das nicht die Wahrheit war und nicht das, was er selbst erlebt hatte. Er wollte nicht, dass es noch einmal soweit kam und er würde alles daran setzen, dass es sich nicht wiederholte. Aber dazu musste er jeden Fehler gut machen, den er begangen hatte und jeden, den die anderen einstmals begangen hatten. Und der erste Fehler war gewesen, das Kämpfen zu lernen und es als Spiel anzusehen.
Das Kämpfen war kein Spiel. Es war Verrat. Und Ares war der größte Verräter, den diese Jungwölfe jemals zum Gegner haben würden. Das jedenfalls hoffte er.

15.03.2010 01:43
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G h o s t
Quoth the raven: Nevermore
o f  m e
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24.04.2008

Leikuna hatte sich schnell an die Veränderungen gewöhnt. Genau wie Andraki begab sie sich regelmäßig auf Grenzmärsche, und kontrollierte die Reviergrenzen. Dabei teilten sich die Fähen auf, sodass Andraki die eine Hälfte des Revieres, Leikuna die andere kontrollierte.
Von Yago und Kiba war wie zu erwarten nichts mehr zu hören gewesen. Im Stillen hatte der Verlust Leikuna das Herz gebrochen, aber sie wusste dass sie jetzt Verantwortung trug, und so lies sie - zum ersten Mal in ihrem Leben - ein Gefühl nicht an ihre Oberfläche dringen, und konzentrierte sich auf ihre Pflichten. Es ging leichter als gedacht.
Und wärend die Stimmung der Jungwölfe nicht besser wurde, versuchte sie immer wieder ihnen klar zu machen warum Kiba gegangen war - weil sie Akara Recht gab. Weil sie es als ihren Fehler gesehen hatte. 'Versagt' klang ihr dabei immer wieder in den Ohren, aber sie sprach das Wort nie aus. Es war zu hart um es gegen eine Freundin zu richten, und doch hatte es sich in ihre Erinnerung gebrannt, wie dieser ganze Tag. Yago, ihr Hase, Kiba, blutig im Wald. Und sie, allein auf dem Weg zurück, ihre Herausforderung. Und nun stand sie hier. Daran zurückzudenken verursachte Schwindelgefühl, es war alles so schnell, alles so plötzlich und Schlag auf Schlag gegangen. Und jetzt war Yago weg und sie war hier. Sie hatte seinen Platz eingenommen, und versuchte alles um ihn auch auszufüllen. Das Kampftraining war das erste Mal dass sie passen musste, weswegen sie Ares um Hilfe gebeten hatte. Sie selbst wusste nichts von Krieg und Kämpfen, nichts von Hass und Tod und Todesangst. Aber sie wusste das Senedd gestorben war, und sie war sicher dass es richtig war sich verteidigen zu können, wenn man es musste. Das Ares etwas vom Kämpfen verstand hatte sie nicht gewusst, sie war einfach davon ausgegangen dass das jeder Wolf tat, von ihr einmal abgesehen. So hatte sie sich nur über seine Zustimmung gefreut, und dann die Jungwölfe um sie beide versammelt. Aber die Stimmung war noch immer bitter kalt, und Leikuna tat ihr Möglichstes sie aufzuhellen. Yacáru meldete sich zuerst zu Wort, und Leikuna schüttelte den Kopf, und lächelte dabei. Ares kam ihr mit seiner Antwort zu vor, aber Leikuna ergänzte sie noch.

"Aber eine Lady muss sich verteidigen können, wenn gerade kein Prinz da ist der das für sie übernimmt"

Erklärte sie sanft, und ihre Stimme war der perfekte Gegensatz zu der von Ares', die kalt und hart in ihren Ohren wiederklang. Sie drehte die Ohren leicht zurück, als er weiter fort fuhr. In dieser Lehrstunde war sie genauso Schülerin wie die Jungwölfe es waren, ging man nach dem Wissensstand zum Thema Verteidigung. Denn das war es worum es ging. Kämpfen sagte sich so schön, aber in Wirklichkeit ging es nicht darum zu kämpfen, sondern darum sich zu verteidigen, wenn man es musste.
Leikunas Blick fand von Ares zu Saiyán und Shanaro. Saiyán zählte wie seine Brüder Aiyàn und Toboe seit Kibas Fortgang zu ihren Schützlingen, und sie hatte einige Zeit bei den Jungwölfen verbracht. Sonderlich nahe war sie ihnen jedoch bislang nicht gekommen, das ließ keiner von ihnen zu. Und Leikuna tanzte jedes Mal auf dem schmalen Grat zwischen fürsorglich interessiert und nervig überwachend. Es fiel ihr nicht leicht, aber sie nahm diese Aufgabe so ernst wie ihre Rolle als Beta.

"Vergesst nie dass es nicht darum geht euch aufeinander zu hetzen. Es geht darum euch vorzubereiten falls ihr euch wirklich einmal verteidigen müsst"

Erinnerte sie. Leikuna wusste nichts von Kämpfen, und nichts von dem Unterschied, den es machte wenn nach all den Spielen einmal wirklich angegriffen wurde. Sie konnte sich nur auf das verlassen was man ihr erzählte. Aber da sie auch nichts von den Schmerzen, nichts vom Geräusch brechender Knochen, von Schmerzensschreien wusste, war 'kämpfen' für sie etwas ganz normales, das einfach jeder Wolf konnte. Seltsam dass sie es nicht konte...

I close my eyes

I lock you up inside
You can't escape, you can't break free
You can't escape 'cause you belong to me

I hear you in my tears, I'll keep your memory
You've been my guide and now you shall be me
15.03.2010 05:29
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Ýllin [Verschollen]

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Ýllin hatte sich in der ganzen restlichen letzten Wochen beinahe nur zurück gezogen und hatte die anderen Wölfe so gut wie nur gemieden. Sie hasste es, so ein Autoritäts-Wechsel ging ihr gehörig auf die Nerven zumal sie Kiba recht gemocht hatte, auch wenn sie sie nicht sehr gekannt hatte, hatte sie doch eine starke Sympathie der Grauen gegenüber empfunden und nicht nur weil sie sie damals in das Rudel aufgenommen hatte. Was erwartete die Neue Alpha nun? Direkten Gehorsam? Das ihr Alle ohne Wenn und Aber folgten? Das konnte sie nicht, es würde genug geben die wie Ýllin der Meinung waren sie nicht zu akzeptieren, nicht jetzt ,nein.
Bei dem Gedanken spielte die Junge Fähe unruhig mit den Ohren und hatte das Rechte dabei beinahe gänzlich angelegt und jetzt war die Alpha ja mal auf eine ausgesprochen wundervolle und ach sooo nützlich und intelligente Idee gekommen, auch noch Kampftraining…was sollte das? Erwartete sie dass jetzt aus jeder Höhle und aus jedem X beliebigen Busch ein Mörderwolf hervor springen würde? Pah lächerlich. Die Ohren der jungen Fähe zuckten zurück und ein leichtes Knurren kam ihr über die Lefzen das sie äußerst angespannt war entging wohl Niemanden. Sie war seit sie bei dem Rudel gewesen war bis jetzt noch nie derart launisch gewesen wie in den letzten Tagen und es war schrecklich wie schnell ihre Launen wieder umschwenkten, doch trotz allem war sie sich eines Bewusst. Sie würde rebellisch bleiben Punkt aus Ende und wenn sich die Anderen auf den Kopf stellten. Obwohl nein, die Meisten würden genau so oder ähnlich denken wie sie, war es da nicht um so wichtiger das die Jungwölfe zusammen hielten?
Leicht schüttelte sie den Kopf und stellte dann wieder neugierig die Ohren nach vorne um zu schauen was die anderen Beiden aus dem kleinen Grüppchen machten . Ein wenig angefressen sahen sie irgendwie schon aus, erst musterte sie mit einem freundlichen Grinsen auf den Lefzen Siam den weißen jungen rüden und sah dann mit einem leicht neckenden Blick rüber zu Teyrm. Wenigstens versuchte sie nun ein wenig gute Laune zu machen. Die verging ihr jedoch schnell wieder als sie sah welche ach sooo gnädigen Wölfe sich niedergelassen hatten, um den ach so nichts wissenden Jungwölfen das Kämpfen bei zu bringen.

"Was für eine Ehre"

Knurrte Ýllin leicht sarkastisch und leise und ihr rechtes Ohr klappte beinahe wieder gänzlich zurück, wieso mussten den grade die neue Alpha und ihr Schoßhündchen zu ihnen kommen. Rebellion funkelte in ihr auf und sie musste sich je beherrschen, ein weiteres Knurren was ihr leise die Kehle hochschlich zu unterdrücken. Wild schnippte ihre Rute einen Moment lang durch die Luft bevor sie sich eng an den Boden presste.

