Spielleitung & Helfer
 
Gründung:    23. Juli 2005
12 Rüden
9 Fähen
davon 4 Welpen
TAG | 30. Dezember 1926 . abends
WETTER | Himmel schon recht dunkel # vereinzelte Schneeflocken # weiße Nordlichter # -6 °C

Seit dem letzten Plot sind etwa 2 Monate vergangen. Die Welpen lernen langsam mit dem Verlust Jeannes zurecht zu kommen, doch es ist schwer, vor allem für ihre eigenen. Als der Herbst in den Winter überging, ist das Rudel zum Gebirgsbach weitergewandert. Man hat wie schon im vergangenen Jahr kein Interesse daran, in der "Winterhöhle" Quartier aufzuschlagen, aber man ist sich um ihren Nutzen bewusst, sollte der Winter mit heftigen Schneestürmen aufwarten, deshalb wurde beschlossen, einfach in ihrer Nähe zu lagern. Während der Winterpelz bei den Wölfen an Fülle gewonnen hat, schienen sich außerdem bei ein paar Individuen neue Abzeichen im Pelz herauszubilden. Es ist nicht übermäßig auffällig, da sich der Prozess mit dem Fellwechsel vermischt, aber irgendwie sehen ein paar Rudelmitglieder ein ganz klein bisschen anders aus als sonst, oder? Was aber definitiv jedem an diesem Tag auffällt ist das weiße Nordlicht, dass am Himmel erschienen ist. Genau wie es nach jenem Tag im letzten Winter auftauchte.

Ab 6 Tagen werden hier User darauf hingewiesen, wie lange sie schon mit Schreiben dran sind. Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.


Yavinja seit: 111 Tagen


Tears of Destiny » Suche » Suchergebnis » Hallo Gast [anmelden|registrieren]

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Autor Beitrag
Thema: 14 Jahre Tears of Destiny - Was ist, was bleibt
Kiba Telay

Antworten: 14
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02.08.2019 11:46 Forum: Wichtiges

Danke, ihr. Und Ash, du sprichst mir sehr aus der Seele. Eigentlich habe ich ja Lust auf Schreiben, aber nicht ... wenn einem der Schreibpartner so vorkommt, als hätte der eigentlich keine Lust. Das Gefühl, mit seinen Charakteren etwas zu erleben, aber noch nicht zu wissen was und wie, sie wachsen zu sehen und zu fühlen, wie sie sich ungefragt unter unseren Fingern entwickeln, ist weg, einfach weil es immer so lange dauert zwischen Beiträgen, dass man nie wirklich "drin" ist.

Es wird sich zeigen, wie schnell der letzte Plot kommen muss. Das hängt von eurer Aktivität ab. Wenn ihr jetzt einfach nicht mehr schreibt, weil ihr euch denkt, dass es eh zuende geht, klar. Dann muss ich ihn wohl schneller einleiten, wenn ich hier nicht ein halbes Jahr eine Leiche haben will. Das ist aber nicht das, was ich mir wünschen würde.

Im Moment hätte ich gerne, dass ihr euch um Niari kümmert und unserem NEUEN Mitglied, von denen wir immer klagen, dass es die nicht gibt, was bietet Augenzwinkern Die Situation um Akando, Tearl, Kaei und Sai würde ich auch gerne noch etwas besser abschließen. Danach kann gerne ein neuer Plot kommen. Also, wenn ihr schnell einen wollt ... haut rein.

Ich werde die Tage mal Gesuche für Yasharo und Teyrm bei SG und CSB posten.

Thema: 14 Jahre Tears of Destiny - Was ist, was bleibt
Kiba Telay

Antworten: 14
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14 Jahre Tears of Destiny - Was ist, was bleibt 23.07.2019 18:25 Forum: Wichtiges

Uralt Banner aus 2005 oder 2006

Heute vor 14 Jahren, 23.07.2005, öffneten die Tears of Destiny ihre Pforten.

Ich war damals ein junger, planloser Teenager von knapp 15 Jahren, was bedeutet … die ToD begleiten mich nun schon fast mein halbes Leben lang. Egal, wie oft sich das Leben seitdem verändert hat; egal, was ich alles hinter mir gelassen und was ich auch neu angefangen habe, die Tears of Destiny waren immer da, immer ein kleines Stückchen Heimat, in das ich jederzeit einkehren konnte. Dabei waren die ToD sicher nicht unveränderlich. Sie sind mit mir gereift - mit uns allen, wir haben sie gemeinsam gestaltet und aufrecht gehalten.
Hätte mir im Jahr 2005 jemand gesagt, dass es dieses kleine, unüberlegt eröffnete Rollenspiel auch im Jahr 2019 noch geben würde - das hätte bei mir vermutlich zu einem Server Error geführt. Das war so weit entfernte Zukunft, die konnte man noch nicht mal annähernd erahnen. So weit konnte ich überhaupt nicht denken. 2005 bis 2019, da liegen doch Welten zwischen.

Tun sie auch. Foren-Rollenspiele hatten in den 00er Jahren bis Anfang der 10er Jahre ihre Hochzeit. Wolfs-RPGs gab es wie Sand am Meer. In dutzenden Toplisten konnte man sie finden. Zu der Zeit, als die ToD gegründet wurden, gab es bestimmt an die 100 Stück. Warrior Shadow Wolves, The Darkness of Souls, Danger Shadow Wolves, Tal der flüsternden Winde, Peace Fighter Wolves und wie sie nicht alle hießen. Die Wölfe der Freiheit. Abendrotseerudel. Die Sternenwinde. Von denen, die älter sind, als die ToD, schaukelt nur Großväterchen Night-Wolves noch langsam in seinem Schaukelstuhl. Von den hunderten Wolfsrollenspielen, die in den letzten zwei Jahrzehnten geöffnet (und wieder geschlossen) wurden, sind heute keine 10 mehr übrig.