"Wozu müssen wir den verdammt nochmal sowas lernen…es ist unnütz da sollte man doch lieber… Jagen..ja genau jagen"

knurrte sie leise und klappte dann noch das Andere Ohr zornig an wurde jedoch zum satzende hin als es um das Jagen ging leicht verträumt. Genau musterte sie die beiden Wölfe und sah dann wieder kurz zu Siam und dann wieder zu Teyrm die Beiden würden doch auch sicherlich etwas Anderes lieber vorziehen als jetzt hier und auch noch mit dem Alpha höchst persönlich dazusitzen. Wenn es nach der Grauen ginge würde sie sich jetzt am liebsten einfach wieder zurück ziehen und Akara aus dem Weg gehen. Nervös schnippte sie kurz mit den Ohren und klopfte dann leicht spielerisch mit der Hinterpfote auf den Erdboden, vielleicht gelang es ihr ja so, das ganze etwas auf zu lockern.

16.03.2010 23:23
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(Da irgendwie nichts mehr kam und sich Klein-Yllin ja erst nach ner Tracht Prügel ins RS wagte, schreib ich nun nochmal mit Akara, damit es für den Rest leichter ist, einzusteigen xDDD)

Akara, gefolgt von Thirea, trat zu Ýllin, Teyrm und Siam hinüber. Sie wusste, dass es nicht leicht werden würde, die Jungtiere zu animieren. Und danach würde es immer noch schwer sein, sie zu begeistern. Es war schwer, an die Vernunft zu appellieren. Sturheit schwappte ihr entgegen. Sie sah zu Ýllin hinüber, ließ sie sich erst einmal den Frust von der Seele reden, ehe sie überhaupt Anstalten machte, irgendetwas zu sagen. Sie hatte sich gut überlegt, wie sie heute anfangen wollte. Zorn, Trotz, Wut, sie ging nicht darauf ein. Wie auch? Sie konnte nicht ändern, dass die Jungwölfe unzufrieden waren. Sie musste sich damit abfinden, so wie die Jungwölfe lernen mussten, mit ihr als Leitwölfin zu leben.

“Ich möchte nicht, dass jemand von euch, wenn es zu einem Übergriff eines anderen Wolfs kommt, wehrlos ist und problemlos getötet werden kann. Ich möchte, dass ihr euch verteidigen könnt, wenn es sein muss. Und manchmal muss es eben sein. Dass ist traurig, aber wahr. Manche Kämpfe drehen sich um Leben und Tod, es ist falsch, liegt nicht in unserer Natur, aber es kommt vor. Ihr sollt alle fähig sein, euch zu verteidigen, oder jemanden zu verteidigen, den ihr liebt.“

Sie blickte über die drei Jungwölfe und streifte auch kurz Thiréa. Schließlich sah sie zu Ýllin. Sie wollte der jungen Wölfin nicht das Gefühl geben, dass sie auf ihre Worte nicht einging.

“Jagen kann ich euch ebenfalls beibringen, wenn ihr dass noch nicht könnt.“

Erklärte sie, ein bisschen irritiert. Bei all dem Frieden in Kibas Rudel konnte es doch nun wirklich nicht möglich sein, dass die Jungwölfe nicht einmal jagen gelernt hatten, oder doch? Allein der Gedanke entsetzte die Leitwölfin. Weiter ließ sie sich jedoch nicht irritieren und fuhr fort:

“Ich möchte euch etwas über mein Leben erzählen, ehe ich hier her kam. Damit ihr mehr über mich wisst und vielleicht versteht, warum ich mich schwer damit tue, wie hier alles bisher gelaufen ist.“

Sie atmete ein, um sich selbst zu beruhigen. Sie hatte vor, ihre Geschichte in einem Stück zu erzählen, ganz gleich, was die Jungwölfe gleich sagen würden. Akara konnte nur hoffen, dass keiner der Drei aufstand und ging. Sie wollte sich nicht unterbrechen lassen, in dem die Jungtiere ihr ihr Desinteresse mitteilten.

“Unser Rudel nannte sich Clan der Chitaru. Wir kannten noch andere Clans, die unserem ähnlich waren. Wir unterschieden uns alle voneinander und wir mieden uns. Eigentlich kannten wir nur die Existenz der Anderen. Der Clan der Chitaru versucht seit einigen 100 Jahresläufen diverse Fertigkeiten zu perfektionieren. Alles was unserer Meinung nach für einen Wolf wichtig ist. Wissen, Jagd, Kampf. Jedem dieser Bereiche widmeten wir die gleiche Aufmerksamkeit. Wir strebten nach Perfektion. Anders als hier lebte unser Rudel nicht von Wanderern, sondern von einem Familienverbund. Wir waren eine große Gemeinschaft und es gab strenge Regeln um zu verhindern, dass das Blut durch Inzucht zu schwach wurde. Gleichzeitig mischten wir unsere Gene nicht mit Fremden. Eine Besonderheit sind die blaugrünen Augen, die ich habe. Jeder unserer Familie hatte sie. Fortpflanzen durften sich nur gesunde, kräftige Wölfe. Wir alle waren groß und stark. Vom ersten bis zum letzten Tag strebten wir in unserem Leben nach der Perfektion, von der wir wussten, dass wir sie nie erreichen würden.
Es war bei uns üblich, nicht miteinander zu reden. Wir kommunizierten durch für euch kaum erkenntliche Gesten und Mimiken. Ich bemühe mich, euch etwas deutlicher zu machen, welche Gefühlsregung gerade von mir ausgeht. Aber es fällt mir schwer, ständig bewusst daran zu denken. Das viele Reden ist einfacher, weil es so notwenig ist, wie ich nie gedacht hätte, dass es wichtig sein kann, Worte zu benutzen. Wir sprachen nur, wenn es etwas zu sagen gab, dass man anders nicht ausdrücken kann. Wir wurden in Jagd und Kampf trainiert, während wir noch Welpen waren. Ein ewiges Spiel, das niemand leid wurde. Ehe wir schlafen gingen, erzählten die Ältesten von all dem Wissen, dass wir gesammelt hatten. Darunter gehörten auch Jagd - und Kampfstrategien, Informationen über Orte jenseits unseres Reviers, oder andere Clans und Rudel. Geschichten, Legenden, Probleme in der Welt draußen. Alles was je wichtig genug war, gemerkt zu werden.
An all dem arbeiteten wir, täglich, immer. Die anderen Clans beschäftigten sich mit manchmal ähnlichen Dingen. Manche nur mit der Jagd, dann waren sie besser als wir, manchmal ausschließlich mit dem Kampf, dann überstiegen ihre Fähigkeiten unsere um ein Weites. Die mir bekannten Clans sind die Shilaru, Aderian, Eclerys, Jurum, Hoteyu und Shiyami.“


Nein, da war keine Bitterkeit im letzten Namen. Er war nichts anderes, als eine trostlose, traurige Erinnerung. Nicht einmal Wut konnte sie in sich finden. Sie erzählte aus einer Distanz heraus, die sie sich selbst nicht zugetraut hatte. Aber die Geschichte war damit nicht zu Ende und sie wollte das Ende erzählen.

“Der Clan der Shiyami züchtete seine Nachkommen grausam und hart, ohne Interesse an all den Fertigkeiten, die uns so wichtig waren. Sie übten sich nur in der Kunst des Krieges. Sie alle waren Kämpfer, die uns in Größe und Kraft weit überragten. Soweit ich weiß der jüngste Clan, getrieben vom Wunsch nach Vollendung. Perfektion zu erreichen, ist ein höheres Ziel. Auch der Clan der Shiyami wusste, dass sie nicht zu erreichen ist. Sie interessierten sich nicht dafür, sich immer weiter zu entwickeln, mit jeder Generation besser zu werden. Es war nur ein Spiel nebenbei, um stark genug zu sein. Die Besten konnten sie leicht sein, wenn sie jeden anderen Clan ausgelöscht hatten. Die Zuchtlinien erstarben, hunderte von Jahren gingen verloren, ohne Wiederkehr.
Und dass ist der Grund, warum ich hier bin.
Sie kamen und sie vernichteten. Schatten der Nacht. Wir wussten, dass sie den Clan der Aderian, der sich dem Kampf widmete, bereits ausgelöscht hatten. Vor ihm waren sie über die Shilaru, die sich auf Weisheit konzentrierten, hergefallen. Und als erstes hatten sie die Jurum vernichtet, die für ihre Schnelligkeit überall bekannt waren.
Als mein Clan fiel, befand ich mich auf dem Weg zurück von einer unserer großen Prüfungen. Der Kampf tobte bereits und das Blut floss. Ich sah sie sterben. Meine Familie. Urgroßeltern, Großeltern, Mutter und Vater, meinen Bruder, seine Welpen. Die Welpen meines Cousins. Der Clan der Shiyami machte es sich einfach. Sobald sie die Welpen hatten konnten sie sich sicher sein, dass kein Wolf an Flucht dachte und sich dem Kampf stellte. Als ich kam, war kein Welpe mehr am Leben. Wir werden nicht zu Helden erzogen. Ein Kampf der nicht zu gewinnen ist, wird aufgegeben. Ich hatte die Wahl, mit ihnen zu sterben, oder davon zu laufen. Und ich lief feige davon, in ein neues, völlig fremdes Leben.“


Sie seufzte leise, ließ ein paar Momente die Bilder des Todes vor ihrem inneren Auge tanzen, ehe sie die Gegenwart wieder anfokussierte. Innere Stärke wurde ihnen gelehrt, wie der Kampf und die Jagd.

“Ich habe mit meinem Leben abgeschlossen, dass ich damals geführt habe. Ich strebe nicht mehr nach Perfektion. Dieser unerfüllbare Traum starb mit meinem Rudel. Ich kam hier her und ich weiß, ich betrachte die Dinge von einem anderen Blickwinkel aus als ihr. Und ich machte mir nichts daraus, mich zu verändern. Ein halbes Leben liegt noch vor mir, dass mit meiner Vergangenheit nichts mehr zu tun hat. Als Erith Senedd tötete, sah ich wieder mein Rudel sterben. Sie alle waren gute Kämpfer und sie wussten, dass sie verloren waren. Sie alle konnten so gut kämpfen, wie man in ihrem Leben hatte kämpfen lernen können, ohne in Jagd allzu schlecht zu sein und das Wissen aus den Augen zu verlieren. Es reichte nicht. Aber Senedd konnte sich nicht auf diese Art verteidigen und ihr könntet es auch nicht. Erith war keine schwarze Shiyami, geboren um zu töten… ich weiß nicht was sie war, aber sie hat sich nicht umsonst einen schwachen Gegner gesucht. Sie war feige. Es hätte jeden von euch treffen können. Das nächste mal nicht mehr.“

Endete sie, mit bestimmtem Ton. Wie dumm müsste sie sein, wenn sie zulassen würde, dass sie wieder ein Rudel verlor? Es war keine Frage, dass sie nicht noch einmal den Fehler machen würde, davon zu laufen. Kein Wolf tat sich damit einen Gefallen, so logisch und richtig es sein mochte.

“Kämpfen zu lernen ist ein Prozess der anfängt und nie endet. Ein guter Kämpfer weiß schon vor dem Kampf, ob er verlieren oder gewinnen wird. Vielleicht werdet ihr nicht stark genug sein, für euren ersten Gegner und glaubt mir, ich wünsche euch, dass es diesen nie geben wird, aber sollte er kommen, solltet ihr seinen Angriff parieren können und um euer Leben laufen. Das Rudel schützt euch. In der Gemeinschaft liegt die Kraft. Niemand ist unbesiegbar, auch kein Rudel. Wir sind aber keine Einzelkämpfer.“

Sie erhob sich. Die Erzählstunde war nun vorüber. Sie sah Ýllin erneut an.

“Solltest du irgendwann deine Welpen verteidigen wollen, wird es hoffentlich nicht unnütz gewesen sein, zu lernen, dich zu verteidigen. Und wenn es nur die Welpen deines besten Freundes sind, oder die eines anderen Rudelmitglieds. Zuletzt könntest es auch einfach nur du sein. Würdest du sterben wollen?“

Ihre Frage war keine Frage. Sie erwartete keine Antwort, ließ nur noch einmal den Blick schweifen. Sah abwechselnd Siam, Teyrm und Ýllin an. So wie die Jungtiere kämpfen lernen würden, war es nur ein Spiel, nur ein Spaß. Eine Aktivität, die man gemeinsam tun konnte. Der Ernstfall war etwas Anderes.



((so, hiermit habt ihr einiges zum reagieren. Ich hoffe ihr findet nun ins RPG und fühlt euch ein bisschen angeleitet. Ich hab nun mal fest gelegt, dass Siam, Teyrm und Ýllin da sind und Thiréa auch… bitte nicht unnötig kompliziert machen ^.^ ))

17.03.2010 02:49
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Kein Wort. Kein Wort hatte der aschfarbene Wolf verloren, als er stumm zu der Stelle getreten war, an den man ihn hinzitiert hatte. Keine Rebellion, keine Verbitterung, nur starres Misstrauen. Doch er war erschienen und hatte sich, wie ein Hund herumzitieren lassen. Doch es war egal.
Den Blick hatte der Jungwolf abgewandt um nicht all seinen Zorn sofort wieder auf die neue Alphawölfin zu entladen. Doch es war nicht einmal Zorn allein. Verbitterung, Verzweiflung, sogar Einsamkeit. Und nun war er selbst es, der am liebsten gegangen wäre. Alle waren sie fort, sein Vater schon so lang, er hatte sich damit abgefunden. Doch nun war auch Kiba fort, die Stütze, die Pfeiler dieses Rudels, Pfeiler seiner Heimat, es war alles normal gewesen, so lange sie nur da gewesen war und nun war sie fort und etwas brach zusammen, was nicht zusammen brechen sollte. Und seine Mutter zeigte sich auch nicht mehr. Er hatte gehofft sie zu sehen nachdem Kiba fort gegangen war, nachdem Akara dein leitwolf posten übernommen hatte. Doch in dieser Woche hatte er vergeblich gewartet. Adali war nicht zurück gekommen. Vielleicht war auch seine Mutter nun endgültig gegangen, hatte ihn allein gelassen in jener Situation, wahrscheinlich hatte er sie tatsächlich nie so sehr wie jetzt gebraucht. Und Toboe. Sein bester Freund hatte sich die letzten Tage ebenso fern vom Rudel aufgehalten. Hatte seine Wut und seinen Frust an den Reviergrenzen abgeladen. Teyrm wusste davon. Er wusste von seiner Verzweiflung, konnte seinem besten Freund dabei aber nicht helfen. Genau wie ihm niemand helfen können zu schien. Und so schien sich seine Wut auf alles entladen zu wollen. Wie ein reißender Blitzschlag schien das Gewitter in seinem Kopf alles mitreißen zu wollen, was er nicht kontrollieren konnte. Und in jenem Moment konnte er nicht einmal sich selbst kontrollieren. Nicht einmal sein eigenes Leben hatte er im Griff. Verletzlich und angreifbar bot er Angriffsbasen für jeden der ihm Schlechtes wollte. Und das schien inzwischen fast jeder zu wollen. Zumindest sagte ihm das sein Kopf. Für sich genommen war er nun wohl allein. Und daran ändern konnte er nicht.
Teyrm hob nicht den Kopf als die graue Alphawölfin vor sie trat. Er würdigte auch der Fähe die sie begleitete keines Blickes. Es war doch alles so egal. Kampftraining. Ja, gut. Okay. Wieso nicht. Tearl hatte ihnen ein paar Tricks beigebracht. Aber diese würden wahrscheinlich immer Tricks bleiben. Wenig verwendbar in einem richtigen Kampf, er würde sie trotzdem einsetzen wenn er es musste. Schließlich redete sie nicht von einem fairen Kampf. Wenn es faire Kämpfe überhaupt gab. Bei Senedd war es auch nicht fair gewesen. Sein großer-kleiner Bruder hatte keine Ahnung von kämpfen gehabt, er hatte nicht einmal Ahnung von seinem Leben gehabt. Das konnte kein fairer Kampf gewesen sein, also schien alles erlaubt. Wie immer. Er richtete zwar die Ohren auf, achtete aber kaum auf die giftigen Worte Ýllins. Sie waren doch eh machtlos gegen die Worte der Alpha. Und tatsächlich kam Akaras Antwort schneller als erwartet. Die klugen Worte die sie immer sprechen wollte früher als erhofft. Teyrm presste die Lefzen zu schmalen Schlitzen zusammen um seiner Wut keinen Anreiz zu geben hinaus zu kommen.
Und dennoch kam er nicht umhin, ihren Worten gehör zu schenken. Jemanden verteidigen den er liebte. Er kam nicht umhin ihr bei diesem Punkt zuzustimmen. Er musste verteidigen. Er musste beschützen. Nur wen das wusste er nicht mehr. Sie schienen alle fort, vom Erdboden verschluckt. War er denn nun wirklich so allein? War sein Weg dazu vorherbestimmt nur sich selbst zu beschützen? Ihn allein zu Ende zu gehen? Er konnte es sich nicht vorstellen, kam aber in jenen Sekunden zu keiner anderen Lösung - ruckartig richtete sich der Jungwolf auf, als er jenen schmerzlichen Impuls durch seinen Venen toben spürte. Und wie von selbst bewegten sich seine Pfoten, von Zorn getrieben.

"Die meisten von uns können jagen. da gibt es nichts mehr was du uns beibringen müsstest. Und wenn es doch einer noch nicht so gut kann, machen wir das schon selbst."