Und es fühlt sich so an, als seien die Tage der Tears of Destiny auch längst gezählt.

Wir wissen alle, dass es in keinem Wolfsrollenspiel mehr wirklich gut läuft. Über die letzten Wochen und Monate habe ich viel Frust und Enttäuschung darüber in mir rumgeschleppt. Ich verbringe mehr Zeit damit, mir zu überlegen, was ich mit Karteileichen mache, Leuten hinterher zu rennen und sie darum zu bitten zu schreiben, oder zu erfragen warum sie das gerade nicht tun (können, wollen), als damit RPG zu schreiben. Das demotiviert tödlichst. Vor allem, weil ich mittlerweile das Gefühl habe, ich könnte mich auf den Kopf stellen, Foren mit knallroter blink Schrift Punkt 50 “SCHREIBT!” versehen, persönliche Anrufe tätigen und es hätte trotzdem keinen Effekt. Die Foren-Atmosphären (nicht nur hier) sind hauptsächlich lethargisch, lustlos. Und dabei ist mittlerweile auch ziemlich egal, was ein Plot gerade hergibt. Aus aktueller Erfahrung mit meinem anderen Forum kann ich überzeugt sagen, dass die Ausrede “das Inplay ist gerade zu langweilig” echt nicht mehr zieht. Die besten Zeiten waren die, in denen Rollenspiele von der Spontanität und Eigeninitiative aller Mitglieder gelebt haben. Von den Charakter-Beziehungen untereinander. Von der Leidenschaft zum Schreiben, dem Mitfiebern mit seinen und anderen Charakteren. Sich mit seinen Charakteren kreativ (nicht nur schriftlich) zu verwirklichen. Davon sehe ich heute nicht mehr viel und das macht mich sehr traurig. Es wird sich zu wenig Zeit zum Schreiben genommen und zu viel zum Warten.
Ich weiß, ich bin da nicht besser. Wir sind in einer Spirale der gegenseitigen Demotivation gefangen. Kann man das noch ändern? Ich glaube nicht. Es wäre mittlerweile der wohl hundertste Versuch. Vielleicht ist man irgendwann doch zu alt; vielleicht kann man seine Lust zum kreativen Schreiben einfach nicht über ein Jahrzehnt aufrecht erhalten; vielleicht ist das Konzept der Forenrollenspiele schlichtweg überholt und passt nicht mehr zu der Art, wie wir heute leben und das Internet nutzen.

Ich weiß, das klingt alles sehr dramatisch und endgültig, aber ich habe 14 Jahre Liebe, Tränen, Freude, Frust und Herzblut in dieses Projekt gesteckt. Und ich wollte diese meine Gedanken endlich mal loswerden. Vielleicht seht ihr das anders. Das wäre sogar schön.

Ich habe immer gesagt, ich möchte nicht, dass die ToD als Komapatient enden. Das haben sie nicht verdient. Deshalb habe ich ein Ultimatum überlegt.

  • Ein halbes Jahr gebe ich uns noch. Sollte sich bis dahin nichts gebessert, oder sogar noch verschlechtert haben - oder solltet ihr einen baldigen Abschluss sogar wollen! - dann werde ich einen finalen Plot einläuten. Nach meinem jetzigen Plan (dessen terminliche Durchsetzbarkeit ich definitiv nicht garantieren kann) würde ich diesen letzten Plot dann bis zum 23.07.2020 laufen lassen und am 15. Geburtstag “die Chroniken” der Tears of Destiny beenden. Wir sind mit den ToD in der einzigartigen Situation, dass das geht. Dass wir dieses Rollenspiel mit einer abgeschlossenen Geschichte, mit Anfang und Ende hinter uns lassen könnten.

    Was das genau bedeuten würde wäre Folgendes: In einem halben Jahr gäbe es einen Cut. Der letzte Plot würde 5 Jahre später spielen. Was in der Zeit alles passiert ist, wer noch lebt, wer noch da ist, ob es irgendwelche (NPC) Nachfahren von irgendwem gäbe, könnte man besprechen. Es wäre das Jahr 1931, damit wären genau 10 Inplay Jahre seit Beginn des Rollenspiels um. In diesem Plot würden Kiba und Yago wieder aufwachen. Das Tal ist geheilt, alles ist friedlich und sie werden nicht mehr direkt im Kristall benötigt. Das übriggebliebene, gealterte Rudel kann sie wiedersehen/kennenlernen und alle haben ein schönes Happy End.

    Ich habe gestern mit der Spielerin von Yago (ein paar noch als Sas oder Banshee - Spielleitung der Sternenwinde bekannt) darüber gesprochen, ob sie sich vorstellen könnte, für einen letzten Plot zurück zu kommen und sie hat sofort zugesagt. Aber sie klang auch betrübt. Sie sagte mir, dass sie immer ein Urvertrauen darin hatte dass, sollte sie eines Tages doch wieder die Lust am Rollenspiel überkommen, sie einfach zurückkehren könnte. Dass die Wolfsrollenspiele, die sie damals verlassen hat, einfach immer irgendwie da sein würden.
    Das habe ich auch mal gehofft.

  • Sollte es tatsächlich so sein, dass die ToD im nächsten halben Jahr eine angemessene Aktivität zurückgewinnen, weil wir uns alle wirklich noch nicht verabschieden wollen und uns doch noch mehr als nur noch Nostalgie antreibt, würde ich meine bisherige Rollenspiel-Planung umsetzen. Ich verrate euch jetzt etwas Grundlegendes davon, denn im Prinzip ist das hier eine Entscheidung zwischen Plan A (es geht weiter) und Plan B (die ToD schließen an ihrem 15. Geburtstag) und da wäre es sinnvoll, wenn ihr euch etwas unter Plan A vorstellen könnt: In geraumer Zeit würde etwas passieren, das das Rudel doch noch aus dem Tal vertreibt. Das Rudel würde auf ganz Celydien Informationen sammeln und ein “Quest” erledigen müssen, um wieder im Tal leben zu können. Es ergäben sich dadurch viele neue Kulissen (z.B. würden sie den Ozean sehen) und Möglichkeiten (und natürlich auch Konflikte: der offensichtlichste, dass Kibas und Yagos Opfer das doch verhindern sollte), die wir im Tal nicht haben.