Gab er trocken zurück ohne den Blick zu seiner Alphafähe herum zu richten.
Zeitgleich hob er die Pfoten an um weiter zu gehen. Und dann fing Akara mit ihrer Geschichte an. Teyrm konnte nicht von sich behaupten das es ihn interessierte was diese Wölfin erlebt hatte. Und doch hielt der Aschfarbene in seiner Bewegung inne, richtete die Ohren zurück. Zum einen, um tatsächlich besser zuhören zu können zum anderen um sein Missfallen kund zu tun. Es machte ihn selbst wütend das er sich einlullen ließ, doch er wusste nicht eimal was er selbst anders tun sollte. Wenn er keinen halt in den Dingen finden konnte die ihm zuvor halt gegeben hatten, musste er sich neuen Halt suchen. Er hatte nur keine Ahnung worin.
doch Akaras Worte fesselten ihn. Stumm hielt er den Blick zu Boden gesenkt und sah doch Bilder von Wölfin vor sich, die nie sprachen und ihr Leben einfach nur so verbrachten. Die einfach nur perfekt sein wollte. Und gleichauf mit dem er sich dies vorstellte, ekelte er sich. So hätte er niemals leben können. Er brauchte sein Leben mit allerlei Fehlern und Lebhaftigkeiten. Er wollte keine Perfektion, kein gestelltes Leben. Keine Stärke, Schnelligkeit oder sonstigen Mächte. Er wollte doch nur sein Stückchen Geborhenheit zurück. Wollte ihm dies wirklich keiner geben? Nein. Wohl nicht. Stattdessen wollte man ihm Kampf und Verteidigung beibringen. Er wollte nicht kämpfen, dies war ein viel zu offenes Feld für seine Wut die er doch so krampfhaft versuchte zu unterdrücken. Jene Verbitterung die ihn fast wahnsinnig machte. Doch auch diesmal drangen die Bilder aus Akaras geschichte in seinen Kopf ein. Er sah Blut, Tod und Krieg und wollte doch kein Teil des ganzen zeit. Er versuchte sie sich aus den Gedanken zu schütteln, doch wie ein milchiger Film schienen sie auf seiner Netzhaut fest zu kleben und seine Sicht zu mindern. Wirr hob er die Pfote an und strich sich damit über die Augen um die Bilder zu verscheuchen.

"Haben sie es dann nicht sowieso alle verdient zu sterben? Was ist das für ein Leben immer nur alles toll machen zu wollen. Das ist doch quatsch."

Noch immer wandte er sich nicht um, noch immer war er im Begriff zu gehen, was er doch eigentlich die ganze Zeit wollte. Doch trotz seiner finsteren Worte hielten ihn Akaras Worte zurück, fesselten seine Pfoten wie mit unsichtbaren Schnüren. Bei ihrer Frage an Ýllin jedoch biss sich der Rüde noch fester auf die Lefzen.

"Niemand will sterben."

Und diesmal wandte sich der Jungrüde seiner Alphawölfin doch zu. Verbissen, verdammt.. und doch verunsichert. Er wusste nicht wie er mit ihr umgehen sollte, er wusste doch nicht einmal wie er mit sich selbst umgehen sollte. Verdammt, verdammt verdammt!

"Niemand wird hier mehr sterben!"

Nicht mehr als ein flüstern und doch das einzige was ihn in jenem Moment hielt. Es war das einzige was er wissen musste. Niemand war tot. Seine Mutter und Kiba lebten. Und niemand würde hier sterben. Nicht jetzt, nicht mehr. Sein Kopf wollte ihn töten, aber das war egal. So egal.

If I could stand on top of my world
I’d still be looking up at stars that I can never touch

Now before you give up, before it gets worse
I have to believe we’re healing now

¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
17.03.2010 12:23
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Manchmal fragte sich Shanaro, warum die Welt Dinge zu bestimmte, wie sie waren. Warum konnte nicht alles so bleiben, wie es war? Er war ohnehin kein Freund ständiger Veränderungen, vor allem nicht, wenn er sich schon so sehr an die Gewohnheiten angepasst hatte. Es war eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass Kiba das Rudel angeführt hatte und Yago ihr als Betarüde zur Seite stand und der junge Rüde hatte niemals einen Gedanken daran verschwendet, dass es anders werden könnte. Zum einen lag dies natürlich daran, dass er sich in die formellen Angelegenheiten der Erwachsenen nicht besonders gut auskannte und sich auch nicht großartig erkundete, was in den hohen Rängen geschah. Vielleicht hatte er nicht einmal geglaubt, dass eine Veränderung so gewöhnungsbedürftig war.
Shanaros glänzenden Augen huschten umher, es war nicht schwer zu erkennen, dass die Stimmung bedrückt war. Keiner schien den Alphawechsel wirklich gut zu heißen und obwohl der Jungwolf Akara nicht gut kannte, wusste er es nicht besser, als sich den anderen anzuschließen. Er wusste nicht genau, wie es abgelaufen war, doch der Gedanke an den ermordeten Senedd und an Kiba, die nun verletzt herumirrte ließ auch ihn erschaudern. Und obwohl er Verteidigungstraining vielleicht interessant gefunden hätte, so verspürte er nun doch gar keine Lust dazu. Sein Blick wanderte von Leikuna zu Ares und schließlich zu Saiyán und Yacáru. Er konnte nicht behaupten, dass er auch nur einen dieser Wölfe gut kannte. Resigniert schweifte sein Blick wieder ab und suchte wie automatisch nach Jeanne, doch erfolglos. Missmutig gab er die stille Suche ab und blickte wieder zu der kleinen Gruppe, als die weiße Jungwölfin ihren Fang öffnete. Er gab ihr innerlich Recht, wenngleich der Grund mit der Lady nicht wirklich auf ihn zutraf. Nachdem sie geendet hatte, gaben ihr Leikuna und Ares eine Antwort, doch Shanaro hatte nicht das Bedürfnis, sich bei diesem Gespräch zu beteiligen. Erst als Ares sich an sie alle wandte, ließ er seine Ohren nach vorne schnippen und lauschte aufmerksam, wenn auch mit wenig Freude an der Sache. Im Stillen sich der Jungrüde, wie Leikuna und Ares es planten, ihnen das Kämpfen beizubringen. Er jedenfalls war momentan nicht wirklich in der Stimmung, sich mit den anderen Jungwölfen zu messen und er glaubte, dass sie es genauso sahen. Als die auch die weiße Fähe belehrende Worte zu sprechen begann, wandte er sich ihr zu und hörte mit respektvoller Anteilnahme zu.

“Im Notfall kann man doch auch weglaufen …“

Sagte Shanaro stur und wusste selber, wie unsinnig sein Kommentar war. Er hatte nicht die Absicht, seinen Betreuern auf die Nerven zu gehen oder sie zu verärgern, Doch es gefiel ihm eben nicht, zum kämpfen gezwungen zu werden. Immerhin war er ein junger Wolf, der seine Kindheit mit Spaß und Freude verbringen wollte.



Immer zur Stelle, wenn mich einer braucht.
Ich hab Taktak immer einmal lieber als sie mich
17.03.2010 20:01
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Nashita R'ayah [Verschollen]

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Nicht gut. Das war gar nicht gut. Überhaupt nicht. Wieso sollten sie das machen? Als ob sich ein kleines Wesen wie sie gegen irgendeinen Baum von einem Wolf wirklich effektiv verteidigen könnte. Da würde Technik auch nicht mehr viel reißen. Nashi war keine Kämpferin. Da gab es nichts zu beschönigen. Ängstlich war sie zwar ganz und gar nicht, aber das war's auch schon. Mut allein würde ihr wohl keine Bärenkräfte verleihen. Das Einzige, was sie sich zum Vorteil machen konnte, war ihre geringe Größe und Wendigkeit durch das viele Laufen. Super. Was sollte sie da machen? Dem Gegner zwischen den Beinen rumlaufen, bis dem schwindelig wurde und er umfiel? Wenig hilfreich, wenn man bedachte, dass besagter Gegner sich dann theoretisch einfach auf sie drausetzen könnte. Plums. Ende. Zerquetscht. Wie ein Käfer. Dann würden die Krähen kommen und sie essen. Fraßen Krähen überhaupt Aß? Sie hatte noch nie eine Krähe essen sehen, weil sie immer viel zu sehr damit beschäftigt war einen großen Bogen um die Viecher zu machen. Aber so grauenhaft wie die waren, fraßen die bestimmt alles ... und jeden.
Die Jungfähe schauderte bei dem nicht gerade Appetit anregenden Gedanken und versuchte sich auf das bevorstehende zu konzentrieren. Wenn sie so darüber nachdachte, erschien dieses Kampftraining doch nicht so unreizvoll. Vielleicht würde sie sich dann wenigstens dieses Getier vom Hals halten können? Wär ja immerhin etwas. Und wenn man das ganze ausbaute, würde möglicherweise doch eine passable Kämpferin aus ihr werden. Oder auch nicht. Aber versuchen konnte man es ja.
Ein optimistisches Grinsen breitete sich auf ihren Lefzen aus. Jetzt freute sie sich schon fast. Aber auch nur fast. Die ganze Situation gefiel ihr immer noch nicht und sie weigerte sich zuzugeben, dass an den Änderungen irgendetwas gut, oder weniger schlecht, war.
Nashita lauschte Andrakis Worten nur oberflächlich. Viel zu sehr war sie damit beschäftigt zu überlegen, wie sie die ganze Sache anpacken sollte. Sollte sie auf ihren Instinkt vertrauen? Angeblich hatten ja alle Wölfe soetwas. Aber was, wenn sie keinen hatte? Wär ja immerhin möglich. Sollte ja auch Wölfe geben, die nicht gerne liefen.
Wenigstens musste sie nicht anfangen. Das war ja schon einmal was. So konnte sie sich bestimmt den ein oder anderen Trick abgucken. Wenn sie es hinbekam sich ausreichend zu konzentrieren. Das schaffte sie. Bestimmt. Dabei fiel ihr Blick auf Toboe, der reichlich unglücklich wirkte. Ob er wohl Ahnung von der ganzen Sache hatte? Sie rümpfte die Nase. Schwer zu sagen, wo ihn das alles offensichtlich nicht sonderlich interessierte, was durch seine Worte noch deutlicher wurde.

"Wer weiß, vielleicht können wir das Gelernte ja gegen sie verwenden."

Flüsterte sie, darauf achtend, dass Andraki es nicht bekam, mit einem Grinsen Toboe zu. Sie steigerte sich unheimlich in den Rebellionsgedanken hinein, aber das war ihr immer noch lieber, als leise und brav Wölfen zu gehorchen, die sie nicht als Rudelführung akzeptieren konnte und wollte.
Dann ließ sie ihren Blick weiter zu Aiyán schweifen, welcher mittlerweile aufgestanden war. Zu Nashis Überraschung, schien er verdammt selbstbewusst und sich seiner Sache sicher zu sein. Woher diese Überzeugung jedoch kam, war ihr allerdings ein Rätsel. Den Kopf leicht zur Seite neigend, beobachtete sie den Jungrüden aufmerksam. Als er langsam um Andraki herumschlich, war Nashi verwirrt. Wieso griff er nicht einfach von Vorne an, wie es sich am ehesten anbot? Da sprang er auch schon auf die Fähe los, die gerade noch nach Vorne ausweichen konnte. Der Gegenangriff Andrakis irritierte sie noch mehr. Das ganze schien so...ernst.

"Wollen die etwa echt zubeißen?"

Flüsterte die Braune, wieder für ihre Lehrerin nicht hörbar, zu ihrem Warte-Partner. Die konnten sich doch nicht wirklich verletzen wollen. Schließlich war das doch nur eine Art Training. Sonst nichts. Sie hoffte, dass dem nicht so war. Denn andernfalls hätte sie ein Problem.

17.03.2010 21:43
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Ýllin [Verschollen]

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[o.O ich hoffe da ist jetzt nichts falsch ^.^ akara hat gesagt ich soll schreiben*alles auf sie schiebt*]

Mistrauen lag in den Zügen den Grauen als sie Akara leicht musterte dann aber den Blick abwandte. Sie wollte nicht hörn was die Alpha auf das Alles zu sagen hatte und zog nur leicht gereizt die Lefzen hoch und lies Ihre Ohren ein Stück weit zurück schnellen.
Ja jetzt kahm wieder die Erklärung ich möchte ja nur,,und es ist aber weil.. und so und so blabla bla… interessierte das wirklich Jemanden, oder wollte es grade einfach nur Ýllin nicht interessieren und sie schloss von sich auf Andere. Es war einfach der Zorn der ihr abermals die Kehle hoch kroch. Etwas leicht nervös leckte sie sich über die Lefzen um so ihren Frust nicht zu zeigen und wand sich dann wieder Akara zu. Neugierig stellte sie die Ohren auf bei der Antwort der Fähe nur um diese sichtlich ärgerlich wieder zurück zu legen. Grade Jedoch als sie der Alpha ein gepfeffertes Kommentar zurück werfen wollte über nahm dies Teyrm.
Die Graue sah etwas unsicher zu dem Aschfarbenden und stellte die Ohren wieder ein wenig auf und sah ihn eine weile genau an. Ja da hatte er recht zusammen würden sie das Alles Schaffen, wenn Alle Jungwölfe zusammen hielten würden sie ihre Fähigkeiten auch untereinander verbessern können, da war niemand auf die Alpha angewiesen. Die junge Fähe musterte Teyrm leicht besorgt aber dennoch aufmerksam, ihr entging es keines Falls das auch er ziemlich aufgewühlt in letzter Zeit gewesen war und selbst das war wahrscheinlich noch recht einfach dahin geworfen, wahrscheinlich ging es dem Jungen Rüden schlechter als sie es je nach empfinden konnte. Sie legte leicht bei dem Gedanken wieder die Ohren zurück. Und wie musste es dann erst Toboe ergangen sein? Er musste auch am Rande des Nervenzusammenbruchs gewesen sein oder?... Es war schrecklich zu wissen das Jemand geliebtes nie weder kommen würde .

“Da hat er recht…. Ich meinte damit keinesfalls das man es uns noch beibringen müsse sondern eher…“

Sie versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben konnte ein leichten knurrenden Unterton jedoch nicht unter drücken und schloss so erstmal um neu Luft zu holen und ruhiger weiter zu reden.

„..Sondern eher das wir lieber darin unsere Fähigkeiten verbessern sollten als darin unsere Zeit zu verschwenden uns zu prügeln und zu raufen“

Schloss sie den Satz und auch kurz die Augen um auch ja die Ruhe zu bewahren. Ihr Blick huschte wieder rüber zu Teyrm dann wieder zu dem anderen Jungen Rüden und mustere ihn kurz, was er wohl denken mochte?.
UHHH jetzt kam das Ultimatum sie hatten auch noch die Ehre, dem Lebenslauf der Werten Alpha zu lauschen, also ne das wurde der jungen Fähe nun wirklich zu viel und auch sie folgte dem Beispiel des Aschfarbenden und erhob sich. Jedoch blieb sie Je stehen als Akara dann anfing zu reden, sie hatte gedacht sie könnte nun einfach ungerührt weggehen, aber das…das konnte sie nicht sondern blieb stehen und sah zu der Alphafähe und schnaubte kurz. Wieder brodelte Zorn in ihr auf

“Tz Perfektion, wie langweilig, Jeder hat seine stärken und die sollte er perfektionieren und wenn ein Rudel so zusammenhält, wenn Jeder seine Fähigkeit hat…. dann grenzt es an Perfektion“

Knurrte sie leise und sah leicht theatralisch und genervt zur Seite. Ein kurzes Zynisches Lächeln bei den nächsten Worten der Fähe umspielte ihre Lefzen, kein Wunder das sie sooo unendlich grandiose reden schwingen konnte, wenn sie ihr halbes Leben beinahe nur geschwiegen hatte, aber ausdrucksstark war Akara das musste man ihr lassen.
Die Graue sah Akara einen Moment genau an, dann wandte sie genervt den Blick ab und zeigte der Alpha beinahe die Kalteschulter. Jetzt kahm auch noch Rudelkunde dran was? Dann jedoch bei den nächsten Worten Akaras blieb Ýllin die Zynie im Hals stecken und nüchtern sah sie zu der Alpha. In ihrem Blick schwang ohne das sie es wollte Traurigkeit über Akaras Schicksal mit und vor allem Verständnis. Leise und langsam lies sich die Graue auf ihre Hinterläufe zurück und blickte nun genau zu der Alpha. Die junge Fähe wusste nur zu genau wie es war die geliebten sterben zu sehen und am Ende ganz alleine da zu stehen, allerdings hatte sie noch versucht zu helfen und war nicht feige davon gerannt. Was in Ýllin wieder eine starke Antipathie der Alpha gegenüber erweckte, wie konnte Akara nur einfach weg rennen in solch einer Lage?
Mit gemischtem Blick sah sie zu der Alpha auf und schüttelte dann leicht apatisch den Kopf. Bei Akaras nächster Frage war sie Jedoch wieder ganz wach. Was war das für eine Frage? Natürlich würde sie kämpfen aber lag es nicht in ihrer Natur? Musste man das denn erst noch lernen? Wenn es wirklich hart auf hart kommen würde, würde sie sich nicht so einfach ergeben oder töten lassen, nein sie würde Alles geben um die, die ihr wichtig waren, oder die, die schwächer waren als sie zu beschützen.
Bei Teyrms Antwort sah sie zu diesem und nickte leicht. War er sich da wirklich so unendlich sicher? oder war seine Aussage mehr eine Art Schutz, Niemand wird hier mehr sterben; hatte er gesagt, konnte man das den wirklich verhindern? Wenn die Zeit eines Wolfes gekommen war würde er gehen … ob nun durch einen anderen Wolf oder eine Laune der Natur, da konnte man nichts machen. Ihre Rute schnippte leicht durch die Luft, bevor sie sich abermals an den Boden presste und sie sie nun sogar traurig einzog auch ihre Ohren hatte sie mit fühlen angelegt . Am liebsten hätte sie jetzt Teyrm aufmunternd angestubst, aber, das wagte sie nicht, es wäre wahrscheinlich doch nicht richtig gewesen.
Das konnte doch hier nun nicht so weiter gehen die Stimmung war so dermaßen dunkel und am Boden das man sicher keinen Meter mehr weit sehen konnte, wenn schlechte Laune sichtbar wäre. Irgendwas musste dagegen unternommen werden. Wieder versuchte Ýllin spielerisch mit der Hinterpfote auf dem Boden zu Klopfen und sah Teyrm herausfordernd an, bat ihm sogar eine perfekte Angriffsmöglichkeit, sah aber schnell ein das das wohl auch nichts bringen würde.