    Wie ihr vielleicht merkt, ist das der Grund, warum ich mir mit der Umsetzung der “nachfolgenden Storyline” so viel Zeit gelassen habe und bisher noch nur kleine Hints ins RPG eingestreut habe, dass etwas noch nicht ganz passt. Es wäre einfach lächerlich gewesen, dieses große Opfer von Kiba und Yago zu haben, wenn gleich darauf SOWAS passiert. Deshalb habe ich damals ja auch davon geredet, dass ich gerne schnell 2 Jahre vorankommen würde. Das hatte der Großteil abgelehnt, deshalb war dieses letzte Inplayjahr des Friedens der “dann müsst ihr warten, bis wieder mehr Action kommt”-Kompromiss, der einfach notwendig war. Ein bisschen Glaubwürdigkeit und Authentizität für die Storyline(s) waren mir doch wichtig.


So. Das ist der Stand der Dinge.

Nach all dem Negativen möchte ich trotzdem nicht vergessen zu sagen, dass ich natürlich auch dankbar bin. Auch wenn in der letzten Zeit der Frust überwogen hat, bin ich trotzdem mit Stolz und Dankbarkeit für die Zeit erfüllt, die wir hatten. Der größte Teil von euch ist schon längst über 5 Jahre dabei, teilweise fast 10 und drüber. Das zeigt mir doch, dass wir hier etwas Besonderes, Großes geschafft haben. Und dass ihr toll seid.

Ich möchte in diesem Beitrag keine (aktuellen) Namen nennen, er ist nicht dazu gedacht irgendwen wegen irgendwas einzeln hervorzuheben. Trotzdem auch einen großen Dank an die, die hier noch am Aktivsten sind und sich bemühen. Ihr wisst schon, ob ihr euch angesprochen fühlt.

Ich habe in den vergangenen 14 Jahren über Wolfsrollenspiele so viele leidenschaftliche, kreative Menschen und tolle Schreiber kennen gelernt, habe einige von ihnen sogar persönlich getroffen und durfte und darf ein paar auch gute Freunde nennen. Ich bereue nichts und möchte nichts von diesen 14 Jahren missen. Sie - und damit auch ihr - haben mich zu dem Menschen geformt, der ich heute bin.


Alles Gute zum Geburtstag, Tears of Destiny.
Auf das du es noch mindestens ein Jahr schaffst.

Thema: Fragen, Lob, Kritik
Kiba Telay

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25.11.2018 00:25 Forum: Gästebereich

Aww, nein, es ist natürlich nicht schlimm, dass du kein Käse-Falki bist. Aber du bist so informiert, da dachten wir, wir müssen dich bestimmt kennen! Du klingst nicht verwirrt und doof, sondern sehr sympathisch und nett und mir tut ein bisschen das Herz weh bei der Vorstellung, dass jemand über Jahre hinweg immer wieder hier ins Forum schaut und sich nie (ge)traut (hat) Kontakt aufzunehmen. ;_; Ich mag Geschichten, egal ob von Fremden oder nicht und hey, wenn da die ToD, oder die guten alten Zeiten drin vorkommen, wer bin ich, dass ich da nicht zuhören möchte!? Aber ja, wir haben zu unserem Bedauern schon öfter gehört, dass manch einer mal Angst vor uns hatte. Zum Glück gibt es diese Anti-Alte-Rollenspiele-Atmosphäre nicht mehr so in der heutigen deutschen Wolfs-RPG-Community. Allerdings gehören ihr ja auch nur noch ein paar Hand voll Leute an. Damals hatten manche Rudel ja sogar offizielle Feindschaften mit irgendwelchen anderen Rudeln. Da bin ich echt froh, dass wir da rausgewachsen sind.

Der rote Faden der letzten Jahre wird vermutlich nicht so ersichtlich sein, da die ToD ihre erste Haupthandlung praktisch im 4. Winter 1925/26 (also 2014) abgeschlossen hat, ich dem Rudel eine realistische Inplay-Ruhepause geben wollte, bevor der neue rote Faden an Fahrt aufnimmt und wir andererseits zu lange Zeitsprünge nicht so mögen. Ich hoffe, das Lesen ist trotzdem relativ unterhaltsam. :'D

Dir noch mal alles Gute, du bist immer zu einem weiteren Milchkränzchen eingeladen! Wir gehen hier erst mal nicht weg. <3

Kiba

Thema: Fragen, Lob, Kritik
Kiba Telay

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24.11.2018 16:28 Forum: Gästebereich

Hallo Napkin!

Vielen lieben Dank für diese warmen Worte, da bekomme ich fast selbst einen kleinen Kloß im Hals. <3 Es wird mit jedem Jahr schwerer und manchmal ist man frustriert genug, um sich zu fragen, ob es all die Mühe noch wert ist, aber Kommentare wie dieser helfen dabei, diese Frage immer wieder mit "Ja" zu beantworten. <3

Wow, du hast aber tief rumgestöbert, ich hoffe, du hast währenddessen nicht die ganze abgelaufene Milchpackung getrunken! Hier und da sind schon Dinge aus den EoY auch hier im RPG aufgetaucht, mehr oder weniger offensichtlich. smile Ich arbeite langsam darauf hin, ein paar Verbindungen etwas enger zu ziehen und hoffe, dass es auch so interessant wird, wie vorgestellt. großes Grinsen

Diese einheitlichen WoB-Begrüßungen (selbst die in blinkenden, kitschigen .gif-Grafiken) waren nie so unser Ding. Man soll sich hier schließlich wohl und persönlich aufgenommen fühlen und wissen, dass das Team für alles ansprechbar ist! und hach ja. Die guten alten Bad-Wolfs mit redeeming Qualities. Wer hatte nicht mindestens einen, oder zwei, oder fünf davon (gleichzeitig).