“Zum Mäuse fangen“

Maulte sie leise und sah leicht betteln in den Himmel, möge doch jetzt bitte gute Laune in Übermaßen über sie Alle fallen bevor sie alle noch die Nerven verloren.

18.03.2010 08:06
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Akara beobachtete die Jungwölfe. Nie war sie stureren Geistern begegnet. Sie wusste nicht einmal, wogegen sie alle so vehement rebellierten. Dass Kiba gegangen war, war eine Sache, die neue Leitwölfin hatte nur das Gefühl, dass es nicht allein darum ging. Vielleicht wollten sie einfach ihren Trotz zur Schau stellen?
Aufmerksam hörte sie Teyrm an. Sie beobachtete die deutliche Körpersprache und das sichtliche Minenspiel. Es kam ihr nur vor, als handle es sich um eine Fremdsprache. Bei allen Wölfen hier, selbstverständlich. Bislang hatte sie aber nie wirklich versucht, sich mit jemandem still zu verständigen. Falsch, jemanden anhand seines Auftretens zu verstehen. Sie wollte wissen, was hinter den Worten verborgen war. Er war anders als Ýllin, wirkte erwachsener und schien mit mehr Problemen zu kämpfen haben, als der bloßen Tatsache, dass sie nun Alpha war und Kiba das Rudel verlassen hatte. Ihr Blick glitt schließlich zu Ýllin.

“Jagen ist nichts, was man kann, wenn man fähig ist, sich zu ernähren.“

Entgegnete sie gelassen. Für sie war es ihr Leben lang eine Kunst, die verbessert werden sollte. Ein bisschen wehmütig musste sie sich nun davon distanzieren.

“Ich bin eine gute Jägerin, aber es gibt viel, dass ich noch lernen kann. Ebenso wie ihr noch viel lernen könnt. Jedes Rudel jagt anders, kennt Tricks und Kniffe, es ist nützlich, möglichst viel darüber zu wissen und ich bin gerne bereit, dieses Wissen mit euch zu teilen. Aber ihr müsst es nicht von mir annehmen, wenn ihr nicht wollt. Früher oder später werden wir gemeinsam jagen.“

Sie entschied sich, das Thema Jagd im Hinterkopf zu behalten. Nun wollte sie sich immerhin auf ganz andere, wichtige Dinge konzentrieren.
Es fiel ihr erstmals schwer, die Ruhe zu bewahren, als die beiden Jungwölfe anfingen, über ihre Familie herzuziehen. Es schmerzte. Sie hatten kein Recht dazu!

“Nur weil ihr mich nicht ausstehen könnt, habt ihr nicht das Recht meine Familie in den Dreck zu ziehen. Wir waren sehr genügsam und verfolgten unsere Ziele mit Leidenschaft. Uns stand nie der Sinn danach, für andere Wölfe eine Bedrohung darzustellen. Wir wollten nur unser Leben leben.“

Sie schluckte. Noch waren ihre Worte weder laut, noch so aufgebracht, wie sie sich fühlte. Schließlich sah sie aber Teyrm hart und kalt an, Züge die man seit sie hier war nie in ihrem Gesicht gesehen hatte. Es war offensichtlich, dass er ihre Gefühle verletzt hatte und sie spürte Wut.

“Was bist du für ein Wolf, dass du meinst entscheiden zu dürfen, wie man sein muss, damit man ein Recht darauf hat, zu leben?“

Wer glaubte er zu sein? Ein Kleingeist, intolerant. Sie mochte dummes Gerede nicht. Sie wollte so etwas nicht hören! Wieso begnügten sich diese Sturköpfe nicht damit, dass sie ein Problem mit der neuen Leitung hatten? Wieso zogen sie Wölfe in den Dreck, die sie nicht kannten? Und wieso schmerzte das dumme Gerede von Jungwölfen, die keine Ahnung vom Leben hatten? Wieso wog das Wort Teyrms schwerer als das von Ýllin? Wieso wollte sie einerseits Reife, andererseits welpenhafte Launen in ihm finden?
Sie wandte den Blick wieder zu Ýllin hinüber. Ihr Zorn blieb in ihr verschlossen und zeigte sich in keiner Regung. Sie spürte ihn nur, ließ ihn aber nirgendwo hin. Wenn sie es sich recht überlegte, wollte sie gar nichts auf die Worte der Beiden geben.

“Manchmal ist es gut, ein Ziel im Leben zu haben, dass man verfolgt. Aber dieses Thema gehört nicht hier her. Die Idee ist mit meiner Familie gestorben und im Blut ertrunken. Ich wollte euch nicht einladen, über Wölfe herzuziehen, die ihr nicht kennt. Ich wollte meine Schwäche, die mangelnde Mimik, entschuldigen. Sie ist nicht böse gemeint und ich bemühe mich, euch deutlich zu machen, was ihr wie selbstverständlich in eure Gesichter schreibt.“

Was hatte sie sich nur gedacht? Ihr war nie in den Sinn gekommen, zu verschweigen, wie sie gelebt hatte. Nach diesem Tag würde sie wahrscheinlich nie wieder auch nur ein Wort über ihre Familie erzählen. Dass gehörte nicht hier hin. Niemand würde es je verstehen. Sie hatte Glück dass die ersten Wölfe, mit denen sie sich unterhalten hatten, so freundlich darauf reagierten. Adali mit Interesse, Korrianke mit einer herzlichen Neugierde. In Andraki hatte sie von Anfang an eine Verbündete gefunden und auch Jeanne wirkte eher, als hätte sie gerne auch ein wenig an einer solchen Art von Leben teilgenommen. Vielleicht nicht wirklich, aber sie schien fasziniert. Akara wusste nicht, was dies nun noch zu bedeuten hatte. Zwischen ihr und Andraki hatte sich nicht viel verändert, dafür die ganze Welt um sie herum. Vielleicht würden die drei Wölfe, die sich alle von ihr fern gehalten hatten, seit sie Alpha war, nun genauso aussprechen, wie die Jungtiere. Mit Hohn und Verachtung für etwas, dass Akaras Leben mehr als zwei Jahresläufe ausgemacht hatte.
Erneut ärgerte sie sich darüber, dass sie sich soviel daraus machte, was zwei Jungwölfe in ihrem Zorn daher geredet hatten. Es schien nicht genug zu sein, dass sie all das hatte verlieren müssen. Nun musste sie sich auch noch anhören, wie nutzlos es gewesen war.

“Nun… fangen wir an. Kennt ihr die Schwachstellen eures Körpers?“

18.03.2010 16:16
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I'LL TRY TO PICTURE ME WITHOUT YOU BUT I CAN'T
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Sein Angriff ging ins Leere, sein Maul fasste nur Luft. Gut, dass sie keine unerfahrene Kämpferin sein konnte, der ER jetzt eine Lektion erteilte, hatte Aiyán schon eingesehen. Sie nicht von Vorne an zu greifen, war schon mal klug gewesen, aber jetzt musste er es besser machen. Das war noch nicht alles, was der Schwarze konnte! Konzentriert achtete der er auf Andrakis Bewegungen, ihren Konter. Der kam auch und Aiyán musste sich ruckartig drucken und dabei nach vorne springen, um nicht ihre Zähne im Nacken zu spüren. Dafür merkte er, wie ihre Fänge seine Schulter streiften und dort ein Büschel Fell erwischten. Mitsah hatte sie damals immer wieder angegriffen, bis sie gelernt hatten, auf einen kleinen Biss, oder grade zugefügte Verletzungen nicht zu reagieren, sondern einfach weiter zu kämpfen. So schnappte Aiyán schnell selbst nach der zimtfarbenen Fähe, konnte sie mit dem Schwung, den er noch hatte, rammen und mit seinem Fang ihren Hinterlauf packen.

18.03.2010 18:23
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Aiyán reagierte schnell, duckte sich unter ihrem Biss hinweg und machte zugleich einen Satz vor. Diese Bewegung ermöglichte es ihr jedoch, ihn noch an der Schulter zu erwischen, wenn auch nur leicht. Instinktiv drehte sie sich weiter zu ihm um, um ihn so zu verfolgen und ihn nicht in ihren Rücken kommen zu lassen, dafür aber den Seinen erreichen zu können. Plötzlich spürte sie einen stechenden Schmerz durch ihren linken Hinterlauf zucken, und zischend zog sie die Luft. Der schwarze Jungrüde war clever gewesen, er hatte seine Bewegung genutzt um sie zu rammen und ihre Bewegung einzuschränken, indem er ihren Lauf gepackt hielt. Andraki strauchelte, fing sich jedoch und nutzte die Gelegenheit, um sich nun selbst gegen Aiyán zu werfen. Die Bewegung und das Straucheln des Jungwolfes nutzend, schnellte ihr Kopf herunter und unter den Jungrüden. Mit einem Biss packte sie den rechten Hinterlauf Aiyáns, der weiter von ihr entfernt war als der linke, und zog ihn zu sich und ihrem gegner damit den Lauf weg. Im Zusammenhang mit ihrem Gegenrammen verlor der Schwarze den Halt und fiel auf die Seite. Dabei ließ er ihre Ferse los, ob aus Schmerz oder Überraschung konnte sie nicht sagen. Sogleich war sie bei ihm und ihre Fänge schlugen dicht an seinem Hals zusammen. Sie wollte seine Kehle nicht umfassen, das Schnappen war nur symbolisch dafür, dass der Kampf vorbei war. Sofort richtete sie sich wieder auf und trat einen Schritt von ihm fort, um ihm Platz zu machen.

"Sehr gut, Aiyán, sehr gut! Ich hatte nicht erwartet, dass einer von euch Jungwölfen schon soviel vom Kämpfen versteht. Mir scheint fast, dass du schon unterwiesen wurdest, deine Reaktionen waren schnell und deine Angriffe klug gesetzt!",

lobte sie, und ihre lächelnde Miene strahlte Begeisterung aus. Sie wandte sich Toboe und Nashita zu.

"Ich hoffe, ihr habt uns gut beobachtet. Gehen wir den Kampf durch: Wo waren Stärken und Schwächen erkennbar? Erstens: Aiyán war klug, mich nicht frontal anzugreifen. Ich hätte ihn sonst, sobald er nah genug herangewesen wäre, einfach am Nacken gepackt und zu Boden gedrückt. Was hat er also getan? Mich umkreist und einen Weg gesucht, an ungeschützte Stellen heran zu kommen, zum Beispiel Flanke und Rücken. Ich habe ihm absichtlich meine Flanke angeboten, um einen Angriff von ihm zu provozieren, abe er hat sich nicht darauf eingelassen. Stattdessen hat er einen Angriff auf meine Flanke nur angetäuscht - ein sehr guter Weg, um einen Gegner zu einer Abwehrbewegung zu verleiten und ihm damit die Chance zu nehmen, auf den richtigen Angriff zu reagieren. Aiyán hat meinen Rücken angegriffen und hätte mich auch erwischt, wenn meine Erfahrung und mein Instinkt mir nicht eine schnelle Reaktion ermöglicht hätten. Eine sehr gute Taktik also von ihm!
Zweitens: Meine Größe und meine Kraft sind mein Vorteil gegen einen Jungwolf, entsprechend habe ich versucht, meinen Gegenangriff so zu platzieren, dass Aiyán nicht direkt kontern kann, da er nicht an mich heran reicht. Nun hätte er sich mit einem Satz zurück aus meiner Reichweite retten können, aber er hat sich entschieden, mich zu rammen und mich aus dem Gleichgewicht zu bringen und gleichzeitig meine Bewegungsmöglichkeiten einzuschränken, indem er mir ins Bein beisst. Eine solche Taktik birgt ein gewisses Risiko, denn erstens konnte ich ihn noch an der Schulter erwischen und gleichzeitig bleibt er damit in meiner Reichweite. Was er jetzt noch hätte machen können, wäre gewesen mir das Bein wegzuziehen, so wie ich es anschließend bei ihm gemacht habe. Mein anderer Hinterlauf wäre dafür zwar besser geeignet gewesen, aber ich hätte trotzdem um mein Gleichgewicht kämpfen müssen und hätte meinen eigenen Angriff nicht starten können. Aber ich bin sicher, beim nächsten Mal wird Aiyán nicht so eine Gelegenheit verstreichen lassen."


Sie lächelte den Schwarzen an und nickte ihm anerkennden zu.

"Die größte Schwäche dieses Kampfes lag jedoch bei mir selbst. Ich habe Aiyán unterschätzt und war nachlässig. Diese Wunde" - sie wies mit ihrer Schnauze zu ihrem Bein - "hätte nicht passieren dürfen bei jemandem mit meiner Kampferfahrung. Merkt euch das also und seid gewarnt: unterschätzt niemals euren Gegner, denn es kann euch den Sieg und schlimmstenfalls euer Leben kosten!"

Sie sah die Jungwölfe nun wieder ernst an.

"Aber genau deshalb seid ihr hier, um zu lernen und eure Fähigkeiten zu verbessern. Toboe, ich möchte, dass du mein nächster Gegner bist",

fügte sie hinzu und trat wiederum einige Schritte von den Jungwölfen fort, um Platz für den Kamf zu schaffen...

Ich bereue nichts
Sagt die Liebe mir
Bin die Sehnsucht, bin das Leid
Bin die große Einsamkeit
Doch ich bringe auch das Glück

Ohne mich, was wär?
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18.03.2010 19:42
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To the impossible Dream
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23.05.2006

Trotz des deutlich zu spürenden Desinteresses lag der Blick des jungen Rüden auf Andraki. Wahrscheinlich erwarteten sie, dass sie einfach so alles hin nahmen, sich nicht gegen diese fast völlig fremden Wölfe stellten und brav wie kleine Engel alles taten, was sie wollten. Aber nicht mit ihm. Was die braune Fähe und sein Bruder daraus machen würden, war ihm für den Moment egal. Auf die Worte der Zimtfarbenen hin biß Toboe die Fänge fester aufeinander. Zuerst wollte er wütend zurück kontern, aber nachdem die Ältere auch seine weiteren Worte zu Nichte gemacht hatte, ließ seine Körperspannung nach und er wandte den Blick wieder ab. Tz.. Aus den Augenwinkeln erkannte er, wie sein schwarzer Bruder nun um Andraki herum schlich und anscheinend hörig ihrem Befehl folgte. Na herrlich. Noch bevor der Kampf der beiden Wölfe beginnen konnte, meldete sich auch die vierte Anwesende zu Wort. Sie flüsterte und lächelte – was hatte sie den zu lächeln? Das Gelernte gegen sie verwenden. Natürlich. Sie konnten ja auch aus einem kleinen Probekampf so viel Erfahrung sammeln, dass sie einfach mal ein Rudel Erwachsener stürzen konnte. Die blauen Augen richteten sich auf die Fähe und ein leises Brummeln verließ seine Kehle. Und dann sah er, wie der Kampf seines Bruders und Andrakis begann.
Er behielt den Kopf zur Seite gedreht, beobachtete sie nur unauffällig mit zur Seite gerichteten Augen. Sein Bruder schlich um sie herum, aber dieser Geste schenkte Toboe kaum Aufmerksamkeit. Noch ein Mal richtete sich der Blick des hellen Rüden auf Nashita.

“Das werden wir ja sehen.“

Nun drehte er den Kopf zu den beiden anderen Wölfen, die Ohren leicht nach hinten gerichtet. Hatten sie sich den nun ausgetobt? Nur wenige Atemzüge später hatte Aiyán den Lauf der Fähe gepackt, sie hatte ihn zu Boden geworfen und schnellte mit den Fängen auf seine Kehle zu. Für den Bruchteil einer Sekunde spannten sich die Muskeln des jungen Rüden an. Sie wollte doch nicht.. ihre Fänge krachten vor dem Hals seines Bruders aufeinander. Natürlich, das war nur Training. Sie würde ihm doch nichts tun. Wieder biß der Graue die Fänge fester aufeinander, bevor Andraki etwas zurück trat und eine Moral Predigt eröffnete. Er lauschte ihren Worten, behielt aber nur Bruchstücke in seinem Kopf. Er verstand immer noch nicht, was das alles bringen sollte. Sie hatten hier nie kämpfen müssen. Und mit einer Fähe wären sie locker fertig geworden. Natürlich war es nicht so toll, dass diese Erith Senedd getötet hatte, es hätte auch jeder andere sein können. Aber dass sie deswegen SEINE Mutter besiegten und verjagten, sie ihrem Schicksal überließen?
Andraki hatte geendet, und forderte nun ihn auf, ihr Gegner zu sein. Zuerst blieb der junge Rüde sitzen. Seine blauen Augen hatten sich auf die Wölfin gerichtet, die ihn aufforderte, ihn an zu greifen. Mit einem genervten Seufzen erhob sich der Graue, trat an Nashita vorbei und flüsterte in der selben Lautstärke, wie sie zuvor.

“Ich werde jedenfalls keine Rücksicht nehmen.“

Mit diesen Worten setzte er sich in Bewegung, machte einen kleinen Bogen um die Zimtfarbene herum, sprang wenige Meter weiter und schlug in kurzer Entfernung einen Haken, zurück in Andrakis Richtung. Schnelligkeit. Das war das, was er bei Tearl gelernt hatte. Was man zum jagen und überleben brauchte. Sein Bruder war nicht der einzige, der ein wenig Erfahrung hatte. Tearl war der beste Lehrer der Welt. Mit jedem Schritt kochte mehr Wut in dem Grauen auf, die er selbst von sich nicht kannte. Er war wütend auf Andraki, wollte sie stürzen, seine Mutter rächen. Ob sie diese Wut in seinen Augen erkannte? Wußte sie, was tief in ihm vor sich ging? Kurz vor der Fähe setzte er zum Sprung an, fletschte die Zähne, knurrte. Er fühlte sich nicht wie er selbst. Aber die Wut auf diese Wölfin ließ ihn für einen Moment blind auf sie zu stürmen. Für einen kleinen Moment war er nicht mehr der kleine Toboe, der sich zufrieden in das warme Fell seiner geliebten Mutter kuschelte. Jetzt war er jemand anders. Er wollte Rache für die wichtigste Wölfin in seinem Leben. Und Andraki würde das nun zu spüren bekommen.