Bei all dem Lob möchte ich natürlich unbedingt noch wissen, wer sich hinter der Serviette versteckt! Jeanne und ich fühlen uns von deiner Schreibweise sehr an Käse-Falki erinnert, aber bist du's oder liegen wir voll daneben und müssen uns schämen, dich nicht sofort ohne Zweifel identifizieren zu können?
Es ist jedenfalls immer wieder unglaublich schön, wenn man auch nach Jahren mal wieder von ehemaligen Wegbegleitern hört. smile Sie haben schließlich auch dazu beigetragen, dass wir heute sind, wo wir sind.

Ich wünsche dir alles Gute!
Kiba

Thema: Wirrer Regenschleier
Kiba Telay

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27.07.2018 12:54 Forum: 4. Herbst - 1926

Kiba fühlte sich selbst lächeln, auch wenn es niemanden gab, der es sehen konnte. Sie war Ashlynn unglaublich dankbar dafür, dass sie sich ihrem Sohn annahm. Sie berührte auch die kleinere Wölfin kurz an der Wange, bevor sie langsam ein paar Schritte zurück machte.
‚Siehst du?‘ wollte sie Aiyán sagen. ‚Ihr braucht mich nicht.‘
Diese längst gefundene Erkenntnis war eine bittersüße Erleichterung. So schön es auch war gebraucht zu werden, so beruhigend war es, dass es auch ohne sie weiterging. In ihrer Situation hatte es etwas Frieden-spendendes zu wissen, dass niemand für die Welt unabdingbar war. Es nahm ihr die Last einer ewigen Verantwortung ab. Das Leben hörte niemals auf.
Natürlich war Kiba durchaus bewusst, dass es zwischen jemanden brauchen und an jemandem hängen einen Unterschied gab. Dass die Gesellschaft von jemandem guttun konnte, auf den man nicht angewiesen war. Und wenn man nur aus Gewohnheit nicht auf sie verzichten wollte. Ihre Söhne waren schon seit Jahren nicht mehr von ihr abhängig. Doch mit ihrem Abschied schienen sie das zum Teil vergessen zu haben. Leider gab es nichts, was sie daran ändern konnte.

Langsam näherte sie sich Saiyán, der dort stehen geblieben war, wo Ashlynn ihn zurückgelassen hatte. An ihn war sie noch nie herangekommen. Selbst als Welpe war immer etwas in ihm gewesen, dass alle abgestoßen hatte. An das er selbst Aiyán nie ganz herangelassen hatte. Sie hatte es nie verstehen können, aber heute war das nicht mehr wichtig.
Sie stellte sich dicht neben ihn und sah in dieselbe Richtung wie er, als wollte sie versuchen die Welt für einen Augenblick aus seinem Blickwinkel zu sehen. Nicht, dass es noch irgendetwas geändert hätte. Vielleicht wollte sie einfach nur auch ihm ein Zeichen geben, dass sie da war. Gerne hätte sie ihn darum gebeten, auch zu seinem Bruder zu gehen, aber das konnte sie nicht.

Thema: Wirrer Regenschleier
Kiba Telay

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15.07.2018 02:46 Forum: 4. Herbst - 1926





Sweet darling you worry too much
My child, I see the sadness in your eyes
You are not alone in your life
Although you might think that you are

Es schmerzte. Das ‚Mama‘, von dem sie glaubte es zu Zeiten außerhalb des Traumes viel zu selten gehört zu haben; sein verletzter Blick schmerzte und die gebrochene Stimme; das Leid des Rudels, das sie trotz allem weder hinfort nehmen noch lindern konnte. Sie war nicht zu einer allmächtigen Gottheit geworden, nur zu einem Rettungsseil, das niemand sehen und niemand greifen konnte.
Sie wollte den Kopf schütteln, aber ihr Sohn würde es nicht sehen. Sie wollte ihr Kinn auf seiner Stirn ablegen und beruhigend das Fell zwischen seinen Ohren lecken, aber Aiyán würde es nicht spüren. Sie wollte ihm sagen, dass es nicht stimmte, aber er konnte sie nicht hören. Es schmerzte unsichtbar zu sein und sie wusste nicht mal, wo dieser Schmerz saß, denn ihr Herz war weit weg. Zumindest wenn man es logisch betrachtete. Abstrakt gesehen war es mittlerweile überall.
Sie stand vor ihm und berührte mit der Nase einen Punkt zwischen seinen Augen. Seine Einsamkeit war dort drinnen. Sie hatte keine Möglichkeit es ihm verständlich zu machen. Hinter Aiyán sah sie seinen Bruder und Ashlynn näher kommen. Sie spürte so etwas wie Erleichterung und den leisen Wunsch, dass ihr Sohn die Hilfe derer annehmen konnte, die noch wirklich waren. Sie drückte ihr Gesicht gegen seine Wange, als wollte sie ihn dazu bringen sich umzusehen und konnte nur hoffen, dass irgendetwas ihm sagen würde, dass sie nah war. Ihr Geruch war nur zwei Herzschläge lang so intensiv, als hätte er seine Schnauze in ihrem Pelz vergraben.