19.03.2010 19:09
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10.01.2009

Sie war überrascht, als Toboe sich tatsächlich erhob. Sie hatte nicht erwartet, dass er ihrer Anweisung folgen würde, aber vielleicht hatte die Kooperation seines Bruders ihn ja einsichtig gestimmt? Ha, wer's glaubte. Einsicht war war wahrscheinlich zu viel erwartet, aber wenn er jetzt tat, wie ihm geheißen wurde, wurde aus ihm vielleicht doch noch ein nützliches Mitglied des Rudels.
Andraki entging nicht, dass er irgendetwas zu Nashita sagte, aber es war zu leise, als dass sie irgendetwas hätte verstehen können. Wie schon bei Aiyán ließ sie ihn den Anfang machen, und wie der schwarze Jungrüde begann auch Toboe, sie zu umkreisen. Allerdings nicht so lauernd wie sein Bruder, seine Schritte waren energischer und in seinem Blick stand weniger Wachsamkeit als vielmehr Wut. Wie zuvor drehte sich die Zimtfarbene mit dem Jungwolf mit, und bot aus reiner Fairness auch ihm die Flanke an. Sie war gespannt, wie Toboe darauf reagieren würde, denn immerhin hatte sie gerade erklärt, dass dies eine absichtliche Taktik von ihr war. Der Jüngling schien die gleiche Taktik wie sein Bruder zu versuchen, er sprang mit einem Mal vor, um hinter sie zu kommen. Andraki sprang ebenfalls, sobald sie seine schnelle Bewegung sah, und wiederum nach vorne, um sogleich herum zu fahren. Noch immer schien sich der vorherige Kampf einfach zu wiederholen, aber wenn Toboe versuchen wollte, tatsächlich sie von den beinen zu reißen, würde er kläglich scheitern. Kaum hatte sie diesen Gedanken gehabt, da brach Toboe aus dieser Routine aus und griff sie frontal an. Fehler.
Sie wusste, dass er springen würde. Es war die wahrscheinlichste Fortführung dieses Angriffs und die Reaktion, die sie von einem Jungwolf erwartete. Aiyán war unerwartet trainiert gewesen, und vielleicht war das auch Toboe. Aber sie sah es an der Spannung seiner Muskeln und an der Art, wie er seine Pfoten für einen Moment anders aufsetzte. Sie wich erneut zur Seite aus, kaum das Toboe gesprungen war, und schnellte dann zurück, als er landete. Mit gefletschten Zähnen zuckte ihr Kopf vor. Andraki packte Toboe im Nacken und presste den Jungwolf fest auf den Boden. Etliche Herzschläge lang hielt sie ihn so fest, im Gegensatz zu Aiyán ließ sie ihn nicht gleich wieder los. In diesem Sieg lag mehr als vorher, und sie wollte, dass diese Botschaft bei dem Jungwolf ankam. Ob das auch so war, würde sich gleich zeigen. Die Zimtfarbene ließ den besiegten los und trat zurück, kurz huschte ihr Blick zu den anderen beiden Jungwölfen.

"Diesmal möchte ich eure Einschätzung hören. Aiyán, Nashita?"

Ich bereue nichts
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Bin die Sehnsucht, bin das Leid
Bin die große Einsamkeit
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Ohne mich, was wär?
Ohne mich, was wär?
19.03.2010 23:04
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Feru [Verschollen]

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Nun hatte Feru die Sonne bereits zum siebten Mal seit dem Alphawechsel aufgehen sehen. Ihr goldenes Licht erhellte das Revier, welches die Tears of Destinys ihr eigen nannten und die Wärme drang durch den dichten, schwarzen Pelz des Rüden. Der Frühling war gekommen und mit ihm die Zeit der Veränderung. Ein Neuanfang, wie Akara, die Alphafähe und Andraki, ihre Beta es zu nennen pflegten. Ein Umbruch war stets eine Herausforderung für alle Geschöpfe, die von ihm betroffen waren. Oft brachte er Angst und Verwirrung mit sich. Auch Feru spürte dies. Der Unmut der Jungwölfe hing gleich einer dunklen Wolke über ihren Köpfen. Irgendwann würde diese sicherlich noch für eine stürmische, regenreiche Zeit sorgen. Aber noch war es still. Die Ruhe vor dem Sturm, wie man es nannte. Wie verherrend jener sein mochte, wusste auch der Schwarze noch nicht, dessen Fell in der Frühlingssonne herrlich funkelte, als wäre er mit zahlreichen Diamanten bestückt. Sicherlich, mit jedem Frühling, der kam und ging, wurde der Rüde älter und ihm war bewusst, dass er vielleicht nur noch dreimal das alljährliche Wunder der Natur bestaunen konnte, ehe seine Zeit auf Erden vorrüber war. Die meisten Wölfe wurden nicht älter als neun, oder zehn Jahre. Nur manchen war es vergönnt, sogar vierzehn Mal den Frühling zu geniesen. Aber noch zeigte Feru keine großen Veränderungen. Seine Bewegungen waren noch immer sicher und geschmeidig, sein Fell weder struppig noch rauh. Nur an seiner Schnauze lugten die ersten, grauen Härchen zwischen dem sonst rabenschwarzen Pelz hervor und an manchen Tagen spürte er die vorbei gezogenen Jahre in seinen Gliedern. Ein leises, noch ganz sachtes Ziehen und Knacken. Ein Vorbote für das, was unaufhaltsam war.

In einer langgestreckten Bewegung erhob sich der Rüde und lockerte gleichzeitig seine Muskeln. Er war noch immer etwas schläfrig von der Frühjahrssonne, die ihn so liebevoll in der Phase des Dösens umfangen hatte. Aber jetzt war sie ihm zu warm. Kurzzeitig schien er unentschlossen zu sein, was er tun wollte, denn sein Kopf drehte sich langsam in alle Richtungen, die er überblicken konnte und die anfänglich locker herunterhängende Rute richtete sich ein Stück weit auf und pendelte zwischen seiner Hinterhand. Doch längst wusste Feru, was er vorhatte. Er hatte nämlich einen kleinen, nicht zu dünnen Ast entdeckt und dieser lud ihn direkt dazu ein, ihn zu beknabbern. Dies tat der ältere Rüde recht häufig. Es war ein willkommener Zeitvertreib und da die Stimmung heute friedlich zu sein schien, sprach eigentlich auch nichts dagegen. Mit wenigen Aufsätzen seiner breiten Pfoten hatte er sich dem braunen Gebilde genähert und schob ihn zwischen seine Fänge. Früher, als Welpe und Jungrüde hatte er sich einen Spaß daraus gemacht sich mit seinen Geschwistern um so etwas zu kambeln, doch nun war er gesitteter. Was zweifelsfrei nicht heißen sollte, dass er diesen so unscheinbaren Ast, wie es jene hier zuhauf gab, nicht gegen einen allzu forschen Jungspund verteidigt hätte. Als er den Stock zwischen seinen Zähnen hatte und den bitteren Geschmack auf seiner Zunge erahnen konnte, erhaschten seine stahlblauen Augen Jeanne und Shirài, die sich die ganze Zeit über in seiner Nähe aufgehalten hatten. Plötzlich brach es auf, wie eine alte Wunde, die vor lauter Schmutz geeitert war. Die Veränderungen waren überall zu spüren, selbst wenn man sie nicht sofort erkannte, oder sah. Feru fiel wieder ein, dass nun jeder Neuankömmling und jeder Jungwolf einen älteren, erfahreneren Wolf zur Seite gestellt bekommen hatte, um ihn, in seinen Augen, zu überwachen und ihn zu etwas 'heranzuzüchten', was man Gegner nennen konnte. Ein verächtliches Schnauben entrang sich seiner Kehle und seine Lefzen bliesen sich kurz auf, denn er hatte immer noch den Stock im Maul. Selbst wenn Feru darüber stehen hätte müssen, brodelte allmählich der Zorn, die Verachtung und der Unmut gegenüber der neuen Leitung hervor. Aber was hätte er machen sollen? Wieder fliehen? Wieder auf Wanderschaft gehen? Wie lange wollte er dann dieses Mal unterwegs sein? Bis zu seinem Tod? Bis zu jenem Moment wenn ihm aufgrund des Alters alle Glieder versagten und er elendig verhungern musste? Das war keine sehr glorreiche Aussicht, selbst wenn sie zu seinem Leben passen würde. Vielleicht hieß es erstmal abwarten und das Neue auf sich zukommen zu lassen. Ganz gleich, welche hässliche Fratze es auch zeigte.

20.03.2010 16:04
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