Thema: Wirrer Regenschleier
Kiba Telay

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24.06.2018 23:09 Forum: 4. Herbst - 1926

Als sie heute aufgewacht war, hatte sie es schon gewusst. Woher dieses Wissen kam hätte sie nicht sagen können, aber solche Fragen spielten schon lange keine Rolle mehr. Ohne Mühe fand sie zu der Stelle, an der sie nun alle trauerten, als hätte ihr der Schmerz die Richtung gewiesen.
Es war anders, als das letzte Mal. Seit sie schlief war wach-sein war nicht mehr das gleiche wie echt-sein, sondern fühlte sich stets wie ein anderer Traum an. Sich von seinem Körper los zu lösen, war wie ohne Lasten zu sein, als hätte sie diese in ihrer Gestalt hinter dem Kristall versteckt. Gefühle waren gedämpft, wie hinter einer Mauer, wie hinter einem Schutzschild.
Heute war es anders. Heute fühlte sie sich schwer, obwohl die Schwerkraft keinen Einfluss mehr auf sie nahm. Heute drückte etwas in ihrer Kehle, obwohl sie gar nicht mehr mit ihrem Körper verbunden war. Grashalme, Erde, alles, was sie berührten nahmen die geweinten Tränen auf und sie spürte sie, als wäre das Wurzelnetz des Tals ihr neuer Blutkreislauf.

Sie konnte ihre Freundin nicht wirklich berühren und sie hätte es nicht spüren können, selbst wenn sie noch wirklich da gewesen wäre. Trotzdem strich sie mit der Nase über ihren Fang und wünschte ihr auf ihrer Reise alles Gute. Dann trat sie zurück, obwohl es für sie nicht notwendig gewesen wäre Platz zu machen. Einen Augenblick später sah sie ihren Grauen Sohn so nah neben sich, sie hätten Wange an Wange stehen müssen. Sie sah den Schmerz in seinen blauen Augen und fühlte ihn ebenso, ohne sich dagegen wehren zu können. Sie gab ihm einen Kuss auf die Lefze, wohlwissend, dass er ihn nicht fühlen konnte. Dann entfernte sie sich rückwärts, bis sie am Waldrand wieder zum Halten kam. Einen Moment lang betrachtete sie Jeannes Kinder, es war das erste Mal, dass sie die beiden sah. Sie wünschte, sie hätte sie bei einer anderen Gelegenheit kennenlernen können. Sie wünschte, sie hätte sie sehen können als mutige und selbstbewusste Erwachsene, dem stolzen Blick ihrer Mutter folgend und sie hätte unsichtbar neben ihr stehen und sich mit ihr freuen können. Sie seufzte und konnte doch nicht atmen.

Sie sah über den Rest der Wölfe, die hier zusammen kamen und einen Augenblick lang beobachtete sie ihren Sohn bei Ashlynn. Auch er sah anders aus, als sie ihn in Erinnerung hatte, auch wenn sie nicht benennen konnte, was anders war. Es war nicht nur das graue Fell um seinen Fang, das ihn seinem Vater ähnlicher und ähnlicher machte, oder die silbernen Abzeichen, die sich immer stärker aus seinem Fell hervorhoben. Er wirkte erwachsen.
Kaum hatte sie das gedacht, änderte sich Saiyáns Auftreten plötzlich wieder und er machte einen Schritt, sah jemandem hinterher. Ihr Blickfeld drehte sich und erfasste seinen Zwilling, der sich entfernte. Aiyán sah aus, wie das letzte Mal, als sie ihn gesehen hatte. Und kurz erschien ihr seine Gestalt wieder wie die eines schlaksigen Jünglings, auf den sie selbstständig zugehen musste weil er immer nur zurück wich. Automatisch setzte sie sich wieder in Bewegung, hinter ihm her, dann neben ihm her. Sie wusste nicht warum, aber es fühlte sich richtig an. Sie konnte nicht mehr tun, um auf sich aufmerksam zu machen, als so dicht bei ihm zu gehen, wie möglich.

Thema: Wirrer Regenschleier
Kiba Telay

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19.05.2018 00:15 Forum: 4. Herbst - 1926

Unter die Gerüche des Waldes, der so war wie immer und die der Wölfe, die nicht so sein würden, wie vorher, mischte sich langsam noch ein Geruch, der eigentlich nicht mehr da war. Er tauchte auf, wie eine alte Fährte, die sehr schwach und schon fast verweht war. Er strich an den Wölfen entlang wie die Witterung eines Wolfes, der schon vor Ewigkeiten vorbei gegangen war, weilte kurz bei Aiyán, dann bei Saiyán bevor er sich vor dem Körper der leblosen weißen Wölfin konzentrierte und verharrte.

Thema: Teyrm
Kiba Telay

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05.08.2016 18:43 Forum: Allgemeines Archiv

Ich fange gar nicht erst mit irgendwelchen obligatorischen Floskeln an, die hättest du auch nach all den Jahren nicht verdient. Deswegen sage ich einfach nur Danke für die letzten fast 11 Jahre. Die Zeiten haben sich zwar geändert und einige alte Freundschaften sind auch ohne viel Drama einfach auseinandergedriftet, trotzdem denke ich noch sehr gerne und mit einem Lächeln an Früher zurück. Du warst eine wichtige Konstante in der Anfangszeit, nicht nur für die Tears of Destiny, sondern auch für mich. Die ersten Treffen im Jahr 2006 und andere oft lustige, auch mal traurige oder frustrierende, aber doch hauptsächlich schöne und verrückte Dinge, die wir gemeinsam erlebt haben, werden immer einen besonderen Platz in meinen Erinnerungen behalten.

Danke, dass du ein Teil des Ganzen warst - ich wünsche dir alles, alles erdenklich Gute für deine Zukunft. =)

Kati

Thema: Life can get tight but we will make it right
Kiba Telay

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13.12.2015 03:01 Forum: Abgeschlossene Gespräche

Die Kabbelei unter ihrem Kinn fühlte sich ein bisschen wie das Gekrabbel übergroßer Ameisen an.

Ich fürchte, ihr werdet alle mal ganz schrecklich groß …“,

murmelte die Requistin schon jetzt ein bisschen wehmütig und außerdem leicht schläfrig. Kiba hätte glatt ein wenig so vor sich hindösen können und die Kinder einfach ihrer Diskussion überlassen, wenn sich nicht plötzlich ein Schnäuzchen zwischen ihre Lefzen schieben würde und nahezu Anstalten machte, ihr ins Maul zu krabbeln. Oh, ein bisschen Ruhe wäre ja auch zu schön gewesen. Kiba drehte sofort den Kopf weg, aber die gierige Welpennase kam natürlich hinterher und beleckte ihr weiter den Fang. Schon im Halse spürend, wie sich das Mittagessen ihrer Welpen zubereitete, erhob sich die silbergraue Mutterwölfin und trat einen Schritt von ihren Welpen weg, um sich ein bisschen unverdautes Fleisch vor die Pfoten zu würgen.

Thema: Play-Orakel
Kiba Telay

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29.09.2015 14:17 Forum: Zwischen den Plots

So, noch zwei Playorakel sind draußen!
Eines gibt es ja schon. Bitte denkt auch daran, dort zu schreiben, immerhin habt ihr euch ja freiwillig dafür gemeldet. Augenzwinkern Kaei oder auch Teyrm können seit über einem Monat in Unfreiwilliger Rettungstrupp schreiben.

Thema: In der Falle
Kiba Telay

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In der Falle 29.09.2015 14:05 Forum: Abgeschlossene Gespräche

In der Falle | 8. April 1926 | Eeal, Nathanael, Akando, Sirion


Eeal hat einen Luchs in der Nähe der Welpenhöhlen herumschleichen sehen und sich heldenmutig daran gemacht, die Raubkatze davon zu jagen. Dummer Weise suchte sich diese einfach den nächstbesten Baum aus, um hinauf zu klettern, ungeachtet dessen, dass zu seinem Fuß gerade Nathanael am dösen war. Ohne darüber nachzudenken sprang auch Eeal mit einem überraschend hohen Satz in das Geäst der Lärche. Hin und wieder war er schon mal auf stabileren Laubbäumen herumgeklettert, leider hatte er zwei Dinge überhaupt nicht in Betracht gezogen: Erstens wie viel dünner die Äste einer Lärche waren und zweitens, dass der Luchs nicht mal halb so viel wog, wie er. Die fauchende Katze über sich, brach plötzlich der Ast unter seiner linken Hinterpfote weg und Eeal musste sich mit den Vorderpfoten an den Stamm klammern, um nicht runter zu fallen.
Mittlerweile haben auch zwei alarmierte, frischgebackene Väter die Spur des Luchs gefunden und die Verfolgung aufgenommen. Sie kommen gerade in Sichtweite, während Eeal verzweifelt versucht wieder Halt zu finden.

Thema: Jagdtraining
Kiba Telay

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Jagdtraining 29.09.2015 13:25 Forum: Abgeschlossene Gespräche

Jagdtraining | 20. Februar 1926 | Andraki, Aiyán, Farai & Caylani


Es ist rote Abenddämmerung und vier Wölfe schleichen am Waldrand herum. Andraki hat Caylani und Farai auf eine Lehrstunde im Jagen mitgenommen und sich dafür Aiyán als Verstärkung ausgesucht. Die Blicke der schnellen Läufer sind auf die Bergwiese gerichtet, wo in einiger Ferne eine Bisonherde grast. In kurzem Abstand dazu straksen auch ein paar Rehe umher, die den vermeintlichen Schutz der großen Gehörnten ausnutzen wollen.
Hier und da sind auf der Wiese schon kleine Grasflächen freigelegt worden, sonst überzieht nach wie vor eine pappige Schneemasse die Bergwiesen.

Thema: Life can get tight but we will make it right
Kiba Telay

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23.09.2015 01:41 Forum: Abgeschlossene Gespräche

Toboe, der trotz gleichen Alters schon jetzt deutlich mehr Körpermasse hatte, als seine Schwester, schien es augenscheinlich wenig auszumachen, dass seine Schwester auf ihm drauf lag. Eher räkelte er sich unter ihr, als fände er es sogar recht bequem. Kiba schnippte mit einem Ohr und ließ den Kopf ein Stück weit zur Seite kippen, als Toboe verkündete, dass er den Platz zwischen ihren Pfoten für immer in Anspruch nehmen würde. Was Tyára darauf sofort erwiderte, hatte ihr ganz ähnlich auf der Zunge gelesen, nur deutlich freundlicher und weniger im Bezug auf Breite als allgemeine Größe.

Du solltest allgemein aufhören zu wachsen, wenn du immer zwischen meine Pfoten passen willst!“

Und kaum sprach ihre Silbertochter vom stapeln, warf sich auch schon ein schwarzer Fellball mit ins Getümmel. Sie erkannte Aiyán an den Ohren, die bei seinem Zwillingsbruder noch ein bisschen schiefer standen. Ein Grinsen huschte über ihre schwarzen Lefzen.

Da fängt es schon an mit dem stapeln.“

Es war jetzt schon eine ziemlich enge Angelegenheit, aber die Requistin wusste, dass ihre Welpen nur in ein paar Wochen schon doppelt so groß sein würden, wie jetzt. Ein bisschen bedauerte sie das schon in diesem Augenblick. Kiba schob ihre Vorderpfoten noch ein bisschen weiter auseinander, legte dann mit einem halb verschmitzten, halb zufriedenen Gesichtsausdruck das Kinn auf ihrem Welpenstapel ab und begrub die Kinder damit unter ihrem Kopf. Denn augenscheinlich mochten sie es ja kuschelig.

Thema: Vorboten des Frühlings
Kiba Telay

Antworten: 156
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02.09.2015 00:51 Forum: 4. Winter 1925/26

Kiba seufzte zufrieden, als sie Aiyáns Antwort hörte und genoss einen Moment lang die nasse Welpennase in ihrem Pelz. Eine wohlige Schläfrigkeit breitete sich langsam in ihr aus und sie wusste, dass sie bald friedlich wieder in einen tieferen Traum hinab gleiten würde. Einen bei Yago.
Langsam zogen sich feine Risse durch den Himmel aus Kristallglas und einzelne Scherben begannen sich aus seinem Zelt zu lösen und wie in Zeitlupe hinab zu fallen. Kiba berührte ihren Sohn an der Stirn und fuhr ihm mit der Zunge durch das kurze Fell über den Augen.

Ich werde dich in deinem Herzen erinnern.“

Die hinab fallenden Traumsplitter hinterließen schwarze Lücken im Firmament und Aiyáns Schlafwelt geriet lautlos ins Wanken. Wie ein anschwellendes Beben, das keinen Ton von sich gab und alles langsam zerfallen ließ. Nur die Silbergraue blieb davon unberührt und zog schließlich die Nase von ihrem taumelnden Jungen zurück, der mit jedem stürzenden Bruchstück wieder mehr von seinem fast 2-Jährigen Erscheinungsbild zurückerlangte. Sie setzte sich auf und wartete, wie jemand, der einem nach dem Abschied hinterher sah, bis Aiyán zusammen mit den letzten Resten seines Traumes verschwunden war.

Sag deinen Geschwistern, es tut mir Leid.“

Zurückgeblieben in der Schwärze rollte sich die Requistin schließlich wieder zusammen, vergrub die Schnauze unter ihrer Rute und schloss die Augen.


Als Aiyán aufwachte, haftete noch der verblassende Geruch seiner Mutter an seinem Pelz und in der Umgebung. Verwehend, wie eine flüchtige Witterung.

Thema: Unfreiwilliger Rettungstrupp
Kiba Telay

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Unfreiwilliger Rettungstrupp 08.08.2015 23:49 Forum: NRPG Archiv

Unfreiwilliger Rettungstrupp | 3. März 1926 | Teyrm, Akira & Kaei


Teyrm hatte am Rande des Tals die Fährte einer verletzten Bergziege aufgespürt und die Verfolgung aufgenommen. Unvorsichtiger Weise war er ihr bis ins Geröll des unteren Gebirgsrings gefolgt, zu selbstbewusst mit dem Gedanken, dass er das hinkende Tier locker erlegen würde. Das Tier war schon so nah, nur wenige Wolfslängen von ihm entfernt, doch als er nach einem weiten Sprung auf einem Felsvorsprung aufkam, brach ihm dieser unter den Pfoten weg. Glück im Unglück, Teyrm landete in einem Hohlraum etwa 1,5 Meter unter dem Vorsprung. Nach ein paar vorsichtigen Dehnungen stellte er zudem erleichtert fest, dass er unverletzt war. Doch bei dem Versuch wieder rauszuklettern, rutschte immer wieder neues Geröll nach und er somit wieder nach unten.
Schließlich versucht er sich über Geheul bemerkbar zu machen. Die nächsten Wölfe in Höhrreicheweite sind Akira und Kaei, die ihre Streifzüge gerade zufälliger Weise recht nah - wenn auch aus entgegengesetzten Richtungen - an der Bergkette unternehmen, die Teyrm nun als Geisel gefangen hält.

Da der Frühling naht, ist der Schnee innerhalb der letzten Tage weggeschmolzen. Die Temperaturen liegen bei 8°C und es ist vom letzten Regen noch nass.

Thema: Vorboten des Frühlings
Kiba Telay

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08.08.2015 21:28 Forum: 4. Winter 1925/26

Kiba hatte den Kopf zurück gedreht und betrachtete den schwarzen Welpen an ihrer Seite liebevoll. So hätte es schon damals sein müssen. Jetzt war sie nicht traurig, dass es nie so war, eher froh, dass ihr die Möglichkeit geschenkt worden war, etwas von dem nachzuholen, was sie versäumt hatte, wenn auch nicht absichtlich. Sie hoffte schon jetzt, dass sie auch noch die Gelegenheit haben würde, irgendwann ihre anderen Welpen so im Traum besuchen zu dürfen.

Sie ist erst jetzt gekommen, weil ich erst jetzt nach ihr rufen konnte. Ich konnte ihr den Weg weisen, den sie von alleine vermutlich nicht finden konnte.“

Sie sprach diese schwer zu verstehende, unwirklich klingende Erklärung wie eine Tatsache aus und hier im Traum war sie sicher, dass sie Aiyán nicht verwirren würde. Was ihm wohl alles durch den Kopf gehen würde, wenn er aufwachte? Die Silbergraue würde es nie erfahren. Sie würde nicht da sein, wenn er erwachte, sondern wieder tiefer in ihren eigenen Schlaf zurück sinken.

Deshalb möchte ich dich bitten, ihr keine Vorwürfe zu machen, weil sie nicht da war. Ich möchte dich bitten, dass du dich darum bemühst, sie in der Familie wieder aufzunehmen und sie nicht zu verstoßen. Höre dir ihre Geschichte erst an. Sie ist die einzige Schwester, die ihr noch habt. Sag das auch Saiyán.“

Das war ihr wichtig, denn leider traute sie ihren schwarzen Söhnen nur zu sehr zu, dass sie genau das tun würden. Ihre Schwester mit Ablehnung empfangen, voller Vorwürfe, dass sie ein halbes Leben lang nicht da gewesen war. Nicht für sie als Geschwister, nicht für die Familie. Es war zu leicht solche Anklagen zu erheben und vor allem für Saiyán wären sie typisch. Die Zwillinge hatten schon immer und gerne viel abgelehnt. Dabei glaubte sie nicht, dass ihre Tochter die Familie mit Absicht verlassen hatte – so wie ihre Söhne einst, woran sie ihn aber nun nicht erinnern wollte. Sonst wäre sie ihrem Ruf jetzt nicht gefolgt.

Thema: Vorboten des Frühlings
Kiba Telay

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05.08.2015 23:44 Forum: 4. Winter 1925/26

Kiba Telay lächelte ein warmes Lächeln und ließ den Kopf zufrieden seitlich in das frische, saftig grüne Wiesengras sinken.

Das ist schön.“

Die Gewissheit trotzdem irgendwie wirklich zu sein, auch wenn sie keiner sehen konnte, hatte etwas beruhigendes, tröstliches. Ihr Geruch war also da, sie konnte nach wie vor Fährten hinterlassen, nur ohne Spuren, die man mit dem bloßen Auge erkennen konnte. Es machte den Traum wieder greifbarer, realer. Sie war nicht bloß irgendwer, der sich das Leben, dass er nicht mehr führen konnte, zurecht träumte, ein Teil von ihr war noch da. Zumindest wirkte dieser Traum mit Aiyán echt genug, um ihr das weis zu machen. Natürlich konnte alles nach wie vor ein Traum sein, aber dann war es auch egal. Ihr ganzes Leben hätte bisher ein Traum sein können, sie könnte eines Tages träumen aufzuwachen und ihr Leben zurück zu bekommen und dabei nie wissen, dass sie in Wirklichkeit immer noch träumte. Was war im Angesicht dessen also schon noch Realität. Und was davon wichtig? Sie fühlte sich gut. Das war es doch, was für sie zählen sollte.
Eine Weile blieben Sohn und Mutter also so beieinander liegen, ließen sich eine warme Frühlingssonne auf den Pelz scheinen, während Kiba mit jedem Atemzug Aiyáns Kopf auf ihrem Bauch spürte. Ihre Vorderpfoten hielt sie in einer Position, sodass sie leicht seinen Rücken berührten. Schließlich erhob die Requistin noch einmal das Wort, ließ den Kopf dabei im Gras liegen.

Ich will dir noch etwas sagen – nein, ich möchte dich um etwas bitten. Bevor ich mich zu dir legte, um mit dir zu träumen, habe ich die Ankunft einer kleinen Wolfsgruppe beobachten können. Deine Schwester Tyára ist wieder nach Hause gekommen.“

Thema: Eine Ära im Bildformat
Kiba Telay

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Eine Ära im Bildformat 24.07.2015 15:55 Forum: Geburtstagsarchiv

Soooo! Ich konnte meinen Zeitplan zwar dank Welpi nicht einhalten, aber hier kommt es. Ich habe immer gesagt, eines Tages möchte ich die Geschichte der ToD in einem Webcomic festhalten. Viele Jahre habe ich mich nicht daran heran getraut, weil ich bisher einfach nicht das Gefühl hatte, meinen Ansprüchen zu genügen. Also habe ich mir irgendwann gesagt, ab dem 10. Geburtstag der ToD startest du das Projekt, egal was. Viele Sachen werden verändert und angepasst sein, auch einige Namen und Aussehen von Charaktern, zu deren Spielern ich keinen Kontakt mehr habe, werden geändert sein. Die meisten Namen werden schlicht und ergreifend deshalb geändert, damit sie zueinander passen. Jegliche englische Namen beispielsweise werden angepasst sein, weil's einfach nicht passt. Aber da die Geschichte der ToD lang ist ... wird es leider eh erst mal eine Zeit dauern, bis mehrere aktuellere Charaktere auftauchen. =D' Ich hoffe ihr werdet trotzdem Spaß daran haben.
Ich beginne heute mit der ersten Seite und hoffe, dass ich morgen die 2. Posten kann. Wie regelmäßig ich dann updaten kann, weiß ich noch nicht. Ich würde mir 1 Seite pro Woche wünschen, aber ob ich das schaffe ... xD
Jedenfalls! Here we go. Introduction with the (more or less ...) mysterious darkbrown wolf.

Thema: Happy Birthday!
Kiba Telay

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23.07.2015 23:53 Forum: Geburtstagsarchiv

Da ist der große Tag schon fast vorbei und ... SLi (Alphali kann ich ja nicht mehr sagen ...) meldet sich erst jetzt! Leider nimmt mich ein sehr anhänglicher, kleiner Knirps momentan komplett in Anspruch. x)
Ich wünsche meinem Rudel natürlich auch alles Beste! Da auch ich ein Interview gegeben habe, möchte ich jetzt auch keine großen Reden schwingen, denn ihr werdet dort schon alles lesen (ich wette, darauf müsst ihr jetzt am längsten warten .....). =) Jetzt möchte ich nur noch mal betonen, wie verdammt stolz ich auf uns bin und wie glücklich über meine Mitglieder. Ich hab' die tollsten in der ganzen Rudelwelt.

Atanü, das Lied ist ja mal echt süß! HeartDraw Passt zu den witzigen Liedern, die für die ToD bereits geschrieben wurden. =D Und natürlich danke für dein Lob, das ehrt mich sehr und ich hab mich auch sehr gefreut, dich endlich persönlich kennen lernen zu dürfen. <3 Und der virtuelle Eindruck wurde nicht enttäuscht!

Mit der Antwort für die Inplayerlebnisse habe ich übrigens schwer gerechnet. Everybody loves Yago. großes Grinsen

Liebes Rudel, ich habe auch eine Überraschung für euch, auch wenn es in der Praxis lange dauern wird, bis ihr charakter-mäßig etwas davon habt, aber ich hoffe, ihr werdet euch trotzdem freuen. =D Ein paar wissen es schon und ich werde es morgen früh posten. Jetzt ist es schon so spät, da läuft das auch nicht mehr weg. Damit den morgigen Tag zu beginnen erscheint mir da schöner.
Also bis morgen und danke an die bisherigen Glückwünschler!

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